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Kritische Würdigung der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten im Zuge der Subprime-Krise

Título: Kritische Würdigung der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten im Zuge der Subprime-Krise

Tesis , 2009 , 91 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marion Heinig (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Im Zusammenhang mit den Krisenerscheinungen auf den Finanzmärkten werden in der Literatur und Praxis vielfach die krisenintensivierenden Wirkungen einer Fair-Value-Bilanzierung von Finanzinstrumenten kritisiert. Der Fair Value sei ein „Brandbeschleuniger“ und habe „Mitschuld an der Finanzkrise“. Des Weiteren hat die zunehmende Illiquidität des Marktes für Subprime-Positionen Probleme bezüglich der Fair-Value-Ermittlung aufgeworfen. Dies betrifft insbesondere die damit verbundene Frage nach der Existenz noch aktiver Märkte bzw. nach einer angemessenen Ausgestaltung der Fair-Value-Bewertung, da die illiquiden Märkte einer Marktwertbewertung weitestgehend die Grundlage entzogen haben. Im Fair Value Accounting von Finanzinstrumenten ist seither – als Reaktion auf die Krise – ein großer Diskussionsbedarf und eine hohe Regelungsdynamik zu beobachten.

Die vorliegende Arbeit dient der kritischen Analyse der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS/IFRS vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise. Die Auffassung des IASB wird dabei um fachliche Verlautbarungen des IDW ergänzt.
Einleitend werden einige Grundlagen dargestellt, die für die weitere Arbeit von wesentlicher Bedeutung sind. Dabei wird kurz auf die Entstehung der Subprime-Krise und ihre Weiterent-wicklung zur Finanzmarktkrise, soweit es für diese Arbeit relevant ist, eingegangen. In diesem Zusammenhang werden die prozyklischen Wirkungen einer Marktwertbewertung erörtert. Es folgt eine grundsätzliche Einführung in den Wertbegriff „Fair Value“. Anschließend werden die Grundzüge der Bewertung von Finanzinstrumenten dargelegt, um dann die Zeitwertbewertung der Subprime-Finanzpositionen näher analysieren zu können. Schwerpunktmäßig konzentriert sich die Arbeit auf die Problematik der Abgrenzung von aktiven und nicht aktiven Märkten, die Identifikation von Notverkäufen bzw. die Darstellung der Fair-Value-Bewertungsverfahren in inaktiven Märkten, wobei insbesondere auf die Anwendung der Discounted Cashflow (DCF)-Methode Bezug genommen wird. Außerdem wird die stark umstrittene Aussetzung der Fair-Value-Bewertung – durch die Umwidmung von Finanzinstrumenten zu einer alternativen Bewertungskategorie – untersucht. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands nach dem BilMoG. Diese erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund handelsrechtlicher Bewertungsgrundsätze.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Untersuchungsanlass

1.2 Abgrenzung der Problemstellung und Gang der Untersuchung

2 Die Rolle des Fair Value in der Finanzmarktkrise

2.1 Von der Subprime-Krise zur Finanzmarktkrise

2.1.1 Entstehung der Subprime-Krise

2.1.2 Verbriefung von Hypothekarkreditforderungen

2.2 Prozyklität der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten

2.2.1 Fair-Value-Bewertung bei steigenden Marktpreisen

2.2.2 Fair-Value-Bewertung bei sinkenden Marktpreisen

3 Fair Value als Wertkonglomerat in der internationalen Rechnungslegung

3.1 Fair-Value-Definition

3.2 Fair-Value-Hierarchie

3.2.1 Level 1, 2, 3 Inputs

3.2.2 Bewertungsmethoden

4 Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten auf aktiven Märkten nach IFRS

4.1 Bewertung von Finanzinstrumenten im Überblick

4.1.1 Zuordnung zu Bewertungskategorien

4.1.2 Impairment von „at amortized cost“ und „available for sale“

4.1.3 Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten

4.2 Abgrenzung aktiver Märkte

4.2.1 Indikatoren inaktiver Märkte gemäß IDW und ED/2009/5

4.2.2 Kritische Würdigung der Abgrenzungskriterien

4.3 Forced Transactions

4.3.1 Indikatoren zur Identifikation von „forced transactions“

4.3.2 Kritische Würdigung der Abgrenzungskriterien

5 Fair-Value-Bewertungsverfahren auf inaktiven Märkten

5.1 Marktbasierte Vergleichswerte

5.1.1 Zeitnahe Transaktionspreise identischer Finanzinstrumente

5.1.2 Transaktionspreise ähnlicher Finanzinstrumente

5.1.3 Kurse von Brokern und Preis-Service-Agenturen

5.2 Mapping mit einem Index

5.3 Discounted-Cashflow-Bewertungsverfahren

5.3.1 Bestimmung des Diskontierungszinssatzes

5.3.1.1 Bestimmung der Credit Spread

5.3.1.2 Bestimmung der Liquidity Spread

5.3.2 Kritische Würdigung

6 Umwidmung von Finanzinstrumenten

6.1 Inhaltliche Darstellung der Umwidmungsvorschriften

6.2 Bilanz- und Ergebniseffekte einer Umwidmung

6.3 Kritische Würdigung der Neuregelungen zur Umwidmung

7 Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten des Handelsbestandes gemäß BilMoG

