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Das didaktische Sportartenkonzept. Interpretationen, Kriterien und Möglichkeiten

Titre: Das didaktische Sportartenkonzept. Interpretationen, Kriterien und Möglichkeiten

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 13 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Matthias Müller (Auteur)

Didactique - Sport, Pédagogie du sport
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Das Sportartenkonzept – wenn man diesen Begriff zum ersten Mal liest, könnte man vermuten, es handle sich um ein sauber definiertes Sportdidaktisches Konzept. Doch wäre dies ein voreiliger Schluss. Man muss sich zunächst einmal vergegenwärtigen, dass das so angesprochene Sportartenkonzept kein theoretisch begründetes, Modell darstellt, sondern das Produkt einer historischen Entwicklung ist.

Die Anfänge des Sportartenkonzeptes sind sicherlich in den 20er und 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts zu suchen, als das Schulturnen nach SPIEß mit seinen Ordnungsübungen durch die Leibeserziehung abgelöst wurde. Diese Entwicklung wurde forciert durch die Olympischen Spiele.

Es kam zu einem immanenten Anstieg der Schulsportinhalte. So umfasst der traditionelle Kanon der Schulsportarten seit den 70er Jahren Gerätturnen, Gymnastik/ Tanz, Leichtathletik, Schwimmen, Basketball, Fußball, Handball und Volleyball. Mit der steigenden Zahl der Inhalte verkürzte sich natürlich auch die Unterrichtszeit, die für die einzelnen Sportarten zur Verfügung stand. Dadurch kam es zum Ausbleiben der Entwicklung körperlicher Voraussetzungen und somit auch zum Ausbleiben der erhofften Leistungen. Diesem Leistungsschwund der Schüler wollte man entgegenwirken, indem in den Lehrplänen eine große Zahl weiterer Sportarten zur Wahl gestellt wurde.

Angesichts dieser historischen Genese stellt sich für die moderne Schulsportdidaktik die Frage, ob das Sportartenkonzept eine reine Sammlung der Sportarten ist zum besseren Verwalten dieser im Sportunterricht? Wenn dem so ist, sind die Sportarten im Schulsportkanon dann beliebig austauschbar? Oder vermag das Sportartenkonzept mehr zu leisten als die bloße Ordnung der Schulsportinhalte?

Diesen Fragen soll im Folgenden, nachgegangen werden, ohne den Anspruch zu vermitteln die Diskussion mit diesem Beitrag hinreichend abzuschließen. Vielmehr sollen ausgewählte Aspekte vorgestellt werden und einige Impulse für die weiter führende Auseinandersetzung mit dem Thema gegeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Das Sportartenkonzept – ein abstrakter Begriff

1.1 Das technokratische Sportartenkonzept – eine Fehlinterpretation

1.2 Möglichkeit zur Strukturierung der Schulsportinhalte

1.3 Gütekriterien für Schulsportarten

2 Das pure Sportartenkonzept – eine strenge Interpretation

3 Das Potenzial zur Legitimation des Schulsports

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Sportartenkonzept im Schulsport und analysiert, inwieweit dieses als fundiertes didaktisches Modell zur Strukturierung von Inhalten dienen und zur Legitimation des Schulsportunterrichts beitragen kann, statt lediglich eine beliebige Sammlung von Sportarten darzustellen.

  • Historische Genese und Entwicklung des Sportartenkonzepts
  • Kritik am technokratischen Sportartenkonzept und Abgrenzung
  • Strukturierung von Schulsportinhalten anhand eines Kontinuums (Sport-Spiel-Kunst)
  • Definition und Anwendung von Gütekriterien für Schulsportarten
  • Legitimation des Schulsports durch das "pure Sportartenkonzept"

Auszug aus dem Buch

1.2 Möglichkeit zur Strukturierung der Schulsportinhalte

„Sport ist ein recht abstrakter Begriff, der sich nur schwer definieren und in seinem Bedeutungsumfang abgrenzen lässt. Er bezeichnet letztlich ein bestimmtes Verhältnis des Menschen zur Bewegung, nämlich die Auseinandersetzung mit der Bewegung um ihrer selbst willen. Dieser Charakter des Zweckfreien, Spielerischen und nicht Lebensnotwendigen hebt die Sportweltwelt deutlich von der Arbeitswelt ab. Sport wird damit zu einer – in der modernen Industriegesellschaft sogar zur dominierenden – Ausdrucksform der menschlichen Bewegungskultur.“ (SÖLL, 2005, S.35)

