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Marburger Religionsgespräch von 1529 - Eine wissenschaftliche Quellenanalyse

Title: Marburger Religionsgespräch von 1529 - Eine wissenschaftliche Quellenanalyse

Term Paper , 2003 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Religionspädagoge (FH) Andreas Bloch (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

Das Marburger Religionsgespräch ist ein theologisches Streitgespräch zwischen den Reformatoren Dr. Martin Luther und Huldrych (Ulrich) Zwingli. Der Austausch der beiden Gelehrten fand in Marburg
vom 02. bis 03. Oktober 1529 in Gegenwart von Philipp Melanchthon auf Seiten Dr. Martin Luthers und Johannes Ökolampad , der überwiegend die Positionen Zwinglis teilte, statt.
Es ist anzumerken – bei Durchsicht theologischer und historischer Fachliteratur zur Erschließung rub-rizierter Quelle - dass es zum einen Differenzen in der Erwähnung der am Marburger Religionsge-spräch Partizipierenden gibt , zum anderen auch unterschiedliche Zeitangaben über die Zusammen-kunft in Marburg.
Der vorliegenden Quelle ist ein Dialog über die Bedeutung des Abendmahls zwischen Huldrych Zwingli und Dr. Martin Luther zu entnehmen. Das Gespräch wird von beiden Theologen rhetorisch geschickt und teilweise sehr emotional geführt (Luther: “Ha! Ich scheiß auf die Vernunft!“, Zwingli: “Diese Stelle bricht Euch den Hals, Luther.“) .
Disputiert wird insbesondere über die Einsetzungsworte zum Abendmahl „Das ist mein Leib“ („hoc est corpus meum“) und die Frage, wie die Gegenwärtigkeit (Ubiquitätslehre, die Luther vertrat, versus einer örtlich-räumlichen Begrenzungsauffassung Zwinglis: Christus sitzt zur Rechten Gottes) Jesu Christi im Mahl zu verstehen sei.
Für Luther ergibt sich aus den Einsetzungsworten eine Realpräsenz Jesu Christi beim Abendmahl (das ist mein Leib); Zwingli legt die Einsetzungsworte weitgehender- übertragender aus (das bedeu-tet mein Leib) und sieht daher das letzte Mahl als Symbol- und Erinnerungshandlung an .
Beide Seiten führen zur Begründung Ihrer Positionen und Überzeugungen Bibelstellen (u. a. Math.26,26 und 1. Kor.11,24 und Joh 6, V 63) an.
Der vorliegenden Quelle ist zu entnehmen, dass beide Seiten ernsthaft bemüht sind, den Dissensus in der Abendmahlslehre aufzuheben, jedoch faktisch zu keiner einigenden Position finden konnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sich ergebende Fragestellungen zur Quelle

2.1. Wie und warum kam es zu dem Gelehrtenstreit in Marburg?

2.2. Mit welchem Resultat wurde das Gespräch der Evangelischen beendet?

2.3. Welche Auswirkungen hat das Marburger Religionsgespräch für die reformatorischen Kräfte?

2.4. Wie ist das römisch-katholische Abendmahlsverständnis ?

3. Abschließende Betrachtung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Marburger Religionsgespräch von 1529 als theologisches Streitgespräch zwischen Martin Luther und Huldrych Zwingli. Das primäre Ziel ist die Analyse der strittigen Abendmahlslehre sowie die Beleuchtung der politischen und theologischen Hintergründe, die zu einer dauerhaften konfessionellen Spaltung der reformatorischen Bewegung führten.

  • Theologische Differenzen zur Abendmahlslehre
  • Politische Motivationen von Landgraf Philipp von Hessen
  • Analyse der 15 Artikel des Marburger Religionsgesprächs
  • Konsequenzen für die Einheit der Reformation
  • Gegenüberstellung zum römisch-katholischen Amts- und Abendmahlsverständnis

