Wiener Börse AG - Erfolgreiche strategische Positionierung in der europäischen Börsenlandschaft


Diplomarbeit, 2003

156 Seiten, Note: Sehr Gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1. EINLEITUNG
1.1. EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMSTELLUNG
1.2. UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND
1.3. FORSCHUNGSFRAGE UND HYPOTHESE
1.4. INHALTLICHER AUFBAU
1.5. METHODIK UND UNTERSUCHUNGSDESIGNS

2. GRUNDLAGEN UND BEGRIFFE
2.1. ZUM WESEN DES KAPITALMARKTES
2.2. DIE BÖRSE
2.2.1. Definition des Börsengeschäfts
2.2.2. Börsenbegriffe
2.2.3. Arten von Börsen
2.2.4. Objekte des Börsehandels
2.2.5. Marktteilnehmer (Handelssubjekte)
2.2.6. Börsenfunktionen
2.2.7. Arten von Börsengeschäften
2.2.8. Gestaltungsformen von Börsen
2.3. BÖRSENWETTBEWERB
2.4. BÖRSLICHE UND AUßERBÖRSLICHE HANDELSSYSTEME

3. DIE WIENER BÖRSE AG
3.1. UNTERNEHMEN – ORGANISATORISCHER AUFBAU
3.2. FINANZLAGE DER WIENER BÖRSE AG
3.2.1. Gewinnund Verlustrechnung
3.2.2. Bilanz
3.3. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
3.4. MARKTPLATZ
3.4.1. Marktsegmentierung
3.4.2. Betreuungssystem
3.4.3. Mitgliedschaft an der Wiener Börse
3.4.4. Clearing und Settlement
3.4.5. Elektronische Handelssysteme
3.4.6. Ad-hoc-Publizität
3.5. PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGSANGEBOT
3.5.1. Indizes
3.5.2. Brokernet
3.5.3. Weitere Dienstleistungsangebote
3.6. BÖRSENBETEILIGUNGEN
3.6.1. EXAA (Energy Exchange Austria)
3.6.2. NEWEX (New European Exchange)
3.7. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN UND REFORMEN AN DER WIENER BÖRSE

4. DER ÖSTERREICHISCHE KAPITALMARKT
4.1. ÖSTERREICHS KAPITALMARKT IM INTERNATIONALEN VERGLEICH
4.2. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN UND REFORMEN DES ÖSTERREICHISCHEN KAPITALMARKTES
4.2.1. FMA – Die neue Finanzmarktaufsicht Österreichs
4.2.2. Die dritte Säule der Altersvorsorge
4.2.3. Corporate-Governance Kodex
4.2.4. Aktionsplan für den Kapitalmarkt
4.2.5. Kuratorium für den österreichischen Kapitalmarkt

5. DIE EUROPÄISCHE BÖRSENLANDSCHAFT
5.1. BÖRSE UND KAPITALMARKT IM WANDEL
5.2. STRUKTUR DES EUROPÄISCHEN WERTPAPIERHANDELS
5.3. BÖRSEN IN MITTEL- UND OSTEUROPA
5.4. DIE WIENER BÖRSE IM EUROPÄISCHEN VERGLEICH

6. STÄRKEN UND SCHWÄCHEN AM FINANZPLATZ WIEN

7. STRATEGISCHE POSITIONIERUNG DER WIENER BÖRSE
7.1. THEORETISCHE DARSTELLUNGEN
7.1.1. Unternehmensidentität
7.1.2. Strategiemanagement
7.2. PRAKTISCHE UMSETZUNG
7.2.1. Vision
7.2.2. Kernkompetenzen
7.2.3. Produkte und Dienstleistungen
7.2.4. Marktpositionierung
7.2.5. Marktsegmente
7.2.6. Produkt/Markt-Kombinationen

8. CONCLUSIO

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

LITERATURVERZEICHNIS

GLOSSAR

ANHANG

Vorwort

Obwohl Meldungen über die Kapitalmärkte und Börsen Bestandteile der täglichen Medienberichterstattung darstellen, so sind es meist die großen internationalen Märkte wie die USA, Japan oder Deutschland, denen Beachtung widerfährt. Zwar ist deren weltwirtschaftliche Bedeutung unbestritten, so sollte aber auf die Existenz kleiner, aber durchaus interessanter Kapitalmärkte wie jener in Österreich nicht vergessen werden. Nicht nur in der Medienwelt, sondern auch auf der Seite der Investoren, der Politik und der Bevölkerung ist eine relativ niedrige Beachtung festzustellen. Gerade deshalb war es für mich besonders spannend, mehr über die heimische Börse und das Wertpapierwesen zu erfahren. Die soeben dargestellte Situation am österreichischen Kapitalmarkt kommt jedoch nicht von ungefähr und liegt u.a. darin begründet, dass jahrzehntelang die Defizite und Probleme in diesem Bereich in Österreich unbeachtet blieben. Erkannt wurden diese Mängel erst in den neunziger Jahren und seitdem lassen sich längst überfällige Reformen und Neuerungen im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen am Kapitalmarkt und an der Börse verzeichnen. Es entstand eine Dynamik, die sich in den vergangenen Jahren, sogar während des Verfassens dieser Arbeit, kenntlich zeigte. Dieser Veränderungsprozess war ebenfalls ein großer Anreiz, mich mit diesem Thema intensiv auseinander zu setzen.

Mein Dank ergeht an dieser Stelle an alle Personen, die zur Entstehung dieser Diplomarbeit beigetragen haben. Besonders erwähnt seien Mag. Markus Fichtinger, Mag. Edith Franc, MR Dr. Erich Schaffer, Mag. Claudia Vince-Bsteh und Dr. Georg Zinner, die mit ihrem Expertenwissen als Interviewpartner zur Verfügung standen. Bei Mag. (FH) Stefan Kirschner und Mag. Waltraud Braunstorfer bedanke ich mich für Betreuung und Korrekturarbeit.

1. Einleitung

1.1. Einführung in die Problemstellung

Europa befindet sich auf dem Weg zu einem gemeinsamen Kapitalmarkt. Die Einführung des Euros ist Ausdruck und zugleich Triebfeder des Trends zu einem Finanzplatz Europa, der die bestehende Fragmentierung beenden und die Rahmenbedingungen verändern wird. Die Gründe für einen integrierten und effizienten Kapitalmarkt in Europa finden sich vordergründig in substantiellen ökonomischen Vorteilen. Wertpapierbörsen sind wesentliche Elemente von Kapitalmärkten, jedoch lösen sich deren historische Strukturen langsam auf. Wertpapiergeschäfte werden nicht mehr nur an klassischen Börsen abgewickelt, Electronic Communication Networks (ECNs) und sogar das Internet werden für den direkten Wertpapierhandel benutzt.1

Auch die Börse in Wien ist von diesen Entwicklungstendenzen betroffen und kann sich der Globalisierung der Finanzmärkte und dem rasant fortschreitenden europäischen Integrationsprozess nicht entziehen.

1.2. Untersuchungsgegenstand

Das Hauptaugenmerk der angestellten Untersuchungen bezieht sich auf das Unternehmen Wiener Börse AG (WBAG), worauf bereits der Titel der Arbeit und die oben aufgeworfene Problemstellung, mit der sich diese Arbeit in der Folge intensiv auseinandersetzt, hindeuten. Zur Beantwortung der zentralen Fragestellung ist eine ebenso detaillierte Auseinandersetzung mit dem österreichischen Kapitalmarkt in Verbindung mit dem gesamteuropäischen Kapitalmarkt unerlässlich. Somit lässt sich auch die Eingrenzung der Untersuchungen auf den europäischen Raum (einschließlich der mittelund osteuropäischen Länder) festlegen.

