Im zweiten Abschnitt der vorliegenden Arbeit werden Muster identifiziert, die die wirtschaftliche Entwicklung von Volkswirtschaften kennzeichnen und immer wieder in ähnlicher Form auftreten.
Im dritten Abschnitt wird eines dieser wiederkehrenden Muster – der Konjunkturzyklus – näher untersucht und es werden Instrumente gefunden, die genutzt werden können, um die Schwankungen der Wirtschaftsentwicklung während des Konjunkturzyklus´ zu beeinflussen.
Im vierten Abschnitt werden ökonomische Größen im Hinblick auf ihre Eignung als Vorlaufgröße für andere Größen untersucht. Danach werden die wichtigsten Konjunkturbarometer für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland vorgestellt.
Der fünfte Teil befasst sich mit der Entwicklung von teilweise schon in den vorherigen Abschnitten untersuchten Größen seit der Rezession des Jahres 2001 in den USA bis heute.
Im sechsten Teil werden mögliche Ursachen für die Finanzkrise identifiziert und Unterschiede zwischen einer gewöhnlichen Rezession und derjenigen in Folge der Finanzkrise aufgezeigt.
Im siebten Abschnitt wird das Fazit gezogen.
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau
2. Änderungen der wirtschaftlichen Aktivität
2.1 Saisonale Änderungen
2.2 Konjunkturelle Änderungen
2.3 Strukturelles Wachstum
3. Phasen im Konjunkturzyklus
3.1 Gründe für die zyklische Entwicklung der Konjunktur
3.2 Instrumente der Konjunktursteuerung
4. Konjunkturindikatoren
4.1 Allgemeine Indikatoren
4.2 Die wichtigsten deutschen Konjunkturbarometer
5. Entwicklungen nach dem Boom im Jahr 2000
6. Ursachen und Besonderheiten der Finanzkrise
6.1 Ursachen für die Finanzkrise
6.2 Besonderheiten der Rezession in Folge der Finanzkrise
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung im Vorfeld der Finanzkrise von 2007. Ziel ist es zu analysieren, ob die außergewöhnlichen ökonomischen Entwicklungen dieser Zeit durch klassische Konjunkturindikatoren hätten vorhergesehen werden können oder ob es sich um untypische, krisenspezifische Prozesse handelte.
- Analyse des Konjunkturzyklus und der verschiedenen Phasen wirtschaftlicher Aktivität.
- Untersuchung der Eignung konventioneller Indikatoren zur Prognose von Wirtschaftskrisen.
- Evaluation der Rolle von Finanzindikatoren und der internationalen Verflechtung der Märkte.
- Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Fiskal- und Geldpolitik im Konjunkturverlauf.
- Identifikation der Ursachen und Besonderheiten der Finanzkrise 2007 gegenüber vorangegangenen Rezessionen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes berührt jeden, der am Wirtschaftsleben teilnimmt. Dies trifft in Industrieländern auf fast jeden Mensch zu. Es ist wünschenswert mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Doch was ist die „wirtschaftliche Entwicklung“ überhaupt? Die vorliegende Arbeit gewährt einen Blick auf das, was darunter verstanden wird. Ziel ist es, einen Überblick über die Gründe und Auswirkungen von Änderungen der Wirtschaftslage zu erhalten. Darüber hinaus werden Zusammenhänge zwischen verschiedenen ökonomischen Größen beleuchtet. Hierdurch kann ein besseres Verständnis über den Einfluss dieser Größen auf die Wirtschaftslage und umgekehrt über den Einfluss der Wirtschaftslage auf diese Größen erlangt werden.
Im Zuge der im Jahr 2007 ausgebrochenen Finanzkrise veränderte sich das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland und anderen Ländern stark. So erhöhte sich in Deutschland die Zahl der Beschäftigten, die kurzarbeiten, zwischen Dezember 2008 und Juni 2009 von ca. 200.000 auf über 1,4 Millionen. Die Staatsschuld der BRD stieg – auch aufgrund der Konjunkturpakete und der Hilfsprogramme für Banken – im ersten Halbjahr 2009 um 5,7% auf 1,6 Billionen Euro. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen legte im ersten Quartal 2009 um 10% auf über 7700 zu.
In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwieweit diese außergewöhnlichen Entwicklungen nur ein Extremfall typischer zyklischer Veränderungen sind und inwieweit sie durch herkömmliche Indikatoren erfasst werden können. Darüber hinaus wird auf die Frage eingegangen, ob die Finanzkrise bereits im Vorfeld hätte vorhergesehen werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der Arbeit und setzt das Ziel, die Ursachen und Auswirkungen von Wirtschaftsschwankungen im Kontext der Finanzkrise 2007 zu untersuchen.
2. Änderungen der wirtschaftlichen Aktivität: Erläutert die theoretischen Grundlagen von saisonalen, konjunkturellen und strukturellen Wachstumsprozessen.
3. Phasen im Konjunkturzyklus: Analysiert den Konjunkturzyklus in vier Phasen und diskutiert Instrumente der Konjunktursteuerung sowie deren Wirkungslags.
4. Konjunkturindikatoren: Untersucht die Eignung verschiedener Indikatoren zur Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage und zur Prognose zukünftiger Entwicklungen.
5. Entwicklungen nach dem Boom im Jahr 2000: Betrachtet spezifische Finanzindikatoren und die Dynamik der Aktienmärkte nach dem Boom im Jahr 2000 als Vorboten möglicher Instabilitäten.
6. Ursachen und Besonderheiten der Finanzkrise: Identifiziert die marktseitigen und staatlichen Ursachen der Finanzkrise und arbeitet die qualitativen Besonderheiten der darauf folgenden Rezession heraus.
7. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, wonach viele Indikatoren die Schwere der Krise nicht rechtzeitig anzeigten, und fordert ein vorsichtigeres Handeln von Politik und Wirtschaft.
Schlüsselwörter
Konjunktur, Konjunkturzyklus, Finanzkrise 2007, BIP, Konjunkturindikatoren, Frühindikatoren, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Subprime-Krise, Arbeitslosenquote, ifo-Geschäftsklimaindex, ZEW-Index, Immobilienpreise, Leistungsbilanz, Kreditwachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Entwicklungen, Konjunkturindikatoren und den spezifischen Ursachen der globalen Finanzkrise ab 2007.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Fokus stehen der Konjunkturzyklus, die Rolle der Fiskal- und Geldpolitik, die Treffsicherheit von Konjunkturbarometern sowie die Dynamik von Finanz- und Immobilienmärkten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll geklärt werden, ob die Finanzkrise 2007 durch herkömmliche ökonomische Indikatoren hätte vorhergesehen werden können und worin ihre besonderen qualitativen Merkmale liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung historischer ökonomischer Daten und Zeitreihen (z.B. BIP, Zinsen, Kreditvolumen).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Wirtschaftszyklen, eine Bewertung verschiedener Indikatoren und eine detaillierte Analyse der Ursachen der Finanzkrise, insbesondere in den USA.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Konjunkturzyklus, Finanzkrise, Frühindikatoren, BIP-Wachstum und Fiskalpolitik bestimmt.
Warum war das Vertrauen der Banken untereinander ein zentraler Faktor?
Das gegenseitige Vertrauen gilt als Indikator für Kreditwürdigkeit; der schnelle Zusammenbruch dieses Vertrauens (messbar durch den LIBOR-Spread) nach der Insolvenz von Lehman Brothers kennzeichnet die Krise als qualitativ andersartig.
Welchen Einfluss hatte die Politik auf den Immobilienboom in den USA?
Die Politik förderte aktiv den Eigenheimerwerb durch ein niedriges Zinsniveau und regulatorische Anreize, was jedoch eine riskante Kreditvergabepraxis begünstigte.
Was unterscheidet die Rezession 2007 von anderen konjunkturellen Abschwungphasen?
Die Finanzkrise zeichnete sich durch eine schwere Erschütterung des Bankensektors, eine Kreditschrumpfung und ein massives Misstrauen aus, das über die üblichen zyklischen Schwankungen weit hinausging.
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- Maximilian Höly (Author), 2009, Konjunkturindikatoren und deren Entwicklung im Vorfeld der Finanzkrise von 2007, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143114