Bewegungsanalytische Untersuchung zur Veränderung des Laufbildes bei muskulärer Ermüdung


Examensarbeit, 2009

106 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stand der Forschung
2.1 Bewegungsstruktur des Laufens
2.1.1 Schrittstruktur und Körperwinkel
2.2 Muskelaktivität beim Laufen
2.2.2 Muskelaktivität in den Bewegungsphasen
2.2.3 Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus
2.2.4 Die Abrollbewegung
2.3 Qualitätsmerkmale der Lauftechnik
2.3.1 Ökonomie der Laufbewegung
2.3.2 Effizienz der Lauftechnik
2.3.3 Gesundheitsorientierte Lauftechnik
2.4 Laufverletzungen und Lauftechnik
2.5 Ermüdung
2.5.1 Sportspezifische Definitionsansätze der Ermüdung
2.5.2 Komplexität des Ermüdungsphänomens
2.5.3 Ermüdung und Erschöpfung
2.5.4 Zentrale Ermüdung
2.5.5 Periphere Ermüdung
2.5.6 Kompensation von Ermüdung
2.5.7 Ermüdung durch Radergometrie
2.6 Laufen bei Ermüdung
2.6.1 Einfluss der Ermüdung auf die Muskelaktivität
2.6.2 Einfluss der Ermüdung auf kinematische Parameter der Laufbewegung
2.6.3 Trainierte versus untrainierte Läufer
2.6.4 Rad-Lauf-Kopplung

3 Fragestellung

4 Methodik
4.1 Versuchsaufbau
4.1.1 Bewegungsanalyseverfahren
4.1.2 Laufband versus fester Untergrund
4.1.3 Aufnahmetechnik und Rahmenbedingungen
4.2 Versuchsdurchführung
4.2.1 Probanden
4.2.2 Anbringen der Marker
4.2.3 Ablauf des Versuchs
4.3 Auswertung
4.3.1 Merkmalsstichproben
4.3.2 Statistische Auswertung

5 Ergebnisse
5.1 Signifikante Unterschiede
5.2 Nicht-signifikante Tendenzen
5.3 Leichtathleten versus Triathleten

6 Diskussion
6.1 Ergebnisdiskussion
6.1.1 Belastungs-Beanspruchungs-Problematik
6.1.2 Ökonomie der Laufbewegung
6.1.3 Rad-Lauf-Kopplung
6.2 Methodendiskussion

7 Schlussfolgerung

8 Zusammenfassung

9 Literatur

10 Anhang

1 Einleitung

Die biomechanische Analyse von Lokomotionsbewegungen hat eine lange Tradition. Bereits Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) koppelte seine Interessen in Mathematik, Mechanik, Physiologie und Zoologie und verfasste eine Abhandlung zur Bewegung der Tiere. Er entwickelte ein erstes Verständnis des Gangs und beschrieb bereits die Funktion von Muskeln und Knochen für die Bewegung. Erstaunlicherweise erklärte er schon damals die Entstehung von Bodenreaktionskräften („...For just as the pusher pushes, so the pusher is pushed …“1 ). Nach dem wissenschaftlich auf diesem Gebiet wenig fortschrittlichen Mittelalter wurde das Interesse am Verständnis von Natur und Bewegung in der wissenschaftlichen Revolution des 17. Jahrhunderts wieder aufgegriffen. So untersuchte Galileo neben anderen auch biomechanische Themen wie „Der Sprung des Menschen“, „Der Gang von Pferden und Insekten“, aber auch „Die Form, die Struktur und die Festigkeit biologischer Materialien“. Die Anpassung biologischer Strukturen an verschiedene mechanische Belastungen in Form und Struktur werden prinzipiell bereits in dieser Zeit erkannt.2

Diese Erweiterung biomechanischer Fragestellungen ist heute zentraler Problemgegenstand biomechanischer Forschung: Welche Effekte haben Kräfte, die an und in biologischen Strukturen wirken? Effekte können dabei die Bewegung der Körperteile, aber auch die biologische Reaktion in Form von Zerstörung oder Materialanpassung sein. Diese Thematik ist aktuell wissenschaftlich und gesundheitspolitisch hoch relevant. Dabei ist die Analyse der Belastung und letztlich der Beanspruchung biologischer Strukturen sowie der Antwort dieser Strukturen auf die einwirkenden Kräfte eine zentrale Aufgabe der biomechanischen Forschung.

Ein Aspekt dieser Herausforderungen für die biomechanische Forschung, der insbesondere in gesundheitlicher Hinsicht besondere Bedeutung hat, ist die genauere Analyse von Ermüdungsprozessen und deren Einfluss auf die Belastung beziehungsweise (bzw.) Beanspruchung biologischer Strukturen wie dem Sehnen- Muskel-Komplex und den passiven Strukturen des Bewegungsapparates. Immer wieder zeigen Statistiken, dass -insbesondere in Spielsportarten- die Mehrzahl auftretender Verletzungen der unteren Extremitäten ohne gegnerische Fremdeinwirkung und vermehrt gegen Ende der Belastung bzw. des Spiels geschehen.3 Dieses Phänomen lässt vermuten, dass nicht eine externe Krafteinwirkung, sondern vielmehr eine defizitäre Ansteuerung der gelenkstabilisierenden Muskulatur zu einer Überlastung und letztlich zu einer Verletzung führt. Eine Ursache dafür wird in der muskulären Ermüdung der Sportler vermutet.

Ähnliches gilt auch für Verletzungen bzw. Beschwerden im Laufsport, der sich als Ausdauersport seit den 80er Jahren (Läufer-Boom) zunehmend auch in Mitteleuropa großer Beliebtheit erfreut, wie steigende Teilnehmerzahlen großer Marathonläufe belegen.4 Auf die Volksgesundheit generell gesehen hat dies sicher überwiegend positiven Einfluss. Dennoch geht damit auch eine große Zahl an akuten Verletzungen und chronischen Schäden einher. Je nach Studie verletzen sich zwischen 27 und 70% der Läufer in einem Zeitraum von einem Jahr.5 Ist die Ursache bei akuten Laufverletzungen meist relativ schnell eingrenzbar, so ist die Suche nach den Gründen laufbedingter Sportschäden schon deutlich schwieriger. Hier wird neben Einflussgrößen wie Trainingsvariablen (Umfang, Gelände, u.a.) oder anatomischen Bedingungen, wie Fußdeformitäten, auch der Einfluss ermüdungsbedingter Veränderungen des Laufbildes diskutiert.

Die vorliegende Studie wird diese Veränderungen anhand kinematischer Kenngrößen der Laufbewegung analysieren. Dazu werden Laufbewegungen vor und nach einer ermüdenden Radergometer - Belastung miteinander verglichen. Um einen Aspekt zu beleuchten, der in der bisherigen Forschung noch wenig Berücksichtigung fand, ist das Untersuchungsdesign auf den Vergleich zweier Probandenkollektive mit unterschiedlicher Lauferfahrung ausgerichtet. Die dahinter stehende Frage ist, ob Läufer mit profunder Lauferfahrung eher in der Lage sind, Ermüdungsprozesse hinsichtlich der Bewegungsausführung zu kompensieren als unerfahrene Läufer, bzw. umgekehrt, ob sich die Laufbewegung untrainierter Läufer bei gegebener Ermüdung stärker verändert als bei trainierten Läufern.