1.3. Forschungsfrage und Hypothese

Im Zuge dieser Diplomarbeit werden Antworten auf folgende Forschungsfrage geliefert.

Mit welcher strategischen Positionierung kann sich die Wiener Börse AG auch in Zukunft im verstärkten Wettbewerb der europäischen Börsen erfolgreich behaupten?

Bereits ein kurzer Einblick in die Materie des europäischen Kapitalmarktes lässt erkennen, dass seit längerem ein erheblicher Konkurrenzkampf und Wettbewerbsdruck unter den europäischen Wertpapierbörsen besteht. Der Trend zur Konsolidierung im europäischen Börsewesen hält an und in regelmäßigen Abständen werden neue strategische Partnerschaften, Börsenallianzen und -kooperationen sowie Zusammenschlüsse bekannt gegeben. Besonders vor kleinen Börseunternehmen scheint dieser Prozess nicht Halt zu machen und deshalb ist auch die Wiener Wertpapierbörse in ihrer Selbständigkeit bedroht. Da es für eine Volkswirtschaft, auch wenn sie noch so klein ist, nach wie vor undenkbar erscheint, über keine eigenständige Börse zu verfügen, scheint eine Auflösung der Wiener Börse eher unwahrscheinlich. Vielmehr ist die Zukunft dieses Unternehmens von einer geschickten strategischen Positionierung abhängig. Die Wiener Börse muss sich auf ihre Art und Weise dem Wettbewerb stellen, was durch eine Nischenpolitik möglich ist. Produktund Preispolitik müssen so gestaltet sein, dass Wien als attraktiver Handelsplatz gesehen wird.

1.4. Inhaltlicher Aufbau

Nach der Darstellung von Grundlagen und Begriffen, die für das Verständnis der Ausführungen unerlässlich sind, beschäftigt sich das dritte Kapitel mit der Wiener Börse AG. Hier wird der Status quo erhoben, aber auch auf wesentliche Veränderungen und Reformen der letzten Jahre eingegangen. Kapitel 4 konzentriert sich auf die derzeitige Situation am österreichischen Kapitalmarkt. Im darauf folgenden Kapitel wird über die Grenzen Österreichs hinausgeblickt, um nach einer allgemeinen Darstellung des Wandels der europäischen Börsenlandschaft einen Vergleich der Wiener Börse mit ausgewählten Marktplätzen anzustellen. Das Kapitel 6 erhebt die Stärken und Schwächen des Finanzplatzes Wien. Nach theoretischen Ausführungen zur strategischen Positionierung wird ebenfalls in Kapitel 7 die praktische Umsetzung einer Neupositionierung der Wiener Börse für die Zukunft erarbeitet. Die Arbeit schließt mit einer kurzen Zusammenfassung der Inhalte, einer Darstellung der Schlussfolgerungen der Untersuchung sowie der Beantwortung der Forschungsfrage. Es werden auch Aussagen über die Verifizierung bzw. Falsifizierung der obenstehenden Hypothese getätigt. Weiters erfolgt an dieser Stelle ein Ausblick in die Zukunft.

1.5. Methodik und Untersuchungsdesigns

Um die Fragestellung dieser Arbeit bestmöglich beantworten zu können, ist durchgehend der aktuelle Stand der Forschung wiedergegeben, der sich auf die Erkenntnisse aus der einschlägigen Literatur und aus Expertenartikeln in Fachzeitschriften sowie auf relevante Internetquellen beruft. Dabei wurde im höchsten Maße auf die Verwendung erstklassiger und nachvollziehbarer Quellen Wert gelegt. Die Zitate aus dem Internet stammen von seriösen Einrichtungen und Anbietern. Des Weiteren finden Publikationen diverser Börsenunternehmen sowie unterschiedlicher Organisationen und Institutionen Einfluss in diese Diplomarbeit.

Aussagen in den einzelnen Kapiteln betreffend die Problembereiche der Wiener Börse und die strategische Positionierung entstammen Experteninterviews, welche mit österreichischen Fachleuten im Bereich des Kapitalmarktes und des Börsewesens geführt wurden. Die Anzahl der abgehaltenen Interviews beläuft sich auf fünf. Die Interviewpartner wurden aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit und ihres Fachwissens ausgewählt. Die Namen der Interviewpartner samt deren Tätigkeitsbereich sind im Literaturverzeichnis ersichtlich. Die Einzelbefragungen erfolgten mündlich-persönlich und basieren auf dem im Anhang abgedruckten Interviewleitfaden. Die Fragen wurden ausschließlich in offener Form und überwiegend als Einschätzungsfragen gestellt. Ihr Inhalt bezog sich größtenteils auf wenig in der Literatur behandelte Gebiete und diente ebenfalls zur Lösungsfindung der in den relevanten Kapiteln aufgeworfenen Problemstellungen.

Die Auswertung dieser empirischen Untersuchung erfolgte einerseits in Form einer Einzelanalyse, sodass die verschiedenen Ergebnisse in ihrer originären Ausprägung in der Arbeit verwendet werden. Andererseits flossen die in einer generalisierenden Analyse gewonnenen Gemeinsamkeiten der Antworten ebenfalls in diese Diplomarbeit ein.

2. Grundlagen und Begriffe

Dieses Kapitel dient dazu, Fachbegriffe und Funktionsweisen, die zum weiteren Verständnis dieser Arbeit Voraussetzung sind, zu erläutern bzw. die Begriffe so zu definieren, wie sie im Laufe dieser Untersuchung auch verwendet werden.

Zu Beginn erfolgen grundsätzliche Aussagen zum Kapitalmarkt, gefolgt von ausführlicheren Erläuterungen zum Börsewesen. Punkt 2.4. geht auf eine allgemeine Betrachtung des Börsenwettbewerbes ein. Geschlossen wird dieses Kapitel mit der Darstellung von börslichen und außerbörslichen Handelssystemen.

Kurzdefinitionen und zusätzliche Beschreibungen von Begriffen, die in diesem Kapitel nicht enthalten sind, aber für das Verständnis hilfreich sein könnten, finden sich im Glossar am Ende dieser Arbeit.

2.1. Zum Wesen des Kapitalmarktes

Um die unterschiedlichen Formen der Teilmärkte des Kapitalmarktes und die dort anzutreffenden Vorgänge zu systematisieren, eignen sich folgende Gesichtspunkte.2

- Tätigkeit im nationalen oder internationalen Bereich
- Organisierter (regulierter) oder grauer/freier Kapitalmarkt
Bestehen detaillierte gesetzliche Reglungen, oder sind solche bloß schwach ausgebildet? „Als ‚organisierte’ Märkte bezeichnet man Institutionen, in denen regelmäßig Gelegenheit gegeben wird, bestimmte Objekte zum Kauf oder Verkauf anzubieten, ohne dass dazu eine besondere Vorankündigung erforderlich wäre.“3
- Emissionsoder Zirkulationsmarkt
Der Emissionsmarkt dient der Schaffung von Kapitalmarkttiteln, während auf dem Zirkulationsmarkt bereits emittierte und umlaufende Titel gehandelt werden.
- Markt für Beteiligungstitel oder Fremdkapital
- Kassaoder Terminmarkt
- Reale oder synthetische Instrumente

Durch das Aufkommen neuerer Instrumente ist diese Differenzierung von Bedeutung. Durch Finanzmarktoperationen können natürlich (real) vorkommende Materialien künstlich hergestellt, synthetisiert werden.

