Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Kinder und Jugend

Suizidalität und Soziale Medien. Verantwortungsvoller Umgang mit Sozialen Medien und Suizidprävention

Titel: Suizidalität und Soziale Medien. Verantwortungsvoller Umgang mit Sozialen Medien und Suizidprävention

Bachelorarbeit , 2022 , 73 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Madeleine Karajan (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage "Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Sozialen Medien und der Suizidalität bei Adoleszenten?". Zur Beantwortung dieser Frage werden zunächst die Begrifflichkeiten "Soziale Medien" und "Suizidalität" definiert und auf Besonderheiten, die sich für Jugendliche in diesem Zusammenhang ergeben, eingegangen. Daraufhin werden die Fragestellung und die Methode dieser Thesis erläutert, gefolgt von der Darstellung der Ergebnisse. Die Arbeit schließt mit einer Diskussion, in der die Ergebnisse zusammengefasst und interpretiert werden. Außerdem werden hier die Grenzen der eigenen Untersuchung aufgezeigt und ein Ausblick auf die Forschung und Praxis gegeben. Die Arbeit endet mit einem Fazit.

Bei meinen Nachforschungen entdeckte ich Suizidspiele, die zu einer Erhöhung der Suizidrate beitragen können. Ich stieß auch auf Suizidgruppen und -foren, in denen sich Jugendliche gegenseitig Tipps zum Suizid geben können. Außerdem gab es Fälle von Suiziden, die über Livestreams auf verschiedenen SNS geteilt werden und so Zuschauer verleiten können. Diese Beispiele verdeutlichen die Gefährlichkeit von Sozialen Medien bei missbräuchlichem Gebrauch. Dies wurde ebenfalls in dem Film "Das Dilemma mit den Sozialen Medien" von Jeff Orlowski, Davis Coombe und Vickie Curtis thematisiert, durch den ich auf das Thema dieser Bachelorthesis kam. Im Film werden unter anderem die Auswirkungen von Sozialen Medien auf die psychische Gesundheit mit besonderem Blick auf die steigenden Suizidzahlen bei Jugendlichen behandelt. Da Soziale Medien nicht mehr aus dem Alltag von Jugendlichen wegzudenken sind und die Adoleszenz außerdem eine Zeit ist, in der Jugendliche sehr vulnerabel sind, muss ein Weg gefunden werden, wie mit Sozialen Medien verantwortungsvoll umgegangen werden und durch die im besten Fall Suizidprävention betrieben werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund

2.1 Soziale Medien

2.1.1 Definition Soziale Medien

2.1.2 Nutzung der Sozialen Medien durch Jugendliche

2.1.3 Beweggründe für die Nutzung Sozialer Medien

2.2 Suizidalität

2.2.1 Definition Suizidalität

2.2.2 Suizidalität bei Jugendlichen

2.2.3 Warnsignale, Risiko – und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Suizidalität bei Jugendlichen

2.2.4 Besonderheiten jugendlicher Suizidalität

2.2.5 Werther-Effekt

3. Fragestellung und Methode

4. Ergebnisse

4.1 Problematischer Gebrauch

4.2 Confounder (Geschlecht)

4.3 Screentime

4.4 Vaguebooking

4.5 Cybermobbing

4.6 Negative Auswirkungen von Sozialen Medien auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen

4.6.1 Angststörung und Depression

4.6.2 Schlechte Schlafqualität und Schlafstörung (Insomnie)

4.6.3 Körperbild

4.6.4 FoMO

4.7 Positive Folgen von SM

5. Diskussion

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Interpretation der Ergebnisse

5.3 Grenzen der eigenen Untersuchung

5.4 Ausblick auf Forschung und Praxis

5.5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Suizidrisiko bei Jugendlichen. Das Kernziel besteht darin, zu eruieren, wie digitale Interaktionen und die verstärkte Nutzung digitaler Plattformen die psychische Gesundheit sowie suizidale Tendenzen in der Zielgruppe beeinflussen, wobei neben Risikofaktoren auch potenzielle Schutzfaktoren und präventive Ansätze beleuchtet werden.

  • Einfluss von Social Media auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen
  • Analyse von Risikofaktoren wie Cybermobbing, FoMO und Schlafmangel
  • Bedeutung von Geschlechterunterschieden in der Mediennutzung und Suizidalität
  • Diskussion über positive Effekte und präventive Nutzungsmöglichkeiten
  • Ethische und praktische Aspekte der Suizidprävention im digitalen Raum

Auszug aus dem Buch

2.2.5 Werther-Effekt

1774 veröffentlichte Goethe seinen Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“. In diesem Roman führt den jungen Titelhelden eine unglückliche Liebe in den Suizid, der sehr detailliert beschrieben wurde. Nach Veröffentlichung des Romans ergab sich das Phänomen, dass es zu zahlreichen Nachahmungssuiziden kam. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sensationsträchtige und anschauliche Darstellungen von Suiziden in Berichten zu einem Anstieg der Suizidrate führten. Später wurde dann in Anlehnung an Goethes Roman für diese Imitationssuizide der Begriff „Werther-Effekt“ eingeführt (Gerngroß, 2020, S.42).

Auch wenn der Werther-Effekt in der Öffentlichkeit stark in der Diskussion steht, beweisen viele Studien seine Existenz. So ergab sich beispielsweise, dass nach dem Tod eines Prominenten die Suizidrate kurzfristig anstieg. Der am längsten und intensivste in den Medien präsente Suizid, ist der Tod von Marilyn Monroe. Dies hatte den höchsten Anstieg der Suizidrate in der Bevölkerung zur Folge (Ziegler & Hegerl, 2002, S. 42). Der Werther-Effekt beschreibt also laut Ziegler & Hegerl (2002), dass sich je nach Art der medialen Berichterstattung mehr Menschen das Leben nehmen, als ohne dies der Fall gewesen wäre. Sie formulieren es so: „Man muss davon ausgehen, dass durch Medienwirkungen Menschen zu Tode kommen, die sich normalerweise nicht das Leben nehmen würden“ (S.43).

Erklärt wird dieses Phänomen in einigen Studien durch das Konzept des präsuizidalen Syndroms nach Erwin Ringel (1953). Demnach ziehen Menschen gedanklich vor einem Suizid oder Suizidversuch den Suizid oft als Möglichkeit in Betracht und schwanken dabei zwischen lebenserhaltenden und selbstzerstörerischen Impulsen. In dieser Phase sind Betroffene besonders vulnerabel für Einflüsse, insbesondere für Botschaften der Umwelt (auch Medienbotschaften) die den Ausgang dieses inneren Konflikts beeinflussen können (siehe hierzu auch: 2.2.3. Warnsignale, Risiko- und Schutzfaktoren) (Till & Niederkrothaler, 2019, S. 121).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Suizidalität im Kontext von Social Media, illustriert durch Beispiele wie Challenges, und Erläuterung der Relevanz der Thesis.

2. Hintergrund: Definition zentraler Begriffe wie Soziale Medien und Suizidalität, sowie Einordnung der besonderen Vulnerabilität von Jugendlichen und relevante Theorien.

3. Fragestellung und Methode: Erläuterung des Forschungsziels und der methodischen Vorgehensweise der Literaturrecherche zur Beantwortung der Forschungsfrage.

4. Ergebnisse: Detaillierte Darlegung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verschiedenen Aspekten wie Cybermobbing, Screentime, FoMO und psychischen Auswirkungen.

5. Diskussion: Interpretation der Untersuchungsergebnisse, Erörterung der Inkonsistenzen in der Studienlage sowie Grenzen der Arbeit und Ausblick auf Präventionsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Soziale Medien, Suizidalität, Jugendliche, Psychische Gesundheit, Cybermobbing, Werther-Effekt, Suizidprävention, Screentime, FoMO, Adoleszente, Depression, Internetnutzung, Medienwirkung, Selbstwirksamkeit, Resilienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Auftreten von Suizidalität bei Jugendlichen, wobei sowohl negative Risiken als auch potenzielle positive Aspekte beleuchtet werden.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen digitaler Plattformen auf das psychische Wohlbefinden, Mechanismen wie Cybermobbing, FoMO und der Rolle von Bildschirmzeit sowie Strategien der Suizidprävention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Thesis?

Das Hauptziel ist es, wissenschaftlich zu ergründen, welche spezifischen Zusammenhänge zwischen der Nutzung sozialer Medien und Suizidalität bei Adoleszente bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?

Die Autorin bedient sich einer strukturierten Literaturrecherche, hauptsächlich in der Datenbank PubMed, ergänzt durch Google Scholar und den Bestand der Fachstelle Suizidberatung.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert Faktoren wie problematischen Mediengebrauch, Geschlechterunterschiede, den Einfluss von Cybermobbing sowie Auswirkungen auf Depression, Schlafqualität, Körperbild und die Bedeutung von Social-Media-Trends.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Suizidalität und Sozialen Medien insbesondere Cybermobbing, FoMO, der Werther-Effekt sowie präventive Begriffe wie Primärprävention und Resilienz.

Was besagt der Werther-Effekt im Kontext der sozialen Medien?

Der Werther-Effekt beschreibt das Phänomen, dass durch eine sensationsträchtige oder detaillierte Berichterstattung über Suizide in Medien (heute auch verstärkt in sozialen Netzwerken) die Wahrscheinlichkeit für Nachahmungstaten bei vulnerablen Personen ansteigt.

Wie unterscheidet sich die Suizidprävention im digitalen Zeitalter laut der Arbeit?

Die Arbeit betont, dass neben klassischen Ansätzen zunehmend Online-Peer-to-Peer-Kommunikation und Projekte wie #chatsafe notwendig sind, um Jugendliche sicher im digitalen Raum zu unterstützen.

Hinweis: Dies ist eine strukturierte Leseprobe. Für vollständige Quellenangaben und methodische Details konsultieren Sie bitte die Originalpublikation.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Suizidalität und Soziale Medien. Verantwortungsvoller Umgang mit Sozialen Medien und Suizidprävention
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Note
1,7
Autor
Madeleine Karajan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
73
Katalognummer
V1433462
ISBN (PDF)
9783346986252
ISBN (Buch)
9783346986269
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Suizidalität Soziale Medien Adoleszenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Madeleine Karajan (Autor:in), 2022, Suizidalität und Soziale Medien. Verantwortungsvoller Umgang mit Sozialen Medien und Suizidprävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1433462
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  73  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum