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Unternehmensfinanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften

Titel: Unternehmensfinanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften

Seminararbeit , 2009 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Benjamin Mayer (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland werden seit mehreren Jahren Absichten und Vorgehensweisen von Beteiligungsgesellschaften (BG) kontrovers diskutiert. Oft werden diese unter dem Begriff der Private-Equity-Gesellschaften (PEG) bekannten Finanzinvestoren in einen Topf mit Hedgefonds geworfen und in Öffentlichkeit, Medien und Politik entweder als „Heuschrecken“ geschmäht oder als „Sanierer“ gefeiert. Als Argumentationsgrundlage werden zumeist mehrere der zahlreich verfügbaren Studien und Beschreibungen von Einzelfällen bemüht. Während Kritiker reine Profitgier und kurzfristige Gewinnmaximierung anmahnen, heben Befürworter die positiven Wirkungen von Private-Equity (PE) auf Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum hervor.
Ungeachtet der Auswirkungen von PE ist jedoch festzuhalten, dass dieses mittlerweile eine wichitge Rolle als Finanzintermediär innehat und speziell für den Mittelstand von immer größer werdenden Bedeutung ist. Für mittelständische Firmen ist die Beteiligung eines Finanzinvestors zur sinnvollen Ergänzung, bisweilen sogar zur notwendigen Finanzierungsalternative neben dem traditionellen Bankkredit geworden. Gerade in Zeiten der gegenwärtigen Wirtschaftskrise, in denen Banken ihre Kreditvergabe reduzieren und Umsätze einbrechen, zeigen sich die Vorteile einer über ausreichend Eigenkapital gedeckten Unternehmensfinanzierung für die langfristige Existenzsicherung von Unternehmen.
Die Gestaltungsmöglichkeiten und Auswirkungen einer Unternehmensfinanzierung über BG werden im Rahmen dieser Arbeit diskutiert. Der besondere Fokus liegt dabei auf die am deutschen Markt tätigen, renditeorientierten BG, welche als kommerzielle Beteiligungsgesellschaften (kBG) bezeichnet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit

2 Begriffliche Grundlagen

2.1 Unternehmens- und Beteiligungsfinanzierung

2.2 Beteiligungsgesellschaften

2.3 Private-Equity und Venture-Capital

3 Gestaltungsmöglichkeiten der Finanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften

3.1 Lebensphasen der Finanzierung

3.2 Formen der Finanzierung

3.3 Weitere Merkmale der Finanzierung

3.4 Exit von Beteiligungsgesellschaften

4 Motive und Auswirkungen einer Finanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Auswirkungen der Unternehmensfinanzierung durch kommerzielle Beteiligungsgesellschaften (kBG) in Deutschland, um deren Rolle als alternative Finanzierungsquelle für Unternehmen in verschiedenen Lebensphasen zu beleuchten.

  • Grundlagen der Beteiligungsfinanzierung und Abgrenzung relevanter Begrifflichkeiten
  • Gestaltungsmöglichkeiten der Finanzierung über unterschiedliche Lebensphasen hinweg
  • Motive für die Inanspruchnahme von Beteiligungskapital aus Unternehmenssicht
  • Analyse der Auswirkungen, Chancen und Risiken einer kBG-Finanzierung
  • Exit-Strategien von Beteiligungsgesellschaften und deren Bedeutung

Auszug aus dem Buch

3.1 Lebensphasen der Finanzierung

Ein Unternehmen sieht sich in Abhängigkeit von der Lebenszyklus- bzw. Unternehmensphase verschiedensten Finanzierungsbedürfnissen bzw. -anlässen gegenüber. Hierfür haben sich unterschiedliche Formen und Merkmale einer Finanzierung über BG entwickelt, welche den entsprechenden Unternehmensphasen besonders Rechnung tragen und in den nachfolgenden Kapiteln 3.2 und 3.3 diskutiert werden. Abbildung 4 des BVK in Anlehnung an Schefczyk stellt den idealtypischen Entwicklungsverlauf eines Unternehmens anhand erzielter Gewinne, Kapitalzuführungsbedarf und Risiko des Kapitalgebers dar. Den Lebensphasen stehen dabei korrespondierende Finanzierungsphasen gegenüber.

Die Frühphasen der Finanzierung, auf welche sich VC-Gesellschaften spezialisiert haben, werden in Seed und Start up unterschieden. In der Seed Phase steht die Vorbereitung der Unternehmensgründung durch Finanzierung der Ausreifung von Ideen bis zur Marktreife im Vordergrund. Tätigkeitsschwerpunkte des PU sind daher Forschung und Produktentwicklung. In der anschließenden Start up Phase erfolgt im Kern die Finanzierung der Unternehmensgründung. Den Schwerpunkt bilden hier Produktionsvorbereitung und erste Marketingaktivitäten.

