Mansfelder Land - Querfurter Platte

Exkursionsbericht


Projektarbeit, 2005

18 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beginn der Exkursion bis zur 1. Station

3. 1. Station : Friedeburg

4. Von Friedeburg bis zur 2. Station

5. 2. Station: Zabenstedt

6. Von Zabenstedt bis zur 3. Station

7. 3. Station: Siersleben

8. Von Siersleben bis zur 4. Station

9. Station 4: Querfurt

10. Resümee

1. Einleitung

Die Exkursion „Mansfelder Land / Querfurter Platte“ startete am 28.05.2005 gegen 08:00 Uhr früh am Seckendorff-Platz in Halle. Im Verlauf der Exkursion machten wir an verschiedenen Standorten halt. Hervor zu heben sind hier die Stationen Friedeburg, Zabenstedt, Siersleben und Querfurt. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Informationen und sonstigen Daten von den verschiedenen Orten, zwischen den diversen Stationen.

2. Beginn der Exkursion bis zur 1. Station

Als wir vom Seckendorff-Platz aus losfuhren, begann unser Ausflug. Anfangs durchquerten wir Dölau und Lettin. Einzelhaussiedlungen und damit verbundenes lukratives Wohnen sind kennzeichnend für Dölau. Dieser Ort überschreitet die Stadtgrenze von Halle/Saale nicht und ist mit vielen neuen Wohnsiedlungen, die auch vom Staat durch Subventionen wie die Eigenheimzulage gefördert werden, ein Indikator für Suburbanisierung. Die Tendenz zum Wegzug aus sogenannten Erweiterungsbauten, wozu neben Lettin auch Südstadt, Neustadt, sowie die Silberhöhe zählen, kann man auch gut an der rückläufigen Wohnungsauslastung von Lettin sehen. Plattenbausiedlungen sind charakteristisch für Lettin. Halle hat aufgrund der vielen Fortzüge in die alten Bundesländer, als auch ins Umland einen Einwohnerverlust von rund 80.000 Einwohnern. Das wiederum führt zu einem Wohnungsleerstand von ca. 30.000 – 40.000 Wohnungen (Stand 2005).

Danach kamen wir in die ländlich, große Siedlung Salzmünde. Dieser Ort ist aufgrund der Nähe zu Halle ein beliebter Wohnort. Besonders mitgeprägt wurde Salzmünde durch die Familie Wentzel (Großgrundbesitzer der Region). Sie tritt in der Region sehr aktiv als Arbeitgeber in den Bereichen der Landschaft und im vermietenden Bereich auf. Da Salzmünde eine Werkssiedlung ist, darf hier wegen dem Denkmalschutz vieles nicht baulich verändert werden. Ein in dem Ort befindlicher Yachthafen besteht auch aus alter Bausubstanz. Über ihn wurde früher, als man noch keine Laster oder Schienen zur Verfügung hatte, das Getreide auf der Saale verschifft.

Das Saaletal, welches sich von Salzmünde bis nach Kloschwitz erstreckt, würde Raum für einen möglichen Naherholungsbereich bieten.

Ausbauvorstellungen zur Erholung von 2.000 – 3.000 Leuten pro Wochenende waren sogar schon geplant. Jedoch fehlte zu Umsetzung nicht nur das Geld zum Investieren, sondern auch das der Menschen. So viele Menschen hätte man nicht erreichen können, da nicht vielen Leuten die Mittel jedes Wochenende ins „Grüne“ zu fahren zu Verfügung stehen. Anders wäre es in Gegenden wie Frankfurt am Main oder München.

Den nächsten Ort, war Trebitz, wie auch Rumpin zählt er zu der Gemeinde Kloschwitz. Trebitz wurde urkundlich erstmals 1288 erwähnt. Kennzeichnend für Trebitz ist die Landwirtschaft mit vielen Feldern, als auch mehrere Streuungswiesen. (Das sind Bereiche mit alten Obstbäumen, die unter Landschaftspflege gesetzt worden sind.) Ferner ist der seit 1895 bis 1922 betriebene Kalischacht Johanneshall zu erwähnen. Er wurde 1922 wegen Unrentabilität geschlossen.

Kloschwitz seit dem Jahre 1209 offiziell existent und kann als einzigster Ort im Saalkreis Tourismus aufweisen. Vor allem liegt diese Erscheinung an dem Dauercampingplatz, den gut ausgebauten, ca. 40 Kilometer (insgesamt) langen Wanderwegen, sowie dem jährlichen seit 1891 bestehenden Blütenfest (stets zur Kirschblüte). Der letzte Ort vor Friedeburg, der 1. Station, ist Rumpin. Erstmals erwähnt wurde dieses bäuerlich geprägte Dorf 1150. Von dem Ort konnte aus dem Bus heraus das Durchbruchstal der Saale, welches sich zwischen Friedeburg und Könnern befindet, inklusive der „Halle-Hettstedter-Gebirgsbrücke“ betrachtet werden.

3. Station 1: Friedeburg

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In Friedeburg angekommen, stiegen wir sogleich aus und gingen zu der Tafel von Bild 1. Auf dieser Informationstafel wurde das eben erwähnte Durchbruchstal der Saale zwischen Friedburg und Könnern wie folgt

beschrieben. „Nördlich des Schlenzeltals hebt sich die Halle-Hettstedter-Gebirgsbrücke deutlich als breiter, durch den Ackerbau geprägter Höhenzug in der Landschaft hervor. Dieser wird von der Saale zwischen Friedeburg und Könnern in einem markanten, tief eingeschnittenen Durchbruchstal gequert. Die rot- und braunfarbenen Steilhänge aus Gesteinen des Karbon bilden hier einen der reizvollsten Abschnitte des Saaletals.“ (Quelle: Bild 1)

Diese landschaftliche Erscheinung ist durch Hebung von Massivgesteinen, als der Harz gehoben wurde, entstanden. Der Fluss, also die Saale, war bereits vorhanden und schnitt sich dieses Massivgestein ein, wodurch das Durchbruchstal entstanden war. Die Halle-Hettstedter-Gebirgsbrücke stellt die Verbindung zwischen dem Harz und dem Halleschen Vulkanitskomplex dar.

Die Zechsteinschichten mit Salz, die im Sattel und in der Mulde selbst waren, strichen am Rande der Mulde aus. Ein dünnes Kupferschieferband war ebenfalls in den Zechsteinschichten zu finden. Das Mansfelder Land ist ausschließlich der Querfurter Platte kein ebenmäßiges, flaches Land.

Zudem wurden durch den Bergbau auch künstlich Hebungen (Halden) und Senken geschaffen. Der Mansfelder Raum ist durch Schwarzerde ausgezeichnet und deshalb auch landwirtschaftlich gut nutzbar. Viele Siedlungen sind in diesem Raum durch den Bergbau entstanden. Es sind sogenannte Bergarbeitersiedlungen.

Die drei wichtigsten Rohstoffe im Mansfelder Land sind der Kupferschiefer, das Kalisalz und die Braunkohle. Die geringste Bedeutung von den genannten Rohstoffen kam der Braunkohle zu. Abgebaut wurde die Braunkohle, um nur einige Orte zu nennen, in Lieskau, Amsdorf, Hohlleben, Bruckdorf, Beesenstedt, Helfta, Gerbstedt und nicht zu vergessen Riechstedt. In letzterem Standort wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts am meisten Braunkohle abgebaut.

Das Kalisalz wurde bei der Sattelbildung aus den Kernbereichen der Mulde an die Randbereiche gedrückt. Diesen Rohstoff machte man sich schließlich auch zu nutze und baute ihn im Johanneshall seit 1895, im Schacht in Wanzleben seit 1889 und in Teutschenthal seit 1905 ab. Der Schacht in Teutschenthal wurde am längsten, bis 1922 genutzt. Aktuell wird er immer noch verfüllt, damit die Gefahr von Gebirgsrutschen nahezu gering gehalten bis ausgeschlossen

wird. Ferner hat man für den Teutschenthaler Sattel eine andere Nutzung gefunden. So lagert man Gasbehälter in dem Salz zwischen, indem man die Behälter in das Salz presst.

Der dritte genannte Rohstoff ist der Kupferschiefer. Er wurde zur Zechsteinzeit abgelagert. Es handelt sich hierbei um eine marine Ablagerung und hat eine schwarz – graue Färbung. Unter dem Kupferschiefer befindet sich Wasser und Salz. Der Mergelschiefer, welcher beiderseits der Halle-Hettstedter-Gebirgsbrücke zu finden ist, stammt aus dem Tertiär und der Kreidezeit.

Um das 11. Jahrhundert wurde Kupfer bereits in Hettstedt abgebaut. Im 14. Jahrhundert konnte sich das Mansfelder – als auch das Sangerhäuser Land damit rühmen das größte Kupfervorkommen in ganz Deutschland zu haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Zentren der Kupfervorkommen befanden sich in der Mulde. Ab dem 15. bis zum 19. Jahrhundert wurde am Rande der Mulde abgebaut. Der Hüttenabbau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt. Heute existiert keine einzige dieser Hütten mehr. Der Kupferabbau wurde bis Ende des 20. Jahrhundert aktiv betrieben. So wurde als letzte Abbaustelle die Sangerhäuser Mulde im August 1990 geschlossen. Positiver Effekt waren die unzähligen Arbeitsplätze die der Bergbau bot. 1900 waren 19.000 und 1922 23.000 Arbeiter im Bergbau beschäftigt. Die nicht nur landschaftlich unschön aussehenden Halden (Bild

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2,3) haben auch negative Folgen. Halden „bestehen aus mitgefördertem tauben Gestein („Bergen“), teilweise aus nicht schmelzwürdigem Kupferschiefer („Ausschläge“), und reichen von den kleinsten aus der Anfangszeit des Bergbaus über die kleineren und größeren Tafelhalden bis zu den weithin

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Mansfelder Land - Querfurter Platte
Untertitel
Exkursionsbericht
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Geowissenschaften)
Veranstaltung
Exkursion „Mansfelder Land / Querfurter Platte
Note
1,5
Autor
Jahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V142532
ISBN (eBook)
9783640545537
ISBN (Buch)
9783640545353
Dateigröße
1683 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exkursionsbericht, Exkursion, Mansfelder Land, Querfuter Platte, Physische Geographie, Wirtschaftsgeographie, Geographie
Arbeit zitieren
Maria Reif (Autor), 2005, Mansfelder Land - Querfurter Platte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142532

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