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Medienbild des Islam in Deutschland. Politik und Islam

Titel: Medienbild des Islam in Deutschland. Politik und Islam

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Eniz Brkić (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werde ich versuchen eine Antwort darauf zu geben, inwiefern und auf welche Art und Weise die Massenmedien das Islambild darstellen und "kreieren".

Medien sind unsere wichtigsten Informationsquellen, vor allem in Bezug auf Themen, zu denen uns der Zugang zu den entsprechenden Informationen fehlt. Während sie es uns ermöglichen, an Dingen teilzunehmen, die wir nicht direkt erleben, "kreieren" sie zugleich die Wahrnehmung dieser Dinge, und zwar mit zunehmender Quantität, denn die Sekundärerfahrung durch Medien nimmt ständig zu. Eine aktive Reflexion darüber muss vermehrt stattfinden, damit keine verzerrten Vorstellungen von "der Welt" entstehen.

Das Interesse an Islam seitens der deutschen Massenmedien intensivierte sich während der iranischen Revolution in den 80er Jahren. Die Informationen und Berichterstattung über den Islam in genannten Medien begrenzte sich vor diesem Ereignis weitgehend auf Randerscheinungen, z. B. die jährlich wiederkehrende Berichterstattung über den Ramadan (Fastenzeit) oder die Pilgerfahrt (Haddsch). Erst die Revolution im Iran mit Ayatollah Khomeini an der Spitze änderte dies schlagartig und ließ den Islam zu einem weltweit beachteten Medienthema werden, was er bis heute ist. Mit dieser Entwicklung einher ging allerdings auch zwangsläufig eine starke Politisierung des Islambildes, und, was man als Hauptproblem der derzeitigen Situation betrachten kann, eine Verengung der Themenauswahl, die wie bei fast keinem anderen Thema mit Fragen der Gewalt in Verbindung gebracht wird. Ungefähr jeder zweite Artikel oder Beitrag über den Islam thematisiert diese Religion im Kontext körperlicher Gewalt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Islambild in deutschen Medien

2.1 Zeigen und Ausblenden

2.2 Symbolbilder statt Informationen

2.3 Willkürliche Verknüpfung(en)

2.4 Metaphern, Stereotypen und Bedrohungsszenario

2.5 Verzerrte Perzeption und Islamfeindlichkeit als Resultat

2.6 Wege zur Deeskalation

3. Politik und Islam

3.1. Die Deutsche Islam Konferenz (DIK)

4. „Der Islam braucht eine Aufklärung“!!!

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie deutsche Massenmedien das Bild des Islam konstruieren und ob diese Darstellungsweise zur Entstehung und Verstärkung von Vorurteilen beiträgt. Ziel ist es, die Mechanismen der medialen Islambild-Prägung sowie die politische Instrumentalisierung dieser Thematik im Kontext der deutschen Integrationsdebatte kritisch zu hinterfragen.

  • Mediale Konstruktion von Islam-Wahrnehmungen
  • Gewaltfixierung in der Berichterstattung
  • Die Rolle der Deutschen Islam Konferenz (DIK)
  • Stereotypisierung und ihre gesellschaftlichen Folgen
  • Die populistische Forderung nach einer "Islam-Aufklärung"
  • Wege zur Deeskalation und journalistischen Selbstreflexion

Auszug aus dem Buch

2.1 Zeigen und Ausblenden

Die Wahl eines bestimmten Zeichens - Wort oder Bild - entscheidet darüber, auf welchen Wirklichkeitsausschnitt die Aufmerksamkeit gelenkt wird - und was ausgeblendet bleibt. Mensch und Medien konstruieren unter Verwendung von bestimmten Zeichen ständig Gegebenheiten und Erscheinungen, die nicht dem Erlebten entsprechen - auch wenn nur „Fakten“ berichtet werden. Da wir uns alle an dem orientieren, was wir schon zu „wissen“ meinen, ergibt sich unbemerkt eine Wiederholung derselben Ausschnitte, was den Eindruck von Echtheit und Authentizität noch verstärkt. Auf diese Weise entstehen Vorurteile und Stereotype, die pars pro toto für die ganze Wahrheit gehalten werden. Werden etwa im Zusammenhang mit dem Israel-Palästina-Konflikt allein die Gewaltakte erwähnt, die von beiden Seiten verübt werden, dann entfällt die Wahrnehmung der gewaltfreien Initiativen zur Überwindung des Konflikts sowie der Alltag der Menschen.

