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„Leben zwischen den Kulturen“ - Aspekte der Identitätsfindung junger Erwachsener im interkulturellen Spannungsfeld

Analyse anhand ausgewählter Werke des cinéma beur und des Deutsch-türkischen Films

Title: „Leben zwischen den Kulturen“  - Aspekte der Identitätsfindung junger Erwachsener im interkulturellen Spannungsfeld

Thesis (M.A.) , 2007 , 170 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Michaela Hillebrand (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der Identitätsfindung junger Erwachsener im interkulturellen Kontext. Trotz des scheinbar abstrakten Charakters der Thematik Identität will die Arbeit verdeutlichen, dass es sich hierbei um ein wissenschaftlich klar definierbares Phänomen handelt, das anhand von Filmen belegt werden kann. Es soll zum einen besonders herausgearbeitet werden, dass Identitätsfindung einen prozessartigen Charakter aufweist und nur durch die Überwindung von persönlichen und identitären Krisen erfolgen kann. Zum anderen sollen zentrale Einflüsse veranschaulicht werden, denen Identitätsfindung unterliegt.
Als Analysegegenstand fungieren Filme des "cinéma beur" und des Deutsch-türkischen Kinos, beides Formen des "cinéma de métissage". Herausgegriffen werden speziell Werke der Regisseure Malik Chibane und Fatih Akin, die beide selbst einen bikulturellen Hintergrund haben. Anhand ihrer Filme sollen nun erstmals zentrale Thesen der Kulturpsychologie beleuchtet werden, wobei die Prozessartigkeit der Identitätsfindung in Anlehnung an Alexander Thomas und zentrale Einflussfaktoren auf den Identitätsfindungsprozess nach Heiner Keupp im Mittelpunkt stehen.

Der Weg zum Analyseziel führt über folgende Kapitel:
1. Theorien zur Identitätsfindung im interkulturellen Kontext
2. Was Film- für die Identitätsanalyse leisten kann
3. "Cinéma beur" und Deutsch-türkischer Film – "cinéma de métissage" deluxe
4. Gemeinsamkeiten (Themen) und Unterschiede (Genrecharakter) von "cinéma beur" und Deutsch-türkischem Film
5. Detailanalyse ausgewählter Filme bezüglich des Aspekts der Identitätsfindung im interkulturellen Kontext

Für die Erstellung der vorliegenden Arbeit war das Einbeziehen einer Vielzahl von "films beurs" und Deutsch-türkischen Filmen nötig. Durch Gesamtwerkanalysen Malik Chibanes und Fatih Akins sollen zentrale Themen des mittlerweile international codierten "cinéma de métissage" verdeutlicht werden. Einzelne Filme werden unter Schwerpunktlegung auf die persönliche Entwicklung der Charaktere besonders ausführlich behandelt. Dies sind im Falle Fatih Akins die Filme "getürkt", "kurz und schmerzlos" und "Gegen die Wand" und im Falle Malik Chibanes "Hexagone", "Douce France" und "Nés quelque part". Diese Filme sollte der interessierte Leser der Arbeit gesehen haben, um tiefer in die Materie einsteigen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Analyseziel und Stand der wissenschaftlichen Forschung

II. Identitätsfindungsprozesse junger Erwachsener im interkulturellen Kontext – Eine Generation im Umbruch auf der Suche nach sich selbst

1. Die Suche nach Identität im „kulturellen Supermarkt“ oder „Was ist die Mehrzahl von Heimat?“ – Junge Deutschtürken zwischen Traditions- und Zukunftsorientierung

2. Multikulturalität im Kiez und Akkulturationsprozesse im Spannungsfeld Zentrum – Peripherie

3. Hybridkulturalität als Überwindung bipolaren Denkens

4. Identitätsmanagement in spätmodernen Gesellschaften – Die Theorien Heiner Keupps

4.1. Identitätsfindung als ständige Passungsarbeit von Teilidentitäten – Orientierungssuche, Einflussfaktoren und das Meistern interkultureller Krisen

4.2. Identitätsfindung durch Ausloten und Vereinbaren von Herkunft und Zukunft

5. Identität als diskursive Konstruktion durch Rollenspiel und Selbstthematisierung

6. Identität und Alterität – Das Fremde als Projektion in unserem Kopf

7. Emotionalisierung und Komplexitätsreduktion – Die Funktion von Stereotypen im Spannungsfeld von Identität und Alterität

8. Identitätsfindung als Prozess und Ergebnis dreier Haupteinflüsse – Thesenaufstellung basierend auf Thoerien von Alexander Thomas

