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Emotionale Intelligenz als Prädiktor für akademischen Erfolg? Der Zusammenhang von Trait Emotional Intelligence, Persönlichkeit und schulischen Leistungen

Titel: Emotionale Intelligenz als Prädiktor für akademischen Erfolg? Der Zusammenhang von Trait Emotional Intelligence, Persönlichkeit und schulischen Leistungen

Masterarbeit , 2023 , 87 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Masterarbeit wird der Zusammenhang der EI-Strömung Trait Emotional Intelligence im Zusammenhang mit schulischen Leistungen bei Grundschülern der 3. und 4. Klasse untersucht. Da die Trait EI im Persönlichkeitsfaktorenraum angesiedelt ist und einige Überschneidungen mit den Big Five Persönlichkeitsdimensionen vorweist, werden zudem die Zusammenhänge der Big Five mit schulischen Leistungen und mit der Trait EI ermittelt. Aufgrund anhaltender Kritik am Konstrukt der Trait EI wird auf Basis der Daten zuletzt die inkrementelle Validität der Trait EI über die Big Five Dimensionen hinaus geprüft.

Ist die EI bzw. die Trait EI ein Prädiktor für akademischen Erfolg? Ziel der vorliegenden Studie ist es, Klarheit über die Zusammenhänge von Trait EI, Persönlichkeit und schulischen Leistungen bei Grundschülern und über die inkrementelle Validität der Trait EI über die Big Five Persönlichkeitsdimensionen hinaus zu schaffen. Hierfür werden zu-nächst die theoretischen Grundlagen und der aktuelle Forschungsstand dargestellt. Basierend auf dieser Übersicht werden die Forschungsfragen und Hypothesen formuliert. Nach der Erläuterung der Methode folgt dann die Ergebnisdarstellung. Im darauffolgenden Diskussionsteil werden diese Ergebnisse dann interpretiert, eingeordnet und diskutiert, um ein abschließendes Fazit ziehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Emotionale Intelligenz

2.1.1 Trait Emotional Intelligence nach Petrides und Furnham

2.1.2 Kritik an der Trait Emotional Intelligence

2.2 Die Big Five der Persönlichkeit

2.2.1 Offenheit für Erfahrungen

2.2.2 Gewissenhaftigkeit

2.2.3 Verträglichkeit

2.2.4 Extraversion

2.2.5 Neurotizismus

3. Aktueller Forschungsstand

3.1 Emotionale Intelligenz und Leistung – Meta-Analysen

3.2 Studienergebnisse zu Trait Emotional Intelligence und Leistung

3.3 Persönlichkeitsdimensionen und Leistung

3.3.1 Offenheit für Erfahrungen und Leistung

3.3.2 Gewissenhaftigkeit und Leistung

3.3.3 Verträglichkeit und Leistung

3.3.4 Extraversion und Leistung

3.3.5 Neurotizismus und Leistung

4. Forschungsfragen und Hypothesen

5. Methode

5.1 Versuchspersonen

5.2 Messinstrumente

5.2.1 TEIQue-CSF

5.2.2 BFI-K KJ

5.2.3 Schulische Leistungen

5.3 Durchführung

5.4 Statistisches Verfahren

6. Ergebnisse

6.1 Deskriptive Statistiken

6.2 Korrelationen

6.2.1 Trait EI und Leistung

6.2.2 Big Five der Persönlichkeit und Leistung

6.2.3 Trait EI und Big Five der Persönlichkeit

6.3 Regressionsanalysen

6.3.1 Lineare einfache Regressionen

6.3.2 Hierarchische Regressionen

7. Diskussion

7.1 Die Trait Emotional Intelligence als Konstrukt

7.2 Limitationen

7.3 Empfehlungen für zukünftige Forschung

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Trait Emotional Intelligence (Trait EI), den Big-Five-Persönlichkeitsdimensionen und den schulischen Leistungen (Mathematik, Deutsch, Sachkunde) bei Grundschüler:innen der 3. und 4. Jahrgangsstufe. Ziel ist es, zu klären, ob die Trait EI als Prädiktor für akademischen Erfolg fungiert und ob sie über die Persönlichkeitsmerkmale hinaus einen inkrementellen Beitrag zur Erklärung der Schulleistungen leistet.

  • Zusammenhang zwischen Trait Emotional Intelligence und schulischer Leistung
  • Rolle der Big-Five-Persönlichkeitsdimensionen (Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, Extraversion, Neurotizismus) bei schulischem Erfolg
  • Inkrementelle Validität der Trait EI gegenüber Persönlichkeitsfaktoren
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren und Migrationshintergrund auf die Testergebnisse
  • Untersuchung bei Kindern im Grundschulalter (8–11 Jahre)

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Trait Emotional Intelligence nach Petrides und Furnham

Die Trait Emotional Intelligence oder auch „emotional self-efficacy“ (Petrides & Furnham, 2001, S. 427) wird als eine Konstellation emotionsbezogener, selbst wahrgenommener Fähigkeiten wie das Erkennen, Verarbeiten und Nutzen emotionsgeladener Informationen und Verhaltensdispositionen definiert. Diese Konstellation wird auf den unteren Ebenen der Persönlichkeitshierarchie angesiedelt und durch eine Selbstauskunft bewertet.

Der Begriff „Trait“ (Eigenschaft) soll zum einen die enge Beziehung zu bestehenden Persönlichkeitsdimensionen aufzeigen und zum anderen betonen, dass es sich nicht um eine kognitive Fähigkeit handelt (Petrides & Furnham, 2001). Aufgrund des direkten Bezugs zu etablierten Persönlichkeitstaxonomien sollte die Trait EI immer unter Bezugnahme dieser untersucht werden (Mavroveli et al., 2008). Auch deshalb werden die Faktoren der Persönlichkeit in der vorliegenden Studie gezielt miteinbezogen.

