Der Sturz des letzten Zaren


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
28 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zar Alexander III. und die Situation in Rußland

3. Der neue Zar - Nikolaus II

4. Die frühen Jahre

5. Die politische Situation

6. Feiertage und Krieg

7. Revolution

8. Die Abdankung

9. Schluß

10. Epilog

11. Literaturverzeichnis

12. Quellen

„ Ein starker Mann braucht die Macht nicht, ein schwacher wird von ihr erdr ü ckt “ Nikolaus II.

1. Einleitung

Als der junge russische Kaiser Nikolaus II. am 14.Mai 1896 feierlich zum Zaren gekrönt wurde, konnte die vor der Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Moskauer Kreml versammelte vieltausendköpfige, jubelnde Menge nicht erahnen, daß sie Zeuge zutiefst tragischer Ereignisse war. Vor ihren Augen vollzog sich die letzte in der Reihe der Krönungen eines autokratischen Herrschers Rußlands, die 1547 mit Iwan dem Schrecklichen begonnen hatte. Die Herrschaft Nikolaus II. begann indessen in einer erstaunlich ruhigen Zeit sowohl im inneren Leben des Landes als auch in den zwischenstaatlichen Beziehungen in Europa. Doch dessen ungeachtet näherte sich das Land mit jedem neuen Jahr der Herrschaft des letzten Zaren zuerst unmerklich, aber unwiderrufbar einer gigantischen historischen Katastrophe, deren Beginn der Fall der Monarchie im Februar/März 1917 war.

Die Gründe für en derart fatales historisches Schicksal Rußlands und das Ausmaß der persönlichen Verantwortung des Zaren selbst für den tragischen Ausgang seiner Herrschaft ist auch heute schwer zu bestimmen, obwohl der Klärung dieser Fragen eine wahrhaft unüberschaubare Memoiren- und Forschungsliteratur gewidmet ist . Hinzu kam nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Öffnung der Archive, und seitdem stehen dem Historiker die persönlichen Briefe, Fotos und Tagebücher der letzten Zarenfamilie zur Verfügung, die oftmals ein ganz anderes Bild zeigen, als es jahrzehntelang von der sowjetischen Regierung gezeigt wurde. Diese Arbeit stützt sich, soweit dies möglich ist, besonders auf Briefe und Tagebücher Nikolaus II. und seiner Frau, um Handlungen begreifbar und nachvollziehbar zu machen, und die Frage zu beleuchten, wieso das unausweichliche Ende der Monarchie in Rußland gekommen war.

2. Zar Alexander III. und die Situation in Rußland

Im Laufe des 19.Jahrhunderts ist in Rußland die Kluft zwischen dem Staat, d.h. dem Monarchen und den diesen tragenden und stützenden Kreisen des Adels, des Militärs und der Bürokratie, und der Gesellschaft, besonders der sogenannten Intelligenzija, sehr tief geworden.1 Trotz der Bauernbefreiung, die Zar Alexander II. gegen die heftigsten Widerstände 1861 durchsetzte, erreichte man keine Besserung der sozialen Zustände.2 Im Gegenteil. Alexander II. wurde 1879 von einem russischen Lehrer erschossen und weitere Attentate nahmen kein Ende.3 Die Befreiung selbst wurde weder von den Bauern noch vom Adel oder der Intelligenzija anerkannt. Die Bauern sahen sich nämlich trotzdem gezwungen, den Gutsbesitzern, denen sie ihr Land abkaufen mußten, Ablösungen zu zahlen, die sie auf die Dauer nicht aufzubringen vermochten.4 Alexanders II. zweiter Sohn und Thronerbe, Alexander III., hat in den dreizehn Jahren seiner Regierung (1881-1894) versucht, die revolutionäre Bewegung durch harten Polizeiterror zu unterdrücken, seine gesamte Innenpolitik zielte auf die Stärkung der Autokratie des Zaren und der Bürokratie ab.5 Von westlichem Firlefanz hielt Alexander III. wenig und hätte am liebsten die Geschichte Rußlands bis in die Zeit vor Peter dem Großen zurückgedreht. Im Laufe der Jahre verfestigte sich seine Lebensphilosophie, seinen Untertanen ein stetes Vorbild an Frömmigkeit, Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit und Tugendhaftigkeit zu sein. Er bemühte sich, als mustergültiger Landesvater gesehen zu werden, und vor allem sein Familienleben war mustergültig.61866 hatte er die dänische Prinzessin Dagmar von Dänemark geheiratet.