Die Spätphasen, welche PE i.e.S. zugeordnet werden, unterteilen sich in Expansion, Replacement, Turnaround, Bridge und Buy-outs. Als Expansion wird die Phase des Unternehmenswachstums durch Ausweitung von Produktion und Absatz bezeichnet. PU befinden sich hier bereits an der Gewinnschwelle. Bei dem Kauf von Unternehmensanteilen von Altgesellschaftern werden die vom Altgesellschafter bereitgestellten Mittel durch die von BG ersetzt (Replacement). Besteht Finanzierungsbedarf bei Unternehmen in der Krise (Ertrag, Liquidität oder Existenz) wird von Turnaround gesprochen. Ziel ist die wirtschaftliche Erholung und Wiedergewinnung der Profitabilität des Unternehmens. Die Bridge Phase beinhaltet im Wesentlichen die Brückenfinanzierung zur Vorbereitung von Börsengängen oder deren Verschiebung, sowie den Verkauf an Industrielle Investoren. Unter Buy-outs werden verschiedene Ausgestaltungen der Finanzierung eines Unternehmenskaufs zusammengefasst. Sie bilden den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit deutscher BG. Dieser kann durch das vorhandene (Management-Buy-Out, MBO) oder ein externes Management (Management-Buy-in, MBI) erfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einleitung führt in die kontroverse Diskussion um Beteiligungsgesellschaften ein und definiert die Zielsetzung, die Motive und Auswirkungen dieser Finanzierungsform für deutsche Unternehmen zu untersuchen.

2 Begriffliche Grundlagen: In diesem Kapitel werden wesentliche Begriffe wie Unternehmensfinanzierung, Beteiligungsgesellschaften sowie Private-Equity und Venture-Capital definiert und voneinander abgegrenzt.

3 Gestaltungsmöglichkeiten der Finanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften: Hier werden die verschiedenen Lebensphasen eines Unternehmens, spezifische Finanzierungsformen und weitere Merkmale wie Beteiligungsdauer und Exit-Kanäle detailliert beschrieben.

4 Motive und Auswirkungen einer Finanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften: Dieses Kapitel erörtert die Gründe für Unternehmen, kBG als Kapitalgeber zu wählen, und analysiert die daraus resultierenden Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen auf das Unternehmen.

5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Rolle der Beteiligungsfinanzierung im deutschen Mittelstand zusammen und bewertet die aktuelle Situation unter dem Einfluss von Wirtschaftskrise und Kreditverknappung.

Schlüsselwörter

Unternehmensfinanzierung, Beteiligungsgesellschaften, Private-Equity, Venture-Capital, Frühphasenfinanzierung, Spätphasenfinanzierung, Eigenkapital, Mezzanine-Kapital, Managementunterstützung, Exit-Strategien, Buy-out, Mittelstand, Kapitalmarkt, Finanzierung, Unternehmenswertsteigerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unternehmensfinanzierung durch kommerzielle Beteiligungsgesellschaften (kBG) in Deutschland und untersucht deren Möglichkeiten sowie Auswirkungen für Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Private-Equity und Venture-Capital, die verschiedenen Phasen der Unternehmensfinanzierung, die Motive der Unternehmen und die strategischen Aspekte der Zusammenarbeit mit Beteiligungsgesellschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle von kBG als Finanzintermediäre zu analysieren und aufzuzeigen, wie sie den Mittelstand bei Finanzierungsvorhaben unterstützen können, sowie kritische Erfolgsfaktoren zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die Auswertung von Statistiken des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) sowie die Darstellung von Finanzierungsmodellen anhand von Fallbeispielen und Abbildungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die begrifflichen Grundlagen, die Untersuchung der Finanzierungsmöglichkeiten in verschiedenen Lebensphasen, die Erläuterung von Exit-Kanälen sowie eine Analyse der Motive und Auswirkungen aus Unternehmenssicht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Private-Equity, Beteiligungsgesellschaften, Eigenkapital, Venture-Capital, Buy-out, Turnaround und Unternehmensfinanzierung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Seed- und Start-up-Phase wichtig?

Die Phasen unterscheiden sich maßgeblich in ihren Tätigkeitsschwerpunkten – von der Ideenreifung in der Seed-Phase bis hin zur Produktionsvorbereitung und Marktaktivität in der Start-up-Phase – was unterschiedliche Finanzierungsanforderungen bedingt.

Welche Exit-Kanäle stehen Beteiligungsgesellschaften zur Verfügung?

Zu den Exit-Kanälen zählen der Buy-back, Trade Sale, Secondary Purchase, Going Public sowie als letzte Möglichkeit die Liquidation oder Kündigung des Vertrages.

Wie beeinflusst die Wirtschaftskrise die Finanzierung durch kBG?

Die Krise führt zu einer Kreditverknappung bei Banken, was den Bedarf an Alternativen wie kBG zwar erhöht, jedoch leiden auch diese unter Liquiditätsengpässen und erschwerten Finanzierungsbedingungen, was den Abschluss von Investitionen erschwert.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unternehmensfinanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften
Hochschule
Hochschule Pforzheim
Note
1,7
Autor
Benjamin Mayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V142900
ISBN (eBook)
9783640519552
ISBN (Buch)
9783640521067
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Private Equity Venture Capital
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Mayer (Autor:in), 2009, Unternehmensfinanzierung über kommerzielle Beteiligungsgesellschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142900
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Leseprobe aus  26  Seiten
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