Anhand der oben definierten Unterscheidungsmerkmale können die einzelnen Kapitalmarktsegmente folgendermaßen grafisch aufbereitet werden.

Abb. 1 - Kapitalmarktsegmente

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert übernommen aus: Loistl (1994), S. 17

Zum nicht regulierten nationalen Kapitalmarkt zählen all jene Anlageformen, die nicht an Börsen gelistet sind. Dieses Segment ist auch als grauer Kapitalmarkt bekannt.4 Der Handel außerhalb der üblichen Börsenhandelszeiten und den Börseräumen (im weiteren Sinne zu verstehen) stieg in den vergangenen Jahren überproportional an. Die Preise unterliegen freier Vereinbarung und die börsentypische Standardisierung fehlt. Weitere Motive für den außerbörslichen Handel sind die Vermeidung der Markttransparenz, insbesondere bei Großorders.5

Die Verwendung des regulierten Emissionsmarktes für Eigensowie für Fremdkapital ist nur noch ansatzweise vorhanden, da die meisten Unternehmen durch Inanspruchnahme der Banken das eigene Platzierungsrisiko umgehen.6 Den regulierten Zirkulationsmarkt bildet an der Börse vertretenes Eigenund Fremdkapital.7 Unter dem internationalen Kapitalmarkt wird derjenige Handel mit Kapitalgütern verstanden, welcher nicht auf ein Staatsgebiet beschränkt ist. Schwerpunkte des nicht regulierten internationalen Kapitalmarktes haben sich in Europa (Eurokapitalmarkt) im Fernen Osten und auf sogenannten Off-Shore- Kapitalmarktplätzen gebildet. Daher sind hier auch die staatlichen Eingriffsmöglichkeiten beschränkt und es gibt keinen festgelegten Ordnungsrahmen.8

Nach dieser Übersicht über die Teile des Kapitalmarktes werden die vier Transformationsfunktionen dieses Marktes angeführt.9

- Transformation von Sparin Anlagekapital
Hier wird das Sparen mit dem Investieren verbunden. Die ersparten Beträge sollen effizient in produktiven Investitionen verwendet werden.
- Transformation der Geldmengen
Am Kapitalmarkt werden kleine Sparbeträge zusammengefasst und zur Finanzierung großer Investitionsprojekte verwendet.
- Transformation der Fristen
Die kurzfristigen Engagements der Anleger stehen über den Kapitalmarkt den Investoren langfristig zur Verfügung.
- Transformation der Risiken

Die riskanten Unternehmenserträge werden in einen sicheren Zahlungsstrom der Verzinsung für Fremdkapitalgeber und in einen riskanteren Anteil der Erträge für die Eigenkapitalgeber aufgeteilt.

2.2. Die Börse

Da der Hauptuntersuchungsgegenstand dieser Arbeit ein Börsenunternehmen darstellt, in diesem Fall die Wiener Börse AG, folgen nun grundlegende Begriffe und Erklärungen zum Börsewesen. Es wurde dabei auf die Verwendung von allgemein gültigen Aussagen Wert gelegt, die für das Verständnis des Untersuchungsverlaufs dieser Arbeit notwendig sind und daher keine Grundlage für Vollständigkeit bieten. Für die Beantwortung detaillierter Fragen sei auf die einschlägige Literatur verwiesen, beispielsweise auf Büschgen (2001). Spezielle Ausprägungen der österreichischen Börse bzw. die länderspezifische Rechtsnatur finden Erläuterung in Kapitel „Die Wiener Börse AG“.

2.2.1. Definition des Börsengeschäfts

Im österreichischen Rechtsgebiet findet sich keine Börsedefinition. § 1 Abs. 2 und 3 BörseG10 grenzen lediglich Wertpapierbörsen und allgemeine Warenbörsen anhand der dort gehandelten Gegenstände voneinander ab.11 Der Begriff wird als ein solcher des allgemeinen Sprachgebrauchs vorausgesetzt. Anhand der Organisationsbestimmungen des BörseG lässt sich jedoch ableiten, dass der Gesetzgeber zwischen dem Begriff „Börse“ als Markt und dem Rechtsträger an sich unterscheidet, der den Betrieb dieses Marktes gewährleistet (Börseunternehmen).12

In einer Richtlinie der SEC (Securities and Exchange Commission) vom Dezember 1998 findet sich jedoch eine zeitgemäße Formulierung, in der auch der Entwicklung neuer bzw. alternativer Handelssysteme Raum gegeben wird.

“The new rule interprets these terms to include any organization, association, or group of persons that:

(1) brings together the orders of multiple buyers and sellers; and
(2) uses established, non-discretionary methods (whether by providing a trading facility or by setting rules) under which such orders interact with each other, and the buyers and sellers entering such orders agree to the terms of a trade.”13

Eine Börse ist von der Optimierung der Handelseffizienz durch Verkehrskonzentration unter Ausschluss von Bonitätsrisiken der Handelspartner und Qualitätsrisiken der gehandelten Waren gekennzeichnet. Die Ausschließung dieser Risiken ist durch die besonderen Qualifikationserfordernisse der Marktteilnehmer und der zum Handel zugelassenen Kapitalgüter gekennzeichnet.14 Weiters verbessern Börsen die Markttransparenz und erleichtern den Abschluss der Geschäfte. Dies wird durch eine ausgefeilte Handelsorganisation und eine Konzentration von Angebot und Nachfrage erreicht.15

2.2.2. Börsenbegriffe

Obwohl in den gesetzlichen Regelungen keine Legaldefinitionen einer Börse im materiellen Sinne zu finden sind, herrschte lange Zeit durchaus implizite Übereinstimmung darüber, was unter einer Börse zu verstehen sei. Die Kennzeichen einer klassischen Börse gibt folgende Aufzählung wieder.16

1. Örtliche und zeitliche Handelszentralisierung
2. Exklusive Teilnahme von professionellen Händlern
3. Zusammenschluss der professionellen Händler zu einem Verbandbetrieb
4. Ein Verbandbetrieb verfasst die Handelsregeln und ist der Eigentümer über die Infrastruktur der Marktveranstaltung.

Hinter diesen Aufzählungspunkten findet sich eine Vorstellung der idealtypischen institutionellen Struktur des Börsenwesens. Daher kann dieser klassische Börsenbegriff auch als institutioneller Begriff herangezogen werden.17

Der institutionelle Börsenbegriff kann durch eine streng hierarchische Pyramidenstruktur verdeutlicht werden.

