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Die Rolle der Frauenbewegung in der Entwicklung der Sozialen Arbeit. Eine historische Analyse von 1865 bis 1960

Title: Die Rolle der Frauenbewegung in der Entwicklung der Sozialen Arbeit. Eine historische Analyse von 1865 bis 1960

Term Paper , 2022 , 20 Pages

Autor:in: Antonia Niedermeier (Author)

Social Work
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Die Hausarbeit "Frauen und Soziale Arbeit" zielt darauf ab, die Bedeutung der bürgerlichen Frauenbewegung für die Entwicklung der Sozialen Arbeit als Berufsfeld zu untersuchen. Sie deckt einen Zeitraum von den Anfängen der Bewegung im Jahr 1865 bis zur neuen Frauenbewegung in den 1960er Jahren ab.

Sie beginnt mit der Entstehung der ersten bürgerlichen Frauenbewegung im Jahr 1865, beleuchtet ihre Entwicklung und schließt mit einem Blick auf die neue Frauenbewegung der 1960er Jahre. Im Fazit werden die wichtigsten Verknüpfungen zwischen der Frauenbewegung und der Entwicklung der Sozialen Arbeit zusammengefasst und die zentrale Fragestellung der Arbeit beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Entstehung der organisierten Frauenbewegung im Jahr 1865

1.1 Differenzierung von bürgerlicher und proletarischer Frauenbewegung

1.1.1 Die bürgerliche Frauenbewegung

1.1.2 Die proletarische Frauenbewegung

1.2 Differenzierung gemäßigte und radikale bürgerliche Frauenbewegung

1.2.1 Die gemäßigte Frauenbewegung

1.2.2 Die radikale bürgerliche Frauenbewegung

2 Von dem Gedanke der „geistigen Mütterlichkeit“ zur Sozialen Arbeit als Beruf

3 Alice Salomons Werdegang und ihre Rolle bei der Professionalisierung der Sozialen Arbeit

3.1 Professionalisierung und Ausbau der Sozialen Arbeit während des 1.Weltkriegs, der Weimarer Republik und den beginn des Nationalismus

3.1.1 Die Entwicklung während des 1. Weltkriegs

3.1.2 Die Entwicklung in der Weimarer Republik und den beginn des Nationalismus

4 Blick auf die Frauenbewegung der 1960er Jahre und Soziale Arbeit

Zusammenfassung & Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung der bürgerlichen Frauenbewegung für die Entstehung und Professionalisierung der Sozialen Arbeit in Deutschland. Hierbei liegt der Fokus auf der Forschungsfrage, welche Rolle die Frauenbewegung bei der Entwicklung sozialer Berufsfelder spielte, sowie auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept der „geistigen Mütterlichkeit“.

  • Die Entstehung und Differenzierung der bürgerlichen und proletarischen Frauenbewegung ab 1865.
  • Die fachliche und gesellschaftliche Bedeutung der „geistigen Mütterlichkeit“ für die Soziale Arbeit.
  • Alice Salomon als Schlüsselfigur der Professionalisierung und ihre Lehrplankonzepte.
  • Der Einfluss struktureller Veränderungen (1. Weltkrieg, Weimarer Republik) auf das Berufsfeld.
  • Kontinuitäten und Brüche zwischen der alten Frauenbewegung und der neuen Frauenbewegung der 1960er Jahre.

Auszug aus dem Buch

3. Alice Salomons Werdegang und ihre Rolle bei der Professionalisierung der Sozialen Arbeit

Alice Salomon wird am 19. April 1872 als Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin geboren. Ihre Familie war sehr konservativ eingestellt. Alice wuchs mit mehreren Geschwistern auf. Sie besuchte die Zimmermannsche Höhere Töchterschule, hat diese aber mit 15 Jahren beendet. Die Zeit von Ihrem 15. bis 20. Lebensjahr beschrieb Salomon später als unglücklich. Diese Zeit sollte ihren späteren Werdegang prägen, denn für Töchter der höheren Schicht war es im 19. Jahrhundert üblich ihre Zeit damit zu verbringen auf einen Ehemann zu warten, da es Frauen nicht gestattet war zu arbeiten oder zu studieren.

