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Absolute Armut in Deutschland

Title: Absolute Armut in Deutschland

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 13 Pages , Grade: 2

Autor:in: Bachelor Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (Uni) Heike Meyer (Author)

Social Work
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Während einer Vorlesung fanden zwei Kommilitoninnen, dass es in Deutschland keine absolute Armut gibt. Sie erläuterten, wer in Mülltonnen nach Nahrung sucht, der bereichert sich zu¬sätzlich, denn es gibt genug Hilfsangebote für Bedürf-tige in Deutschland. Diese Hilfsangebote sind für Deutschland verpflichtend ge-setzlich festgelegt.

„Die Pflicht des Staates, Hilfsangebote anzubieten, lässt sich aus dem Grundge-setz ableiten: Aus Art. 1 GG - Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt – in Verbindung mit Art. 2 GG - dem Recht auf Leben - und dem Sozialstaatsgrundsatz - Art. 20 I GG - erwächst die Pflicht des Staates, ein menschenwürdiges Existenzminimum zu gewährleisten“ (WAGNER 2004: 54).

Sind die Gesetze in der Bundesrepublik Deutschland wirklich wie ein dichtes Netz, durch das keine Betroffenen durchfallen können? Und falls Betroffene durch das soziale Netz fallen, wer sind sie und warum werden sie nicht von den Hilfsangeboten aufgefangen? Haben sie selbst Schuld, weil sie nicht auf die Hilfs-angebote zugehen?

Diese Arbeit definiert zuerst die hier zugehörigen wichtigsten Grundbegriffe, um dann zu überprüfen, ob die deutschen Sozialgesetze ausreichende gesetzlich ver-ankerte Hilfe anbieten. In einem dritten Schritt wird untersucht, welche betroffe-nen Personengruppen durch das letzte soziale Netz fallen und worin die Ursache begründet ist. Dabei wird die These verfolgt, dass es trotz genügenden gesetzli-chen Vorschriften Menschen gibt, die durch das soziale Netz fallen und das es keine zusätzliche Bereicherung für Personen ist, wenn sie in Mülltonnen nach Nahrung oder Gebrauchsgegenständen suchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

3. Rechtliche Grundlagen

4. Betroffene

5. Ursachen

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der absoluten Armut in Deutschland, um der These zu widersprechen, dass in Deutschland lebende Menschen, die auf Hilfsmittel wie Mülltonnen angewiesen sind, sich damit unrechtmäßig bereichern. Dabei wird analysiert, inwieweit trotz bestehender gesetzlicher Sicherungssysteme Personengruppen durch das soziale Netz fallen und welche Ursachen für dieses Scheitern ausschlaggebend sind.

  • Differenzierung von Armutsbegriffen (relative, bekämpfte, absolute und extreme Armut)
  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen zur Existenzsicherung in Deutschland
  • Identifikation und Charakterisierung der von extremer Armut betroffenen Personengruppen
  • Untersuchung der Ursachen von Wohnungslosigkeit und Armutsspirale
  • Evaluation der Kooperation zwischen Betroffenen und sozialen Institutionen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Während einer Vorlesung fanden zwei Kommilitoninnen, dass es in Deutschland keine absolute Armut gibt. Sie erläuterten, wer in Mülltonnen nach Nahrung sucht, der bereichert sich zusätzlich, denn es gibt genug Hilfsangebote für Bedürftige in Deutschland. Diese Hilfsangebote sind für Deutschland verpflichtend gesetzlich festgelegt.

„Die Pflicht des Staates, Hilfsangebote anzubieten, lässt sich aus dem Grundgesetz ableiten: Aus Art. 1 GG - Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt – in Verbindung mit Art. 2 GG - dem Recht auf Leben - und dem Sozialstaatsgrundsatz - Art. 20 I GG - erwächst die Pflicht des Staates, ein menschenwürdiges Existenzminimum zu gewährleisten“ (WAGNER 2004: 54).

Sind die Gesetze in der Bundesrepublik Deutschland wirklich wie ein dichtes Netz, durch das keine Betroffenen durchfallen können? Und falls Betroffene durch das soziale Netz fallen, wer sind sie und warum werden sie nicht von den Hilfsangeboten aufgefangen? Haben sie selbst Schuld, weil sie nicht auf die Hilfsangebote zugehen?