Ermüdungsbedingte Veränderungen der Laufbewegung sind über die Gesundheitsproblematik hinaus unter dem Aspekt der Laufökonomie für die Laufleistung relevant. So zeigt sich während des Laufens bei Ermüdung ein im Vergleich zu einem Kontrolllauf erhöhter Energieverbrauch. Dies gilt im Besonderen für die Laufbewegung nach einer Radbelastung, wie sie beispielsweise im Duathlon oder Triathlon vorkommt. Die Analyse ermüdungsbedingter Veränderungen des Laufbildes kann einen Beitrag zur Klärung der Frage leisten, inwieweit kinematische Veränderungen im Bewegungsablauf zu einem erhöhten Energieverbrauch beitragen können.

Um gemessene kinematische Parameter der Laufbewegung als Effekt von an biologischen Strukturen wirkenden Kräften zu verstehen, wird der Bewegungszyklus der Laufbewegung in Kap. 2 zunächst strukturell und funktionell-anatomisch beschrieben. In der Folge wird die Laufbewegung unter bewegungsökonomischen Aspekten betrachtet und hinsichtlich der Entstehung von Laufverletzungen und - beschwerden erörtert. Im Weiteren rückt das Phänomen „Ermüdung“ und dessen Einfluss auf die Laufbewegung stärker in den Mittelpunkt. Ausgehend von Ergebnissen bisheriger Studien werden in Kap. 3 Hypothesen formuliert, die durch den ab Kap. 4 dargestellten Versuch überprüft werden.

2 Stand der Forschung

Die Aufarbeitung des Forschungsstandes setzt bei einer funktionellen Beschreibung der Laufbewegung an. Anschließend wird der Bewegungsablauf auf muskulärer Ebene analysiert. Nach diesen ersten Grundlagen werden Qualitätsmerkmale der Lauftechnik herausgestellt und Forschungsergebnisse zur Korrelation zwischen kinematischen Kenngrößen und der Ökonomie der Laufbewegung zusammengetragen. Anschließend nähern sich die Ausführungen durch die Erläuterung der Ermüdungsthematik der eigentlichen Fragestellung dieser Arbeit. Letztlich wird der aktuelle Erkenntnissstand bezüglich ermüdungsbedingter Veränderungen des Laufbildes dargestellt.

2.1 Bewegungsstruktur des Laufens

Die Lokomotion Laufen zählt zu den zyklischen Fortbewegungsarten. Diese sind durch die mehrmalige Wiederholung des gleichen Bewegungszyklus ohne dazwischen geschaltete Pause gekennzeichnet.

Zum Zweck der Analyse einzelner Bewegungsmerkmale ist es hilfreich, zyklische Bewegungen in einzelne Phasen zu unterteilen. Dazu können rein zeitliche, zeitlich- funktionelle oder rein funktionelle Kriterien angelegt werden. Bezüglich der Laufbewegung haben sich - basierend auf unterschiedlichen Messverfahren - verschiedene Modelle der Phasenstruktur entwickelt.6 Im deutschsprachigen Raum findet das Vier-Phasen-Modell nach BAUERSFELD/SCHRÖTER (1992) die häufigste Anwendung.7 In diesem Modell wird der Bewegungsablauf in eine vordere und hintere Stützphase, sowie in eine hintere und vordere Schwungphase unterteilt:

Die vordere Stützphase (VST)

Die vordere Stützphase (Amortisationsphase) beginnt mit dem Fußaufsatz, der auf dem Rückfuß, Mittelfuß oder Vorfuß erfolgen kann. Daraufhin wird im weiteren Abrollvorgang das Kniegelenk des Stützbeins weiter gebeugt. Da die Knieextensoren in dieser Phase unter Einwirkung der Körpergewichtskraft gedehnt werden, spricht man im Zusammenhang mit der VST häufig auch von der exzentrischen Phase. Die VST endet am Übergang von der Kniebeugung zur Kniestreckung bzw. nach dem Erreichen des Vertikalmoments, also dem Moment an dem der Körperschwerpunkt (KSP) senkrecht über dem Stützpunkt des Körpers liegt (= Mittelstütz). Funktionell entscheidend für die Dauer der vorderen Stützphase ist der Beugegrad und die Beugegeschwindigkeit des Kniegelenks.

Die hintere Stützphase (HST)

Als hintere Stützphase bezeichnet man die Phase vom Vertikalmoment bis zum Lösen des Fußes vom Boden. Funktionell charakteristisch ist hier die konzentrische Muskelarbeit der Knieextensoren.

Die hintere Schwungphase (HSW)

Anschließend an die hintere Stützphase beginnt die hintere Schwungphase mit dem Verlassen des Fußes vom Boden und endet am Übergang von der Kniebeugung zur Kniestreckung des Schwungbeins.

Die vordere Schwungphase (VSW)

Die VSW erstreckt sich von der Kniestreckung des Schwungbeins bis zum ersten Bodenkontakt des Fußes. Beim Nachvornschwingen des Beins nimmt die Kniebeugung stetig ab und die Hüftbeugung stetig zu.

In der VST wird der Körper des Läufers über die Stützstelle „gezogen“, in der HST „stößt“ der Läufer den Körper in Laufrichtung ab. Die Funktion der HSW ist in der Minimierung des Trägheitsmoments des Schwungbeins sowie in der muskulären Vorspannung der Hüftbeuger und Kniestrecker zu sehen. In der VSW wird ein Bewegungsimpuls in Laufrichtung erzeugt, durch dessen Abbremsen eine Vorspannung der Hüftstrecker bewirkt wird. Zusätzlich führen die Beinbewegungen in den Schwungphasen infolge des Gegenwirkungsprinzips zu einer Erhöhung der Stützkräfte.

Die Schwungbewegung der Arme wird gegengleich zu den Beinen ausgeführt. Dadurch werden die bei der Beinbewegung entstehenden Drehmomente zur Verdrehung des Oberkörpers kompensiert. Weiterhin bewirkt die Armbewegung eine geringere transversale und sagittale Oszillitation des Körperschwerpunkts (KSP).8

Für die folgenden Ausführungen soll das Vier-Phasen-Modell die bewegungsstrukturelle Orientierungsgrundlage darstellen. Bewegungsanalytische Beobachtungsschwerpunkte der vorliegenden Untersuchung sind vor allem der Fußaufsatz zu Beginn der vorderen Stützphase, das Vertikalmoment (Mittelstütz) am Übergang zwischen vorderer und hinterer Stützphase, sowie der Fußabdruck am Ende der hinteren Stützphase. Darüber hinaus werden Schrittlänge und Schrittfrequenz sowie die in Abb. 2.1 dargestellten Parameter „Abdruckweite“ und „Stemmweite“ zur genaueren Differenzierung der Schrittstruktur relevant sein.