Aufgrund eines Unglücks musste Salomon später ihre kranke Mutter pflegen (vgl. Witt, 2005, o.S). Schon im Kindes- und Jugendalter besaß Alice Salomon ein Gespür gegenüber sozialer Ungleichheiten. So bemerkte sie, dass der soziale Status der Kinder in der Nachbarsfamilie weit unter dem der anderen Menschen in der Umgebung lag (vgl. Braches-Chyrek, 2013, S.214). 1893 schließt Salomon sich einer Mädchen- und Frauengruppe an, in welcher Jeanette Schwerin die Vorsitzende war. Die Mädchen- und Frauengruppe beschäftigte sich mit der sozialen Hilfsarbeit. 1899 erweiterte Jeanette Schwerin die sozialen Hilfsangebote und initiierte den ersten Jahreskurs zur beruflichen Ausbildung in der Wohlfahrtspflege.

Nachdem Jeanette Schwerin im Jahr 1899 verstarb, führte Alice Salomon diesen noch im selben Jahr durch. Alice Salomon wurde auch zur Vorsitzenden der Mädchen- und Frauengruppe gewählt und bestimmte maßgeblich bei der Entwicklung dieser Berufsausbildung in Deutschland mit. Dies war der Grundstein, der dafür sorgte, dass sie später zu einer der wichtigsten Wegbegleiterinnen der Sozialen Arbeit in Deutschland wurde (vgl. Amthor, 2003, S.259-260). Alice Salomon war Befürworterin der geistigen Mütterlichkeit und äußerte sich stets positiv über die verschiedenen Charaktereigenschaften von Mann und Frau (vgl. Ehlert, 2012, S.34). 1908 gründete Alice Salomon in Berlin eine soziale Frauenschule, diese wurde in Zusammenarbeit als Träger des Pestalozzi-Fröbel-Hauses mit dem Verein für Volkserziehung und der Mädchen- und Frauengruppen verbreitet (vgl. Amthor, 2003, S.260).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Entstehung der organisierten Frauenbewegung im Jahr 1865: Dieses Kapitel erläutert die Anfänge sowie die verschiedenen Strömungen der Frauenbewegung und beleuchtet die bildungspolitischen Forderungen dieser Zeit.

1.1 Differenzierung von bürgerlicher und proletarischer Frauenbewegung: Es wird der Unterschied zwischen bürgerlichen Frauenvereinen und der Arbeiterinnenbewegung bezüglich ihrer Zielsetzungen und sozialen Herkunft dargestellt.

1.1.1 Die bürgerliche Frauenbewegung: Dieses Unterkapitel fokussiert auf das Wachstum und die ideologischen Grundsätze der bürgerlichen Frauenvereine um die Jahrhundertwende.

1.1.2 Die proletarische Frauenbewegung: Der Text beschreibt das Streben der proletarischen Frauenbewegung nach Gleichheit und ihre Abgrenzung gegenüber privilegierten Organisationen.

1.2 Differenzierung gemäßigte und radikale bürgerliche Frauenbewegung: Das Kapitel analysiert die interne Aufspaltung innerhalb der bürgerlichen Frauenbewegung hinsichtlich Radikalität und politischem Forderungspotenzial.

1.2.1 Die gemäßigte bürgerliche Frauenbewegung: Hierbei werden die Ziele der gemäßigten Akteurinnen vorgestellt, die auf das Konzept der geistigen Mütterlichkeit setzten.

1.2.2 Die radikale bürgerliche Frauenbewegung: Dieses Kapitel thematisiert die radikaleren Forderungen nach politischer Gleichberechtigung und umfassenderem gesellschaftlichem Wandel.

2 Von dem Gedanke der „geistigen Mütterlichkeit“ zur Sozialen Arbeit als Beruf: Es wird die historische Konstruktion der geistigen Mütterlichkeit als Grundlage für das weibliche Berufsfeld der Sozialen Arbeit untersucht.

3 Alice Salomons Werdegang und ihre Rolle bei der Professionalisierung der Sozialen Arbeit: Das Kapitel widmet sich dem Leben Alice Salomons und ihrer Pionierarbeit bei der Etablierung einer professionellen Ausbildung.