Abb. 2 - Klassische Schichtung des Börsewesens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert übernommen aus: Röhrl (1996), S. 13

Früher konnten die einzelnen Schichten dieser Pyramide genau voneinander abgegrenzt werden. Durch die Dynamik des Wertpapierhandels verlaufen die Grenzen zwischen den Schichten nicht mehr trennscharf.18

Dadurch scheint der klassische institutionelle Börsenbegriff nicht mehr sachgerecht zu sein. Die Ursache dafür ist auf der Angebotsseite von Börsenleistungen, im Besonderen im Einsatz von IKT (Informationsund Kommunikationstechnologien) und im Wandel der governance structure von Börsen zu suchen.19

Durch die Entwicklung hin zu elektronischen Börsenplätzen findet der Börsenhandel nicht mehr an einem bestimmten physischen Ort statt. Dadurch wird der Börsenort für die Begriffsbestimmung obsolet. Ebenso findet eine zeitliche Konzentration des Handels immer weniger statt. Börsen waren in Vergangenheit durch Verbandorganisationen gekennzeichnet. In diesen Organisationen waren die Händler bzw. Mitglieder zusammengefasst, es galten Regeln für den Wertpapierhandel und es wurde über Investitionen in die Börseninfrastruktur entschieden. Mit dem Aufkommen proprietärer elektronischer Transaktionssysteme wurde die Definition der Börse als Verbandsbetrieb zu eng.

Häufig sind diese Transaktionssysteme nicht mehr im Eigentum der Handelstreibenden, sondern werden von Dritten zur Verfügung gestellt. Somit ist ein organisierter Wertpapierhandel auch ohne die zwangsweise Intermediation möglich.20

Eine funktionale Börsendefinition knüpft an die Aufgabe einer Börse im Wertpapierhandel als Intermediär an. Aus ökonomischem Blickwinkel betrachtet, ist es die Funktion einer Börse, den Wertpapierhandel durch ihre Transaktionsinfrastruktur so zu organisieren, dass Wertpapiertransaktionen vor einer zu starken Ablenkung durch Transaktionskosten geschützt werden. Im Kern beruht die Organisation von Wertpapiertransaktionen auf einer Standardisierung der Transaktionsprodukte und Transaktionsprozesse. Diese beruht auf festgelegten, verbindlichen und sanktionierbaren kollektiv geltenden Regelungen, welche Bestimmungen über den Wertpapierhandel beinhalten.21

2.2.3. Arten von Börsen

Zur Systematisierung von Börsen eignen sich die Handelsobjekte als Unterscheidungsmerkmale. Demnach erfolgt eine grobe Einteilung in Kassaund Terminbörsen (eine genauere Beschreibung siehe unter Punkt 2.2.7.) Bei Rudolph/Röhrl22 finden sich auch die Begriffe Basiswertund Derivatbörse. Kassabörsen lassen sich wiederum in Waren-, Devisenund Wertpapierbörsen aufteilen. Innerhalb der Terminbörsen unterscheiden sich Warenterminund Finanzterminbörsen.23

Abb. 3 - Börsensystematisierung nach Handelsobjekten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert übernommen aus: Obst/Hintner (2000), S. 378

Eine weitere Einteilung von Börsen ist aufgrund der verwendeten Handelssysteme möglich. Bei Präsenzbörsen werden die Geschäfte mit den Börsenmitgliedern physisch am Börsenparkett abgewickelt. Die Mitglieder bedienen sich in diesem System der Arbeitsweise des Rufhandels. Börsenplätze, die als Computerbörse organisiert sind, bedienen sich Terminals, die auf einen Zentralrechner zugreifen. Die Orders werden elektronisch abgewickelt.24

2.2.4. Objekte des Börsehandels

Beim Handel an Börsen stehen Rechte im Vordergrund. Alle börslich gehandelten Papiere sind Wertpapiere, jedoch werden nur sogenannte Effekten gehandelt. Effekten sind solche Wertpapiere, bei denen es sich um vertretbare Sachen handelt, d.h. solche, die nach der Zahl, nach Stücken oder nach Nennbeträgen bestimmbar sind. Damit ist die Handelbarkeit der Papiere gegeben.25 Im österreichischen Recht findet sich jedoch keine eindeutige Legaldefinition des Wertpapierbzw. Effektenbegriffs.26 Eine explizite Aufzählung von Wertpapieren sowie die Erwähnung von sonstigen vertretbaren Wertpapieren enthält § 1 DepG.27 Zu diesen fungiblen Wertpapieren werden grundsätzlich Aktienwerte und festverzinsliche Werte gezählt. Eine weitere Unterscheidung des Effektenbegriffs kann anhand der Termini Kassahandelsobjekte und Terminhandelsobjekte erfolgen.28 29

2.2.5. Marktteilnehmer (Handelssubjekte)

Nachfolgend werden jene Marktteilnehmer vorgestellt, die jeweils verschiedene Funktionen im Handelsprozess wahrnehmen und damit zugleich unterschiedliche Interessenslagen repräsentieren. Die Marktteilnehmer gliedern sich in drei Interessensgruppen.

- den Handelsprozess in Gang setzende Personen ( Investoren )
- direkt in die Preisfeststellung involvierte Personen ( preisfeststellende Personen )
- Betreiber der Handelsplattformen ( Organisationsmitglieder )

Die in die Preisfeststellung direkt involvierten Personen und die den Handelsprozess in Gang setzenden Personen werden in Abgrenzung zu den Organisationsmitgliedern als Handelsteilnehmer bezeichnet. Die Investoren sind die Auftraggeber eines Handelsgeschäftes. Das können institutionelle als auch private Investoren sein. Diese Gruppe kann in Investoren mit bzw. ohne Berechtigung zur persönlichen und direkten Teilnahme am Handelsgeschehen differenziert werden. Die erstgenannte Gruppe kann einen Intermediär einsetzen, ist darauf jedoch nicht angewiesen. Die Personen ohne direkte Handelsberechtigung sind zur Einschaltung eines Zugangsintermediärs verpflichtet. Die Gruppe der preisfeststellenden Personen setzt sich aus Händlern, Brokern, Market-Makern, Kursmaklern und Institutionellen mit eigener Handelsberechtigung zusammen. Die Organisationsmitglieder haben ein Mitentscheidungsrecht für die Gestaltung der Handelsplattformen.

2.2.6. Börsenfunktionen

Über die Börsen erfolgt die Bereitstellung von Finanzierungsmitteln sowohl in Form von Eigenals auch Fremdkapital für Investitionen ( Finanzierungsfunktion ). Sie ermöglichen die Lenkung des Kapitals zu denjenigen Investitionsprojekten, welche die höchsten Renditen erzielen und so das Kapitaleinkommen der Geldgeber maximieren ( Selektionsfunktion ). Durch die Einschaltung der Börsen zwischen Anleger und Emittenten wird die Trennung von Finanzierung und Risikoübernahme vorgenommen ( Risikotransformationsfunktion ). Inhaber von handelbaren Rechten können diese übertragen, sodass den unterschiedlichen Laufzeitwünschen der am Kapitalmarkt Beteiligten Rechnung getragen werden kann ( Fristentransformationsfunktion und Liquidisierungsfunktion ). Weiters ermöglichen Börsen die Zerlegung großer Kapitalbeträge in kleinere Einheiten und bewirken damit eine Losgrößentransformation .30

Die Hauptaufgabe einer Börse findet sich im Preisfeststellungsmechanismus . Die Börse stellt eine Art Informationsverarbeitungsmaschine dar und dient der Aggregation einer möglichst großen Menge bewertungsrelevanten Wissens. Daraus resultieren in der Folge die Wertpapierkurse. Börsen übernehmen eine maßgebliche Rolle bei der Allokation von Kapital in einer Volkswirtschaft. Durch diese Funktion ist die Börse für Wachstum und Wohlstand in einer Volkswirtschaft besonders wichtig und hat eine besondere Bedeutung in der Gesellschaft.31