2.1.1 Schrittstruktur und Körperwinkel

Die mittlere Laufgeschwindigkeit v wird aus dem Produkt von mittlerer Schrittlänge l und der mittleren Schrittfrequenz f bestimmt:

v = l · f

Die Schrittlänge ergibt sich dabei aus der Summe folgender Teilweiten:9

Abdruckweite: horizontaler Abstand zwischen KSP und Fußspitze beim Lösen des Fußes;

Stemmweite: horizontaler Abstand zwischen KSP und Fußspitze bei Fußaufsatz;

Flugweite: horizontaler Weg des KSP während der Flugbewegung;

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.1 Gliederung der Schrittlänge (Simon 1998, S.15)

2. Stand der Forschung

Durch die Betrachtung von Körperhaltung und Gelenkwinkeln ist die Laufbewegung genauer analysierbar. Grundlage ist ein vereinfachtes Körpermodell, das durch die Markierung entsprechender Bewegungsachsen entsteht und so Informationen über die Bewegung einzelner Gelenke bzw. über die Körperhaltung liefert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.2 Körperlage- und Körpergelenk- winkel (NEUMANN/ HOTTENROTT 2002, S.79)

2.2 Muskelaktivität beim Laufen

2.2.1 Funktionell- anatomische Betrachtung

Komplexe Bewegungsabläufe wie das Laufen sind das Resultat des Zusammenwirkens vieler verschiedener Muskeln, die je nach Bezugs- und Zeitpunkt in koordiniertem Rollenwechsel synergistisch bzw. antagonistisch arbeiten. Da die Aktivität jedes einzelnen Muskels synergistische beziehungsweise antagonistische Folgereaktionen auslöst lässt sich die Laufbewegung kaum durch die Nennung aller beteiligten Muskeln funktionell beschreiben. Für das generelle Verständnis der komplexen Muskelarbeiten beim Laufen ist es daher sinnvoll, die einzelnen Muskeln zu übergeordneten Funktionseinheiten, sogenannten Muskelschlingen, zusammenzufassen. Primär aufschlussreich ist die genauere Betrachtung der Beuge- und Streckschlingen der unteren Extremitäten:

Die Beugeschlinge überzieht ventral das obere Sprunggelenk, führt nach dem Kniegelenk dorsal auf der Oberschenkelrückseite entlang und zieht ventral über das Hüftgelenk.

Für die Beugung des oberen Sprunggelenks (Dorsalflexion) ist der vordere Schienbeinmuskel Musculus (M.) tibialis anterior und der lange Zehenstrecker M. extensor digitorum longus verantwortlich.10 Das Kniegelenk wird durch die hintere Oberschenkelmuskulatur (Musculi ischiocrurales11 ), unterstützt vom Schneidermuskel (M. sartorius), gebeugt. Der M.iliopsoas (Hüftlendenmuskel) beugt gemeinsam mit dem M.rectus femoris das Hüftgelenk. Bei Ganzkörperbewegungen wie dem Laufen setzt sich die Beugeschlinge der unteren Extremitäten über die Bauchmuskulatur und die Muskulatur der oberen Extremitäten fort. Der Beugeschlinge entgegengesetzt zieht die Streckschlinge dorsal über das obere Sprunggelenk, verläuft ventral über das Kniegelenk und dorsal über das Hüftgelenk. Dabei wird das obere Sprunggelenk durch den M. gastrocnemius (Zwillingswadenmuskel) und den M.soleus (Schollenmuskel) gestreckt (Plantarflexion). Der M. quadriceps femoris (Vierköpfiger Schenkelmuskel) bewirkt zusammen mit dem M. tensor fasciae latae die Extension im Kniegelenk und das Hüftgelenk wird durch die Gesäßmuskeln (Mm. glutaeus) den großen Schenkelanzieher M. adductor magnus und die Mm.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.3 Kombination von Muskelschlingen.(TITTEL 2003,S.281)

ischiocrurales des hinteren Oberschenkels gestreckt. Nach cranial wird die Streckschlinge durch die Rückenmuskulatur und Muskulatur der oberen Extremitäten fortgeführt.

2.2.2 Muskelaktivität in den Bewegungsphasen

Die beim Laufen verrichtete Muskelarbeit lässt sich in Anlehnung an die beschriebenen Bewegungsphasen in verschiedene Arbeitsformen differenzieren: Bei der Kontraktion eines Muskels können sich Muskelursprung und -ansatz einander annähern. Der Muskel verkürzt sich folglich, wobei ein äußerer Widerstand überwunden wird. Die vordere Oberschenkelmuskulatur verkürzt sich beispielsweise während der Beinstreckung in der HST. In diesem Fall spricht man von einer dynamisch-konzentrischen Kontraktion. Nähern sich Ursprung und Ansatz bei der Kontraktion eines Muskels nicht oder nur minimal an, so arbeitet ein Muskel statischisometrisch. Ein Beispiel hierfür ist die Rumpfmuskulatur, die während der aufrechten Haltung beim Laufen isometrisch beansprucht wird. Bei dynamisch-exzentrischer Muskelarbeit entfernen sich Ursprung und Ansatz des Muskels während der Kontraktion. Die Kontraktion wirkt dem äußeren Widerstand dabei zwar entgegen, überwindet ihn jedoch nicht. Beim Laufen geschieht dies vor allem in der VST, um den Aufprallkräften nach dem Fußaufsatz entgegenzuwirken.12

Abb. 2.4 zeigt die hohe Aktivität der Beinmuskulatur während der VST. Vor allem die

Knieextensoren (M. rectus femoris, M. vastus medialis und lateralis) werden in dieser exzentrischen Phase stark beansprucht. Dies verdeutlicht, dass sich die Anforderungen an die Beinstreckmuskulatur weniger aus der Generierung des

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.4 Relative Dauer der Hauptmuskelaktivität (> 30% der maximalen EMG-Amplitude) und Kniewinkel-Zeit-Verlauf beim Rückfußlaufen (NEUMANN/HOTTENROTT 2002, S.62, nach HOTTENROTT et al. 2001)

Bewegungsimpulses, sondern aus der Sicherstellung einer stoßabsorbierenden Landung ergeben. Dafür ist die gleichzeitige Aktivität der Streck- und Beugemuskulatur nötig. Die Größe und Richtung des Bewegungsimpulses wird in der HST durch die Aktivität der Streckschlinge bestimmt, die sich allerdings nicht über die gesamte Phase erstreckt. Zusammen mit der ebenfalls vorzeitigen Aktivitätsabnahme der Fußstreckmuskulatur (M. peronaeus und M. gastrocnemius) in der HST lässt dies darauf schließen, dass der Bewegungsimpuls beim Laufen nicht allein auf einen kräftigen Fußabdruck zurückzuführen ist. Der Gesamtimpuls ist letztlich das Ergebnis meherer Einflussgrößen, wie etwa die Freisetzung der in der exzentrischen Phase gespeicherten Energie und die Erzeugung eines genügend großen Drehmoments durch die Kniestrecker zu Beginn der Streckphase.13

In der HSW zeigen besonders die Muskeln M. rectus femoris und M. tibialis anterior eine starke Aktivität. Der M. rectus femoris trägt dabei zu einer Stabilisierung des Beckens während der Hüftstreckung bei und kontrolliert die Knieflexion. Die Aktivität des M. tibialis anterior bewirkt eine Dorsalflexion des gestreckten Fußglenks und setzt sich bis zum erneuten Fußaufsatz fort. Die Streckschlinge wird schon vor dem Fußaufsatz am Ende der VSW wieder aktiviert (=Vorinnervation14 ).