Der Schrecken des Attentates auf Alexander II. wirkte lange nach, und auch der neue Zar, der ohne jeglichen Widerstand das Thronerbe antrat, sah überall lauernde Gefahren. Er verließ bereits am 24.März 1881 die Hauptstadt St. Petersburg und ließ sich in Gatschina nieder, eine der zahlreichen Residenzen in der Umgebung.7 Unter Alexanders III. Herrschaft wandelte sich Rußland mit atemraubender Dynamik zum Industriestaat, noch immer in weitem Abstand zum übrigen Europa, doch dazu entschlossen, es einzuholen und endlich zu überholen.8 Er lockte ausländische Investoren in das Land und gliederte die russische Wirtschaft in das System der Weltwirtschaft ein. Die Freundschaft seines Vaters zum deutschen Kaiser und den weiteren preußischen Verwandten teilte er nicht, das Bündnis mit Frankreich 1890 ging er ungern ein.9 Aber auf wirtschaftliche Hilfe konnte Rußland nicht verzichten. So blieb man bemüht, mit Deutschland einen freundlichen Verkehr aufrecht zu erhalten, was auch den Absichten Kaiser Wilhelms II. entgegenkam. Unverbunden untereinander, suchten die großen Monarchien Spannungen zu vermeiden. Und daran änderte sich nichts, als Nikolaus II. seinem Vater 1894 nachfolgte.

3. Der neue Zar - Nikolaus II.

Nikolaus, am 6.Mai 1868 geboren10, wurde von früh auf spartanisch erzogen, damit er von früh auf lerne, keine Ansprüche zu stellen, streng mit sich selbst zu sein und sein verträumtes Gemüt zu kräftigen.11 Ein hartes Feldbett, kaltes Wasser beim Duschen, schlichte Mahlzeiten, bescheidene Kleidung, ein geregelter Stundenplan für den Unterricht und Übungen gewöhnten den freundlichen Knaben rasch daran, sich keinen Flausen über seinen Rang hinzugeben. Das Essen war ebenfalls kärglich. Der Finanzminister Sergej Witte schrieb später: „ Der kaiserliche Tisch war immer relativ kärglich gedeckt, und das Essen, das am Tische des Hofmarschall serviert wurde, war manchmal geradezu gesundheitsgefährdend.“12 Nikolaus war mit seinen 1,70m von eher kleiner Statur und wurde leicht von seiner Umgebung überragt. Er hatte kaum praktische Erfahrungen, auf die er im Falle seiner Thronbesteigung zurückgreifen konnte.13 Das Parlament, so war Nikolaus besonders von seinem Erzieher aus dem Kabinett seines Vaters, Konstantin Pobedonoszew, gelehrt worden, sei eine Institution, die „den persönlichen Ambitionen, der Eitelkeit und den Eigeninteressen ihrer Mitglieder dient. Die Institution des Parlaments ist in der Tat eine der größten Veranschaulichungen menschlichen Irrglaubens.“14 Seine allgemeine Erziehung machte aus Nikolaus einen Menschen, der gut über die freundlichen Seiten des Lebens informiert, jedoch schlecht darauf vorbereitet war, einmal zu regieren. Wenn er sich aber engagierte, war sein Gedächtnis hervorragend: er sprach Russisch, Deutsch, Französisch, Dänisch und Englisch. Sein Urteilsvermögen und seine Entschlußkraft blieben jedoch in einem unreifen Stadium stecken, so daß viele seiner Urteile sich auf den Glauben an das überholte System der Autokratie und auf momentane Launen stützten.15