7.1 Implementierung der Fair-Value-Konzeption für Finanzinstrumente

7.1.1 Eckpunkte und inhaltliche Darstellung der Reformvorschrift

7.1.2 Kritikpunkte der „Saarbrücker Initiative gegen den Fair Value“

7.2 Vereinbarkeit mit dem Rechnungslegungszweck

7.2.1 Informationsfunktion

7.2.1.1 Kriterium der Relevanz

7.2.1.2 Kriterium der Verlässlichkeit

7.2.2 Kapitalerhaltung

7.2.2.1 Realisationsprinzip

7.2.2.2 Gläubigerschutzprinzip

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert kritisch die Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation der Probleme bei der Bewertung in illiquiden Märkten sowie der Untersuchung der Auswirkungen von Bewertungsregeln auf die Stabilität des Finanzsystems.

  • Die Rolle des Fair Value im Verlauf der Finanzmarktkrise.
  • Die Problematik der Abgrenzung zwischen aktiven und inaktiven Märkten.
  • Methoden zur Identifikation und Behandlung von Notverkäufen ("forced transactions").
  • Fair-Value-Bewertungsverfahren in inaktiven Märkten unter besonderer Berücksichtigung der Discounted-Cashflow-Methode.
  • Die Auswirkungen der Umwidmungsvorschriften auf die Bilanzierung und Ergebnissteuerung.
  • Kritische Analyse der handelsrechtlichen Zeitwertbewertung im Kontext des BilMoG.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Fair-Value-Bewertung bei steigenden Marktpreisen

Die mit einer Fair-Value-Bewertung einhergehende stärkere Ergebnis- und Eigenkapitalvolatilität kann zu Fehlallokationen führen. Bei einer steigenden Marktpreisentwicklung führt sie zu einer „Bewertungsblase“ unrealisierter Gewinne, die dadurch, dass sich aus dem IFRS-Konzernabschluss regulatorische Konsequenzen ableiten, letztlich auf die Höhe der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel durchschlägt. Um die Risikopuffer- und Verlustausgleichsfunktion der regulatorischen Eigenmittel zu gewährleisten, werden der bankaufsichtlichen Konzeption entgegenwirkende, eigenmittelbeeinflussende Effekte nach IAS/IFRS zwar über sog. „prudential filters“ neutralisiert, jedoch absorbieren die aufsichtsrechtlichen Anpassungen nicht alle Eigenkapitaleffekte der Fair-Value-Bewertung. Wertschwankungen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten wirken sich unmittelbar auf die Höhe der Eigenmittel aus. In der Neubewertungsrücklage erfasste erfolgsneutrale Zeitwertgewinne werden zu 45 Prozent anerkannt.

Die erhöhten bankenaufsichtsrechtlich anerkannten Eigenmittel weiten das vergabefähige Kreditvolumen bzw. den potenziellen Umfang hinterlegungspflichtiger Risikoaktiva aus und verstärken den Trend – nicht zuletzt begünstigt dadurch, dass das IAS/IFRS-Ergebnis i. Allg. Grundlage für variable Managementvergütungsbestandteile ist –, weitere risikobehaftete Geschäfte einzugehen. Insbesondere unter den Grundsätzen von Basel I, wonach Risikoaktiva unabhängig von ihrem Risikogehalt einheitlich zu acht Prozent mit Eigenkapital zu hinterlegen waren, stieg die Bereitschaft zu zunehmend risiko- und renditeträchtigeren Engagements. In Niedrigzinsphasen kann zugleich bei einer steigenden Fremdfinanzierung – zur Refinanzierung des Aktivgeschäfts – über den Leverage-Effekt optimal die Eigenkapitalrentabilität „gehebelt“ werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Fair-Value-Bewertung während der Finanzmarktkrise ein und erläutert den Untersuchungsaufbau.

2 Die Rolle des Fair Value in der Finanzmarktkrise: Das Kapitel beleuchtet den Zusammenhang zwischen der Fair-Value-Bilanzierung und den krisenverstärkenden Effekten auf den Finanzmärkten, insbesondere durch die prozyklische Bewertung.