2.2.3 Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus

Die beschriebenen Arbeitsformen der Muskulatur treten beim Laufen stets im Zusammenspiel auf. Auf Grund extern einwirkender Kräfte (u.a. Gravitationskraft und Gewichtskraft) ist die aufrichtende Muskulatur beim Laufen von besonderer Bedeutung. Die Beinstreckmuskulatur wird nach dem Fußaufsatz zu Beginn der VST zunächst exzentrisch und dann beim Abdruck, am Ende der hinteren Stützphase, konzentrisch beansprucht. Diese Kombination einer exzentrischen mit einer nachfolgenden konzentrischen Aktion wird als

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.5 Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ): A: Vorspannung der Muskulatur, B: Exzentrische Dehnung in der vorderen Stützphase, C: Konzentrische Verkürzung in der hinteren Stützphase. (BUBECK 2002, S.20)

Dehnungs- Verkürzungs- Zyklus (DVZ; engl.: Strech Shortening Cycle) bezeichnet.

Der biologische Sinn bzw. Aktionsvorteil des DVZ besteht darin, dass die in der exzentrischen Phase auf Grund einer Dehnung des Muskel-Sehnen-Komplexes gespeicherte elastische Energie in der anschließenden konzentrischen Phase freigesetzt wird.15 Dadurch wird die Kraft der Aktion in der konzentrischen Phase über das ohne Vordehnung mögliche Maß hinaus verstärkt. Man spricht von elastischer Leistungspotenzierung.16 Hauptursachen dieser Leistungspotenzierung sind neben der Elastizität des Muskel-Sehnen-Systems auch Dehnungsreflexe, die während der exzentrischen Phase ausgelöst werden.17

Damit der DVZ effektiv genutzt werden kann muss die Muskulatur vor dem ersten Bodenkontakt bereits angespannt sein. Durch Elektromygraphie (EMG) lässt sich im DVZ bei Laufbewegungen unmittelbar vor dem Fußaufsatz eine Vorinnervation der Arbeitsmuskulatur feststellen. Diese sorgt zum Einen für eine optimale Muskelstiffness18 zu Beginn der exzentrischen Phase und zum Zweiten für eine Sensibilisierung der Muskelspindeln19 und stellt den Muskel-Sehnen-Komplex (tendomuskuläres System) damit auf die bevorstehende Belastung ein.

Weiterhin ist die exzentrische Phase eines effektiven DVZ kurz und schnell und nach der exzentrischen Phase sollte ein unmittelbarer Übergang zur konzentrischen Phase erfolgen.20 Auf die Schrittstruktur des Laufens übertragen würde dies bedeuten, dass eine relativ hohe Schrittfrequenz mit hohen Kniegelenkgeschwindigkeiten und kurzen Stützzeiten (kurze und schnelle exzentrische Phase) als energetisch günstig anzusehen ist.21

2.2.4 Die Abrollbewegung

Die Abrollbewegung des Fußes stellt den funktionellen Kern der Laufbewegung dar. Die kinematischen Kenngrößen meiner Bewegungsanalyse stehen alle in direktem oder indirektem Zusammenhang zu ihr. Insofern ist eine genauere Beleuchtung für das weitere Verständnis von Nutzen.

Im Zentrum der Abrollbewegung stehen die beiden gelenkigen Verbindungen zwischen Unterschenkel und Fuß - das obere und untere Sprunggelenk. Das obere Sprunggelenk (Articulatio talocruralis) wird aus der Malleolengabel des Schien- und Wadenbeins gebildet und umschließt das Sprungbein (Talus). Als Scharniergelenk mit transversaler Bewegungsachse ermöglicht das obere Sprunggelenk die bereits angesprochene Dorsalflexion und Plantarflexion des Fußes. Dorsalflexion und Plantarflexion treten während der Abrollbewegung in Kombination mit Rotationsbewegungen um die Fußlängsachse auf, die als Pronation (Heben des Fußaußenrandes) und Supination (Heben des Fußinnenrandes) bezeichnet werden. Die dafür verantwortlichen Muskeln sind in Abb. 2.7 dargestellt. Pronations- und Supinationsbewegungen erlaubt das untere Sprunggelenk (Articulatio talotarsalis), das vom Sprungbeinkopf, dem Kahnbein und dem Fersenbein gebildet wird.22

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2.6 Das Fußskelett: 1= Sprungbein

(Talus); 1b= Gelenkfläche für die Verbindung mit dem Waden- bzw. Schienbein; 2= Fersenbein; 3= Kahnbein; 4= Keilbeine; 5= Würfelbein; 6= Mittelfußknochen; 7 und 8= Grundphalanx ; 9= Mittelphalanx; 10 und 11= Endphalanx; 12= Sesambein. (TITTEL 2003, S.205)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2.7 Schematische Darstellung der im unteren Sprunggelenk eine Pro- und Supination bewirkenden Muskeln:

1= vorderer Schienbeinmuskel(M. tibialis anterior); 2= hinterer Schienbeinmuskel (M. tibialis posterior); 3= langer Zehenbeuger (M.

flexor digitorum longus); 4= langer

Großzehenbeuger (M. flexor hallucis longus);

5= Achillessehne (Tendo calcaneus);

6= langer Zehenstrecker (M. extensor

digitorum longus); 7= langer

Wadenbeinmuskel (M. peronaeus longus);

8= kurzer Wadenbeinmuskel (M. peronaeus brevis). (TITTEL 2003, S.216)

Anatomisch ließe sich das untere Sprunggelenk zwar in ein vorderes (zwischen Kahn-, Sprung- und Fersenbein) und ein hinteres unteres Sprunggelenk (zwischen Sprung- und Fersenbein) unterteilen, funktionell ist es jedoch nicht trennbar und wird insofern als ein Gelenk angesehen.23 Weiterhin ermöglicht das untere Sprunggelenk Abduktions- und Adduktionsbewegungen sowie Inversions- und Eversionsbewegungen. Diese unterschiedlichen Bewegungen sind durch Bänder miteinander verbunden, so dass bei der Abrollbewegung des Fußes zwangsläufig eine Bewegungskombination erfolgt. Einhergehend mit der Pronation ist eine Eversion, Abduktion und leichte Dorsalflexion des Fußes. Bei der Supination des Fußes findet gleichzeitig eine Inversion, Adduktion und Plantarflexion statt. Wie sich die beschriebene Kombination der

Bewegungsmöglichkeiten während der Abrollbewegung individuell darstellt ist darüber hinaus vom Fußtyp24, von Fußdeformationen, der Bein- und Beckenstellung, dem Fußaufsatz und vom muskulären Status25 abhängig. Genauere Aufschlüsse darüber liefern Fußdruckmessungen, die den räumlich- zeitlichen Verlauf des Druckschwerpunktes aufzeichnen. In der Regel zeigt sich dabei ein