Nikolaus Gemahlin wurde die junge deutsche Prinzessin Alix von Hessen- Darmstadt. Nikolaus hatte lange um Alix werben müssen. Seine Eltern waren von der Braut nicht begeistert, als Deutsche, die noch dazu die Enkelin der britischen Königin Viktoria war; und sie, Alix, zögerte lange, ehe sie sich bereit erklärte, zum orthodoxen Glauben überzutreten und zu Alexandra Fjodorowna zu werden.16 Aber es war eine Liebesheirat und am 14.November 1894 wurden Nikolaus und Alexandra in St. Petersburg getraut, und da noch Staatstrauer um Alexander III. herrschte, holte man den erforderlichen Prunk erst zur pompösen Krönung im Mai 1896 nach. Nikolaus wurde, wie seine Vorfahren auch, in Moskau, in der Uspenskij-Kathedrale, gekrönt. Noch einmal bekräftigte er hierdurch die Verbundenheit zu Rußlands großer Vergangenheit und erinnerte an die Einheit von Zar, Staat und Kirche.17 Während der Feierlichkeiten sollte es jedoch zu einem tragischen Unglück kommen: Bei der mehrere Tage dauernden Krönung war es üblich, daß auch das Volk in die Feierlichkeiten einbezogen werden sollte. Zur bleibenden Erinnerung an dieses einmalige Ereignis sollten auch dieses Mal kostenloses Essen, Freibier und vor allem kleine Geschenke ausgegeben werden.18 Das Chodynkafeld war als Schauplatz dieser Volksspeisung ausgewählt worden. Abertausende Menschen waren zusammengeströmt, um ihre Geschenke in Empfang zu nehmen. Jeder wollte der erste sein, und viele fürchteten, ohne Präsent nach Hause gehen zu müssen. Blutiges Chaos brach schließlich aus; über tausend Tote blieben zertrampelt zurück. Dem Zaren wurde hiervon gar nichts mitgeteilt, erst einen Tag später erfuhr er von dem Drama, aber dennoch wurde ihm das Ganze später sehr zur Last gelegt.19 Doch solch ein Vorfall wurde in der russischen Bevölkerung als böses Omen für die Zukunft angesehen, und bald sprach man von Nikolaus II. schon als „Unglückszar“.20

4. Die frühen Jahre

Das deutsche Reich hatte nach Bismarcks Abgang 1890 die Erneuerung des Rückversicherungsvertrages zwischen Deutschland, Österreich und Rußland wegen der in Deutschland andauernden Kanzlerkrise nicht verlängert. Für Rußland war es höchste Zeit, sich nach einem neuen europäischen Verbündeten umzusehen, der die gleiche wirtschaftliche Potenz wie Deutschland besaß.211891 kam es schließlich zu Verhandlungen zwischen Frankreich und Rußland, und 1892 erfolgte der Abschluß eines Militärbündnisses, das sich eindeutig gegen Deutschland richtete. Das französische Kapital floß in großem Umfang nach Rußland, und der russische Finanzminister Sergej Witte begann mit der verkehrsmäßigen Erschließung des Reiches, die Voraussetzung für jeden industriellen Auf- und Ausbau.22 Es folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, die Industrieproduktion stieg sprunghaft an, und einher ging damit die soziale Umstrukturierung. Neben der neuen Geldaristokratie bildete sich in den großen Städten das Industrieproletariat, eine Gruppe, die eine Verbindung zwischen Arbeiterschaft und Bauerntum herstellte23, und dies machten sich die Revolutionäre zu nutzen.24

Wie Nikolaus II., der sich so wenig für die Staatsführung vorbereitet glaubte, am Beginn seiner Regierungszeit wirklich dachte, das erfuhren als erste die Semstwo-Vertreter25 des Gouvernements Twer: „ Es ist mir zu Ohren gekommen, daß in jüngster Zeit in einigen Semstwos unvernünftige Hirngespinste hinsichtlich einer Beteiligung von Vertretern der Semstwos an der Staatsregierung geäußert worden sind. Man möge zur Kenntnis nehmen, daß ich alle meine Kräfte für das Wohl des Volkes einsetze und das Prinzip der Autokratie ohne Abstriche aufrechterhalten und ebenso strikt anwenden werde, wie es mein unvergeßlicher Vater getan hat.“26

