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Ausarbeitung zum Thema: "Kloster Pegau"

Title: Ausarbeitung zum Thema: "Kloster Pegau"

Presentation (Elaboration) , 2006 , 6 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: B.A. Andreas Lilienthal (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Gründung des Klosters Pegau ist zurückzuführen auf das Leben Wiprecht von Groitzschs. Auf Grund der extrem kargen Literaturfundus zur Klostergeschichte, stützen sich die wenigen Darstellungen zur Klostergeschichte des Klosters St. Jakob in Pegau auf Abhandlungen und Lobeshymnen über das Leben Wiprecht von Groitzsch sowie auf Auszüge der Pegauer Analen (Annales Pegavienses) und auf Auswertungen des Pegauer Kapiteloffiziumsbuches.1
Bei aktuelleren Erscheinungen zum Thema sind vor allem die verschiedenen Ausführungen und Beiträge von Thomas Vogtherr zu empfehlen. Auch in Darstellungen anderer Klostergeschichten sind Verweise auf das St. Jakob Kloster zu Pegauer zu finden, so zum Beispiel in der Geschichte des Erfurter Peterskloster.2
Ebenfalls ein paar Querverweise auf das Kloster und seine Äbte sind in den Archiven der Leipziger Universität zu finden, da nachgewiesen werden konnte, dass eine Zahl der Äbte St. Jakobs an der Universität Leipzig immatrikuliert waren.3
In Pegauer Stadtgeschichte selbst findet man eher wenig informatives über das Kloster, da selbst der genaue Standort der Klosteranlage (siehe Anlage) nur vermutet wird.
Das Kloster selber galt damals als Bursfelder Reformationskloster.
Zusammengefasst sei zu bemerken, dass die meisten Information zur Klostergeschichte meist nur angenommen werden bzw. nicht hundertprozentig fundierte Aussagen sind, da auch die Genauigkeit und Wahrheitstreue der Lebensdarstellungen von Wiprecht von Groitzsch immer wieder angezweifelt werden können.
Diese Tatsachen gestalteten die Informationsrecherche ziemlich schwierig und mühsam.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wiprecht von Groitzsch

3. Gründung des Kloster Pegau

4. Äbtereihe des Klosters St. Jakob zu Pegau

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Gründung und Entwicklung des Klosters St. Jakob in Pegau, wobei der Fokus insbesondere auf der Rolle des Markgrafen Wiprecht von Groitzsch als Stifter liegt. Ziel ist es, die spärliche Quellenlage zu sichten und die Äbtereihe des Klosters wissenschaftlich einzuordnen.

  • Biografie und Wirken von Wiprecht von Groitzsch
  • Kirchenpolitische Hintergründe der Klostergründung
  • Lokalisierung und Baugeschichte der Klosteranlage
  • Rekonstruktion der Äbtereihe von der Gründung bis zur Reformation

Auszug aus dem Buch

3. Die Gründung des Kloster St. Jakob in Pegau

Wie im vorangegangen Kapitel beschrieben brannte Wiprecht von Groitzsch die Jacobskirche in Zeitz nieder, obwohl seine Feinde als Flüchtlinge in ihr Schutz gesucht haben. Nach seinen mörderischen Taten wollte beziehungsweise musste Wiprecht Buße tun. Er holte sich den Rat der Bischöfe Hartwig von Magdeburg sowie den Rat des Bischofs Werner von Merseburg, welche ihm Raten, eine Reise nach Rom zu unternehmen. Das Oberhaupt der Kirche, der Papst verlangte von ihm eine Wallfahrt nach Santiago di Compostela zu unternehmen. (…ad patriarcham Hyspaniensium…)5 Desweiteren soll er eine Kirche bauen, da er in Zeitz eine zerstört hat. Wiprecht von Groitzsch entscheidet sich dazu eine Kloster zu errichten, welches mit 6 Mönchen belegt werden soll. Nach seiner Rückkehr von seiner Wallfahrt überlegt er, wo ein geeigneter Platz sei für das geplante Kloster. Zu erst wollte man das Kloster in der Gegend um Groitzsch zu errichten, doch viele Faktoren sprachen dagegen, so zum Beispiel der Fakt, dass die Burg Groitzsch angegriffen werden könnte und das Kloster als Zuflucht für seine dienen könnte.

