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Rohstoff der Keramikherstellung

Töpfern - Materiallehre in Archäologie

Título: Rohstoff der Keramikherstellung

Trabajo Escrito , 2007 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ilja Saev (Autor)

Arqueología
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In dieser Arbeit wurde das Thema der Rohstoff des wichtigsten Fundgutes in Archäologie angesprochen Es wurden folgende Fragen erläutet: Ton als chemische Zusammensetzung, Magerung des Tons und deren Klassifikation, so wie die Bedeuthund der Rohstoffsdaten für Archäologie. Der Ton als ein Rohmaterial hat viele Eigenschaften, was ihn, sei es Paleolithikum oder heute, von anderen Materialien wie Holz, Stein oder Metall abgrenzt. Die Entwicklung der keramischen Erzeugnissen kennt keine Grenzen und die Richtungen der Entwicklung basieren sich wie vor 12 Tausend Jahren auf drei Bausteinen der Keramikherstellung: Rohmaterial, Brennvorgang und Technologie. Das Rohmaterial lässt sich in zwei Bestandteile unterteilen. Zu einem besteht er aus Ton als tragender Stoff, zum anderen befindet sich da die Magerung als Beimischung. Die natürlichen Tonvorkommen kann man meistens nicht direkt zum Keramikherstellung verwenden. Der Ton ist einfach zu „fett“ dafür und dementsprechend entstehen beim Trocknen mehrere Risse. Magerungszusätze können dies verhindern. Die Magerung teilt sich in natürliche und beigemischte Magerung. Diese verschiedene Magerungszusätze unterscheiden sich in wesentlichen als „physischer“ Stoff. Das gibt uns den Grund eine weitere Klassifizierung beizufügen: organische und mineralische Magerung. Der Wahl des Handwerkers zwischen organischen und mineralischen Magerung spiegelt sich wieder in den Funktion der hergestellten Gefäße. Die Klassifizierung nach der Dichte und Größe lässt die Tabelle von dem Magerungsanteil des Rohmaterials in Prozent zu entwickeln.
Die Rohstoffwahl für die Keramikherstellung gibt uns vielfältige Möglichkeiten der Differenzierung der archäologischen Kulturen nach geografische Lage (bzw. Ausbreitung), Zeitalter, technische (auch landwirtschaftliche) Entwicklung, gibt uns Auskunft über mögliche Handelskontakte und wahrscheinliche Konflikte.
Den Anhaltspunkt für die Rohstoffanalyse der Keramik stellt die Scherbenbeschaffenheit dar. Dabei sind vier Bestandteile von Bedeutung. Das sind: Überzug der Serben, Magerungskorn, Matrix (der Grundstoff) und beim Brennen erstandene Pore und Risse. Beim sachgerechten Umgang mit Daten über Rohstoff, stellt er in Rahmen der archäologischen Untersuchung eine unerschöpfliche Informationsquelle über die Kulturen dar. In manchen Fällen ist der Rohstoff einzige Quelle, die uns die wissenschaftsnachweisbaren Fakten über eine oder andere Aspekte der Kultur geben kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Rohmaterial - was ist das eigentlich?

2.1 Ton

2.2 Magerung

3. Bedeutung des Rohmaterials für die Archäologie

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit verfolgt das Ziel, die grundlegende Bedeutung des Rohmaterials bei der Keramikherstellung unter archäologischen Gesichtspunkten zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie die stoffliche Zusammensetzung des Tons sowie der gezielte Zusatz von Magerungsmitteln die technologischen Eigenschaften keramischer Erzeugnisse maßgeblich beeinflussen und welche Rückschlüsse dies auf kulturelle sowie handwerkliche Praktiken erlaubt.

  • Chemische und physikalische Grundlagen von Tonmineralen
  • Klassifizierung und Funktion verschiedener Magerungsarten (mineralisch/organisch)
  • Zusammenhang zwischen Materialwahl, Gefäßfunktion und Brenntechnologie
  • Bedeutung der Rohstoffanalyse für die archäologische Forschung
  • Methoden zur Untersuchung von Scherbenbeschaffenheit und Herkunftsnachweisen

Auszug aus dem Buch

2. Rohmaterial - was ist das eigentlich?

Das Rohmaterial lässt sich in zwei Bestandteile unterteilen. Zu einem besteht er aus Ton als tragender Stoff, zum anderen befindet sich da die Magerung als Beimischung.

