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Henry Sigdwick und der Utilitarismus. Die Bewertung Sidgwicks und seiner Ausarbeitung des Utilitarismus im Verhältnis zum klassischen Utilitarismus

Title: Henry Sigdwick und der Utilitarismus. Die Bewertung Sidgwicks und seiner Ausarbeitung des
Utilitarismus im Verhältnis zum klassischen Utilitarismus

Term Paper , 2022 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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In dieser Hausarbeit wird der klassische Utilitarismus nach Bentham und Mill zum Utilitarismus Sigdwicks in Verhältnis gesetzt und der Frage nachgegangen, ob Sigdwick ebenfalls ein klassischer Utilitarist ist. Um dieser Frage nachzugehen, wird zunächst chronologisch eine Aufarbeitung der Kernelemente von den bisherigen klassischen Utilitaristen – Bentham und Mill – erfolgen, in denen ein kleiner Abriss der Biografien der jeweiligen Philosophen miteingebunden ist.

Im Anschluss an diese beiden wird der Fokus auf Sidgwick gelegt. In einer Abschlussdiskussion werden die Positionen Benthams und Mills der Sidgwicks gegenübergestellt, um ihre Differenzen aufzuzeigen. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem Fazit, in dem noch einmal auf die Frage eingegangen wird, ob Sidgwick ein klassischer Utilitarist ist oder nicht.

Ist die Rede vom Utilitarismus – genauer vom klassischen Utilitarismus – so denkt manch einer bloß an Jeremy Bentham und John Stuart Mill, ein anderer zieht Henry Sidgwick hinzu und wieder einer hat negative Assoziationen zum Utilitarismus. In der
deutschphilosophischen Diskussion unter Laien und der Anwendung des Utilitarismus auf verschiedene Bereiche der praktischen Ethik oder auch auf Dilemmata ergeben sich einige Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten des Utilitarismus werden zumeist auf die beiden ersten wichtigen Vertreter des Utilitarismus, Bentham und Mill, und ihrer Ausarbeitungen zurückgeführt und folglich muss der Utilitarismus einbüßen.

Der britische Philosoph Henry Sidgwick ist vielen kein Begriff, obwohl dieser von vielen autoritären Stimmen als besserer Utilitarist betitelt wird. Wohlmöglich würde der Utilitarismus gerade im deutschsprachigen Raum ein besseres Bild abgeben, würde Sidgwicks Ausarbeitung vermehrt gelesen. Daher wird für diese Arbeit, neben Jeremy Bentham und John Stuart Mill, Henry Sidgwick und seine Analyse des Utilitarismus herangezogen, um der Frage nachzugehen, ob Sidgwick berechtigterweise einen Platz in der Reihe von klassischen Utilitaristen einen Platz verdient oder nicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Utilitarismus

2.1 Benthams Utilitarismus

2.1.1 Kleiner Abriss der Biografie Jeremy Benthams

2.1.2 Prinzipien der Moral

2.2 Mills Utilitarismus

2.2.1 Kleiner Abriss der Biografie John Stuart Mills

2.2.2 Der Utilitarismus

2.3 Henry Sidgwicks Utilitarismus

2.3.1 Kleiner Abriss der Biografie Henry Sidgwicks

2.3.2 Die Methoden der Ethik

3. Abschlussdiskussion

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Henry Sidgwick innerhalb der Tradition des klassischen Utilitarismus. Ziel ist es, Sidgwicks Position durch eine Analyse seiner Theorie im Vergleich zu den Beiträgen von Jeremy Bentham und John Stuart Mill kritisch einzuordnen und der Forschungsfrage nachzugehen, ob er berechtigterweise als klassischer Utilitarist einzustufen ist.

  • Grundlagen des klassischen Utilitarismus bei Jeremy Bentham.
  • Weiterentwicklung und qualitative Aspekte im Utilitarismus von John Stuart Mill.
  • Methodische Neuausrichtung und kritische Analyse durch Henry Sidgwick.
  • Vergleich der utilitaristischen Ansätze und Klärung der begrifflichen Zuordnung Sidgwicks.
  • Herausarbeitung der Differenzen zwischen den drei Hauptvertretern.

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die Methoden der Ethik

Ähnlich wie Bentham und auch Mill definierte Sidgwick den Utilitarismus als eine moralphilosophische Theorie, die besagt, dass ein Verhalten oder eine Handlung dann als ein richtiges Verhalten bzw. Handeln realisiert sei, wenn durch jenes „das größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl all derjenigen, deren Interessen betroffen sind, [produziert werde]“. Diese Definition ist nicht deskriptiver, sondern normativer Natur; dies ist nicht der Ist-Zustand, sondern der erstrebenswerte Soll-Zustand, da sie aus keiner ethisch logischen oder notwendigen Erklärung heraus als deskriptiv erklärt werden kann, jedoch aus einem natürlichen Drang, Freude zu empfinden, in eine Pflicht übergehen kann, wenn weiterhin das Steigern der eigenen Freude inbegriffen ist, was folglich als ein Akt des Egoismus und nicht des Utilitarismus festzuhalten ist.