Diese Arbeit definiert zuerst die hier zugehörigen wichtigsten Grundbegriffe, um dann zu überprüfen, ob die deutschen Sozialgesetze ausreichende gesetzlich verankerte Hilfe anbieten. In einem dritten Schritt wird untersucht, welche betroffenen Personengruppen durch das letzte soziale Netz fallen und worin die Ursache begründet ist. Dabei wird die These verfolgt, dass es trotz genügenden gesetzlichen Vorschriften Menschen gibt, die durch das soziale Netz fallen und das es keine zusätzliche Bereicherung für Personen ist, wenn sie in Mülltonnen nach Nahrung oder Gebrauchsgegenständen suchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit hinterfragt die gesellschaftliche Annahme, dass in Deutschland keine absolute Armut existiere und Bedürftige sich durch das Suchen in Mülltonnen lediglich bereichern würden.

2. Definitionen: Es erfolgt eine begriffliche Abgrenzung zwischen relativer, bekämpfter, absoluter und extremer Armut sowie eine Definition des Begriffs Obdachlosigkeit.

3. Rechtliche Grundlagen: Das Kapitel erläutert das deutsche Sozialleistungssystem (SGB II und SGB XII) und stellt die These auf, dass die Gesetze zwar ein dichtes Netz bilden, aber dennoch nicht alle Menschen erreichen.

4. Betroffene: Hier werden die besonders von Armut betroffenen Gruppen wie Obdachlose, Suchtkranke und Straßenkinder identifiziert und mittels Statistiken quantifiziert.

5. Ursachen: Dieser Teil untersucht die Gründe für das Hineingleiten in die Armut, unter anderem durch Abstiegsspiralen und eine gestörte Kooperation zwischen Bedürftigen und Hilfesystemen.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit bestätigt die eingangs aufgestellte These, dass absolute Armut trotz staatlicher Angebote existiert und fordert einen sachkundigeren Umgang mit dem Thema.

Schlüsselwörter

Absolute Armut, extreme Armut, Deutschland, Existenzminimum, Obdachlosigkeit, Sozialgesetzbuch, Armutsforschung, Wohnungslosigkeit, soziale Sicherung, Hilfssysteme, soziale Ausgrenzung, Abstiegsspirale, Grundgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Existenz absoluter und extremer Armut in Deutschland und setzt sich kritisch mit der Behauptung auseinander, dass Bedürftige sich durch das Suchen von Nahrung in Mülltonnen lediglich bereichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition verschiedener Armutsarten, die rechtlichen Rahmenbedingungen der staatlichen Existenzsicherung sowie eine Analyse der Ursachen und betroffenen Personengruppen von Obdachlosigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass trotz eines gut ausgebauten sozialen Netzes in Deutschland Menschen in absolute Armut fallen und dass dies keineswegs auf einer bewussten Bereicherungsabsicht basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und Forschungsberichte des Bundesministeriums.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Klärung, eine Erläuterung der Sozialgesetzgebung, eine Charakterisierung der betroffenen Gruppen und eine detaillierte Untersuchung der Ursachen, die zum Verlust des Wohnraums oder zum Abstieg in extreme Armut führen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Absolute Armut, Obdachlosigkeit, Existenzminimum, soziale Ausgrenzung, Abstiegsspirale und Hilfesysteme.

Was genau bedeutet der Begriff „extreme Armut“ laut dieser Arbeit?

Als extrem arm werden jene Menschen bezeichnet, die das soziokulturelle Existenzminimum deutlich unterschreiten und sich nicht mehr aus eigener Kraft aus ihrer Lebenslage befreien können, wobei oft Obdachlosigkeit oder Sucht eine Rolle spielen.

Warum fallen laut der Analyse Menschen trotz staatlicher Hilfen durch das soziale Netz?

Die Arbeit identifiziert als Hauptgrund eine Dysfunktion in der Kooperation zwischen dem Hilfesystem und den Betroffenen, wobei die Ursachen sowohl in der Hochschwelligkeit der Angebote als auch in der persönlichen Situation der Betroffenen liegen können.

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Details

Title
Absolute Armut in Deutschland
College
University of Lüneburg  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
General Studies
Grade
2
Author
Bachelor Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (Uni) Heike Meyer (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V142722
ISBN (eBook)
9783640539185
ISBN (Book)
9783640539925
Language
German
Tags
Absolute Armut Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (Uni) Heike Meyer (Author), 2006, Absolute Armut in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142722
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