Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Media Pedagogy

Medien als Sozialisationsinstanzen

Title: Medien als Sozialisationsinstanzen

Term Paper , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B. A. Anett Michael (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Medien sind in unserer modernen Gesellschaft allgegenwärtig. Über Fernsehen, Radio, Internet und Co. strömen ständig Informationen auf uns ein. Aufgrund ihrer zunehmenden Portabilität sind Medien inzwischen oft zeit- und ortsunabhängig verfüg- und nutzbar.
Da Kinder und Jugendliche über ein großes Freizeitrepertoire verfügen, welches sie häufig zum Medienkonsum nutzen, stellt sich die Frage nach dem Einfluss von Medien auf den Sozialisationsprozess. Von Interesse ist hierbei auch, wie sich Heranwachsende den Umgang mit Medien überhaupt aneignen und inwiefern sie dabei von klassischen Sozialisationsinstanzen wie Lehrern und Eltern unterstützt oder gelenkt werden. Außerdem ist zu untersuchen, ob sich die Adoleszenten unvoreingenommen von Medieninhalten "berieseln lassen" oder sich gezielt Informationen aus den Medienangeboten filtern, die ihren Interessen und Persönlichkeitszügen entsprechen. Des Weiteren ist interessant, aus welcher Motivation heraus sich Sozialisanden1 Medien zuwenden und welche förderlichen oder nachteiligen Auswirkungen der Medienkonsum mit sich bringen kann.
Bevor Medienaneignung, -funktionen und -wirkung bei Heranwachsenden genauer betrachtet werden können, muss jedoch erst eine definitorische Basis geschaffen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Mediensozialisation – Theoretische Grundlagen

2 Medienaneignung und -nutzung

2.1 Selbst- und Fremdsozialisation im Umgang mit Medien

2.2 Vom Prägemodell zur subjektiven Aneignung von Medien

3 Funktionen der Medien für die Heranwachsenden

3.1 Situative Funktionen

3.2 Soziale Funktionen

3.3 Biografische/Ich-bezogene Funktionen

4 Wirkung von Medien auf die Sozialisanden

4.1 Positive Auswirkungen des Medienkonsums

4.2 Mögliche negative Folgen der Mediennutzung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Medien auf den Sozialisationsprozess von Kindern und Jugendlichen. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich Heranwachsende den Umgang mit Medien aneignen, inwiefern sie dabei durch klassische Sozialisationsinstanzen unterstützt werden und welche motivationale Grundlage sowie Auswirkungen – ob förderlich oder nachteilig – ihr Medienkonsum hat.

  • Grundlagen der Mediensozialisation
  • Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdsozialisation
  • Medienaneignung als aktiver Identitätsprozess
  • Situative, soziale und biografische Funktionen von Medien
  • Positive Potenziale und Gefahren des Medienkonsums

Auszug aus dem Buch

2.1 Selbst- und Fremdsozialisation im Umgang mit Medien

Wie bereits angemerkt, kann man beim Sozialisationsverständnis zwischen Selbst und Fremdsozialisation unterscheiden. Selbstsozialisation bei der Mediennutzung bezeichnet dabei die selbstständige Wahl von Medien und Medieninhalten durch die Heranwachsenden sowie das relativ freie Entscheiden über Medienrezeptionszeiten und –orte und das autonome Konstruieren der Bedeutung von Medieninhalten bei deren Nutzung. Dagegen beinhaltet Fremdsozialisation den Versuch anderer Personen oder Institutionen, den Medienumgang der Kinder und Jugendlichen hinsichtlich fremdbestimmter Zwecke zu steuern (Süss, 2007).

Mediensozialisationsforschung befasst sich mit dem Spannungsverhältnis beider Formen – Selbstsozialisation und bewusst gestalteter Erziehung (Fromme et al., 1999). Im Folgenden sollen beide Bereiche vertiefter betrachtet sowie ihr Verhältnis zueinander dargestellt werden.

Die autonome Medienwahl ist ein wichtiger Faktor der Selbstsozialisation. Damit sind Heranwachsende immer stärker konfrontiert, da eine immer dichter werdende Medienausstattung von Haushalten und anderen Lebensräumen zu beobachten ist (Süss, 2007). Nach Vollbrecht (2002) wachsen in modernen westlichen Gesellschaften die meisten Kinder und Jugendlichen in mediengesättigten Haushalten auf. Oft ist der Zugang zu verschiedenen Medien freigestellt – vor allem in den Kinderzimmern, die nach Süss einen „Ort besonderer Freiräume für den Medienumgang der Kinder“ (2007, S. 110) darstellen. Ein ähnliches Potenzial sieht auch Baacke (2003), der innerhalb seines sozialökologischen Ansatzes diese „eigene Welt“ als verräumlichten „Ausdruck der eigenen Interessen, Wünschen und Erwartungen des Jugendlichen“ (Vollbrecht, 2007, S. 101) beschreibt. So macht zum Beispiel ein eigener Fernseher im Kinderzimmer unabhängiger vom Familiengerät und der elterlichen Fernsehkontrolle (Vollbrecht, 2007). Studien zufolge nutzen Heranwachsende mit eigenen Medien in ihrem Zimmer diese länger als Sozialisanden ohne „Kinderzimmermedien“. Darüber hinaus sind ihnen weniger Grenzen bei der Wahl der Inhalte gesetzt (Süss, 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Allgegenwärtigkeit von Medien in der modernen Gesellschaft ein und wirft zentrale Fragen zum Einfluss auf Heranwachsende sowie zum Prozess der Medienaneignung auf.