3 Fair Value als Wertkonglomerat in der internationalen Rechnungslegung: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Fair-Value-Begriffs und die Erläuterung der zugrunde liegenden Bewertungshierarchien.

4 Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten auf aktiven Märkten nach IFRS: Dieses Kapitel behandelt die Bewertungslogik unter normalen Marktbedingungen und setzt sich mit der Abgrenzung von aktiven Märkten sowie Notverkäufen auseinander.

5 Fair-Value-Bewertungsverfahren auf inaktiven Märkten: Es werden alternative Methoden wie marktbasierte Vergleiche, Index-Mapping und Discounted-Cashflow-Verfahren für Märkte mit geringer Liquidität analysiert.

6 Umwidmung von Finanzinstrumenten: Dieses Kapitel untersucht die Möglichkeiten und Konsequenzen der Umklassifizierung von Finanzinstrumenten, um Ergebniswirkungen der Fair-Value-Bewertung zu steuern.

7 Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten des Handelsbestandes gemäß BilMoG: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der nationalen Umsetzung der Zeitwertkonzepte im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

8 Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und die Problematik des Fair Value in Krisenzeiten reflektiert.

Schlüsselwörter

Fair Value, Finanzmarktkrise, Subprime-Krise, IFRS, IAS 39, BilMoG, Marktbewertung, Finanzinstrumente, illiquide Märkte, Bewertungsverfahren, Discounted-Cashflow, Bankenaufsicht, Eigenkapital, Rechnungslegung, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise und ihrer prozyklischen Auswirkungen auf das Finanzsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Fair-Value-Hierarchie, die Abgrenzung aktiver von inaktiven Märkten, die Identifikation von Notverkäufen ("forced transactions") sowie Bewertungsmethoden in illiquiden Märkten und die Umwidmung von Finanzinstrumenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Angemessenheit und krisenverstärkende Wirkung der Fair-Value-Bewertung zu bewerten und zu hinterfragen, ob diese Rechnungslegungsmethode für die Krisenbewältigung geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine kritische Literatur- und Praxisanalyse der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS), ergänzt durch die Auswertung relevanter Verlautbarungen des IDW und das aktuelle Umfeld des BilMoG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rolle des Fair Value in der Krise, die Bewertung auf aktiven Märkten, die Methoden zur Bewertung auf inaktiven Märkten sowie die Analyse von Bilanzierungseffekten durch Umwidmungen und die Implementierung im deutschen BilMoG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Fair Value, Finanzmarktkrise, Subprime-Krise, IFRS, Marktbewertung, illiquide Märkte und BilMoG.

Wie unterscheidet sich die Bewertung bei "forced transactions"?

Preise aus "forced transactions" (erzwungenen Notverkäufen) sollten gemäß der Analyse grundsätzlich nicht in das Fair Value Measurement einfließen, da sie nicht den Preis einer "orderly transaction" widerspiegeln.

Warum wird die Umwidmung von Finanzinstrumenten kritisch gesehen?

Die Umwidmung wird kritisch gesehen, da sie als bilanzpolitisches Gestaltungsmittel genutzt werden kann, um Eigenkapitalbelastungen durch Marktwertverluste zu vermeiden und den Ergebnisausweis krisenabhängig zu manipulieren.

Welche Rolle spielt das IDW in der Debatte?

Das IDW liefert fachliche Verlautbarungen, die als Ergänzung zur IASB-Auffassung dienen und die Berufsauffassung der deutschen Wirtschaftsprüfer reflektieren, insbesondere im Kontext der schwierigen Bewertungsfragen während der Subprime-Krise.

Was bedeutet der Paradigmenwechsel durch das BilMoG?

Der Paradigmenwechsel bezieht sich auf die Erweiterung des Realisationsprinzips im Handelsrecht, das nun auch für Kreditinstitute die Erfassung von Bewertungsgewinnen bei Handelsbeständen ermöglicht.

Final del extracto de 91 páginas  - subir

Detalles

Título
Kritische Würdigung der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten im Zuge der Subprime-Krise
Universidad
Leipzig University of Applied Sciences
Calificación
1,0
Autor
Marion Heinig (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
91
No. de catálogo
V142636
ISBN (Ebook)
9783640530496
ISBN (Libro)
9783640530205
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kritische Würdigung Fair-Value-Bewertung Finanzinstrumenten Zuge Subprime-Krise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marion Heinig (Autor), 2009, Kritische Würdigung der Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten im Zuge der Subprime-Krise, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142636
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