Die speziellen Aufgaben von Börsen wirken zugleich wesensbegründend: „Sie

- definiert und überwacht den Prozess der Preisbildung,
- ermöglicht eine ökonomisch effiziente Durchführung von Transaktionen,
- gewährleistet einen ordnungsgemäßen Handel,
- sorgt für einen fairen Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern,
- sichert den Schutz der Anleger und
- stellt relevante Informationen über die Handelsaktivitäten zur Verfügung.“32

2.2.7. Arten von Börsengeschäften

Abschlüsse von Börsengeschäften spiegeln eine besondere Qualität wider. Der Börsenkurs, der in einer Kollektivverhandlung zustande gekommen ist, beinhaltet zahlreiche Bewertungen und Analysen. Außerdem finden Geschäfte an Börsen aufgrund bestimmter Börsenusancen statt. Börsengeschäfte lassen sich grundlegend in Kassageschäfte und Termingeschäfte (Zeitgeschäfte) einteilen. Für deren Unterscheidung ist das Kriterium der Frist zwischen Vertragsabschluss und beidseitiger Erfüllung entscheidend.33

Kassageschäfte sind üblicherweise nach einer Frist zu erfüllen, in der die dazu erforderlichen Arbeiten getätigt werden können. Die Dauer zwischen Abschluss und Erfüllung ist nicht genormt. Zu diesen Tätigkeiten zählt die Abrechnung der Geschäfte. Dabei wird für jedes Börsenmitglied bestimmt, in welchem Umfang jedes Mitglied in jedem gehandelten Titel nach Saldierung der Käufe und Verkäufe in Stücken zu liefern oder abzunehmen hat. Daraufhin werden ebenfalls die Geldforderungen und -verbindlichkeiten saldiert.34

„Termingeschäfte zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass die Erfüllungsfrist um ein Vielfaches länger ist als beim Kassageschäft.“35 Durch Termingeschäfte können Positionen eingegangen werden, ohne dabei Zahlungsmittel oder sonstige Leistungen einsetzen zu müssen (abgesehen von den vorgeschriebenen Sicherheitsleistungen wie z.B. Einschuss oder Margin). Durch diese Eigenschaft sind Termingeschäfte besonders dazu geeignet, sich gegen Risiken am Kassamarkt abzusichern.36 Mit dem Überbegriff „Termingeschäfte“ sind sowohl Termingeschäfte im engeren Sinne, das sind unbedingte Engagements am Markt

(wie z.B. Forwards und Futures) als auch Termingeschäfte im weiteren Sinne, sogenannte bedingte Verpflichtungen (z.B. Optionen), abgedeckt.37

2.2.8. Gestaltungsformen von Börsen

Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die verschiedenen theoretischen Ausprägungen von Börsen.

Tab. 1 - Alternativen zur Ausgestaltung von Börsen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert übernommen aus: Gerke/Rapp (1994), S. 9

Bezüglich der Marktstruktur sei angemerkt, dass hinsichtlich der räumlichen Struktur in vielen Ländern (wie z.B. USA, Großbritannien, Deutschland) mehrere regionale Börsenplätze existieren, welche sich das nationale Handelsvolumen teilen. Meist zieht eine Hauptbörse ( Zentralbörse ) einen Großteil dieses Handelsvolumens an sich, wobei sich der Rest auf die Regionalbörsen verteilt.38

In der Folge wird näher auf die Marktorganisation in Verbindung mit der Marktfrequenz eingegangen. Die Marktkonfiguration wurde schon in Punkt 2.2.3. erläutert. Wie die obenstehende Tabelle veranschaulicht, erfolgt die Grobeinteilung in Auktionsbörsen und Market-Maker-Börsen. An Auktionsbörsen wird das Auktionsprinzip (order-driven-market) und bei den Market-Makter- Börsen das Market-Maker-Prinzip (quote-driven-market) angewandt. Zwischen diesen beiden Idealtypen spannt sich ein Kontinuum von hybriden Preisfeststellungsprozessen auf. Alle Prinzipien haben das Ziel, einen effizienten Orderabschluss bei möglichst geringen Transaktionskosten zu gewährleisten. Die folgende Darstellung zeigt die unterschiedlichen Marktorganisationen.

Abb. 4 - Marktorganisation bei örtlicher Konzentration des Orderstromes

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert übernommen aus: Röhrl (1996), S. 26

Das Auktionsprinzip ist dadurch gekennzeichnet, dass jede Transaktionsmöglichkeit das Vorliegen miteinander korrespondierender Kundenaufträge erfordert. Der Börsenpreis, der aus dem Ausgleich dieser Kaufund Verkaufsaufträge resultiert, wird entweder in bestimmten Zeitintervallen (periodische Auktion) oder fortlaufend (kontinuierliche Auktion) ermittelt. Bei der periodischen Auktion werden einoder mehrmals täglich alle Aufträge abgewickelt, die sich auf Wertpapiere beziehen, die aufgrund ihrer regelmäßig schwachen Umsätze nicht für den fortlaufenden Handel zugelassen sind. Ein Makler errechnet auf der Grundlage des Orderbuches den amtlichen Börsenpreis. Nach dem Meistausführungsprinzip ist das derjenige Kurs, zu dem bei der bis zur Preisermittlung vorliegenden Auftragslage der höchste Umsatz erzielt werden kann. Für Wertpapiere, die zum fortlaufenden Handel zugelassen sind, ermittelt der zuständige Makler während der gesamten Handelszeit immer dann einen Börsenpreis, wenn einander einzelne Kaufund Verkaufsaufträge entsprechen. Auf Basis des Meistausführungsprinzips wird zu Beginn und zum Ende der Handelszeit der Eröffnungsbzw. der Schlusskurs ermittelt. Diese Handelsform ist auf Präsenzbörsen anzutreffen.39

Bei einer nach dem Market-Maker-Prinzip organisierten Börse bedarf es für einen Geschäftsabschluss nicht des Vorliegens gegenläufiger Aufträge, deren Ausgleich den Börsepreis bestimmt. Vielmehr werden alle Aufträge mit sogenannten Market- Makern als Gegenpartei abgeschlossen. Diese speziellen Marktintermediäre sind während der Börsenzeit verpflichtet, für die von ihnen betreuten Handelsobjekte ständig verbindliche Geldund Briefkurse (quotes) innerhalb einer festgelegten Höchstspanne zu stellen und eingehende Aufträge zu diesen publizierten Kursen auszuführen. Der bedeutendste Vorteil gegenüber dem Auktionsprinzip besteht in der jederzeitigen Transaktionsmöglichkeit mit einem Market-Maker, da für einen Geschäftsabschluss nicht erst eine entsprechende Gegenpartei gesucht werden muss.40

2.3. Börsenwettbewerb

Wettbewerb ist ein ubiquitäres Prinzip ökonomischen Verhaltens und kann definiert werden

„als Streben von zwei oder mehr Personen bzw. Gruppen nach einem Ziel, wobei der höhere Zielerreichungsgrad des einen i.d.R. einen geringeren Zielerreichungsgrad des(r) anderen bedingt“41.

Durch ein ausreichendes Maß an Börsenwettbewerb wird eine effiziente Börsenleistung gewährleistet und daraus können Anpassungsals auch Entwicklungsprozesse entspringen.42

Wenn der Börsenwettbewerb auf die niedrigste Stufe heruntergebrochen wird, kann von einem Wettbewerb um Orders gesprochen werden. Orders sind das knappste Gut, um das Börsen rivalisieren. Die Zerlegung eines börslichen Transaktionsprozesses in die einzelnen Intermediationsstufen dient der Erklärung der Mehrschichtigkeit des Wettbewerbs. Zuerst erfährt eine Transaktion meist die Intermediation durch eine Zugangsstelle. Als zweiter Schritt liegt die Intermediation der Börsen untereinander vor, gefolgt von der Preisfeststellungsintermediation. Bei Betrachtung der Rahmenbedingungen kommt noch der Orderintermediation auf der Ebene der Regulierungsinstanzen Bedeutung zu. Durch das Aufzeigen dieser vier Schichten des Orderwettbewerbs wird deutlich, dass sich der Wettbewerb nicht nur zwischen Börsenunternehmen abspielt.43 Börsenwettbewerb ist daher ein vierschichtiger Orderwettbewerb.44

- Zugangswettbewerb zwischen den Zugangsintermediären um die Orders der Investoren
- Preisfeststellungswettbewerb zwischen den Börsenhandelnden um die
Orders der Marktgegenseite
- Interbörsenwettbewerb zwischen den Börsen um die Orders der Agenten der Investoren bzw. der Orders der Investoren selbst
- Regulierungswettbewerb zwischen den Regulierungsinstanzen um die
Bereitstellung optimaler Rahmenbedingungen für die nachgelagerten Wettbewerbsschichten

Abb. 5 - Börsenwettbewerb als vierschichtiger Orderwettbewerb

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert übernommen aus: Röhrl (1996), S. 61

Gegenstand der nachstehenden detaillierteren Betrachtungen des Börsenwettbewerbs, ist der Interbörsenwettbewerb .

„Interbörsenwettbewerb ist Börsenwettbewerb im engen Sinn und findet auf der Intermediationsebene der Marktbetriebe zwischen verschiedenen Börsen statt. Er kann in einen vertikalen, horizontalen und lateralen Interbörsenwettbewerb unterteilt werden.“45

Vertikaler Interbörsenwettbewerb

Hier erfolgt die Konkurrenz der Börsen durch die Zurverfügungstellung von transaktions produkt spezifischen Handelsplattformen . Praktisch wird darunter die Segmentierung anhand der Transaktionsprodukte, der Marktobjekte verstanden. Beispielsweise werden die Aktien in Gruppen geteilt und jede Gruppe wird auf einer eigenen „Handelsplattform“ gehandelt (entweder an einer Börse oder an verschiedenen Börsen). In der Realität erfolgt diese Segmentierung in Europa meist in den amtlichen Handel, geregelten Markt und Freiverkehr.46

Horizontaler Interbörsenwettbewerb

Diese Dimension des Interbörsenwettbewerbs findet anhand der Gestaltung transaktions prozess spezifischer Handelsplattformen statt. Darunter ist die Tatsache zu verstehen, dass Wertpapiere multipel gelistet sind, was darauf zurückzuführen ist, dass private und institutionelle Investoren unterschiedliche Transaktionsbedürfnisse haben.47

Lateraler Interbörsenwettbewerb

Durch die Substitutionsbeziehungen der Transaktionsobjekte kennzeichnet sich der laterale Interbörsenwettbewerb. Dies trifft hauptsächlich auf Basiswertund Derivatbörsen zu, da es bei der Verfolgung gewisser Anlagestrategien prinzipiell keinen Unterschied macht, ob der Basiswert oder ein Derivat davon im Portfolio vertreten ist. Hier sind dann oft die Transaktionskosten entscheidend.48

Die folgende Darstellung veranschaulicht zusammenfassend die drei Formen des Interbörsenwettbewerbs.

Abb. 6 - Formen des Interbörsenwettbewerbs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: modifiziert übernommen aus: Oehler (2000), S. 354

2.4. Börsliche und außerbörsliche Handelssysteme

In Verbindung mit der Betrachtung des Börsenwettbewerbs müssen die unterschiedlichen Handelssysteme behandelt werden. Diese haben eine große Bedeutung, sowohl im Interbörsenwettbewerb als auch im Wettbewerb mit alternativen Anbietern. Dieses Kapitel soll die grundsätzlichen begrifflichen Unterschiede betreffend dieser Systeme herausarbeiten.

Durch die rasanten Entwicklungen in der Informationsund Kommunikationstechnologie wurden die Rahmenbedingungen für den Börsenhandel stark verändert. Angebot und Nachfrage treffen in einem virtuellen Markt aufeinander.

„Ein Börsenhandelssystem besteht aus einem Framework von Rahmenbedingungen, technologischen und funktionalen Bausteinen sowie Bestimmungen der Durchführungspraxis.“49

Seit Mitte der Achtziger Jahre kam es zu einer verstärkten Automatisierung börslicher Prozesse, was zu den heute überwiegend vorherrschenden Computerbörsen geführt hat, die sich vollcomputerisierter Handelssysteme bedienen.50

Hinsichtlich der außerbörslichen Handelssysteme (auch private Handelssysteme) finden sich in der Literatur zahlreiche unterschiedliche Definitionen. Die drei am häufigsten aufscheinenden Termini technici in diesem Bereich sind Proprietary Trading Systems (PTS), Electronic Communication Networks (ECN) und Alternative Trading Systems (ATS).

Private Handelssysteme „können aber allgemein beschrieben werden als Märkte für Wertpapiere, die von privaten Unternehmen betrieben werden und eine unmittelbare, standortunabhängige Teilnahme der Kunden am Wertpapierhandel auf elektronischem Wege ermöglichen.“51

„ECNs sind sophistizierte Softwareplattformen, die es erlauben, Handelsaufträge elektronisch anzunehmen, anzuzeigen und auszuführen. Wie bei traditionellen Börsen üblich, stellen ECNs nur den Handelsplatz zur Verfügung, ohne dabei selbst Finanzierungsoder Risikoträgerfunktionen wahrzunehmen.“52

Der wesentliche Unterschied zwischen den börslichen und den außerbörslichen Systemen besteht in der Struktur des Trägers bzw. Betreibers des Systems. Die Teilnehmer am Börsenhandel sind zugleich Börsenmitglieder, während die Teilnehmer und die Betreiber der privaten Handelssysteme personenverschieden sind.53

Auslöser für das Aufkommen elektronischer Netzwerke war die technische Entwicklung. Börsen konnten erstmals miteinander in Wettbewerb treten, aber auch neue alternative Anbieter boten damit den traditionellen Börsen durch die Netzwerktechnologie Konkurrenz.54 Aufgrund neuer technologischer Entwicklungen können Transaktionen günstiger als bisher abgewickelt werden. ECNs stellen den aktuellsten Schritt in der Entwicklung der elektronischen Finanzintermediation dar.55 Diese Systeme bewirken nicht nur Chancen, sondern auch Risiken für den Kapitalmarkt. In Diskussion befindet sich die Frage der Regulierung von außerbörslichen Handelssystemen.56 Private Handelssysteme bieten ihre Dienstleistungen in einer anderen Art und Weise als die etablierten Börsen an. Diese Unternehmen sind auf Gewinn ausgerichtet und gelten rechtlich nicht als Börsen im herkömmlichen Sinn. Sie sind private Unternehmen, die ihre Leistungen an Kunden – nicht an Mitglieder – anbieten. Zu den Kunden zählen hauptsächlich Kreditinstitute und Makler, Wertpapierhäuser und institutionelle Investoren.57

Proprietory Trading Systems gelten als die Vorläufer von ECNs.58 Der Ausdruck ATS wird als Synonym für ECNs verwendet.59

Mittlerweile gibt es neun ECNs, die bei der SEC registriert sind. Zu den bedeutendsten zählen Instinet (www.instinet.com), Island (www.island.com) und Archipelago (www.archipelago.com).60 An dieser Stelle sei auf eine Abbildung des Besucher-Orderbuchs des ECN-Systems „Reedibook“ im Anhang auf S. 144 verwiesen, sowie für detailliertere Angaben zu diesem Themenbereich auf Dornau (1999).