1 Mediensozialisation – Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe „Medium“ und „Sozialisation“ und erläutert die Perspektiven von „Sozialisation durch Medien“ sowie „Sozialisation mit Medien“.

2 Medienaneignung und -nutzung: Hier wird das Spannungsfeld zwischen der autonomen Selbstsozialisation und der steuernden Fremdsozialisation sowie der Wandel von einem Prägemodell hin zu einer subjektiven Aneignung durch den Mediennutzer beleuchtet.

3 Funktionen der Medien für die Heranwachsenden: Das Kapitel kategorisiert die Bedeutung von Medien in situative, soziale und biografische bzw. Ich-bezogene Funktionen für die Persönlichkeitsentwicklung.

4 Wirkung von Medien auf die Sozialisanden: Hier werden sowohl die fördernden Kompetenzen, die durch Medien erworben werden können, als auch die Risiken wie Suchtverhalten und Realitätsverzerrungen diskutiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Jugendliche angesichts zunehmender Medienvielfalt auf einer Mischung aus Selbstsozialisation und begleitender Fremdsozialisation angewiesen bleiben, um eine gesunde Identität zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Mediensozialisation, Selbstsozialisation, Fremdsozialisation, Medienaneignung, Mediennutzung, Sozialisanden, Identitätsentwicklung, Medienkompetenz, Jugendmedien, Sozialisationsinstanzen, Medienpädagogik, Medienkonsum, Peergroups, Medienwirkung, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Medien als Sozialisationsinstanzen und analysiert, wie Kinder und Jugendliche den Umgang mit Medien erlernen und nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der Prozess der Medienaneignung, die verschiedenen Funktionen von Medien im Alltag Heranwachsender sowie die Wirkungen des Medienkonsums auf deren Entwicklung.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Heranwachsende ihren Medienumgang aneignen, welchen Einfluss diese Aneignung auf den Sozialisationsprozess hat und welche Rolle dabei Fremd- im Vergleich zur Selbstsozialisation spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit medienpädagogischen sowie sozialwissenschaftlichen Modellen und Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der Medienaneignung und -nutzung, die Einordnung der Medienfunktionen (situativ, sozial, biografisch) sowie die Diskussion der Wirkungen (positiv wie negativ).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediensozialisation, Selbst- und Fremdsozialisation, Identitätsentwicklung und Medienkompetenz geprägt.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Alpha- und Beta-Welt eine Rolle?

Die Einteilung nach Michael Millner dient dazu, die Vielfalt oder Einseitigkeit der Lebenswelt von Sozialisanden zu beschreiben, wobei Mängel in beiden Welten als besondere Belastung für die Entwicklung identifiziert werden.

Inwiefern beeinflussen Peergroups die Mediennutzung?

Peergroups fungieren als kollektive Sozialisationsinstanz, in der Medienpräferenzen geteilt und Identitäten ausgehandelt werden; dies kann förderlich sein, aber bei "falschen Gruppierungen" auch zu dysfunktionalen Mustern führen.

Warum bleibt Fremdsozialisation trotz Wertewandels relevant?

Aufgrund des Risikos einer Überforderung durch die enorme Medienvielfalt und möglicher Fehlentwicklungen (z.B. Sucht, Gewalt) wird ein gewisses Maß an elterlicher oder schulischer Begleitung als notwendig erachtet.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Medien als Sozialisationsinstanzen
College
Technical University of Chemnitz  (Philosophische Fakultät)
Course
Professur E-Learning und Neue Medien
Grade
1,0
Author
B. A. Anett Michael (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V143073
ISBN (eBook)
9783640520268
ISBN (Book)
9783640522040
Language
German
Tags
Medien Medienpädagogik Mediensozialisation Sozialisation Sozialisationsinstanzen Sozialisanden Kinder Jugendliche Heranwachsende Medienrezeption Beeinflussung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B. A. Anett Michael (Author), 2008, Medien als Sozialisationsinstanzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143073
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint