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Der Palastbau in Rom und Umgebung

Der Papstpalast - Palazzo Venezia

Title: Der Palastbau in Rom und Umgebung

Term Paper , 2009 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Kobelt (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Der Pallazo Venezia gehört zu den ersten Renaissancepalastbauten in Rom. Bauherr war der venezianische Kardinal Pietro Barbo , der 1464 zum Papst, Paul II., gewählt wurde. Paul II. trat am 30. August die Nachfolge von Pius II. an und galt als Förderer des Humanismus. Seine Antikensammlung konkurrierte sogar mit der Sammlung der Familie Medici. Der Papstpalast entstand im neuen Regierungsviertel der Stadt, neben der römischen Basilika San Marco, am Fuße des Kapitols. Um den Bau zu ermöglichen, kaufte Paul II. die umliegenden Häuser auf und ließ diese abreißen.
Da die „alte“ Papstresidenz in Lateran seit dem 14. Jahrhundert nicht mehr genutzt wurde, sowie der Vatikan nicht dem Ideal eines Papstpalastes der Frührenaissance entsprach, ordnete Paul II. den Bau des Palazzo Venezia an. Die Räume im Vatikan waren unrepräsentativ und nur schwer zugänglich. Dies versuchte der neu gewählte Papst mit Umbaumaßnahmen zu ändern, doch beendete er sein Vorhaben im November 1465 und lies alle zur Verfügung stehenden Gelder in den Palazzo Venezia fließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ein baugeschichtlicher Überblick

III. Raumfolge

a. Die Raumfolge im Obergeschoss

b. Besonderheiten

c. Disposition

d. Die Zugänge zum Palast

IV. Die Frage nach dem Architekten

V. Die kunsthistorische Bedeutung des Palazzo Venezia

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bau des Palazzo Venezia als einen der ersten Renaissancepalastbauten in Rom, wobei der Fokus auf der architektonischen Konzeption unter Papst Paul II. sowie der zugrunde liegenden Raumordnung liegt.

  • Baugeschichte und Entstehungskontext des Palazzo Venezia
  • Strukturelle Analyse der Raumfolge und Enfilade
  • Dispositionsmerkmale und architektonische Zugänge
  • Frage nach der Urheberschaft und dem Architekten Francesco del Borgo
  • Kunsthistorische Einordnung im Kontext der römischen Frührenaissance

Auszug aus dem Buch

III. a) Die Raumfolge im Obergeschoß (Abb.11)

Die Raumfolge in einem Papstpalast ist genau vorgeschrieben. Als erstes tritt der Besucher in den Sala Regia (Abb.12 & siehe Abb.11 Raum B). Der größte Audienzsaal ist für den Empfang von Königen und Kaisern ausgelegt. Mit einer Länge von 34 Metern erreicht er im Palazzo Venezia fast die Maße des vatikanischen Pendants. Noch heute ist die vergoldete Kassettendecke zu erkennen, die bereits zu damaligen Zeiten den gesamten Raum schmückte. Durch zwei Reihen zu je fünf Fenstern wurde der Raum großzügig beleuchtet, womit die prunkvolle Decke abermals betont wurde. Der Papstthron könnte sich höchst wahrscheinlich gegenüber der Eingangswand befunden haben (Abb.13). Passiert der Audienzsuchende jenen, betritt er die zwei folgenden Räume, welche für öffentliche Konsistorien genutzt wurden. Diese Versammlungssäle für die Kardinäle werden als Sala Ducale (Abb.14 & siehe Abb.11 Raum B, 24 und 25) bezeichnet. Der erste Raum hat eine vierer Fensterachse, wohingegen der Zweite eine Achse von drei Fenstern aufweist, die auf den Platz (Abb.15) ausgerichtet sind.