8.1. Phasenverlauf des Handlungskompetenzerwerbs und des Identitätsfindungsprozesses im interkulturellen Kontext

8.2. Einflussfaktoren des Handlungskompetenzerwerbs und der Identitätsfindung im interkulturellen Kontext

9. Zwischenfazit: Identitätsfindungsprozesse im interkulturellen Spannungsfeld sind auf mehrere Faktoren hin zu analysieren

III. Weshalb Film- für Identitätsanalyse geeignet ist

1. Interkulturelle Psychologie und Filmpsychologie – Die Spannung des Lebens liegt im Prinzip der Polarität

2. Symbiose von Film- und Fremdverstehen – Film als subjektives, aber auch universelles Medium der Gesellschaftsanalyse

3. Film als Spiegel der Gesellschaft? – Die Ambivalente Beziehung Realität – Film

4. Zwischenfazit: Was Film für die Identitätsanalyse leisten kann

IV. Cinéma beur und Deutsch-türkischer Film – Métissage deluxe!

1. Wandel von Gesellschaft und Filmlandschaft – Die neue Generation interkultureller Autorenfilmer

2. Das cinéma beur und seine Entwicklung

2.1. Das cinéma beur im Kontext des jeune cinéma français

2.2. Cinéma beur, cinéma de banlieue, cinéma d’immigration

2.3. Die Entwicklung des genre beur und sein Status heute

3. Der Deutsch-türkische Film und seine Entwicklung

3.1. Das Deutsch-türkische Kino im nationalen Filmkontext

3.2. Entwicklung des Deutsch-türkischen Films von den 1970er Jahren bis heute

3.3. Vielfalt und Variantenreichtum des Deutsch-türkischen Films

4. Cinéma de métissage – Mischkulturenkino bikulturell sozialisierter Regisseure

4.1. Wandel der Filmlandschaft vom Kino der Fremdheit zum cinéma de métissage (am Beispiel des Deutsch-türkischen Films)

4.2. Cinéma de métissage – Interkulturelles, autobiografisch geprägtes Figurenkino

5. Mehrfachkulturell sozialisierte Regisseure als Kreativpotential des cinéma de métissage (ein Porträt Fatih Akins)

5.1. Fatih Akins emotionaler, doppeltkultureller Blick auf die Gesellschaft

5.2. Authentizität der Figuren und künstlerische Nähe zu seinen Darstellern – Der „Schauspielerregisseur“ Fatih Akin

5.3. Scorseseliebhaber Fatih „Fassbinder“ Akin – Cinéma de métissage mit neuen Perspektiven und intertextuellen Bezügen

6. Zwischenfazit: Bikulturelle Sozialisierung der Regisseure des cinéma de métissage als Chance

V. Cinéma beur und Deutsch-türkischer Film im Vergleich

1. Unterschiede zwischen cinéma beur und Deutsch-türkischem Film hinsichtlich des „Genrecharakters“

1.1. Zum unterschiedlichen Forschungsstand der Genrethematisierung

1.2. Mediale Steuerung der Realität und die Rolle der Prototypen als Referenzfilme

1.3. Stilistisch stereotypisierter Genrekanon und Intertextualität betonender Charakter der Arbeit der Nachfolgeregisseure

1.4. Zum Marketingaspekt der Genrepolitik

1.5. Filmkultur als Spiegel der mentalen Programmierungen von Gesellschaften – stereotypenthematisierende Gesellschaftsorientierung des cinéma beur und bunte, emotionale Individualorientierung des Deutsch-türkischen Films

2. Gemeinsamkeiten von cinéma beur und Deutsch-türkischem Film – Themen des mittlerweile international codierten cinéma de métissage und Bedeutung von Teilidentitäten im Gesamtwerk Akins und Chibanes

3. Zwischenfazit: Cinéma beur und Deutsch-türkischer Film als zwei unterschiedliche Vertreter des international codierten cinéma de métissage

VI. Identitätsfindungsprozesse junger Männer in ausgewählten Filmen – Das Erwachsenwerden in multikulturellen Cliquen zwischen Gewalt, Moral und Liebe

1. Hexagone – Arbeit und Liebe als Anker der Identität im Spannungsfeld von Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft

1.1. Themen des Films und intertextueller Kontext

1.2. Negatives Fazit: Scheitern der Versöhnung von Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft, Ablösung der Gruppenidentität durch Individualidentität, Abhängigkeit der Identität des Mannes von Frauen