2.1 Ton

„Tone sind die verwitterungs- Produkte silikathaltiger bzw. aluminiumhaltiger Gesteine“. Die Prozesse, die für Entstehung des Tones verantwortlich sind, sind mechanische und chemische Verwitterung, so wohl auch die Hydration (die Anlagerung der Wassermolekühlen gibt dem Ton die nötige Elastizität). Die chemische Verwitterung ist als Oxydierung den Aluminium und Silizium (so wohl auch anderen Elementen) vorzustellen und mechanische Verwitterung als die Vermischung deren Molekülen. Je nach Ausgangsgestein, Klima, Bildungsvorgang und Transport der Partikel durch Wind und Wasser kann die Zusammensetzung des Tons variieren. „Die reine Tonsubstanz ist das sogenannte Kaolinit (Al²O³ 2SiO² 2H²O), das sich im durchschnitt aus etwa 39,4% Aluminiumoxid (Al²O³), 46,6 % Siliziumoxid (SiO² - ´Kieselsäure´) und 14,0% Wasser (H²O) zusammensetzt.“ (siehe Abb. 1, f. 15) Interessant dabei ist, dass „Beim brennen der Keramik verdunstet nicht nur das … „Anmachwasser“, sonder auch das im Kaolinit chemischgebundene Wasser.“, was der Endproduktion die nötige Härte und Wasserdichte gibt. Die meisten Tone haben nur noch ca. ½ des Kaolins, die anderen Beimengungen geben dem Ton unterschiedlichstes Spektrum der Eigenschafen und Eignungen. Verschiedene Tone erhalten verschiedene Tonminerale. Allerdings ist die Korngröße des Tonminerals immer weniger als 0,002 mm. In Geologie wird Ton als „ein… festkörniges Lockergestein“ bezeichnet. Im Grundaufbau bestehen die Tonminerale aus Tetraeder- und Oktaederschichten (sieh Abb. 2, f.16). Zwischen den Schichten des Kristallgitters lagert sich das Wasser. „Gleichzeitig sind die Tonminerale von Wasser umgeben. Dadurch können sie leicht gegeneinander verschoben werden, halten aber senkrecht zur Blättchenrichtung einen festen Zusammenhang, vergleichbar mit dem Verhalten zweier nasser Glasplatten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Beständigkeit der Keramikherstellung und führt in die zentralen Bausteine Ton, Magerung und Brenntechnologie ein.

2. Rohmaterial - was ist das eigentlich?: Hier werden die chemischen Eigenschaften von Ton erläutert sowie die verschiedenen Arten der Magerung und deren Einfluss auf die Materialeigenschaften detailliert dargelegt.

3. Bedeutung des Rohmaterials für die Archäologie: Das Kapitel behandelt die archäologische Relevanz der Rohstoffwahl als Informationsquelle zur Differenzierung von Kulturen und deren technischer Entwicklung.

4. Schlussbemerkung: Der Autor resümiert die zentrale Rolle des Rohstoffwissens für die archäologische Forschung und betont den zukünftigen Stellenwert naturwissenschaftlicher Analysemethoden.

Schlüsselwörter

Keramikherstellung, Ton, Magerung, Tonmineral, Kaolinit, Archäologie, Brenntechnik, Keramiktechnologie, Gefäßfunktion, Rohstoffanalyse, Archäologische Kulturen, Scherbenbeschaffenheit, Neolithikum, Plastizität, Materialkunde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit den stofflichen Grundlagen der antiken Keramikherstellung, insbesondere mit Ton als Rohstoff und der Bedeutung von Magerungszusätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die mineralogische Zusammensetzung von Ton, die Klassifizierung von Magerungsmitteln nach Herkunft und physikalischer Wirkung sowie die archäologische Auswertung dieser Daten.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Rohstoffwahl des Handwerkers die Qualität und Funktionalität des Endprodukts bestimmt und welche Informationen sich daraus für archäologische Untersuchungen gewinnen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden primär fachliteraturbasierte Beschreibungen der chemischen und physikalischen Materialeigenschaften sowie deren archäologische Interpretation herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ton (chemische Zusammensetzung, Plastizität) und die detaillierte Klassifizierung der Magerung (organisch vs. mineralisch, Größe und Dichte).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ton, Magerung, Keramiktechnologie, Plastizität, Scherbenbeschaffenheit und archäologische Rohstoffanalyse.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „fettem“ und „magerem“ Ton wichtig?

Die Unterscheidung beschreibt die Plastizität des Materials; während „fetter“ Ton leicht reißt, sorgt der Zusatz von Magerung bei „magerem“ Ton für bessere Stabilität beim Trocknen und Brennen.

Inwiefern beeinflusst die Magerung die Funktion des Gefäßes?

Unterschiedliche Magerungen wurden gezielt gewählt, um die Festigkeit für Vorratsgefäße zu erhöhen oder bei Kochgefäßen durch Porenbildung eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Temperaturschwankungen zu erzielen.

Warum ist die Analyse von organischer Magerung archäologisch schwierig?

Organische Bestandteile verbrennen meist bei den Brenntemperaturen der archäologischen Keramik, sodass ihre Existenz heute oft nur noch indirekt über Hohlräume oder Abdrücke nachweisbar ist.

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Detalles

Título
Rohstoff der Keramikherstellung
Subtítulo
Töpfern - Materiallehre in Archäologie
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Ur- und Frühgeschichte)
Curso
Übung: Keramik in der Archäologie: Herstellungstechnik, Formkunde und soziale Bedeutung
Calificación
1,0
Autor
Ilja Saev (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
14
No. de catálogo
V143054
ISBN (Ebook)
9783640519934
ISBN (Libro)
9783640521937
Idioma
Alemán
Etiqueta
Keramik Ton Lehm Archäologie Herstellung Magerung Scherben Magerung Rohstoff
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ilja Saev (Autor), 2007, Rohstoff der Keramikherstellung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143054
Leer eBook
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