Der Sala dei Paramenti (Abb. 11 Raum 21 und Abb. 16) bezeichnet den Vorraum des päpstlichen Audienzzimmers. Der Name des vierten Saales resultiert daraus, dass er zu feierlichen Anlässen als Ankleide für die Kardinäle diente. Diese kleiden sich in eben jenem in ihre Paramente. Diese Folge von Zimmern endet im Sala Pappagello, dem päpstlichen Audienzzimmer (Abb. 11 Raum 17 & Abbildung 17). Da im Mittelalter in diesem Raum zumeist ein Papagei gehalten wurde, leitet sich noch heute der Name davon ab. Die beiden zu letzt genannten Säle sind etwa gleich groß und haben jeweils zwei Fenster. Im Anschluss folgen die, zuvor bereits kurz erwähnten, Privatappartements, die Loggia (Abb. 18 und 19) und der geheime Garten. Schon allein diese Benediktionsloggia, wie sie damals nur die Lateranbasilika und die Peterskirche besaßen, machte aller Welt den päpstlichen Anspruch der erneuerten Markus-Basilika deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Entstehung des Palazzo Venezia als einen der ersten Renaissancepalastbauten Roms unter Papst Paul II. ein.

II. Ein baugeschichtlicher Überblick: Hier wird der zeitliche Ablauf der Bauphasen von 1466 bis zum Ende des 15. Jahrhunderts sowie die Einflüsse auf die Baulust des Papstes beschrieben.

III. Raumfolge: Diese Sektion analysiert die exakte Anordnung der Räume, deren Besonderheiten, die architektonische Disposition sowie die verschiedenen Zugänge zum Palast.

IV. Die Frage nach dem Architekten: Das Kapitel untersucht die Identität des Architekten, identifiziert Francesco del Borgo und erörtert seine Stellung zwischen Humanismus und handwerklicher Tradition.

V. Die kunsthistorische Bedeutung des Palazzo Venezia: Zusammenfassend wird der Stellenwert des Palastes im Vergleich zu zeitgenössischen Bauten und dessen Rolle für die römische Stadtentwicklung und Repräsentation dargestellt.

Schlüsselwörter

Palazzo Venezia, Renaissance, Papst Paul II., Architekturgeschichte, Raumfolge, Sala Regia, Francesco del Borgo, Enfilade, Rom, Frührenaissance, Benediktionsloggia, Palastbau, Repräsentation, Baugeschichte, Sala Pappagello.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der baugeschichtlichen und kunsthistorischen Untersuchung des Palazzo Venezia in Rom unter der Bauherrschaft von Papst Paul II.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Aspekte sind die Bauphasen, die strikte Raumorganisation im Obergeschoss, die Fassadengestaltung und die architektonische Einordnung des Gebäudes innerhalb der römischen Quattrocento-Architektur.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel?

Ziel ist es, die Bedeutung der spezifischen Raumabfolge und der architektonischen Gestaltung für den päpstlichen Anspruch sowie die Identität des ausführenden Architekten zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kunsthistorische Analyse der Primär- und Sekundärliteratur sowie eine vergleichende Betrachtung von Bauplänen, Grundrissen und historischen Skizzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen baugeschichtlichen Abriss, eine detaillierte Untersuchung der Raumfolge (Enfilade), die architektonische Disposition des Nordflügels und die Suche nach dem verantwortlichen Architekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die wichtigsten Begriffe sind Palazzo Venezia, Renaissance, päpstliche Repräsentation, Raumfolge, Francesco del Borgo und architektonische Antikennähe.

Welche Rolle spielt die sogenannte "linea recta" im Palast?

Die "linea recta" beschreibt die durchlaufende Seh- und Gehachse der Enfilade, welche es ermöglichte, den Papst bereits aus der Ferne oder von außen auf dem Platz wahrzunehmen.

Wie lässt sich die Diskrepanz in der Fenstergestaltung an der Fassade erklären?

Die Unterschiede resultieren primär aus dem Wechsel des Architekten nach dem Tod von Francesco del Borgo sowie aus der unterschiedlichen repräsentativen Funktion der dahinterliegenden Säle.

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Details

Title
Der Palastbau in Rom und Umgebung
Subtitle
Der Papstpalast - Palazzo Venezia
College
Martin Luther University  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Architektur der Renaissance
Grade
1,0
Author
Stefanie Kobelt (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V142515
ISBN (eBook)
9783640523092
ISBN (Book)
9783640522378
Language
German
Tags
Palazzo Venezia Rom Papst Paul Enfiale Palazzetto Palazzo Vatikan Pantheon Antikenrezeption Papagello Sala Regia Kasettendecke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Kobelt (Author), 2009, Der Palastbau in Rom und Umgebung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142515
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