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Soziale Herkunft und Hochschulerfolg. Eine Untersuchung des Einflusses von ökonomischem Kapital auf First-Generation-Students

Title: Soziale Herkunft und Hochschulerfolg. Eine Untersuchung des Einflusses von ökonomischem Kapital auf First-Generation-Students

Term Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lucia Ellmaier (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht, wie soziale Herkunft und ökonomisches Kapital den Bildungsweg und Studienerfolg von Studierenden, insbesondere von First-Generation-Students, beeinflussen. Sie hinterfragt die Effektivität des Abiturs als alleiniges Kriterium für den Hochschulzugang und beleuchtet die Rolle des familiären Hintergrunds und verfügbaren Kapitals in der höheren Bildung.

Der Text beginnt mit einer Einleitung, die die Herausforderung des Studienbeginns und die Bedeutung des Abiturs als standardisiertes Aufnahmekriterium darstellt. Im weiteren Verlauf wird die Theorie der sozialen Herkunft und des Kapitals nach Bourdieu erörtert, um zu verstehen, wie diese Faktoren die Entscheidung für ein Hochschulstudium beeinflussen. Besonderes Augenmerk gilt den First-Generation-Students. Die Studie umfasst Hypothesen, Methodik, Datenanalyse und schließt mit einer Schlussbetrachtung und einem Literaturverzeichnis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Entscheidungen bezüglich höherer Bildung

2.2 Habitus und Kapital

3. Hypothesen

4. Daten und Methode

5. Ergebnisse

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des ökonomischen Kapitals der Familie auf die akademische Laufbahn und Entscheidungen von sogenannten „First generation students“ an deutschen Universitäten, um zu prüfen, ob finanzielle Ressourcen ein entscheidender Faktor für ihren Studienerfolg und ihre Studienplanung sind.

  • Soziale Herkunft und Bildungsentscheidungen
  • Konzepte von Habitus und Kapital nach Bourdieu
  • Empirische Analyse des Einflusses ökonomischen Kapitals
  • Verhalten von "First generation students" bei Studienfachwahl und Praktika

Auszug aus dem Buch

2.2 Habitus und Kapital

Wie gezeigt wurde, hängt die Entscheidung für oder gegen höhere Bildung zu einem maßgeblichen Teil von der sozialen Herkunft ab. Wie eine Person ihr Leben gestalten kann, hängt stark davon ab, in welcher gesellschaftlichen Klasse sie zu verorten ist. Bourdieu trifft die Bestimmung der Klassenzugehörigkeit auf Basis der Menge an Kapital, welche jemandem zur Verfügung steht und unterscheidet dabei drei Kapitalsorten. Unter ökonomisches Kapital werden die vorhandenen finanziellen Ressourcen gefasst. Soziales Kapital umfasst die Beziehungen, institutionalisiert oder nicht, zu anderen Parteien und Akteuren und kulturelles Kapital lässt sich in drei Formen, inkorporiert, objektiviert und institutionalisiert, einteilen (Bourdieu 1983, S. 185ff.). Die Art und Weise, wie sich diese internalisierten Kapitalformen einer Person in der Praxis äußern und eingesetzt werden, lässt den Habitus dieser Person entstehen, er „stellt hierbei die umgrenzende Rahmung des Handlungsspielraums dar“ (Grunau 2017, S. 44). Die Forschung zum Habitus fokussiert sich meist auf zwei Forschungsfelder, die Familie und die Schule. Dabei ist anzunehmen, dass die Sozialisation, die innerhalb der Familie stattfindet, gewisse Bildungsorientierungen der Kinder hervorruft und so den primären Habitus festlegt (Grunau 2017, S. 29). Daneben existiert noch ein sekundärer, sozial konstituierter Habitus, welcher durch Institutionen der Bildung generiert wird (Grunau 2017, S. 44).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie soziale Herkunft und das vorhandene Kapital der Familie den Bildungserfolg an Universitäten beeinflussen.