3. Die Wiener Börse AG

Das dritte Kapitel setzt sich mit der Wiener Börse AG auseinander. Am Beginn steht die Untersuchung der internen Organisation dieses Unternehmens. Daraufhin wird die Finanzlage der letzten Jahre näher betrachtet. Im Kapitel „Rechtliche Rahmenbedingungen“ finden die wichtigsten Gesetze Erläuterung, unter denen die Börse agiert. Der Punkt 3.4. geht auf den Marktplatz Wien ein und führt dessen spezielle Ausprägungen an. Danach werden die angebotenen Produkte und Dienstleistungen der Wiener Börse AG vorgestellt, gefolgt von den Beteiligungen an anderen Börseunternehmen. Den Abschluss dieses Kapitels bildet eine Zusammenfassung der wesentlichsten Veränderungen und Reformen an der Wiener Börse.

3.1. Unternehmen – Organisatorischer Aufbau

Die Wiener Börse AG ist das Ergebnis der Fusion zwischen der ÖTOB, der Österreichischen Terminund Optionenbörse, und der Wiener Börsekammer, und existiert in der heutigen Rechtsform seit Dezember 1997 (Firmenbucheintragung). Diese Maßnahme stellt eine Ausprägung der Reform des österreichischen Kapitalmarktes dar. Es wurde damit der Kassaund Terminmarkt in eine kompakte Börse fusioniert und dadurch ein einheitlicher Außenauftritt des Wiener Finanzplatzes erreicht.61 In Zeiten vor dieser Reform erfolgte die Leitung und Verwaltung der Wiener Börse (Kassamarkt) durch die Börsekammer und war in die Rechtsform einer juristischen Person öffentlichen Rechts gekleidet.62 Seit April 1998 erfolgt die Führung der Wiener Börse durch die neu gegründete Aktiengesellschaft. In Teilbereichen wird sie dabei als beliehenes Unternehmen behördlich tätig (z.B. bei der Zulassung von Wertpapieren).63 Im Juni 1999 verkaufte die Republik Österreich ihren 50%igen Anteil an der WBAG an österreichische Emittenten. Seither kennzeichnen österreichische Banken und inländische Emittenten die Eigentümerstruktur.64 Das folgende Diagramm veranschaulicht die Zusammensetzung der Aktionäre per November 2002.

Abb. 7 - Eigentümer der Wiener Börse AG

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von: Wiener Börse AG (d), http://www.wienerboerse.at/cgi-bin/aktionaere.pl?lang=1 , abgerufen am 06.11.2002

Um Unternehmensstrukturen übersichtlich darzustellen, werden Organigramme verwendet. Die nachstehende Grafik bildet die Aufbauorganisation samt der personellen Besetzung der WBAG in dieser Form ab.

Abb. 8 - Organigramm der WBAG per November 2002

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Wiener Börse AG (f), http://www.wienerboerse.at/cgi-bin/mitarbeiter.pl?lang=1 , abgerufen am 06.11.2002

3.2. Finanzlage der Wiener Börse AG

An dieser Stelle folgt eine Bilanzanalyse der Geschäftsberichte der WBAG von 1998 bis 2001. Dadurch sollen aus Informationen der Jahresabschlüsse Erkenntnisse über die Finanzund Ertragslage des Unternehmens gewonnen werden.65

Mit den Angaben der Geschäftsberichte werden absolute Zahlen aus der Bilanz sowie der Gewinnund Verlustrechnung (GuV) im Zeitablauf miteinander verglichen. Die Analyse bezieht sich auf die Abschlüsse von 1998 bis 2001, da seit 1998 die Wiener Börse in Form einer Aktiengesellschaft besteht und daher die Vergleichbarkeit gegeben ist. Des Weiteren findet ein Vergleich der Kennzahlen aus der Bilanz und der GuV für die jeweiligen Perioden statt. Die folgende Tabelle liefert die wichtigsten Daten der relevanten Jahresabschlüsse in aggregierter Form.

Tab. 2 - Überblickszahlen aus Bilanz und GuV

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von: Wiener Börse AG, Geschäftsberichte 1999-2001

3.2.1. Gewinnund Verlustrechnung

Die nachstehende Grafik zeigt die Entwicklung der Umsatzerlöse mit einer entsprechenden linearen Trendlinie.

Abb. 9 - Entwicklung der Umsatzerlöse der WBAG

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von: Wiener Börse AG, Geschäftsberichte 1999-2001

Seit 1998 lässt sich ein im Trend kontinuierlicher Anstieg der Umsatzerlöse erkennen. Ein besonderer Zuwachs wurde im guten Börsejahr 2000 verzeichnet, und die Rückgänge im Folgejahr konnten in Grenzen gehalten werden. An dieser Stelle erscheint eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse interessant.

Tab. 3 - Aufgliederung der Umsatzerlöse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von: Wiener Börse AG, Geschäftsberichte 1999-2001

Der in der oben stehenden Tabelle angeführte Wert für die Transaktionserlöse im Jahr 1999 am Kassamarkt wirkt sehr klein, was allerdings darin begründet ist, dass im 3. Quartal 1999 das Handelssystem XETRA® (Exchange Electronic Trading) eingeführt wurde und nur die Transaktionserlöse ab Systemeinführung im Jahresabschluss aufgeschlüsselt sind.74 Die Transaktionserlöse am Derivativmarkt sind seit 1998 im Fallen begriffen. Der Bereich des Datenverkaufs wird sehr erfolgreich geführt und die Erlöse in diesem Bereich stiegen seit 1998 um ca. 63%. Besonders gut lässt sich die Senkung der Benutzungsgebühren ab Einführung des neuen Handelssystems am Kassamarkt erkennen, und somit eine Verringerung der Transaktionskosten für die Kunden der WBAG. Auf dem Gebiet der ausländischen Umsatzerlöse kann eine sehr starke Umsatzsteigerung festgestellt werden.

Des Weiteren erscheint ein Vergleich der Positionen „Betriebsergebnis“,

„Finanzergebnis“ und „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ (EGT) angebracht. Die Zahlen werden in der nachstehenden Grafik aufbereitet.

Abb. 10 - Vergleich ausgewählter GuV-Positionen der WBAG

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von: Wiener Börse AG, Geschäftsberichte 1999-2001

Nach vorangehenden negativen Werten wurde im Jahr 2000 ein positives EGT erreicht. Folgende Kennzahl verdeutlicht diese Entwicklung in anschaulicher Form.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Kennzahlen lauten für die Jahre 1998 bis 2001 wie folgt.

