Das Leben des Philipp Melanchthon


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Leben des Philipp Melanchthons
2.1 Kindheit
2.2 Studium
2.3 Professor an der Wittenberger Universität

3 Melanchthon und die Reformation
3.1 Die Beziehung zwischen Melanchthon & Luther
3.2 Melanchthon & die Reformation

4 Melanchthon als Pädagoge
4.1 Übergang zu neuen Aufgaben
4.2 Melanchthon und die Bildung

5 Melanchthon aus didaktischer Sicht

6 Reflexion

7 Literaturangaben

1 Einleitung

Im Religionsunterricht wird in mehreren Klassenstufen das Thema „Reformation“ behandelt. Allein schon aufgrund dieser Häufigkeit ist es von großer Bedeutung, dass die Lehrkraft dieses Thema nicht nur oberflächlich vorbereitet, sondern sich intensiv mit der Kirchengeschichte, im speziellen mit der Reformation, auseinandersetzt. Stellt man einem Schüler in der Schule die Frage, mit welcher Persönlichkeit er die Reformation assoziiert, dann erhält man in den meisten Fällen „Martin Luther“ als Antwort.

Dies ist grundsätzlich nicht falsch und bewundernswert, dass ein Schüler mit diesem Namen vertraut ist, jedoch war Martin Luther nicht der einzige Reformator.

Um exakt dieses Thema ging es in dem Seminar an der Hochschule „Nicht nur Martin Luther – Männer und Frauen der Reformation“. In den verschiedenen Referaten, die durch Studierende vorbereitet und präsentiert wurden, weckte der Reformator Philipp Melanchthon mein Interesse, da er direkt mit Luther zusammengearbeitet hat, einen interessanten Lebensweg hatte und maßgeblich an der Bibelübersetzung beteiligt war.

Auf den folgenden Seiten werde ich beginnend mit dem Leben des Philipp Melanchthons einsteigen, bestehend aus Kindheit, Studium sowie seiner Professur an der Wittenberger Universität.

Chronologisch zu seiner Professur folgt auch in dieser Arbeit der Bezug von Melanchthon zur Reformation. Hierbei ist natürlich auch von großem Interesse, wie die Beziehung zwischen Luther und Melanchthon war. Dies soll auch der Schwerpunkt dieser Arbeit sein.

Wichtig für die Geschichte und bis heute ist auch, dass Melanchthon nicht nur Theologe war, sondern auch Pädagoge. Dies werde ich in dem Kapitel „Melanchthon und die Bildung“ erläutern.

Um einen Bezug zur Gegenwart herzustellen, werde ich das Leben des Melanchthons aus didaktischer Sicht erläutern und eine Möglichkeit darlegen, ihn als Thema des evangelischen Religionsunterrichts zu behandeln.

Das Ziel dieser Hausarbeit soll sein, dass der Leser / die Leserin einen umfangreichen Einblick in das Leben dieses Menschen erhält und Impulse bekommt, Melanchthon im ev. Religionsunterricht zu verankern.

In meiner abschließenden persönlichen Reflexion werde ich das Thema kritisch betrachten und bewerten.

2 Das Leben des Philipp Melanchthons

2.1 Kindheit

Philipp Schwarzerdt wurde am 16.2.1497 als Sohn des kurpfälzischen Rüstmeisters Georg Schwarzerdt in der Amtsstadt Bretten geboren. Er wuchs mit weiteren drei Geschwistern auf. Philipp galt schon als Kind als außerordentlich klug und begabt. Aufgrund seiner Verwandtschaftsbeziehungen zu dem berühmten Hebraisten Johannes Reuchlin fand er schon frühzeitig in die Bildungs- und Beziehungswelt des oberdeutschen Humanismus hinein. Er besuchte die bedeutende Lateinschule in Pforzheim. Nach deren Bestehen wurde er von Reuchlin umbenannt mit dem Humanistenname „Melanchthon“. (Vgl. Kaufmann 1998, S. 78)

2.2 Studium

Reuchlin war es auch, der Melanchthon 1509 im Alter von zwölf Jahren an der Heidelberger Universität immatrikulierte. Nach drei Jahren in Heidelberg studierte Melanchthon noch weitere zwei Jahre an der Universität Tübingen. Daraus folgt, dass er im Alter von 17 Jahren bereits den Magister artium in der via moderna vorweisen konnte.

Für seinen weiteren Lebenslauf waren beide Studienorte, Tübingen und Heidelberg wichtig, da er dort wichtige Beziehungen zu späteren Reformatoren knüpfen konnte.

Dass er bereits als junger Mann zu großem Ruhm in der gelehrten Welt kam, liegt darin begründet, da er intensive humanistische Studien an griechischen und hebräischen Quellen vollzog und diese zu ersten eigenen Dichtungen, Editionen und einer griechischen Grammatik führten. (Vgl. Kaufmann 1998, S. 78 f)

Melanchthon war an allem interessiert. So kam es, dass er auch Studien der Mathematik, der Jura und der Medizin durchführte.

(Vgl. Stupperich 1960, S. 20)

2.3 Professor an der Wittenberger Universität

Im Jahre 1518 wird der 21-Jährige auf Empfehlung seines Großonkels Reuchlin als Professor des Griechischen an die Universität Wittenberg berufen. Am 29. August diesen Jahres hielt der junge Philippus seine Antrittsvorlesung. Aufgrund seiner äußeren Erscheinung, welche sich am ehesten als klein mit hängenden Schultern beschreiben lässt, wurde er zu Beginn seiner Rede als nicht sonderlich seriös aufgenommen. Jedoch war der Inhalt seiner Antrittsvorlesung von so großer Bedeutung, dass er sein Publikum, welchem auch Martin Luther angehörte, voll und ganz in seinen Bann ziehen konnte. (Vgl. Stupperich 1960, S. 23)

In den folgenden Jahren lehrte Melanchthon nicht nur griechisch, sondern unterrichtete ebenfalls die Studenten der theologischen Fakultät. Im Jahre 1521 kam es zu den „Wittenberger Unruhen“, in denen er sich infolge der Abwesenheit Luthers zum ersten Mal in der Rolle des für die Reformation führenden Verantwortlichen sah. Diese überforderten ihn. Als Folge dessen zog er sich mehr zurück von der Theologie und widmete sich vornehmlich wieder mehr seinem philologisch-historischen Aufgabengebiet.

(Vgl. Aland 1976, S. 48 ff)

Sein Großonkel Reuchlin bemühte sich, Melanchthon nach Ingolstadt zu bekommen. Doch Melanchthon entschied sich, in Wittenberg zu bleiben: „Ich liebe meine Heimat, muss aber dahin sehen, wohin mich Christus ruft, nicht wohin mich die eigene Lust ziehen möchte.“ (Vgl. Stupperich 1960, S. 25)

3 Melanchthon und die Reformation

3.1 Die Beziehung zwischen Melanchthon & Luther

Wie bereits in 2.3. erwähnt, begegneten sich Luther und Melanchthon erst in Wittenberg. Während des Studiums lernten sich die beiden nicht kennen, vermutlich auch aus dem Grund, da Luther 13 Jahre älter war als Melanchthon.

Schon bei der Antrittsrede Melanchthons war Luther schwer beeindruckt von dessen Theorien und Thesen zur Scholastik. Schnell lernten sich die beiden kennen und schätzen, so dass ein Zitat Melanchthons folgendermaßen lautet: „Sterben will ich lieber, als mich von Luther wegreißen lassen.“ Dieses Zitat entstammt auch der o.g. Zeit, in der Melanchthon nach Ingolstadt berufen wurde.

(Vgl. Stupperich 1960, S. 25)

Luther brachte Melanchthon von Beginn derer Zusammenarbeit an großes Vertrauen entgegen, was es dem jungen Philippus offensichtlich erleichterte, sich in der fremden Stadt wohl zu fühlen.

Die beiden lehrten sich auch gegenseitig. Luther lehrte Melanchthon die reformatorische Theologie und andersherum unterrichte Melanchthon Luther in der griechischen Sprache. Er war es schließlich auch, der Luther dazu bewegte, die Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Das Leben des Philipp Melanchthon
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Nicht nur Martin Luther - Männer & Frauen der Reformation
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V143106
ISBN (eBook)
9783640523573
ISBN (Buch)
9783640524075
Dateigröße
377 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kirche, Studium, Schule, Didaktik, Melanchthon, Philipp, Luther, Leben
Arbeit zitieren
Simeon Handte (Autor), 2009, Das Leben des Philipp Melanchthon, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143106

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