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.8 Die Bewegungen im Sprunggelenk. typischer Verlauf: Beim Aufsetzen der Ferse (LANG/ v.TITUS/ WACHSMUTH 2004, S.333)

auf den Untergrund befindet sich der

Druckschwerpunkt unter dem Fersenzentrum. Durch die Abrollbewegung ausgelöst wandert er leicht auf die Außenflanke des Mittelfußes. Mit dem Abheben der Ferse zentriert sich dieser zwischen den Mittelfußköpfchen 2 und 3 und wird letztlich über die Großzehenbeere vom Untergrund abgehoben. Je nach individueller Pronation weicht die so gezeichnete Linie mehr nach medial oder lateral ab.26 Für die Aufgabe der Stoßdämpfung des Fußes ist neben der absorbierenden Wirkung von Längs- und Quergewölbe insbesondere die Pronationsbewegung von Bedeutung, denn diese führt mechanisch zu einer Verlängerung des Bremsweges, wodurch die Bremstrecke und die Bremszeit bei Bodenkontakt vergrößert wird.27 In exzessiver Form („Überpronation“) gilt sie jedoch als Ursache für laufbedingte Belastungsbeschwerden.28

2.3 Qualitätsmerkmale der Lauftechnik

Lauftechniken sind individuell sehr unterschiedlich. Dabei gibt es nicht die richtige Technik, sondern es geht immer um eine individuell optimale Bewegungsausführung. Um die Bewegungsausführung qualitativ beurteilen zu können, orientiert sich die Analyse der Bewegungsausführung an der Ökonomie bzw. Effizienz der Laufbewegung sowie an der Belastungsverträglichkeit („gesundes“ Laufen). Es soll nun zunächst auf den Forschungsstand in der Ökonomie- und Effizienzforschung eingegangen werden. Dabei ist im Untersuchungskontext vor allem der Zusammenhang von kinematischen Parametern und der Ökonomie der Bewegung von Bedeutung. Anschließend werden einige Kriterien einer gesunden Lauftechnik skizziert, die in Kap. 2.4 weiter differenziert werden.

2.3.1 Ökonomie der Laufbewegung

Die Ökonomie („Wirtschaftlichkeit“) der Laufbewegung beschreibt den physiologischen Energieverbrauch der Laufbewegung. Unter Laufökonomie wird demnach der erforderliche Stoffwechselumsatz für eine gegebene Laufgeschwindigkeit verstanden.29,30

Dieser Stoffwechselumsatz wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Grundsätzlich lassen sich dabei nach SIMON (1998, S. 35) „bewegungsabhängige“ und „bewegungsunabhängige Einflussfaktoren“ unterscheiden. Zu den „bewegungsunabhängigen Einflussfaktoren“ zählen mechanische Faktoren, wie beispielsweise das Körpergewicht31, oder der -auf einem Laufband nicht vorhandene- Luftwiderstand32 und physiologische Faktoren wie etwa das Geschlecht33, die Körpertemperatur34 oder die Verteilung der Muskelfasertypen in der Skelettmuskulatur35. Der Einfluss des in dieser Studie zentralen physiologischen Einflussfaktors „Ermüdung“ auf den physiologischen Energieverbrauch ist vermutlich auch vom Ermüdungstreatment abhängig. In einer Studie von MORGAN et al. (1990) zeigte beispielsweise ein 30-minütiger Lauf bei 89% der maximalen Sauerstoffaufnahme keine Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Dem stehen Ergebnisse einer Untersuchung von HAUSSWIRTH et al. (1996) gegenüber, in der die Auswirkungen eines Triathlons (30min Schwimmen, 60min Radfahren und 45min Laufen), eines 2h15min Laufs sowie eines Laufs von 45-minütiger Dauer auf den physiologischen Energieverbrauch analysiert wurden. Bei gegebener Laufgeschwindigkeit war infolge der Ermüdungstreatments sowohl die Herzfrequenz, als auch der submaximale Sauerstoffverbrauch (VO2sub)36 signifikant erhöht (p< 0,01), wobei der 2h15min Lauf mit einer Zunahme des physiologischen Energieverbrauchs von 9% im Vergleich zu den anderen beiden Treatments den größten Einfluss aufwies.

Ergänzend sei erwähnt, dass auch psychische Faktoren, wie Angstzustände, Stress und Depressionen teils erheblichen Einfluss auf den physiologischen Energieverbrauch haben können.37

Die vorliegende Studie beschäftigt sich primär mit den ermüdungsbedingten Veränderungen der „bewegungsabhängigen“ Einflussgrößen. Diese Einflussgrößen setzen sich aus kinematischen und dynamischen Bewegungsmerkmalen zusammen und lassen sich unter dem Begriff „Lauftechnik“ zusammenfassen. Im Folgenden werden verschiedene Studien vorgestellt, die einen Einblick in den Stand der Forschung über den Zusammenhang von Lauftechnik (Bewegungsmerkmalen) und physiologischem Energieverbrauch geben sollen, bevor im Anschluss die Ermüdungsthematik in den Mittelpunkt rückt.

2.3.1.1 Schrittfrequenz und Schrittlänge

Eine Untersuchung von CAVANAGH/WILLIAMS (1982) erwies, dass trainierte Läufer bei frei gewählter Schrittlänge während einer Laufgeschwindigkeit von 3,8 m/s. sehr nahe an der für den Energieverbrauch optimalen Schrittlänge liegen. Die mittlere Abweichung der frei gewählten Schrittlänge von der optimalen Schrittlänge lag bei 4,2 cm. Die Läufer mit den höheren Trainingsumfängen lagen dabei dichter an der optimalen Schrittlänge, als die mit geringeren Umfängen. Es existiert demnach so etwas wie eine Selbstoptimierung der Lauftechnik hin zu einem minimalen Energieverbrauch.38

Eine Studie von VAN DER WALT/ WYNDHAM (1973)39 analysierte diesen Aspekt bei untrainierten Probanden(n= 6) und einer Laufgeschwindigkeit von 2.2, 2.7, 3.1 und 3.6 m/s und fand eine statistisch signifikante Korrelation( p<0,01) zwischen relativer Schrittlänge40 und O2- Verbrauch, woraus sich für Untrainierte eine verbesserte Ökonomie durch eine kürzere Schrittlänge ableiten lässt. Dass ein solcher Zusammenhang bei trainierten Läufern nicht besteht, zeigt eine Studie von SVEDENHAG/ SJÖDIN (1994), die die Korrelation von frei gewählter relativer Schrittlänge und O2- Verbrauch bei 14 Mittelstrecken- und 12 Langstreckenathleten bei einer Laufgeschwindigkeit von 4,2 und 5 m/s untersuchten. Es ließ sich hierbei kein signifikanter Zusammenhang nachweisen. Die Ergebnisse dieser beiden Studien deuten auf eine durch Training induzierte individuelle Selbstoptimierung der Schrittlänge hin.