3.1 Professionalisierung und Ausbau der Sozialen Arbeit während des 1.Weltkriegs, der Weimarer Republik und den beginn des Nationalismus: Hier wird der Einfluss politischer Umbrüche auf die Soziale Arbeit und deren zunehmende staatliche Anerkennung diskutiert.

3.1.1 Die Entwicklung während des 1. Weltkriegs: Fokus auf den steigenden Arbeitskräftebedarf und die daraus resultierende Notwendigkeit der formalen Qualifizierung.

3.1.2 Die Entwicklung in der Weimarer Republik und den beginn des Nationalismus: Analyse der Professionalisierung in der Weimarer Zeit und der Zerstörung dieser Fortschritte durch die NS-Ideologie.

4 Blick auf die Frauenbewegung der 1960er Jahre und Soziale Arbeit: Betrachtung der neuen Frauenbewegung und deren Kritik an tradierten Strukturen sowie die Entstehung feministischer Ansätze in der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Soziale Arbeit, Alice Salomon, geistige Mütterlichkeit, Professionalisierung, Emanzipation, bürgerliche Frauenbewegung, proletarische Frauenbewegung, Frauenstimmrecht, Geschlechtergerechtigkeit, Wohlfahrtspflege, 1. Weltkrieg, Weimarer Republik, feministische Sozialarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, welchen historischen Einfluss die bürgerliche Frauenbewegung auf die Entwicklung und Professionalisierung der Sozialen Arbeit in Deutschland genommen hat.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?

Zentrale Felder sind die Differenzierung zwischen verschiedenen Strömungen der Frauenbewegung (bürgerlich vs. proletarisch, gemäßigt vs. radikal), die Rolle der geistigen Mütterlichkeit und die Biografie von Alice Salomon.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, welche Rolle die bürgerliche Frauenbewegung für die Etablierung des sozialen Berufsfeldes spielte und welche Verknüpfungen zur heutigen Sozialen Arbeit bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturarbeit, der Auswertung historischer Quellen über Frauenbewegungen und der Betrachtung berufsgeschichtlicher Entwicklungen basiert.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung der Bewegung ab 1865, das Konzept der geistigen Mütterlichkeit, die Analyse von Alice Salomons Wirken sowie die Entwicklungen während und nach den Weltkriegen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Soziale Arbeit, Frauenbewegung, Professionalisierung, geistige Mütterlichkeit und Alice Salomon.

Welchen Einfluss hatte der 1. Weltkrieg auf die soziale Berufsausbildung?

Der Krieg führte zu einem gravierenden Mangel an Arbeitskräften und erforderte den massiven Ausbau sozialer Dienstleistungen, was die Etablierung formaler Ausbildungsstätten durch die Frauenbewegung forcierte.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der geistigen Mütterlichkeit heute?

Sie betont, dass dieses Konzept zwar historisch die Öffnung von Berufsfeldern für Frauen ermöglichte, gleichzeitig aber auch zur ökonomischen und gesellschaftlichen Abwertung des sozialen Berufs beitrug, die bis heute spürbar ist.

Inwiefern beeinflusste die NS-Zeit die professionelle Soziale Arbeit?

Die Nationalsozialisten lösten Strukturen des sozialen Berufs auf, ersetzten Methoden durch ideologische Inhalte und zwangen wichtige Pioniere wie Alice Salomon in die Emigration.

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Details

Title
Die Rolle der Frauenbewegung in der Entwicklung der Sozialen Arbeit. Eine historische Analyse von 1865 bis 1960
Author
Antonia Niedermeier (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1430481
ISBN (PDF)
9783346981349
ISBN (Book)
9783346981356
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Frauen Frauenbewegung 1865 Frauenbewegung 1960 neue Frauenbewegung Entwicklung Soziale Arbeit
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GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antonia Niedermeier (Author), 2022, Die Rolle der Frauenbewegung in der Entwicklung der Sozialen Arbeit. Eine historische Analyse von 1865 bis 1960, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1430481
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