2. kurz und schmerzlos – Gangster- und Liebesfilm im Altonaer Kiez

2.1. Inhalt: Das Schwanken dreier junger Erwachsener zwischen Illegalität und Moral

2.2. Eine eindrucksvolle Geschichte von Freundschaft und Liebe

2.3. Negatives Fazit für Identitätsfindung, Freundschaft und Liebe

3. Zwischenfazit: Identitätsfindungsprobleme junger Männer im interkulturellen Kontext

VII. Identitätsfindungsprozesse junger Frauen in ausgewählten Filmen – Das Schwanken zwischen Familientradition und Freiheitsdrang

1. Douce France – Komödiantische Aufarbeitung der Spannungen zwischen den Generationen, zwischen traditionell religiösem und modernem Rollenverständnis

1.1. Inhalt: Emanzipationsgeschichte junger Musliminnen mit Hindernissen

1.2. Faridas Identitätsentwicklung durch die Auseinandersetzung mit den Werten der Elterngeneration

2. Gegen die Wand – Der Reifeprozess einer jungen Türkin auf der Suche nach einem selbstbestimmten, grenzenlosen Leben

2.1. Inhalt des Films

2.2. Zweckverbindung zweier selbstzerstörerischer „türkischer“ Außenseiter, um dem bisherigen Leben zu entfliehen

2.3. Weiterentwicklung der Liebebeziehung und des Identitätsfindungsprozesses der Protagonisten – Gibt es ein Happy End?

2.4. Sibels Identitätsfindung als Ergebnis eines langwierigen Reifeprozesses

2.5. Raum, Atmosphäre und Zuschauerwirkung – Akins ungeschönt düstere Gesellschaftskritik zwischen Gut und Böse, Sinnsuche und Zerstörungswut ist Punk pur

2.6. Rolle der Musik und Aufbau des Films in Akten

3. Zwischenfazit: oszillierende Identitätssuche junger Frauen zwischen Familienkultur und Freiheitsdrang

VIII. Wanderer zwischen den Kulturen – Prozess der Identitätsfindung junger Erwachsener im interkulturellen Spannungsfeld in ausgewählten Filmen

1. Getürkt – Frecher Blick auf chamäleonartiges Kulturwandeln als Überlebensstrategie

1.1. Inhalt: Ein junger Deutschtürke auf Heimaturlaub

1.2. Hybridkultur als Resultat des interkulturell kompetenten Auslotens der Identität in einem Spektrum der Möglichkeiten

2. Nés quelque part – Idealablauf des Identitätsfindungsprozesses im Spannungsfeld von Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft

2.1. Inhalt: Musikerbeziehung und Liebesbeziehung am Schnittpunkt der Kulturen

2.2. Zusammenhang zwischen interkultureller Dramaturgie und Filmdramaturgie

2.3. Entwicklung der Musikerbeziehung im stereotypenaufarbeitenden Identitätskarussell – Figurenkonstellation und Motivbearbeitung nach dem Prinzip des polaren Gegensatzes

2.4. Reifeprozess Thomas’ und Metamorphose Soukhêinas – Auflösung alter Rollen als Grundlage für ein Happy End der Liebe und Identitätsfindung

2.5. Situationskomik im Kulturkonflikt durch Überzeichnung medial geprägter stereotyper Zuschreibungen und vertauschter Rollen – kunstvoll inszenierte Identitätsentwicklung des Franzosen Thomas im interkulturellen Kontext

2.6. Kommunikationsschwierigkeiten im Weltenkontakt – Verzögerung der identitären Annäherung durch Missverständnisse

2.7. Züge als Bindeglied zwischen Paris und der banlieue – Symbole des Wandelns zwischen den Welten im cinéma beur

2.8. Der Film als weiterentwickeltes cinéma beur – Identitätsfindung als doppelter Akkulturationsprozess durch zusätzliche Einbeziehung der Perspektive der Mehrheitsgesellschaft

3. Zwischenfazit: Identitäre Neuordnung junger Erwachsener durch das Wandern zwischen den Kulturen

IX. Kommentiertes Ergebnis der Analyse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Identitätsfindungsprozesse junger Erwachsener in einem interkulturellen Kontext, der durch mehrfachkulturelle Einflüsse und daraus resultierende Spannungen geprägt ist. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf den prozessartigen Charakter der Identitätsfindung und wie diese durch die Auseinandersetzung mit persönlichen sowie identitären Krisen in einer spätmodernen Gesellschaft beeinflusst wird. Als Untersuchungsobjekt dienen Spielfilme des cinéma beur und des Deutsch-türkischen Films, wobei der Fokus auf den Regisseuren Malik Chibane und Fatih Akin liegt.