PAAVOLAINEN/ NUMMELA/ RUSKO/ HÄKKINEN (1999) zeigten während eines 10 km Laufs, dass die durchschnittlich höhere Laufgeschwindigkeit von Spitzenläufern (n=9) im Vergleich zu den Hobbyläufern (n=6) durch eine höhere Schrittfrequenz und eine kürzere Kontaktdauer erzielt wird.

Insgesamt ist eine ökonomische Schrittstruktur also durch ein individuelles Optimum von Schrittlänge und -frequenz charakterisiert, das eine optimale Nutzung des DVZ ermöglicht.41 Untrainierte Läufer tendieren nach PAAVOLAINEN et al. (1999) im Vergleich zu trainierten Läufern zu einer größeren Schrittlänge und einer kleineren Schrittfrequenz.

2.3.1.2 Körpergelenkwinkel und Körperlagewinkel

WILLIAMS/CAVANAGH (1987) verglichen drei Gruppen (n=31) mit signifikant unterschiedlichem O2- Verbrauch bei einer Laufgeschwindigkeit von 3,6m/s bezüglich der Lauftechnik. Dabei zeigten sich bei einigen Winkelmerkmalen signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen (p< 0,05):

Die ökonomischen Läufer wiesen eine größere sagittale Rumpfvorlage (5,9°) auf, als die unökonomischen Läufer (2,4°).

Die Plantarflexion des Fußgelenks am Ende der HST ist bei ökonomischen Läufern weniger stark ausgeprägt (106,2°) als bei unökonomischen Läufern (112,6°).

Für das Kniegelenk zeigte sich bei den ökonomisch Laufenden eine Tendenz hin zu einem größeren maximalen Flexionswinkel (43,1°) im Mittelstütz im Vergleich zu den weniger ökonomischen Läufern (39,4°).

Im Zusammenhang von Winkelmerkmalen und VO2sub korrelierten in einer mit weiblichen Spitzenathleten durchgeführten Studie von WILLIAMS/ CAVANAGH/ ZIFF (1987) einige Merkmale signifikant (p<0,05) mit dem O2-Verbrauch. Demnach sind besonders folgende Merkmale für eine ökonomische Lauftechnik bedeutsam:

geringere Knieextension am Ende der HST;

größere Dorsalflexion des Fußwinkels während der Stützphase; ein hohe Knieflexionsgeschwindigkeit während der Stützphase;

eine hohe Geschwindigkeit der Dorsalflexion des Fußgelenks während der Stützphase.42

Ergebnisse einer Studie von SIMON (1998) in der trainierte (n=10) und untrainierte Läufer (n= 10) in einem Feldstufentest von 3-5 x 2000m und unterschiedlichen Lauftempi hinsichtlich der Laufökonomie und -effizienz verglichen wurden, stützen die Bedeutung einer großen Knieflexion im Mittelstütz, sowie einer geringen maximalen Kniestreckung am Ende der HST für eine ökonomische Lauftechnik. Bezüglich der Rumpfvorlagewinkel stellte SIMON (1998) im Gegensatz zu WILLIAMS/ CAVANAGH (1987) jedoch bei untrainierten deutlich höhere Winkelwerte als bei den trainierten Probanden fest, die er mit den bei untrainierten Läufern höheren transversalen Arbeitsanteilen beim Laufen im Zusammenhang sieht. Darüber hinaus zeigte sich bei Spezialisten eine größere maximale Hüftstreckung des Stützbeins in der HST, woraus sich funktionell eine größere Abdruckweite und eine größere Vorspannung der Hüftbeugemuskulatur ergibt, die sich positiv auf die anschließende Schwungbeinphase auswirkt.

Hinsichtlich einiger beschriebener Merkmale kommen verschiedene Studien zur Laufökonomie zu teils unterschiedlichen Ergebnissen. Generell ist zu bedenken, dass der Grad der Ökonomie einer Bewegungsausführung auch unter dem Aspekt der Laufgeschwindigkeit zu differenzieren ist. So ist beispielsweise der bei Triathleten oftmals zu beobachtende „Schleichlauf“, bei dem die Füße flach am Boden geführt und Sprung-, Knie-, und Hüftgelenk nur minimal gestreckt werden, bei langsamem Lauftempo als durchaus ökonomisch anzusehen, ein schnelleres Laufen würde ein solcher Laufstil allerdings eher behindern.43

2.3.2 Effizienz der Lauftechnik

Neben dem Begriff „Ökonomie“ wird in der Bewegungsforschung der Begriff „Effizienz“ zur qualitativen Beschreibung von Bewegung verwendet. Dieser beschreibt das Verhältnis von Nutzen und Aufwand von Bewegung und wird allgemein als „Wirkungsgrad“ bezeichnet. Generell orientieren sich Effizienzüberlegungen an der Minimierung von Energieverlusten, die auf unterschiedlichen Ebenen auftreten können. Für die Laufbewegung sind Energieverluste auf muskulärer Ebene (u.a. in Form von Wärme), auf der Ebene der Körpersegmente (durch interne Arbeit, die nicht zur Verschiebung des KSP beitragen kann) und auf der Körperschwerpunkts-Ebene (Arbeit in vertikaler und transversaler Richtung ist nicht vortriebswirksam) zu beachten.44 Da davon auszugehen ist, dass eine ökonomische Lauftechnik auch eine höhere Gesamteffizienz (= Verhältnis aus mechanischer Arbeit und physiologischem Energieverbrauch) aufweist,45 wird an dieser Stelle von genaueren Ausführungen zur Effizienz der Laufbewegung abgesehen. Relevant für meinen Untersuchungskontext sind primär die oben beschriebenen Effizienzkriterien für den DVZ.

Bei Ermüdung lässt sich sowohl bei trainierten, als auch bei untrainierten Läufern ein Effizienzverlust feststellen, der ergänzend zu den genannten Faktoren mit ermüdungsbedingten Veränderungen kinematischer Parameter in Verbindung stehen könnte.46

2.3.3 Gesundheitsorientierte Lauftechnik

Beschriebene Merkmale einer ökonomischen Lauftechnik widersprechen sich teils mit Kriterien des belastungs- bzw. gesundheitsverträglichen Laufens. Berücksichtigt werden sollte dabei die Tatsache, dass eine ökonomische Lauftechnik nicht zugleich die Anforderungen einer optimalen Bewegungsausführung erfüllen muss. So kann beispielsweise im ermüdeten Zustand der Fersenaufsatz mit stärker gestrecktem Bein auf Grund geschwächter Beinmuskulatur als ökonomischer Bewegungskompromiss betrachtet werden, der allerdings mit erhöhten mechanischen Beanspruchungen des Stütz- und Bewegungssystems einhergeht. Insofern können Kriterien für eine ökonomische Lauftechnik von Merkmalen einer gesunden, belastungsverträglichen Lauftechnik voneinander unterschieden werden.

Eine gesundheitsorientierte Lauftechnik sollte sich unter anderem an folgenden Kriterien orientieren:47

Der Fußaufsatz sollte nicht auf der Ferse bei gestrecktem, nach vorne ausgestelltem Bein (= große Stemmweite) erfolgen um große Stoßbelastungen zu vermeiden.

Eine absitzende Laufhaltung mit Beckenkippung nach vorne sollte in allen Bewegungsphasen vermieden werden.

Eine physiologische Pronation und Supination in den Stützphasen (keine Überpronation und Übersupination) sollte gewährleistet sein.48

2.4 Laufverletzungen und Lauftechnik

Durch die Beanspruchung der Muskulatur, Sehnen und Bänder, sowie des Knorpels und der Knochen kann es beim Laufen zu Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates kommen. Lauftechnik, Achsenfehlstellungen (Varus- und Valgus-Fehlformen) sowie die Ermüdung der entsprechenden Muskulatur beeinflussen die Belastungsspitzen49 während der Laufbewegung und können so durch eine Vielzahl repetierender Belastungen zu bestimmten Verletzungsmustern bzw. überlastungsbedingten Schäden führen. Je nach Studie verletzen sich zwischen 27 und 70% der Läufer in einem Zeitraum von einem Jahr.50 Kniebeschwerden sind mit etwa 30% die häufigsten, gefolgt von Achilles-Tendinitis (6-20%), Shin-Splints (10-15%; eine laufbedingte Muskel-Sehnen- Entzündung im Unterschenkelbereich, einhergehend mit Schienbein- Waden- Schmerzen), Stressfrakturen (5-15%) und anderen.51

Bezüglich der Lauftechnik führt das Laufen auf dem Vor- bzw. Mittelfuß durch das „federnde“ Nachgeben im Sprungglenk zu einer erhöhten Belastung der Wadenmuskulatur, der Zehengrundgelenke und der Mittelfußknochen. Häufiges Fersenlaufen führt hingegen eher zu einer Dehnung der Wadenmuskulatur und einer verstärkten Belastung der vorderen Schienbeinmuskulatur, die die Landung des Fußes abfängt. Diese Landung ist beim Fersenlaufen mit einem schnellen Kraftanstieg in den ersten 50 ms des Bodenkontakts verbunden.52 Auf Grund der schnellen Einwirkung können diese Kräfte nicht aktiv von visko-elastischen Strukturen des Körpers (Sehnen, Muskulatur), sondern nur passiv über den Laufschuh und die Strukturen von Knochen, Bändern, Sehnen und Knorpeln abgedämpft werden. Die dabei entstehenden Stoßwellen können bei normaler Gelenkstellung und individuell angepasstem Schuhwerk toleriert werden. Kommt es jedoch zu extremen Pronations- oder Supinationsbewegungen, dann führen übermäßige Zug- und Scherkräfte zu Fehlbeanspruchungen der Achillessehnen.53

Insgesamt führt das Laufen auf dem Vor- bzw. Mittelfuß demnach zu geringeren Belastungen des passiven Bewegungsapparats, ist allerdings mit höheren muskulären bzw. energetischen Beanspruchungen verbunden.54 Hinsichtlich der Bewegung des unteren Sprunggelenks führt eine Überpronation zu erhöhten Reaktionskräften im medialen Fußbereich und begünstigt so ein Absenken des Längsgewölbes, sowie die Entstehung eines Hallux Valgus und das Auftreten einer Fascitis plantaris. Über die verstärkte Aktivierung des M. tibialis posterior und des M. soleus versucht der Körper der Überpronation entgegenzuwirken. Dadurch kann es zu Achillessehnenproblemen (z.B. Achilles-Tendinitis) und Schmerzen am medialen Schienbein kommen. Als weitere Folge können Stressfrakturen der Metatarsalia, der Sesambeine sowie der Tibia und Fibula auftreten. Eine Übersupination während der Stützphase -z.B. durch die Überaktivität von M. tibialis posterior, M. gastrocnemius und M. soleus- bedeutet eine Einschränkung der Flexibilität des Fußes, so dass der Aufprall des Körpers nicht adäquat gedämpft werden kann, was u.a. Stressfrakturen begünstigt.

Auch die Schrittstruktur hat einen Einfluss auf die Beanspruchungscharakteristik während des Laufens. Eine geringe Schrittlänge führt einerseits zu geringen Stauchungskräften, kann andererseits langfristig aber zu einer Verkürzung der Hüftbeugemuskulatur und einer Abschwächung der Hüftstreckmuskulatur führen. Daraus ergibt sich eine Ventralkippung des Beckens mit verstärkter Lendenlordose, woraus Rücken- und Knieschmerzen entstehen können. Größere Schrittlängen gehen mit einer stärkeren Belastung der Kniestreck- und Wadenmuskulatur einher.55 Insgesamt resultieren 80% der Beschwerden im Laufsport aus einem „Missverhältnis von Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der Belastung durch den Sport.“56 Neben einer zu schnellen Steigerung der Laufbelastung, dem Unterlassen der Erwärmung, falschem Schuhwerk und einigen anderen Aspekten zählen Achsabweichungen der unteren Extremitäten zu den häufigsten Ursachen für Fehlbeanspruchungen.57 Für die Analyse von ermüdungsbedingten Veränderungen der Laufbewegungen wird sich in diesem Kontext die Frage stellen, ob sich ermüdungsbedingt Achsabweichungen einstellen bzw. ob vorhandene Achsabweichungen in Form von entsprechenden Gelenkwinkeln unter Ermüdung verstärkt werden und inwieweit die Veränderung des Laufbildes möglicherweise Fehlbelastungen begünstigt.

2.5 Ermüdung

Ausgehend von verschiedenen Definitionsansätzen werden „zentrale“ und „periphere“ Ermüdungsphänomene und deren Ursachen, sowie Kompensationsmechanismen des Menschen beschrieben, um letztlich die Ermüdungscharakteristika der in dieser Studie angewandten RadergometerBelastung zu spezifizieren.

2.5.1 Sportspezifische Definitionsansätze der Ermüdung

Die Ermüdungsthematik ist seit über 150 Jahren Gegenstand von Forschung auf verschiedenen Fachgebieten. Das Forschungsspektrum spannt sich dabei von Materialermüdung z.B. in der Baustoffkunde bis hin zur Ermüdung komplizierter Systeme wie dem menschlichen Körper im biomedizinischen Kontext. Bezüglich sportlicher Belastung wurde der Einfluss von Ermüdungsprozessen bereits Ende des 19. Jahrhundert genauer beobachtet. Es konnte schon damals nachgewiesen werden, dass sich der Energieumsatz für eine bestimmte körperliche Aktivität mit zunehmender Ermüdung erhöht.58

[...]