Auszug aus dem Buch

2.1. Wie und warum kam es zu dem Gelehrtenstreit in Marburg?

Bevor das Marburger Religionsgespräch stattfand, formulierten Luther und / oder Melanchthon die Schwabacher Artikel, denen jedoch nicht alle evangelischen Reichstände zustimmten. Die Zustimmung erfolgte von Nürnberg, nicht aber von Hessen, Ulm und Straßburg. Aufgrund der unterschiedlichen Abendmahlsauffassungen kam es zu keiner Einigung der Protestanten. Bei dem Marburger Treffen sollte endlich eine gemeinsame Position aller Reformierten gefunden werden. Zu dem Gespräch wurde von Landgraf Philipp von Hessen geladen, da dieser ein vornehmlich politisches Interesse daran hatte, den Lehrstreit zu beenden. Er wollte sämtliche reformatorischen Kräfte bündeln, um so gegen den Habsburger Kaiser, als deutschen König und römischen Kaiser, vorgehen zu können. Philipp von Hessen erkannte, dass der Disput auf zwei Ebenen bestand: Die Protestanten hatten auf religiöser Ebene den Papst zu fürchten, auf politischer den Habsburger Kaiser, da auf dem Reichstag zu Speyer im April 1529 die Bekämpfung der Reformationsbewegung beschlossen worden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung definiert das Marburger Religionsgespräch als theologisches Streitgespräch zwischen Luther und Zwingli und benennt die zentralen Streitpunkte um das Abendmahl.

2. Sich ergebende Fragestellungen zur Quelle: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen des Gelehrtenstreits, das enttäuschende Resultat der Verhandlungen, die langfristigen Auswirkungen auf die Reformationsbewegung sowie die Abgrenzung zum katholischen Sakramentsverständnis.

3. Abschließende Betrachtung: Der Autor fasst das Ergebnis als Stillhalteabkommen zusammen und ordnet es in den Kontext der anhaltenden konfessionellen Differenzen bis in die Moderne ein.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden die primären und sekundären Quellen aufgeführt, die der wissenschaftlichen Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Marburger Religionsgespräch, Martin Luther, Huldrych Zwingli, Abendmahlslehre, Reformation, Realpräsenz, Transsubstantiation, Philipp von Hessen, Schwabacher Artikel, Konfessionsbildung, Sakrament, Kirchengeschichte, Abendmahlsgemeinschaft, Theologischer Disput, 1529.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Marburger Religionsgespräch von 1529 als ein entscheidendes historisches und theologisches Ereignis, das die Trennung zwischen lutherischen und reformierten Christen maßgeblich einleitete.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Abendmahlsdebatte, die politische Strategie des Landgrafen Philipp von Hessen und die Unvereinbarkeit der theologischen Standpunkte Luthers und Zwinglis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, warum trotz des dringenden politischen Einigungswunsches kein theologischer Konsens über das Abendmahl erzielt werden konnte und welche Folgen dies hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenorientierte historische Analyse, unter Einbeziehung theologischer Fachliteratur und zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenforschung, die inhaltliche Darstellung der 15 Artikel des Gesprächs und die Untersuchung des Gegensatzes zum römisch-katholischen Verständnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Hauptakteuren Luther und Zwingli sind Begriffe wie Realpräsenz, Transsubstantiation, Sakrament und Konfessionsbildung zentral.

Warum konnte das Marburger Gespräch die Reformatoren nicht dauerhaft vereinen?

Die unüberbrückbaren Differenzen in der Auslegung der Einsetzungsworte („Das ist mein Leib“) verhinderten eine vollständige Abendmahlsgemeinschaft, was die Reformation nachhaltig spaltete.

Welche Rolle spielte der Landgraf Philipp von Hessen?

Er fungierte als politischer Initiator, der die religiöse Einheit suchte, um ein schlagkräftiges Bündnis gegen den Habsburger Kaiser zu schmieden.

Wie unterscheidet sich das katholische vom reformatorischen Verständnis?

Die Arbeit erläutert den Begriff der Transsubstantiation, bei der die Substanz von Brot und Wein in Leib und Blut Christi umgewandelt wird, im Gegensatz zur Abendmahlsauffassung der Reformatoren.

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Details

Title
Marburger Religionsgespräch von 1529 - Eine wissenschaftliche Quellenanalyse
College
Protestant University of Applied Sciences Berlin  (Kirchengeschichte)
Course
Die Reformation und ihre Auswirkungen in Europa
Grade
1,0
Author
Diplom-Religionspädagoge (FH) Andreas Bloch (Author)
Publication Year
2003
Pages
10
Catalog Number
V14251
ISBN (eBook)
9783638197113
ISBN (Book)
9783638746861
Language
German
Tags
Marburger Religionsgespräch Eine Quellenanalyse Reformation Auswirkungen Europa Dr. theol. Martin Luther Martinus Luther Luther Abendmahl Eucharistie Transsubstantation Blut Leib Zwingli Diskussion Einsetzungsworte Matthäus 26 26-28 Kelch Konsubstantation reformiert lutherisch katholisch evangelisch Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Religionspädagoge (FH) Andreas Bloch (Author), 2003, Marburger Religionsgespräch von 1529 - Eine wissenschaftliche Quellenanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14251
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