Es lässt sich auch feststellen, dass durch solcher Vorgehensweise in den vergangenen Jahren die Islamophobie in Deutschland deutlich zugenommen hat - vor allem durch äußere Ereignisse wie die Terroranschläge vom 11. September 2001.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung analysiert die wachsende Bedeutung von Massenmedien bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Islambildes und konstatiert eine einseitige Fixierung auf Gewaltkonflikte.

2. Das Islambild in deutschen Medien: Dieses Kapitel erläutert, wie durch selektive Berichterstattung, Symbolbilder und Stereotype eine verzerrte Wahrnehmung des Islam entsteht, die in Islamfeindlichkeit münden kann.

3. Politik und Islam: Der Autor untersucht hier die politische Einflussnahme auf das Islambild, insbesondere durch die Deutsche Islam Konferenz, und kritisiert die Forderung nach einer staatlich gelenkten Assimilation.

4. „Der Islam braucht eine Aufklärung“!!!: Dieses Kapitel hinterfragt die mediale und politische Forderung nach einer "Aufklärung" des Islam und stellt diese dem historischen Kontext der europäischen Aufklärung gegenüber.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine stärkere Selbstkritik und eine Abkehr von der gewaltfixierten Berichterstattung notwendige Schritte für ein besseres Miteinander sind.

Schlüsselwörter

Islam, Medienkritik, Islamfeindlichkeit, Stereotype, Deutsche Islam Konferenz, Gewaltfixierung, Aufklärung, Repräsentation, Integrationsdebatte, Medienethik, politische Agenda, Parallelgesellschaften, Minderheiten, Islamophobie, Diskursanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Art und Weise, wie Medien in Deutschland den Islam darstellen und welche Auswirkungen diese Berichterstattung auf das gesellschaftliche Klima hat.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Hauptthemen umfassen die journalistische Auswahl der Realitätsausschnitte, die Verwendung von Symbolbildern, das Feindbild Islam und die politische Instrumentalisierung in der Islamkonferenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, durch die Medien eine vorurteilsbeladene Sicht auf Muslime "kreieren", sowie eine kritische Reflexion über die Proportionen und Qualität der Berichterstattung anzuregen.

Welche methodische Herangehensweise wird verfolgt?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien und Medienberichterstattung, ergänzt durch medientheoretische Konzepte zur Konstruktion von Wirklichkeit.

Was steht im Zentrum des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medienwissenschaftliche Analyse der Bildsprache und Rhetorik sowie eine politikwissenschaftliche Betrachtung des staatlichen Umgangs mit dem Islam in Deutschland.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Mediale Konstruktion, Islamfeindlichkeit, Stereotypisierung, mediale Gewaltdarstellung und das Spannungsfeld zwischen Integration und Assimilation.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Fernsehens?

Der Autor kritisiert insbesondere die öffentlich-rechtlichen Sender, da diese trotz Bildungsauftrag oft zur negativen Verzerrung und Gewaltfixierung bei der Darstellung islamischer Themen beitragen.

Warum wird die Forderung nach einer "Aufklärung des Islam" kritisiert?

Sie wird als unangebrachte Gleichsetzung des Islam mit der mittelalterlichen Kirche gewertet, die den historischen Kontext ignoriert und lediglich als Legitimation für Assimilationsforderungen dient.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienbild des Islam in Deutschland. Politik und Islam
Hochschule
Universität Osnabrück  (Institut für Islamische Theologie)
Veranstaltung
Politisches System und Gesellschaftsstruktur Deutschlands
Note
1,0
Autor
Eniz Brkić (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1430822
ISBN (PDF)
9783346981813
ISBN (Buch)
9783346981820
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Medien Medienbild des Islam Deutschland Deutsche Islam Konferenz (DIK) Islamfeindlichkeit Politik und Islam Deeskalation Aufklärung Verzerrte Perzeption
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eniz Brkić (Autor:in), 2020, Medienbild des Islam in Deutschland. Politik und Islam, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1430822
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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