Das Konstrukt, das Petrides und Furnham (2001) als Trait EI systematisch eingeführt und untersucht haben, wurde schon zuvor von anderen Forscher:innen in ähnlicher Weise beschrieben (Bar-On et al., 2000; Dawda & Hart, 2000; Martinez-Pons, 1997; Petrides & Furnham 2000; Salovey et al., 1995; Schutte et al., 1998; Tapia, 2001). Neben der Konzeptualisierung der Trait EI nach Petrides und Furnham (2003) gibt es daher auch andere leicht abweichende Konstrukte der Trait EI, die teilweise weiter (Bar-On, 1997) oder enger (Schutte et al., 1998) gefasst sind, jedoch als nicht vollständig erachtet werden (Petrides, 2009) und daher nicht die theoretische Grundlage dieser Studie bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung schulischer Leistungen für den individuellen und gesellschaftlichen Erfolg und führt das Konstrukt der emotionalen Intelligenz als möglichen Prädiktor ein.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Trait Emotional Intelligence sowie das Big-Five-Modell der Persönlichkeit als theoretischen Rahmen.

3. Aktueller Forschungsstand: Hier werden bestehende Meta-Analysen und empirische Studien zur Beziehung zwischen EI-Konstrukten, Persönlichkeit und Schulleistungen kritisch zusammengefasst.

4. Forschungsfragen und Hypothesen: Basierend auf der theoretischen Literatur werden Forschungsfragen und Hypothesen zum Zusammenhang von Trait EI und Leistungen sowie zur inkrementellen Validität aufgestellt.

5. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe von 81 Grundschüler:innen, die verwendeten Messinstrumente (TEIQue-CSF und BFI-K KJ) sowie die Datenerhebung und statistische Auswertung.

6. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren deskriptive Statistiken, Korrelationsanalysen sowie lineare und hierarchische Regressionen, die den Einfluss von Trait EI und Persönlichkeit auf die Zeugnisnoten untersuchen.

7. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den Kontext der aktuellen Forschung gestellt, methodische Limitationen dargelegt und Empfehlungen für zukünftige Studien abgeleitet.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage: Gewissenhaftigkeit zeigt sich als stabiler Prädiktor, während die Trait EI keine inkrementelle Validität gegenüber den Big Five aufweist.

Schlüsselwörter

Trait Emotional Intelligence, Emotionale Kompetenz, Big Five, Persönlichkeit, Schulische Leistung, Grundschüler, Notendurchschnitt, Matheleistung, Inkrementelle Validität, Selbstwahrnehmung, Schülerbeurteilung, TEIQue-CSF, BFI-K KJ, Bildungsforschung, Sozialverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Trait Emotional Intelligence (Trait EI) einen Einfluss auf die schulischen Leistungen von Grundschulkindern hat und ob sie zusätzlich zu den klassischen Persönlichkeitsmerkmalen der "Big Five" zur Vorhersage dieser Leistung beitragen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen affektiver Persönlichkeit (Trait EI) und kognitiven Leistungsergebnissen (Noten) im schulischen Kontext, unter besonderer Berücksichtigung des Grundschulalters.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob ein Zusammenhang zwischen dem Faktor Trait Emotional Intelligence und den schulischen Leistungen von Grundschüler:innen besteht.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wurde eine empirische Querschnittstudie mit 81 Schüler:innen durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mittels Korrelationsanalysen sowie einfacher und hierarchischer Regressionsanalysen, um die Vorhersagekraft der Trait EI zu prüfen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Konzepte Trait EI und Big Five, eine Darstellung des aktuellen Forschungsstandes, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Präsentation der statistischen Ergebnisse.

Wie lässt sich die Arbeit anhand ihrer Schlüsselwörter charakterisieren?

Sie vereint Ansätze der Persönlichkeitspsychologie und der pädagogischen Psychologie, wobei Begriffe wie Trait EI, Schulleistung, Inkrementelle Validität und Persönlichkeitsdimensionen die wissenschaftliche Ausrichtung definieren.

Warum ist das Fach Mathematik besonders relevant für die Ergebnisse der Studie?

Die Untersuchung zeigt, dass die Noten im Fach Mathematik am stärksten mit der Trait EI und den Persönlichkeitsmerkmalen (insbesondere Gewissenhaftigkeit) korrelieren, möglicherweise aufgrund der hohen Anforderungen an Engagement und der emotionalen Belastung durch Prüfungsangst in diesem Fach.

Welche Rolle spielt der sozioökonomische Hintergrund der Stichprobe?

Die Autorin diskutiert, dass die untersuchte Grundschule in einem sozial schwachen Stadtteil mit hohem Migrationsanteil liegt, was die gefundenen Korrelationen erklären könnte, da Trait EI bei benachteiligten Gruppen eine stärkere kompensatorische Rolle spielen kann.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emotionale Intelligenz als Prädiktor für akademischen Erfolg? Der Zusammenhang von Trait Emotional Intelligence, Persönlichkeit und schulischen Leistungen
Hochschule
Universität Mannheim  (Bildungspsychologie)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
87
Katalognummer
V1431912
ISBN (PDF)
9783346984296
ISBN (Buch)
9783346984302
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emotionale Intelligenz schulische Leistung Trait Emotional Intelligence Persönlichkeit Big Five Leistungen Trait EI EI Studie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Emotionale Intelligenz als Prädiktor für akademischen Erfolg? Der Zusammenhang von Trait Emotional Intelligence, Persönlichkeit und schulischen Leistungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1431912
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Leseprobe aus  87  Seiten
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