2. Theorie: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zu Bildungsentscheidungen sowie die Konzepte von Habitus und Kapital nach Pierre Bourdieu.

2.1 Entscheidungen bezüglich höherer Bildung: Hier werden die Faktoren analysiert, die maßgeblich die Bildungsentscheidungen im schulischen und tertiären Bereich prägen.

2.2 Habitus und Kapital: Dieser Abschnitt definiert die drei Kapitalsorten nach Bourdieu und erklärt, wie diese zur Entstehung eines Habitus beitragen.

3. Hypothesen: In diesem Kapitel werden konkrete Forschungshypothesen aufgestellt, wie sich die finanzielle Ausstattung auf Studienentscheidungen der ersten Generation auswirkt.

4. Daten und Methode: Es wird die Datengrundlage beschrieben und die methodische Vorgehensweise mittels linearer Regressionen zur Überprüfung der Hypothesen dargelegt.

5. Ergebnisse: Die statistischen Auswertungen werden präsentiert, die zeigen, dass die untersuchten Hypothesen anhand der Daten nicht bestätigt werden können.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass kein eindeutiger Zusammenhang zwischen finanziellem Hintergrund und den untersuchten Aspekten gefunden wurde und diskutiert alternative Erklärungsansätze.

Schlüsselwörter

First generation students, Arbeiterkinder, Bildungsaufsteiger, soziale Herkunft, ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, Habitus, Bourdieu, Bildungschancen, Bildungsentscheidungen, soziale Schließung, tertiäre Bildung, Studienverlauf, lineare Regression, Bildungsgerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwieweit das ökonomische Kapital einer Familie die Studienentscheidungen und den Studienverlauf von „First generation students“ an deutschen Universitäten beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziale Herkunft, die Theorie des Habitus und der Kapitalarten von Pierre Bourdieu sowie die empirische Überprüfung von Verhaltensmustern beim Übergang zur Hochschule und während des Studiums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob sich eine Korrelation zwischen der finanziellen Herkunft der Eltern und dem studienbezogenen Verhalten der Kinder (z.B. Fächerwahl, Berufsausbildung vor Studium, Auslandsmobilität) nachweisen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde eine quantitative Analyse durchgeführt, bei der lineare Regressionen mithilfe des Statistikprogramms SPSS auf einen kumulierten Datensatz angewandt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Bildungsentscheidungen und Kapital, die Formulierung von Forschungshypothesen, die Beschreibung der verwendeten Daten und die Darstellung der statistischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind First generation students, soziale Herkunft, ökonomisches Kapital, Habitus und Bildungsentscheidungen.

Warum konnten die Hypothesen laut der Analyse nicht bestätigt werden?

Die statistischen Tests ergaben keine signifikanten Zusammenhänge zwischen dem Bildungsabschluss des Vaters und den untersuchten abhängigen Variablen wie Studienfachwahl oder Auslandsaufenthalten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Mobilität von Arbeiterkindern?

Die Autorin weist darauf hin, dass neben dem ökonomischen Kapital auch andere Faktoren eine Rolle spielen und die Wege zum Studium vielfältiger geworden sind, was klassische Hypothesen zur Benachteiligung teilweise relativiert.

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Details

Title
Soziale Herkunft und Hochschulerfolg. Eine Untersuchung des Einflusses von ökonomischem Kapital auf First-Generation-Students
College
University of Constance  (Soziologie)
Course
First generation – Die erste Generation aus bildungsfernen Schichten an der Universität
Grade
1,7
Author
Lucia Ellmaier (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V1433528
ISBN (PDF)
9783346987051
ISBN (Book)
9783346987068
Language
German
Tags
Kapital Bourdieu First Generation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lucia Ellmaier (Author), 2020, Soziale Herkunft und Hochschulerfolg. Eine Untersuchung des Einflusses von ökonomischem Kapital auf First-Generation-Students, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1433528
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