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Gewalt in der Schule

Das schulumfassende Gewaltpräventionsprogramm nach Dan Olweus

Titel: Gewalt in der Schule

Seminararbeit , 2009 , 11 Seiten , Note: 10

Autor:in: Amadeo Raino (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Ausarbeitung sollen Gewaltpräventionsprogramme in Schulen vorgestellt werden. Dazu werde ich zu Beginn dieser Ausarbeitung erläutern, warum die Institution Schule überhaupt ein Ort der Gewalt ist und durch welche Parameter dies beeinflusst wird. Danach sollen auf dieser Grundlage Ansätze zur Gewaltprävention beschrieben und mit Hilfe eines Säulenmodells dargestellt werden. Anschließend werde ich dieses Säulenmodell der Gewaltprävention näher beleuchten und besonders auf die Maßnahmen, die von der jeweiligen Lehrkraft bei einem Auftreten von Gewalt ergriffen werden können, aufmerksam machen. Im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung werde ich versuchen, die Maßnahmen zur Gewaltprävention in drei Ebenen, nämlich die Schulebene, Klassenebene und die individuelle Ebene, einzuordnen und den Wirkungsbereich dieser Ebenen genau abzustecken. Zum Schluss soll diese Ausarbeitung durch Tipps für Lehrkräfte zur Gewaltprävention abgerundet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum ist auch die Schule ein Ort der Gewalt?

2.1. Folgen für die Gewaltprävention

3. Gewaltprävention auf drei Ebenen

3.1. Maßnahmen auf Schulebene

3.2. Maßnahmen auf Klassenebene

3.3. Maßnahmen auf individueller Ebene

4. Auswirkungen und Effekte des Interventionsprogramm

5. Tipps für Lehrkräfte

6. Quellen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Ausarbeitung analysiert das schulumfassende Gewaltpräventionsprogramm nach Dan Olweus, um zu erläutern, wie durch eine systematische Intervention auf verschiedenen Schulebenen Gewalt reduziert und ein positives Lernumfeld geschaffen werden kann.

  • Analyse der Schule als Entstehungsort von Gewalt
  • Strukturierung von Präventionsmaßnahmen in drei Ebenen (Schule, Klasse, Individuum)
  • Evaluierung der Auswirkungen und Effekte von Interventionsprogrammen
  • Ableitung von praxisorientierten Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte

Auszug aus dem Buch

3.2 Maßnahmen auf Klassenebene

Zu den Maßnahmen auf der Klassenebene gehören die schon genannten Klassenregeln, die den eigentlichen Kern des Programms bilden (vgl. Schubarth/Ackermann (Hrsg.) 2000: 90). Eine wichtige Säule für das Gelingen von Gewaltpräventionsprogrammen ist die Verständigung über einfache Regeln über Gewalt. Dies stellt eine wichtige Hilfe im Kampf gegen Gewaltprobleme dar und kann zur Schaffung eines positiven Sozialklimas in der Klasse beitragen (vgl. Schubarth 2000: 152f.). Diese Klassenregeln sollten gemeinschaftlich von der jeweiligen Lehrkraft und der Schülerschaft erarbeitet und demokratisch eingeführt werden. Dieses Vorgehen schafft bei den Schülerinnen und Schülern Akzeptanz und bietet gleichzeitig eine Legitimation (vgl. Olweus 2006: 83).

Eine weitere Möglichkeit, aggressivem Verhalten entgegenzuwirken, ist die Methode des kooperativen Lernens. Darunter versteht man eine Lernmethode, bei der Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen gemeinsam Aufgaben lösen, wobei eine gegenseitige positive Abhängigkeit zwischen den Schülern entsteht (vgl. Slavin 1995: 127). Die Methode hat sowohl günstige Auswirkungen auf Lernen und Leistung als auch auf Toleranz, Abbau von Vorurteilen und auf die Hilfsbereitschaft (vgl. Olweus 2006: 91f.). Die Methode des Gruppenpuzzles stellt zum Beispiel ein Element des kooperativen Lernens dar (vgl. Green et al. 2005: 15ff.). Kooperatives Lernen kann also bei einem Einbau in den Unterricht zu einer Erlangung einer Sozialkompetenz führen und somit auch zu einem positiven Klassenklima beitragen (vgl. Schubarth/Ackermann (Hrsg.) 2000: 90). Gute Möglichkeiten bieten natürlich auch gemeinsame Aktivitäten wie zum Beispiel Schulfeste, Klassenfahrten oder Schul-AGs. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, sich besser kennenzulernen und es bietet sich so die Möglichkeit zu einer stärkeren emotionalen Bindung im Klassenverband. Dies kann zu einer weiteren positiven Entwicklung des Klassen- und Schulklimas beitragen (vgl. Olweus 2006: 94; Heitmeyer/Schröttle (Hrsg.) 2006: 223f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Zielsetzung, die Schule als Gewaltort zu untersuchen und darauf basierend Präventionsansätze nach Dan Olweus in einem Säulenmodell darzustellen.

2. Warum ist auch die Schule ein Ort der Gewalt?: Analyse der Schule als Lebensraum, in dem negatives Schulklima und eine mangelhafte Lernkultur Gewalt begünstigen können.

2.1. Folgen für die Gewaltprävention: Erörterung, wie durch gezielte Präventionsmaßnahmen und eine verbesserte Lehrer-Schüler-Beziehung ein gewaltfreies Miteinander gefördert werden kann.

3. Gewaltprävention auf drei Ebenen: Darstellung des dreistufigen Ansatzes nach Olweus, der auf der Schul-, Klassen- und individuellen Ebene operiert.

3.1. Maßnahmen auf Schulebene: Beschreibung institutioneller Strategien wie Fragebogenerhebungen, verbesserte Pausenaufsicht und stärkere Einbindung der Eltern.

3.2. Maßnahmen auf Klassenebene: Fokus auf die Etablierung gemeinschaftlicher Klassenregeln und die Anwendung kooperativer Lernmethoden zur Stärkung der Sozialkompetenz.

3.3. Maßnahmen auf individueller Ebene: Untersuchung von Einzelgesprächen mit Betroffenen, Tätern und Eltern sowie weiterführende Interventionsmöglichkeiten bei Anpassungsschwierigkeiten.

4. Auswirkungen und Effekte des Interventionsprogramm: Auswertung der Wirksamkeit, die einen signifikanten Rückgang von Gewaltvorfällen und eine Verbesserung des sozialen Klimas belegt.

5. Tipps für Lehrkräfte: Zusammenstellung von praktischen Handlungsempfehlungen zur Etablierung eines gewaltfreien Stils und zur Unterstützung der Schülerentwicklung.

6. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Studien für die Ausarbeitung.

Schlüsselwörter

Gewaltprävention, Dan Olweus, Schule, Schulklima, Lernkultur, Interventionsprogramm, kooperatives Lernen, Klassenregeln, Sozialkompetenz, Lehrer-Schüler-Beziehung, Gewaltopfer, Gewalttäter, Konfliktlösungsstrategien, Schulentwicklung, Gewalt an Schulen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik von Gewalt an Schulen und stellt das schulumfassende Präventionsprogramm des norwegischen Psychologen Dan Olweus als Lösungsansatz vor.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Ursachen für Gewalt in Bildungseinrichtungen, die Struktur von Interventionsmaßnahmen und die Rolle des Schulklimas bei der Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Einordnung von Maßnahmen auf drei Ebenen Gewalt an Schulen effektiv reduziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien zu Gewaltpräventionsprogrammen, insbesondere den Ergebnissen der Längsschnittuntersuchungen von Dan Olweus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen von Gewalt und die detaillierte Vorstellung der dreistufigen Interventionsstrategie auf Schul-, Klassen- und individueller Ebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Gewaltprävention, Schulklima, Klassenregeln, kooperatives Lernen und Interventionsprogramm charakterisiert.

Wie wichtig sind Klassenregeln für den Erfolg des Programms?

Klassenregeln bilden den Kern des Programms auf Klassenebene; sie fördern durch ihre gemeinschaftliche Erarbeitung die Akzeptanz und sorgen für ein legitimiertes, gewaltfreies Miteinander.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Gewaltprävention?

Die Lehrkraft fungiert als gewaltfreies Vorbild, Ansprechpartner und Moderator, der aktiv ein positives Lernklima fördert und in Konfliktsituationen interveniert.

Was sind die messbaren Effekte des Olweus-Programms?

Die Anwendung des Programms führte laut vorliegender Analyse zu einem Rückgang des Gewaltproblems um etwa 50 Prozent, sowie zu einer allgemeinen Verbesserung der Disziplin und Ordnung.

Was wird bei einem Scheitern der regulären Maßnahmen empfohlen?

Als letzte Konsequenz, wenn alle anderen Maßnahmen fehlschlagen, sieht das Programm nach Olweus eine Versetzung des Täters oder einen Klassen- beziehungsweise Schulwechsel vor.

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Details

Titel
Gewalt in der Schule
Untertitel
Das schulumfassende Gewaltpräventionsprogramm nach Dan Olweus
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Sozial- und Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Gewalt in Institutionen und im öffentlichen Raum
Note
10
Autor
Amadeo Raino (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
11
Katalognummer
V142788
ISBN (eBook)
9783640519477
ISBN (Buch)
9783640520961
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dan Olweus Dan Olweus Gewalt Schule Gewaltprävention Prävention Präventionsprogramm Gewalt in der Schule Gewalt in der Schule und ihre Präventionsmöglichkeiten Präventionsmöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Amadeo Raino (Autor:in), 2009, Gewalt in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142788
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Leseprobe aus  11  Seiten
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