  • Identitätsfindung als komplexer, prozessartiger Entwicklungsweg
  • Einfluss der interkulturellen Spannung zwischen Herkunftskultur und Alltagskultur
  • Die Rolle des Films als Medium zur Analyse und Sichtbarmachung von Identitätsprozessen
  • Vergleich von cinéma beur und Deutsch-türkischem Film hinsichtlich Genrecharakter und Thematik
  • Bedeutung der bikulturellen Sozialisierung der Filmemacher für deren künstlerisches Schaffen

Auszug aus dem Buch

Die Suche nach Identität im „kulturellen Supermarkt“ oder „Was ist die Mehrzahl von Heimat?“ – Junge Deutschtürken zwischen Traditions- und Zukunftsorientierung

Selbstverständnis und Selbstverortung junger Menschen sind identitär und geografisch zunehmend nicht mehr eindeutig definierbar. Durch Globalisierung und Migration haben sich die Grenzen der Heimat verschoben, ist das Zuhause fremd und das Fremde Zuhause geworden. Migration und Globalisierung haben den Boden des gewohnten Lebens unter den Füßen vieler Menschen weggezogen und die Welt erweitert. Die kulturelle Identität von Individuum und Kollektiv ist diesem Wandel ausgesetzt. Jugendliche im interkulturellen Kontext spüren diesen Druck besonders hart, da sie sich erstens aufgrund ihres Alters sowieso in einer Selbstdefinitionsphase in ihrem Leben befinden und zweitens durch den kulturellen Zwiespalt hin- und hergerissen sind. Denn wie definiert man sich, wenn man in haltlosem Terrain schwebt? Wenn man sich vom Alten lösen soll und muss, aber vom Neuen nicht akzeptiert wird? Migrantenkinder der zweiten und dritten Generation leben oft noch zwischen den Stühlen, zwischen den Kulturen. Die schwierige und meist rastlose Suche nach Heimat und Identität ist für ihre Generation besonders bezeichnend. Es handelt sich deshalb um eine Generation im Umbruch, die sich als „Mischprodukt aus beiden Kulturen“ versteht.

Der Identitätsfindungsprozess gestaltet sich bei den Migrationsnachfahren vor allem deshalb problematisch, weil ihnen weder durch die Herkunfts- noch durch die Zielkultur in vollem Umfang Halt gegeben wird und sowohl geografische als auch soziale Ausgrenzung den Prozess behindern. Migrationsnachkommen kämpfen gegen vermeintlich überkommene Werte der Elterngeneration, um nach „eigenen“ Regeln zu leben. Aber die tradierten Werte bleiben ganz im Sinne Hofstedes tief liegende Ebenen der Persönlichkeit und der eigenen Kultur, die man nicht verleugnen kann. Andererseits empfindet auch die Zielkultur die Jugendlichen mit Migrationshintergrund als Fremdkörper und steckt sie weiter in die Schublade der Ausländer. Sie werden also von beiden Seiten nicht ganz akzeptiert und können sich meist mit keiner der beiden Seiten voll identifizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Analyseziel und Stand der wissenschaftlichen Forschung: Diese Einleitung definiert das Thema der Identitätsfindung im interkulturellen Kontext und identifiziert eine Forschungslücke in der wissenschaftlichen Analyse von Filmen des cinéma beur und des Deutsch-türkischen Kinos.

II. Identitätsfindungsprozesse junger Erwachsener im interkulturellen Kontext – Eine Generation im Umbruch auf der Suche nach sich selbst: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Identitätsfindung in einer globalisierten Welt sowie die Bedeutung von Akkulturationsprozessen und Hybridität beleuchtet.

III. Weshalb Film- für Identitätsanalyse geeignet ist: Das Kapitel begründet, warum das Medium Film aufgrund seines mehrdimensionalen Charakters besonders gut geeignet ist, komplexe interkulturelle Identitätsprozesse abzubilden.

IV. Cinéma beur und Deutsch-türkischer Film – Métissage deluxe!: Die Analyse wendet sich den spezifischen Strömungen des cinéma beur und des Deutsch-türkischen Films zu und untersucht deren Entwicklung als Ausdruck einer neuen, hybriden Filmkultur.

V. Cinéma beur und Deutsch-türkischer Film im Vergleich: Dieser Abschnitt bietet eine kontrastive Gegenüberstellung der beiden Filmgenres in Bezug auf ihren Forschungsstand und ihre inhaltliche Ausrichtung.

VI. Identitätsfindungsprozesse junger Männer in ausgewählten Filmen – Das Erwachsenwerden in multikulturellen Cliquen zwischen Gewalt, Moral und Liebe: Das Kapitel analysiert anhand ausgewählter Filme die spezifischen Identitätsprobleme junger Männer und deren Verortung im sozialen Raum.

VII. Identitätsfindungsprozesse junger Frauen in ausgewählten Filmen – Das Schwanken zwischen Familientradition und Freiheitsdrang: Hier stehen die Identitätskonflikte junger Frauen zwischen den Erwartungen der Elterngeneration und ihrem eigenen Freiheitsdrang im Zentrum der Betrachtung.

VIII. Wanderer zwischen den Kulturen – Prozess der Identitätsfindung junger Erwachsener im interkulturellen Spannungsfeld in ausgewählten Filmen: Die Analyse der abschließenden Filme verdeutlicht, wie interkulturelle Identitätsfindungsprozesse als dynamische „Wanderungen“ zwischen Kulturen filmisch umgesetzt werden.

IX. Kommentiertes Ergebnis der Analyse: Diese Zusammenfassung reflektiert die erzielten Erkenntnisse und unterstreicht die Rolle der Identitätsfindung als kontinuierlichen Prozess im Spannungsfeld zwischen Kulturen.

Schlüsselwörter

Identitätsfindung, interkultureller Kontext, Cinéma beur, Deutsch-türkischer Film, Migration, Hybridität, Akkulturation, Filmpsychologie, Selbstverortung, Generationskonflikt, Spätmoderne, Stereotypen, Métissage, Biografie, Rollenverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Identitätsfindung bei jungen Erwachsenen im interkulturellen Kontext abläuft, insbesondere bei Menschen mit Migrationshintergrund, und wie diese Prozesse filmisch dargestellt und analysiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Dynamik zwischen Tradition und Moderne, das Spannungsfeld von Mehrheits- und Minderheitskultur, die Rolle von Familie und Geschlechterrollen sowie die Bedeutung von Akkulturations- und Hybridisierungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Prozesscharakter und die Einflussfaktoren der Identitätsfindung mittels der Analyse von ausgewählten Werken des cinéma beur und des Deutsch-türkischen Films wissenschaftlich zu belegen und zu systematisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine kombinierte Methode aus kulturpsychologischen Theorien (insbesondere von Alexander Thomas und Heiner Keupp) und einer systematischen Filmanalyse, um die Identitätsthematik in den ausgewählten Filmen zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine vergleichende Analyse der Filmgenres und eine detaillierte Filmanalyse zu Identitätsfindungsprozessen bei jungen Männern und Frauen, um abschließend eine Systematik des Identitätsmanagements zu erarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identitätsfindung, interkultureller Kontext, Migration, Hybridität, cinéma beur, Deutsch-türkischer Film und Akkulturation.

Wie spielt das Prinzip der Polarität eine Rolle im Film?

Die Autorin argumentiert, dass Film und Identitätsfindung gleichermaßen aus polaren Gegensätzen (wie Gut/Böse oder Herkunft/Zukunft) ihre Spannung beziehen, was Film zu einem idealen Medium macht, um diese Reibungsprozesse sichtbar zu machen.

Welche Bedeutung haben die Regisseure Fatih Akin und Malik Chibane?

Sie dienen als zentrale Repräsentanten für das cinéma de métissage, da ihre Werke autobiografisch geprägt sind und authentische, interkulturell verankerte Identitätsdiskurse einer neuen Generation von Filmemachern abbilden.

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Details

Title
„Leben zwischen den Kulturen“ - Aspekte der Identitätsfindung junger Erwachsener im interkulturellen Spannungsfeld
Subtitle
Analyse anhand ausgewählter Werke des cinéma beur und des Deutsch-türkischen Films
College
Saarland University  (Romanistik)
Grade
2,0
Author
M.A. Michaela Hillebrand (Author)
Publication Year
2007
Pages
170
Catalog Number
V142500
ISBN (eBook)
9783640528967
ISBN (Book)
9783640528721
Language
German
Tags
Film Identität Deutsch-türkischer Film Cinéma beur Interkulturalität Multikulturalität junge Erwachsene Leben zwischen den Kulturen Identitätsfindung Filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Michaela Hillebrand (Author), 2007, „Leben zwischen den Kulturen“ - Aspekte der Identitätsfindung junger Erwachsener im interkulturellen Spannungsfeld , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142500
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