In Anlehnung an Mill begründet Sidgwick zudem gegen einen moralpsychologischen Determinismus, dass doch Freuden, die aus instinktiven Handlungen heraus entstünden in Konflikt geraten können mit Freuden, die aus kultivierten Handlungen entstünden und dass darin nicht gleich eine Hierarchie der Freuden zu sehen ist. Ersteres ordnet Sidgwick in den sogenannten egoistischen Hedonismus ein, wonach diese Freuden durch die rationale Selbstliebe – bloße Realisierung der eigenen Glückssteigerung – bestimmt werden und folglich vernünftigerweise erstrebenswert seien. Sidgwick versteht den Utilitarismus zusätzlich als eine Methode, die feststellen kann, ob objektiv- oder subjektivmotivierte Handlungen der Richtigkeit entsprechen, wobei nicht fälschlicherweise angenommen werden sollte, dass der Utilitarismus sich bereits auf eine dieser beiden Seiten geschlagen hätte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung identifiziert die Lücke in der deutschsprachigen Rezeption Henry Sidgwicks und erläutert das Ziel der Arbeit, ihn in den Kontext der klassischen Utilitaristen einzuordnen.

2. Der Utilitarismus: Das Kapitel strukturiert die theoretischen Grundlagen des Utilitarismus durch eine Analyse der Ansätze von Jeremy Bentham, John Stuart Mill und Henry Sidgwick, inklusive ihrer biografischen Hintergründe.

3. Abschlussdiskussion: Hier werden die Positionen der drei Philosophen kritisch gegenübergestellt, um zentrale Differenzen bei der Bewertung von Freude, Leid und der methodischen Begründung utilitaristischer Ethik aufzuzeigen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Sidgwicks methodischer Zugang und seine grundlegende Kritik an den Vorgängern eine neue Einordnung innerhalb des Utilitarismus erforderlich machen.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, klassischer Utilitarismus, Henry Sidgwick, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Prinzip der Nützlichkeit, Ethik, Konsequentialismus, moralische Philosophie, Glücksmaximierung, Methoden der Ethik, normative Ethik, Handlungsfolgen, Hedonismus, moralisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der moralphilosophischen Tradition des Utilitarismus und der spezifischen Einordnung von Henry Sidgwick im Vergleich zu den Begründern Jeremy Bentham und John Stuart Mill.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen des Utilitarismus, die Entwicklung von quantitativen hin zu qualitativen Ansätzen und die methodische Reflexion utilitaristischer Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Forschungsfrage, ob Henry Sidgwick aufgrund seiner tiefgreifenden Analyse und methodischen Modifikationen berechtigterweise als klassischer Utilitarist bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologische Aufarbeitung sowie eine vergleichende Analyse der Primärwerke der betroffenen Philosophen, um deren Differenzen und Gemeinsamkeiten methodisch herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Lehren Benthams, Mills und Sidgwicks sowie eine abschließende Diskussion, in der diese Lehren einander gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören: Utilitarismus, Konsequentialismus, Glücksmaximierung, Henry Sidgwick, Prinzip der Nützlichkeit und normative Ethik.

Wie unterscheidet sich Sidgwicks Verständnis von Freude von dem seiner Vorgänger?

Sidgwick lehnt die teils naive Annahme einer einfachen Hierarchie von Freuden ab und kritisiert die mathematische Aufrechenbarkeit von Gut und Leid, während er den Utilitarismus stärker als methodisches Überprüfungsinstrument begreift.

Was ist mit dem „Dualismus der praktischen Vernunft“ bei Sidgwick gemeint?

Dieser Begriff beschreibt Sidgwicks Erkenntnis, dass in Dilemma-Situationen sowohl utilitaristisches als auch egoistisches Handeln rational begründet sein kann, was eine duale Herausforderung für die Ethik darstellt.

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Details

Title
Henry Sigdwick und der Utilitarismus. Die Bewertung Sidgwicks und seiner Ausarbeitung des Utilitarismus im Verhältnis zum klassischen Utilitarismus
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Philosophie)
Course
Philosophische Anthropologie
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
17
Catalog Number
V1425842
ISBN (PDF)
9783346979209
ISBN (Book)
9783346979216
Language
German
Tags
henry sigdwick utilitarismus bewertung sidgwicks ausarbeitung verhältnis Philosophie Ethik
Product Safety
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Quote paper
Anonym (Author), 2022, Henry Sigdwick und der Utilitarismus. Die Bewertung Sidgwicks und seiner Ausarbeitung des Utilitarismus im Verhältnis zum klassischen Utilitarismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1425842
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