1 CAVANAGH 1990, S. 5

2 Vergleiche (Vgl.) BRÜGGEMANN, G.-P. 2003

3 Vgl. HAWKINS et al. 2001

4 In Deutschland wird die Zahl der Läufer mittlerweile auf über 10 Millionen geschätzt (vgl. ENGELHARDT 2008)

5 Vgl. CAVANAGH 1980; CLEMENT 1981; JACOBS 1986; NIGG 1986 b

6 Vgl. Abb. 10.1

7 Vgl. NEUMANN/ HOTTENROTT 2002

8 Vgl. HINRICHS et al. 1987 (in: SIMON 1998, S.14)

9 Vgl. HAY 1978

10 Zur Übersicht aller Oberflächenmuskeln vgl. Abb.10.4

11 Die Mm.ischiocrurales bestehen aus den Muskeln M.semimembranosus, M. semitendinosus und dem M. biceps femoris.

12 Vgl. NEUMANN/HOTTENROTT 2002

13 Vgl. HANNON et al. 1985

14 Vgl. Kap.2.2.3

15 Ob die elastische Energie dabei primär im Muskel- oder im Bindegewebe gespeichert wird ist noch nicht endgültig geklärt. Bezüglich der Speicherkapazität des Muskels steht aktuell das Muskelfilament Titin (als drittes Filament neben Aktin und Myosin) im Mittelpunkt der Diskussion. (vgl. SIALIS 2004)

16 Vgl. GOLLHOFER et al. 1987

17 Vgl. KOMI 1994

18 Stiffness: Muskelsteifigkeit die sich aus dem Verhältnis von notwendiger Kraft und der Längenzunahme bei Dehnung des Muskels ergibt.

19 Durch die Koaktivierung von α- und γ- Fasern (vgl. FRICK 1993)

20 Vgl. KOMI 2000 und Abb. 10.2

21 Vgl. Kap. 2.3.1

22 Das Sprungbein scheint -als einer der wenigen Knochen im Körper, an dem keine Muskeln ansetzen- während der Dorsal- und Plantarflexion ein funktioneller Teil des Fußes zu sein, wohingegen es bei Pro- und Supinationsbewegungen funktionell dem Bein zuzurechnen ist.(Vgl. EDINGTON et al. 1990)

23 Vgl. TITTEL 2003

24 Die Unterscheidung verschiedener Fußtypen basiert auf der individuellen Ausprägung der drei Fußgewölbe

(Mediales Längsgewölbe, laterales Längsgewölbe und Quergewölbe), die zu einer elastischen Verspannung mit drei zentralen Belastungspunkten im Bereich der Ferse, des Kleinzehen- und Großzehenballens führen und so günstige Voraussetzungen für eine optimale Abrollbewegung und eine gute Absorption der Stoßbelastungen bieten. Es werden vier Fußtypen voneinander unterschieden:
- Der Normalfuß mit normaler Ausprägung der drei Fußgewölbe
- Der Hohlfuß ist durch eine hohe Gewölbekonstruktion und einer Überstreckung der Zehen gekennzeichnet.
- Der Senk/-Spreizfuß, bei dem die Längs- beziehungsweise Querwölbung nur noch gering ausgeprägt ist. Nicht selten hängt dies mit schwach ausgeprägter Fußmuskulatur in Kombination mit hoher mechanischer Dauerbelastung zusammen.
- Beim Plattfuß sind alle drei Fußgewölbe abgeflacht, wobei der Mittelfuß verbreitert ist Die individuelle Struktur des Fußes ist insbesondere bei der Laufschuhversorgung zu berücksichtigen. (vgl. Gustafson 1999)

25 Beispielsweise von Muskelverkürzungen oder -was im Folgenden noch genauer zu klären ist- vom Ermüdungszustand der Muskulatur.

26 Vgl. MARQUARDT et al. 2007

27 Vgl. HENNING 1986

28 Vgl. Kap. 2.4

29 Vgl. FREDERICK 1993

30 Der physiologische Energieverbrauch kann direkt über die Kalorimetrie, oder indirekt über die Sauerstoffaufnahme, die Herzfrequenz sowie das Blutlaktat bestimmt werden.

31 Vgl. BERGH 1991

32 Vgl. COSTILL/FOX 1969

33 Vgl. BRANSFORD/HOWLEY 1977

34 Vgl. ROWELL et al. 1969

35 Vgl. BOSCO et al. 1987

36 Der submaximale Sauerstoffverbrauch (VO2sub) ist eine gängige Kenngröße zur Beschreibung der Bewegungsökonomie bei einer gegebenen Belastung (z.B. Laufgeschwindigkeit).

37 Vgl. CREWS 1992 (in: SIMON 1998, S. 38)

38 Über den unterschiedlichen Einfluss von Verlängerung und Verkürzung der Schrittlänge fanden CAVANAGH/WILLIAMS (1982), dass Läufer mit niedriger relativer Schrittlänge (in % der Beinlänge) bei Verminderung der frei gewählten Länge einen größeren Zuwachs des Energieverbrauchs verzeichneten, als bei längeren Schrittlängen. Umgekehrt wurde der Energieverbrauch von Läufern mit großer relativer Schrittlänge stärker durch längere Schrittlängen beeinflusst. (in WILLIAMS 1990, S. 284)

39 In: SIMON 1998, S.39

40 Relative Schrittlänge = Schrittlänge im Verhältnis zur Beinlänge des Läufers

41 Vgl. Kap. 2.2.3

42 Die Bedeutung hoher Flexionsgeschwindigkeiten verweist auf deren Wichtigkeit im Hinblick auf die elastische Energiespeicherung im DVZ (Vgl. Kap.2.2.3)

43 Vgl. NEUMANN/HOTTENROTT 2002

44 Vgl. SIMON 1998

45 Vgl. SIMON 1998, S.63 ; Bei weiterer Vertiefung der Problematik wäre die Frage zu klären, in welchem Ausmaß eine hohe Gesamteffizienz einerseits auf die Effizienz der Lauftechnik und andererseits auf die Effizienz der physiologischen Energiebereitstellung zurückzuführen ist.

46 Vgl. u.a. DUTTO/SMITH 2002

47 Vgl. NEUMANN/HOTTENROTT 2002, S,.105

48 Vgl. Kap. 2.4

49 Über die Messung von Bodenreaktionskräften darzustellen , betragen sie je nach Geländeprofil und Geschwindigkeit zwischen dem 1,5 und 3-fachen der Körpergewichtskraft (Vgl. Abb.10.3)

50 CAVANAGH 1980; CLEMENT 1981; JACOBS 1986; NIGG 1986 b

51 CAVANAGH 1980; NIGG 1986 b

52 Vgl. Abb. 10.3

53 Vgl. NEUMANN/HOTTENROTT 2002

54 Dies erklärt auch, warum ein Marathon nur in Ausnahmefällen über die gesamte Distanz über den Vorfuß gelaufen werden kann.

55 Vgl. ENGELHARDT 2006

56 ENGELHARDT 2006, S 379

57 Vgl. ENGELHARDT et al. 2003

58 Vgl. ZUNTZ/ SCHUNBERG 1896, LOEWY 1891 (in: WERNER 2006, S.6)

Ende der Leseprobe aus 106 Seiten

Details

Titel
Bewegungsanalytische Untersuchung zur Veränderung des Laufbildes bei muskulärer Ermüdung
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Sportmedzin)
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
106
Katalognummer
V143100
ISBN (eBook)
9783640532797
ISBN (Buch)
9783640533169
Dateigröße
3445 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewegungsanalytische, Untersuchung, Veränderung, Laufbildes, Ermüdung
Arbeit zitieren
Jan Hömke (Autor:in), 2009, Bewegungsanalytische Untersuchung zur Veränderung des Laufbildes bei muskulärer Ermüdung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143100

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