Tab. 4 - Entwicklung des EGT

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von: Wiener Börse AG, Geschäftsberichte 1999-2001

Das schlechte EGT für das Jahr 2001 ist hauptsächlich durch das nicht so gute Finanzergebnis zu begründen. Das Betriebsergebnis erlitt zwar im Vergleich zu 2000 einen Rückgang, ist aber klar positiv. Als Grund für das besonders schlechte Finanzergebnis wird eine 75%ige Wertberichtigung auf die Beteiligung an der NEWEX Börse AG (New European Exchange) angegeben. Somit wirkt sich diese hohe außerordentliche Abschreibung negativ auf das Finanzergebnis aus.75 Dies lässt sich auch am Rückgang des Beteiligungswertes im Anlagevermögen erkennen, wobei jedoch die Aufnahme der Beteiligung an der EXAA (Energy Exchange Austria) iHv EUR 1.500.000 zu berücksichtigen ist.76

Eine zentrale Kennzahl der aktienanalytischen Rentabilitätsanalyse ist der Gewinn je Aktie bzw. earnings per share.77 Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel.78

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Als Jahresergebnis wird der ausgewiesene Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag herangezogen, die gewichtete Durchschnittszahl der Aktien beruht auf der seit 1998 konstanten Zahl der ausgegebenen Aktien von 700.000 Stück.79

Tab. 5 - Entwicklung des Gewinns je Aktie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von: Wiener Börse AG, Geschäftsberichte 1999-2001

Anhand dieser Kennzahl kann ebenfalls das äußerst positive Ergebnis des Jahres 2000 erkannt werden.

In der nächsten Grafik wird der starke Anstieg der Ausgaben für Marketing und Werbung veranschaulicht, was auf eine verstärkte Anwendung dieser Instrumente schließen lässt.

[...]


1 Vgl. Schuster/Rudolf (2001), S. 372f

2 Vgl. Loistl (1994), S. 15f

3 Obst/Hintner (2000), S. 23

4 Vgl. Loistl (1994), S. 17

5 Vgl. Rosen (2001), S. 359

6 Vgl. Loistl (1994), S. 21

7 Vgl. Loistl (1994), S. 27

8 Vgl. Loistl (1994), S. 28

9 Vgl. Loistl (1994), S. 30

10 Vgl. § 1 Abs. 2, 3 Börsegesetz (BörseG) 1989 (BGBl 1989/555) idF vom 01.09.2000 (BGBl I 1999/187)

11 Vgl. Oppitz (2000), S. 1086

12 Vgl. Feuchtmüller/Lucius/Schaffer (1999), S. 12

13 SEC, http://www.sec.gov/rules/final/34-40760.txt, abgerufen am 02.11.2002

14 Vgl. Loistl (1994), S. 36

15 Vgl. Schmidt (1988), S. 1

16 Vgl. Röhrl (1996), S. 12

17 Vgl. Röhrl (1996), S. 12

18 Vgl. Röhrl (1996), S. 13

19 Vgl. Rudolph/Röhrl (1997), S. 165

20 Vgl. Rudolph/Röhrl (1997), S. 166f

21 Vgl. Rudolph/Röhrl (1997), S. 168f

22 Vgl. Rudolph/Röhrl (1997), S. 163

23 Vgl. Obst/Hintner (2000), S. 377f

24 Vgl. Obst/Hintner (2000), S. 1083 f

25 Vgl. Loistl (1994), S. 43

26 Vgl. Bydlinski (1997), S. 227

27 Vgl. § 1 Abs. 1 Depotgesetz (DepG) 1969 (BGBl 1969/424) idF 01.09.2000 BGBl I 1999/63

28 Vgl. Loistl (1994), S. 45

29 Vgl. Picot/Bortenlänger/Röhrl (1996), S. 13-15

30 Vgl. Rosen (2001), S. 356f

31 Vgl. Roggemann (2002), S. 302

32 Roggemann (2002), S. 302

33 Vgl. Schmidt (1988), S. 47f

34 Vgl. Schmidt (1988), S. 48–51

35 Schmidt (1988), S. 60

36 Vgl. Schmidt (1988), S. 60f

37 Vgl. Obst/Hintner (2000), S. 833

38 Vgl. Gerke/Rapp (1994), S. 9

39 Vgl. Rosen (2001) S. 367f

40 Vgl. Rosen (2001), S. 367

41 Gabler-Wirtschafts-Lexikon (1997), S. 4360

42 Vgl. Röhrl (1996), S. 59

43 Vgl. Röhrl (1996), S. 61f

44 Vgl. Röhrl (1996), S. 61

45 Röhrl (1996), S. 63

46 Vgl. Röhrl (1996), S. 64

47 Vgl. Röhrl (1996), S. 65

48 Vgl. Röhrl (1996), S. 66

49 Schenk (2001), S. 376

50 Vgl. Schenk (2001), S. 376f

51 Rosen (1999), S. 471

52 Gruber/Grünbichler (2000), S. 769

53 Vgl. Rosen (1999), 471

54 Vgl. Micheler (2000), S. 992

55 Vgl. Gruber/Grünbichler (2000), S. 769

56 Vgl. Roggemann (2002), S. 304

57 Vgl. Rosen (1994), S. 1214ff

58 Vgl. Gruber/Grünbichler (2000), S. 770; Schenk (2001), S. 379; Rosen (1999), S. 471

59 Vgl. Roggemann (2002), S. 304

60 Vgl. Schenk (2001), S. 379f

61 Vgl. Imo (1998), S. 829f

62 Vgl. Kalss (1997), S. 1193

63 Vgl. Wiener Börse AG (e), http://www.wienerboerse.at/cms/1/81/, abgerufen am 06.11.2002

64 Vgl. OeNB (2001), S. 60

65 Vgl. Coenenberg (2001), S. 873

66 Vgl. Wiener Börse AG (2000), S. 1-22

67 Vgl. Wiener Börse AG (2000), S. 1-22

68 Vgl. Wiener Börse AG (2001), S. 1-43

69 Vgl. Wiener Börse AG (2002e), S. 1-43

70 Vgl. Wiener Börse AG (2000), S. 1-22

71 Vgl. Wiener Börse AG (2000), S. 1-22

72 Vgl. Wiener Börse AG (2001), S. 1-43

73 Vgl. Wiener Börse AG (2002e), S. 1-43

74 Vgl. Wiener Börse AG (2000), S. 13

75 Vgl. Wiener Börse AG (2002e), S. 15

76 Vgl. Wiener Börse AG (2002e), S. 15

77 Vgl. Coenenberg (2001), S. 1008

78 Vgl. Coenenberg (2001), S. 495

79 Vgl. Wiener Börse AG (2002e), S. 15

Ende der Leseprobe aus 156 Seiten

Details

Titel
Wiener Börse AG - Erfolgreiche strategische Positionierung in der europäischen Börsenlandschaft
Hochschule
Fachhochschule Wiener Neustadt  (Vermögens- und Finanzberatung)
Note
Sehr Gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
156
Katalognummer
V14257
ISBN (eBook)
9783638197151
ISBN (Buch)
9783638698870
Dateigröße
1864 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wiener, Börse, Erfolgreiche, Positionierung, Börsenlandschaft
Arbeit zitieren
Mag. (FH), M.A. Robert Stieber (Autor), 2003, Wiener Börse AG - Erfolgreiche strategische Positionierung in der europäischen Börsenlandschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14257

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