Solche Sätze waren natürlich eine einzige Herausforderung an die liberalen Geister des Landes, die sich vom Wechsel auf dem Zarenthron so viel erhofft hatten. So wie Nikolaus II. 1895 vor den Semstwo-Vertretern erklärte, ist er im Grunde bei seinen Absichten geblieben, und alle Zugeständnisse, die ihm die Revolution von 190527, nach dem verlorenen russisch-japanischen Krieg, abgepreßt hat, wurden widerwillig gegeben, in der Absicht, sie bei einer sich bietenden Gelegenheit zu widerrufen.28 Die Zarinmutter, Maria Fjodorowna, die den Sohn in den ersten Jahren seiner Regierung auch politisch beriet, schien früh erkannt zu haben, daß diese Vorstellung von Autoktratie nicht mehr zu verwirklichen war. Sie war es auch, die dem Sohn den Erlaß des von Sergej Witte ausgearbeiteten Manifestes vom 17. Oktober 1905, in dem dem Reich eine Verfassung angekündigt wurde, geraten hat.29 Sie war ihren Söhnen gegenüber im Übrigen nie besonders illusionär. In einer Unterredung mit Witte soll sie gesagt haben: „Sie wollen sagen, der Zar habe weder Willen noch Charakter? Das ist wahr. Aber sehen Sie, gegebenenfalls würde ihn Mischa (der Großfürst Michael Alexandrowitsch, der jüngere Bruder Nikolaus’) ersetzen. Und glauben sie mir, er hat noch weniger Willen und Chrakter.“30 Maria Fjodorowna hat ihrem Sohn gegenüber niemals aus ihrer Gesinnung einen Hehl gemacht. Nikolaus ließ sich von ihr zwar alles sagen, aber hörte im Grunde nicht auf sie. Der Einfluß der Mutter verschwand zudem schon nach wenigen Jahren und wurde schließlich ganz verdrängt von dem der Gattin Alexandra Fjodorowna, der ehemaligen Alix von Hessen.

In den nicht ganz zweieinhalb Jahrzehnten, in denen ihr Leben dem Nikolaus’ verbunden war, ist sie, von Natur mit einem viel stärkeren Willen ausgestattet, mehr und mehr in die Rolle der heimlichen Herrscherin hineingewachsen.31 Keine russische Zarin außer Katharina II, hat in solch einem Maße das Schicksal des Riesenreiches eingegriffen, wie diese Frau. Sie ist der Dynastie der Romanows nicht nur dadurch, daß sie einem mit einer schlimmen Krankheit gezeichneten Thronerben das Leben schenkte (Alexej wurde 1904 nach vier Töchtern, Olga (1895), Tatjana (1897), Maria (1899) und Anastasia (1901), geboren), sondern vor allem durch ihre politischen Entscheidungen zum Schicksal geworden.32

Die kaiserliche Familie lebte für sich in Zarskoje Selo,33 und nur wenige Neuigkeiten drangen in den ersten Jahren über ihr Familienleben nach draußen. Alexandra glaubte fest daran, daß das russische Volk den Zaren, ihren geliebten „Nicky“, verehrte.34 Sie wollte alles tun, um dieses Band noch fester zu knüpfen. Als sich herausstellte, daß sie ihrem Sohn Alexej die unheilbare Bluterkrankheit vererbt hatte, setzte sie alles daran, um diese bittere Wahrheit geheimzuhalten. Nur engste Vertraute wußten um das Geheimnis des Zarewitsch; der Öffentlichkeit wurden Lügen serviert.35 Diese sah eine glückliche Familie mit außergewöhnlich hübschen Kindern. Aber sie sah auch

[...]


1 Vgl. Hellmann, Manfred, Die russische Revolution, S.10.

2 Vgl. ebd., S.10.

3 Vgl. Ziegler, Gudrun, Das Geheimnis des Romanows, S.262.

4 Vgl. Hellmann, Die russische Revolution, S.10.

5 Vgl. ebd., S.13.

6 Vgl. Ziegler, Geheimnis der Romanows, S.265.

7 Vgl. Ziegler, Geheimnis der Romanows, S.267.

8 Vgl. Straub, Eberhard, Drei letzte Kaiser, S.338.

9 Vgl. ebd., S.340.

10 Am Tag des Hl. Hiob. Im liturgischen Kalender der russisch-orthodoxen Kirche war das einer der ungünstigsten Tage für eine Geburt. Nikolaus, der dem religiösen Mystizismus zugetan war, dachte oft über die Worte des Hiob nach: „ Der Tag müsse verloren sein, darin ich geboren bin...Derselbe Tag müsse finster sein, und Gott von oben herab müsse nicht nach ihm fragen; kein Glanz müsse über ihn scheinen...“