Die Wahl des Platz ist in den Pegauer Annalen festgehalten: „Dann geschah es, dass er diesseits des Elsterflusses, wo jetzt das Dorf Wolftitz bei dem Dorf Pegau (Bigaugiensis villa) liegt, weil diesseits der Straße ein hinreichend geeigneter und weiter Platz frei war, diesen für das große Werk bestimmte. Aber weil die öffentliche Straße (publica platea) für viele häufige Begehungen notwendig machte und dies den Dienern Gottes geschadet hätte, wurde auch dieser Rat als unbrauchbar aufgegeben. Und als er mit sorgfältiger alles ringsum gemustert hatte, erkannten sie einen Platz an der Westseite des Dorfes Pegau, wie wir glauben, als von Gott für dieses Werk vorbestimmt und hinlänglich geeignet. Er gehörte aber nicht ganz zu seiner Herrschaft. Ein gewisser Erpo hatte ein Gut (municipium) nahe dieser Stelle (contiguum). Er besaß keine Erben, war aber Wiprecht durch Verwandtschaft und Freundschaft sehr eng verbunden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die schwierige Quellenlage zur Geschichte des Klosters St. Jakob und benennt wichtige Forschungswerke.

2. Wiprecht von Groitzsch: Der Abschnitt beleuchtet den Lebensweg des Markgrafen Wiprecht, dessen Taten und politische Konflikte den Anstoß zur Stiftungsgeschichte gaben.

3. Gründung des Kloster Pegau: Dieses Kapitel schildert die Bußwege Wiprechts nach seiner Zerstörung der Jacobskirche in Zeitz und die konkrete Suche nach einem Standort für das neue Kloster.

4. Äbtereihe des Klosters St. Jakob zu Pegau: Der Autor präsentiert eine chronologische Liste der Äbte des Klosters, basierend auf den Handschriften des Kapiteloffiziumbuches.

Schlüsselwörter

Kloster Pegau, Wiprecht von Groitzsch, St. Jakob Kloster, Pegauer Annalen, Benediktinerkloster, Klostergründung, Mittelalter, Kirchengeschichte, Bußreise, Santiago de Compostela, Äbtereihe, Sächsische Geschichte, Kapiteloffiziumbuch, Siedlungsgeschichte, Klosterbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Historie des Klosters St. Jakob in Pegau, insbesondere mit dessen Entstehung durch den Markgrafen Wiprecht von Groitzsch.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Biografie des Stifters Wiprecht von Groitzsch, die baulichen und administrativen Hintergründe der Klostergründung sowie die Dokumentation der Äbtereihe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Aufarbeitung der fragmentarischen Quellenlage zu einem lokalen Klosterstandort, der historisch eng mit dem sächsischen Adel verknüpft ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Es handelt sich um eine historische Ausarbeitung, die sich auf Literaturanalysen, die Auswertung von Annalen (Annales Pegavienses) und zeitgenössische Handschriften stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Lebens von Wiprecht von Groitzsch, die Analyse der Gründungsumstände und die Auflistung der Äbte über die Jahrhunderte.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Kloster Pegau, Wiprecht von Groitzsch, Benediktinerkloster, Bußstiftung und mittelalterliche Klostergeschichte.

Warum musste Wiprecht von Groitzsch ein Kloster gründen?

Die Klostergründung diente als Bußhandlung für die Zerstörung der Jacobskirche in Zeitz und die Tötung der dort Zuflucht suchenden Personen.

Welche Rolle spielte der Ort Pegau für das Kloster?

Nachdem erste Standorte verworfen wurden, erwies sich ein Gelände an der Westseite von Pegau als ideal, welches durch einen lokalen Gutsbesitzer namens Erpo zur Verfügung gestellt wurde.

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Details

Title
Ausarbeitung zum Thema: "Kloster Pegau"
College
Technical University of Chemnitz  (Philosophische Fakultät)
Course
Mönchtum im Mittelalter
Grade
1,8
Author
B.A. Andreas Lilienthal (Author)
Publication Year
2006
Pages
6
Catalog Number
V142734
ISBN (eBook)
9783640539192
ISBN (Book)
9783640540150
Language
German
Tags
Kloster Pegau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Andreas Lilienthal (Author), 2006, Ausarbeitung zum Thema: "Kloster Pegau", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142734
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