In dieser Aussage klingt an, dass das Sportartenkonzept mehr sein muss, als bloß eine Aufzählung der Schulsportarten. Um dies klarer zum hervorzuheben, muss man sich vergegenwärtigen, dass der Schulsportunterricht den Anspruch auf Allgemeinbildung vertritt. Nach KLAFKI bedeutet das die Bildung im Medium des Allgemeinen, das kann man so verstehen, wie es SÖLL in der obigen Aussage formuliert. Des weiteren muss, wie KLAFKI meint, die Bildung in allen Grunddimensionen menschlicher Interessen erfolgen. Damit ist klar, dass der Schulsport das Interessenfeld der Schüler, was Sport angeht, zumindest teilweise erreichen muss. Für die Schüler bedeutet Sport treiben, dass man einer Sportart nach geht. So wie sie es in ihrem Lebensumfeld also Familien, Vereinen, Medien erleben. Damit ergibt sich für den Schulsport Unterricht die Frage, welche Sportarten in den Kanon der Schulsportarten aufgenommen werden sollen? Darauf kann das Sportartenkonzept eine Antwort geben, denn es ermöglicht auf einzigartige Weise eine Strukturierung der Sportarten auf einem Kontinuum. (siehe Abb. 1)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Sportartenkonzept – ein abstrakter Begriff: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Sportartenkonzepts und grenzt es von einer rein technokratischen Fehlinterpretation ab.

1.1 Das technokratische Sportartenkonzept – eine Fehlinterpretation: Hier werden die Merkmale einer instrumentellen Sichtweise kritisiert, bei der Sportarten als bloße Schubladen für Wettkampfsportinhalte missbraucht werden.

1.2 Möglichkeit zur Strukturierung der Schulsportinhalte: Der Abschnitt erläutert die Strukturierung von Sportarten entlang eines Kontinuums zwischen Kunst, Sport und Spiel, um dem Anspruch der Allgemeinbildung gerecht zu werden.

1.3 Gütekriterien für Schulsportarten: Es werden spezifische Kriterien definiert, anhand derer die Eignung und das pädagogische Potenzial von Sportarten für den Schulsport bewertet werden können.

2 Das pure Sportartenkonzept – eine strenge Interpretation: Das Kapitel diskutiert ein Modell, das sich auf drei obligatorische Sportarten konzentriert, um motorische Kompetenzen nachhaltig zu fördern.

3 Das Potenzial zur Legitimation des Schulsports: Der abschließende Hauptteil zeigt auf, wie ein fundiertes Sportartenkonzept als Argumentationsgrundlage für die Daseinsberechtigung des Faches Sport in der Schule dient.

Schlüsselwörter

Sportartenkonzept, Schulsport, Sportdidaktik, Allgemeinbildung, Sportunterricht, Technokratisches Sportartenkonzept, Sport, Spiel, Kunst, Gütekriterien, Bewegungserziehung, motorische Kompetenzen, Legitimation, Schulsportkanon, Sportpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sportdidaktischen Einordnung und der Bedeutung des Sportartenkonzepts für den modernen Schulsport.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Genese des Konzepts, die notwendige Abgrenzung vom Leistungssport sowie Kriterien zur inhaltlichen Strukturierung des Schulsports.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass das Sportartenkonzept weit mehr als eine einfache Ordnung darstellt und einen wesentlichen Beitrag zur Legitimation des Sportunterrichts leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung didaktischer Konzepte unter Einbeziehung sportpädagogischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die kritische Auseinandersetzung mit Fehlinterpretationen, die methodische Strukturierung durch ein Sport-Spiel-Kunst-Kontinuum und die Herleitung von Gütekriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Sportartenkonzept, Schulsportdidaktik, Allgemeinbildung und Legitimation.

Inwiefern unterscheidet sich das "pure Sportartenkonzept" von der gewöhnlichen Praxis?

Es plädiert für eine konsequente Beschränkung auf drei obligatorische Sportarten, um durch vertiefte Übung eine nachhaltigere Entwicklung motorischer Kompetenzen zu erreichen, statt einer oberflächlichen Vielfalt.

Warum wird das technokratische Sportartenkonzept kritisiert?

Da es den Schulsport lediglich als verlängerten Arm des Vereins- und Hochleistungssports betrachtet und somit pädagogische Ansprüche zugunsten externer Interessen vernachlässigt.

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Résumé des informations

Titre
Das didaktische Sportartenkonzept. Interpretationen, Kriterien und Möglichkeiten
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Sportwissenschaft)
Cours
Oberseminar Sportpädagogik
Note
1,5
Auteur
Matthias Müller (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
13
N° de catalogue
V143340
ISBN (ebook)
9783640520015
ISBN (Livre)
9783640521173
Langue
allemand
mots-clé
Didaktische Konzepte Sportartenkonzept Interpretationen Kriterien Möglichkeiten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Matthias Müller (Auteur), 2009, Das didaktische Sportartenkonzept. Interpretationen, Kriterien und Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143340
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Extrait de  13  pages
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