11 Vgl. ebd., S.340.

12 Vgl. Witte, Sergej, Erinnerungen, S.39.

13 Vgl. King, Greg, Alexandra, S.96.

14 Vgl. ebd., S.97.

15 Vgl. ebd., S.97.

16 Vgl. Ziegler, Romanows, S.271.

17 Vgl. ebd., S.272.

18 Vgl. ebd., S.273.

19 Vgl. ebd., S.274.

20 Nikolaus stand in dieser Sache wohl zwischen den Fronten. Auf der einen Seite schockiert über die Vorkommnisse, wollte er auch nicht den Großfürsten Sergej, den Ehemann von Alixs Schwester Ella, für das Geschehene allein verantwortlich machen. Großfürst Nikolaj Michailowitsch schrieb an den russischen Kaiser: „Vergiss eines nicht, Nicky: Das Blut dieser tausend Männer, Frauen und Kinder wird für immer einen Flecken auf deiner Herrschaft hinterlassen. Die Toten kannst du nicht mehr zum leben erwecken, aber du mußt wenigstens Mitgefühl mit ihren Familien zeigen. Die Gegner des Regimes sollen nicht sagen dürfen, der junge Zar habe getanzt, während seine ermordeten Untertanen zum Blutacker getragen wurden.“ Großfürst Alexander Michailowitsch an Zar Nikolaus II., 18.Mai 1896, zitiert nach: Maylunas, Andrej, Nikolaus und Alexandra. Ein paar Tage später besuchte das Zarenpaar die Verletzten im Krankenhaus, ein Gottesdienst gelesen und den Familien der Opfer jeweils 1000 Rubel gespendet.

21 Vgl. Hellmann, S.15.

22 Vgl. ebd., S.15.

23 Die Arbeiter blieben vollberechtigte Mitglieder ihrer Haftungsgemeinde, des Mir, beließen oft sogar ihre Familien in den heimatlichen Dorfgemeinden, und lebten anfänglich unter den schlimmsten Bedingungen.

24 Vgl. Hellmann, S.15.

25 Vertreter der lokalen Selbstverwaltung.

26 Vgl. Ziegler, S.274.

27 Am 9.Januar 1905, mitten im russisch-japanischen Krieg, zogen rund 150000 Arbeiter unter der Führung des Popen Gapon friedlich vor den Winterpalast in St Petersburg, um den Kaiser eine Bittschrift zu überreichen, die soziale und politische Reformen vorschlug. Es handelte sich um eine loyale Kundgebung. Nikolaus II. war nicht in St. Petersburg, er hatte sich vorzeitig nach Zarskoje Selo begeben, wußte aber, daß eine Demonstration stattfinden werde. Die Truppen, die den Winterpalast bewachten, verloren die Nerven unter dem Eindruck der Massen, die Bilder des Zaren und Ikonen mit sich führten. Es kam zu Schießereien, bei denen es 170 Tote und einige Verwundete gab. Der „Blutige Sonntag“ führte zum Ausbruch der ersten russischen Revolution und erschütterte das Ansehen des Zarentums als versöhnende, ordnende Einrichtung.

28 Vgl. Hellmann, S.18.

29 Vgl. ebd., S.18.

30 Witte, Sergej, Erinnnerungen, zitiert nach Hellmann, S.18.

31 Vgl. Hellmann, S.18..

32 Vgl. ebd., S.19.

33 Wörtl. Übersetzt: Dorf der Zaren, ein kleiner Ort nahe St. Petersburg.

34 Vgl. Ziegler, S.277.

35 Vgl. ebd. S.277.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Der Sturz des letzten Zaren
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Historisches Seminar)
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
28
Katalognummer
V143295
ISBN (eBook)
9783640525577
ISBN (Buch)
9783640525799
Dateigröße
552 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sturz, Zaren
Arbeit zitieren
Carsten Berger (Autor), 2003, Der Sturz des letzten Zaren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143295

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Der Sturz des letzten Zaren


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden