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Interkulturelle Erziehung

Title: Interkulturelle Erziehung

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christine Sitter (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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In einer multikulturellen Gesellschaft wie der unseren kommen Kinder schon zu einem frühen Zeitpunkt ihres Lebens mit Kindern anderer Herkunft und aus anderen Kulturen in Berührung. Bemerken sie anfangs den Unterschied noch nicht in vollem Umfang, so geschieht dies nach und nach. Hier beginnt eine kritische Phase, in der Kinder nicht wissen, wie sie mit den neu erkannten Unterschieden umgehen sollen. Auf der anderen Seite werden die Kinder der Immigranten vor das Problem gestellt, in einer anderen Kultur als die ihrer Eltern aufzuwachsen. Sie müssen es schaffen, sich zwischen der Kultur der Eltern, die meist zuhause gelebt wird, und der Kultur des Landes zurechtzufinden. Hier setzt die interkulturelle Erziehung ein. Sie soll den Kindern helfen, diese Probleme zu meistern und die unterschiedlichen Kulturen einander näher bringen.
Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema interkulturelle Erziehung.
Zu Beginn wird der Begriff „interkulturelle Erziehung“ erklärt, es wird geklärt, was er genau bedeutet und welche Richtziele verfolgt werden. Anschließend folgt eine Beleuchtung der Situation der interkulturellen Erziehung in Deutschland. Dabei werden die Phasen der Konzeptionalisierung zusammengefasst und bewertet. Es wird dann vorgestellt, welche Konsequenzen aus der Kritik gezogen wurden. Daraufhin folgt ein Zwischenfazit, welches die momentane Situation der inter-kulturellen Erziehung in Deutschland zusammenfasst.
Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich dann mit der Realisierung einer interkulturellen Erziehung in Deutschland. Es wird erläutert, welche interkulturelle Bedeutung die Sprache hat und welchen Stellenwert die interkulturelle Erziehung in der Schule hat. Daran anknüpfend werden die Möglichkeiten einer Institutiona-lisierung und die Realisierung im Unterricht beleuchtet. Es wird auch aufgezeigt, wie Lehrer mit interkulturellen Konflikten umgehen sollten.
Im letzten Abschnitt der Arbeit wird dann die Bedeutung der Integration und der interkulturellen Pädagogik beleuchtet. Das Ende der Arbeit bildet ein Fazit, dass die Bedeutung der interkulturellen Erziehung nochmals zusammenfasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff „Interkulturelle Erziehung“

2.1 Bedeutung und Ausrichtung

2.2 Richtziele der Interkulturellen Erziehung

2.3 Interkulturelle Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland

2.3.1 Drei Phasen der Entwicklung in der Konzeptualisierung von „Ausländerpädagogik“ und „Interkultureller Erziehung“ in der Bundesrepublik Deutschland

2.3.1.1 Gastarbeiterkinder an deutschen Schulen: „Ausländerpädagogik“ als Nothilfe

2.3.1.2 Kritik an der „Ausländerpädagogik“

2.3.1.3 Konsequenzen aus der Kritik: Differenzierung von Förderpädagogik und Interkultureller Erziehung

2.4 Interkulturelle Bildung und Erziehung – zum aktuellen Stand der Diskussion

2.5 Ziele und Aufgaben interkultureller Erziehung – eine Übersicht

2.6 Interkulturelle Bildung und Erziehung – ein erstes Fazit

3 Die interkulturelle Funktion der Sprache

4 Interkulturelle Erziehung und Bildung in der Schule

4.1 Möglichkeiten der Institutionalisierung

4.2 Realisierungsmöglichkeiten im Unterricht

5 Der Umgang von Lehrerinnen und Lehrern mit interkulturellen Konflikten

6 Integration und Interkulturelle Pädagogik

6.1 Integration

6.2 Interkulturelle Pädagogik

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Begriff der interkulturellen Erziehung theoretisch einzuordnen, die historische Entwicklung in Deutschland kritisch zu beleuchten und praktische Ansätze für die schulische Umsetzung zu erörtern, um ein gelingendes Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft zu fördern.

  • Grundbegriffe und Richtziele interkultureller Erziehung
  • Historische Phasen der Ausländerpädagogik in Deutschland
  • Die zentrale Funktion von Sprache für interkulturelle Verständigung
  • Institutionalisierung und methodische Umsetzung im Schulalltag
  • Umgang mit interkulturellen Konflikten und Integration

Auszug aus dem Buch

4.1 Möglichkeiten der Institutionalisierung

Wenn man die institutionelle Verfassung unseres Schulsystems betrachtet, sind folgende Formen der Institutionalisierung von Interkultureller Erziehung und Bildung in der Schule möglich:

1. Bestandteil des Erziehungsauftrages: Der Erziehungsauftrag des Staates wird für die jeweiligen Schulformen und auch für jedes Fach in den Richtlinien und Lehrplänen verdeutlicht. Diese sind für die Schulen und die Lehrer, die in diesen unterrichten, bindend. Es gibt sogar einige Bundesländer, in denen schon eine Aufnahme der Interkulturellen Erziehung in die Richtlinien einiger Schulformen stattgefunden hat. Dies ist z.B. in Hamburg und Nordrhein-Westfalen der Fall. Diese Richtlinien haben aber einen „allgemein orientierenden Charakter“, da sie meist auch nicht so formuliert sind, dass die Lehrer daraus genaue Hinweise bekommen, wie sie den Unterricht bzw. das Schulleben gestalten sollen.

2. Fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip: Diese Art der Institutionalisierung ist besonders effektiv, wenn neue Aufgaben an eine Schule herangetragen werden, da so keine Veränderungen im Lehrplan vorgenommen werden müssen und die Schüler auch nicht länger als sonst an der Schule bleiben müssen. Jedoch sind die Lehrer dafür verantwortlich, bei allen Aufgaben, die sowohl aus den Erziehungsaufgaben im Allgemeinen als auch bei den Richtlinien für die einzelnen Unterrichtsfächer resultieren, darauf Acht zu geben, dass diese fächerübergreifende Aufgaben auch tatsächlich verwirklicht werden. Dazu muss man sich mit den anderen Fachlehrern absprechen und langfristig planen. Normalerweise benötigt man für die Realisierung eines solchen fächerübergreifenden Unterrichts auch Unterrichtszeit. Außerdem muss eine Entscheidung getroffen werden, was von den Inhalten, die in den Richtlinien vorgesehen und auch vorgeschrieben sind, entfallen kann bzw. soll und was man alles mit einem solchen Prinzip verknüpfen kann.

3. Pflichtgemäßer Unterrichtsgegenstand: Eine wichtige Zielsetzung zur Verwirklichung im Unterricht kann dadurch erreicht werden, dass vorgeschrieben wird, dass man ihr durch die verpflichtende Behandlung an festgelegten Inhalten entsprechen müsse. Dies beinhaltet auch, dass man der Schulaufsicht gegenüber nachweisen muss, dass der Unterrichtsgegenstand auch wirklich behandelt worden ist. Die Lehrer können dabei nur die Methoden des Unterrichts selbst wählen und entscheiden zu welchem Zeitpunkt sie den Unterrichtsgegenstand in ihrer Klasse behandeln wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Herausforderungen des Aufwachsens in einer multikulturellen Gesellschaft ein und umreißt den inhaltlichen Aufbau der Untersuchung.

2 Der Begriff „Interkulturelle Erziehung“: Dieses Kapitel definiert den Begriff, erläutert die Richtziele und analysiert die historische Entwicklung sowie den aktuellen Diskussionsstand in Deutschland.

3 Die interkulturelle Funktion der Sprache: Es wird die zentrale Rolle der Sprache als Medium der interkulturellen Verständigung und als Schlüsselqualifikation im Bildungsprozess hervorgehoben.

4 Interkulturelle Erziehung und Bildung in der Schule: Das Kapitel behandelt die institutionelle Verankerungsmöglichkeiten und didaktische Realisierungsmethoden für eine interkulturelle Ausrichtung des Unterrichts.

5 Der Umgang von Lehrerinnen und Lehrern mit interkulturellen Konflikten: Hier wird die Rolle der Lehrkräfte bei der Lösung interkultureller Spannungen analysiert und auf die Notwendigkeit von interkultureller Kompetenz eingegangen.

6 Integration und Interkulturelle Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert, wie Integration gelingen kann und wie interkulturelle Pädagogik als Analysehilfe für kulturelle Vielfalt im Klassenverband fungiert.

7 Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Botschaft der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung von Beziehung und Kommunikation für eine erfolgreiche interkulturelle Erziehung.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Erziehung, Multikulturelle Gesellschaft, Integration, Ausländerpädagogik, Interkulturelle Pädagogik, Sprachunterricht, Schule, Vorurteile, Diskriminierung, Institutionalisierung, Interkulturelle Kompetenz, Sozialraum, Schulentwicklung, Identität, Diversität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Umsetzung interkultureller Erziehung im schulischen Kontext der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition, historische Entwicklungsphasen, die Rolle der Sprache, schulisches Management sowie Strategien zum Umgang mit Konflikten in einer kulturell diversen Schülerschaft.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie interkulturelle Erziehung als Schlüsselqualifikation in den Schulalltag integriert werden kann, um Toleranz und Verständigung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller pädagogischer Diskurse und einer Auswertung einschlägiger Fachliteratur zur interkulturellen Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die historische Einordnung der Konzeptualisierung, die Bedeutung der Sprache, schulische Organisationsformen sowie empirische Aspekte des Lehrerhandelns.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit ist am besten durch Begriffe wie Interkulturelle Erziehung, Schulentwicklung, Integration, Sprachbildung und interkulturelle Kompetenz charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Sprachkenntnisse?

Sprache wird als fundamentales Mittel zur Verständigung angesehen, das eine Schlüsselfunktion im Konzept der interkulturellen Erziehung einnimmt, da nur sie komplexe Bedeutungszusammenhänge vermitteln kann.

Warum wird im Fazit Kritik an der Umsetzbarkeit geübt?

Es wird kritisiert, dass Lehrkräfte oft nicht alle Sprachen und kulturellen Hintergründe ihrer Schüler kennen können, wobei jedoch betont wird, dass der pädagogische Ansatz eher in der Haltung und der Kommunikation als in enzyklopädischem Wissen liegt.

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Details

Title
Interkulturelle Erziehung
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,0
Author
Christine Sitter (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V142556
ISBN (eBook)
9783640534869
ISBN (Book)
9783640534708
Language
German
Tags
Interkulturelle Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Sitter (Author), 2007, Interkulturelle Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142556
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