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Identitätsbildung junger Hindus in den USA und die Diversität des Hinduismus. Eine kritische Betrachtung von Kastensystem, Verehrungsritualen und Hochzeitsbräuchen

Ein GRIN-Sammelband

Titel: Identitätsbildung junger Hindus in den USA und die Diversität des Hinduismus. Eine kritische Betrachtung von Kastensystem, Verehrungsritualen und Hochzeitsbräuchen

Sammelband , 2023 , 67 Seiten

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Nejla Demirkaya (Autor:in), Rebecca Böttcher (Autor:in), Lidia Tyurina (Autor:in), Dajana Geffken (Autor:in)

Theologie - Hinduismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Sammelband besteht aus vier Hausarbeiten.
Der erste Essay zielt darauf ab, die potenzielle Anfälligkeit junger Hindus in den USA für Hindu-Nationalismus zu erforschen. Durch die Untersuchung der vielfältigen identitätsformenden Einflüsse, denen junge Hindus in einer multikulturellen Gesellschaft wie den USA ausgesetzt sind, wird die Frage nach ihrer Neigung zur Anhängerschaft nationalistischer Ideologien untersucht.

Ziel der zweiten Arbeit ist es, das Kastensystem im Hinduismus umfassend zu beleuchten, um die Frage zu beantworten, ob es für die hinduistische Gesellschaft in Indien eher ein Segen oder ein Fluch darstellt. Durch die Untersuchung der Entstehung, Begründung, Merkmale und aktuellen Entwicklungen des Kastensystems werden sowohl positive als auch negative Aspekte herausgearbeitet, um eine fundierte Schlussfolgerung zu ziehen.

Die dritte Arbeit vergleicht die Verehrungsrituale der Religionen Hinduismus und Jainismus miteinander. Der Fokus liegt auf dem Ritual der puja, wobei die Objekte der Verehrung in beiden Religionen betrachtet und auf Unterschiede in der geistigen Haltung, den angewandten Praktiken und den zugrunde liegenden Zielen eingegangen wird. Zusätzlich wird die Frage nach gemeinsamen Traditionen oder eigenständigen Ritualen innerhalb dieser Verehrungspraktiken erörtert.

Die Übergangsrituale im Hinduismus, fokussiert auf Hochzeitsrituale, werden in der vierten Arbeit analysiert und detailliert beschrieben. Die Einleitung kontextualisiert die Bedeutung von Übergangsritualen im allgemeinen Lebensverlauf und hebt die Rolle von Ritualen für den sozialen Zusammenhalt hervor. Darüber hinaus werden die Phasen von Übergangsriten anhand von Arnold van Genneps Modell und Victor Turners Erweiterungen erläutert. Der Hauptteil widmet sich den Übergangsritualen im Hinduismus, insbesondere dem Vivâha (Hochzeitsritual), unter Betonung seiner Symbolik, Bedeutung und sozialen Aspekte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Junge Hindus in den USA: Für den Hindu-Nationalismus besonders anfällig?

Das Kastensystem im Hinduismus – Fluch oder Segen?

1. Einleitung

2. Entstehung und Begründung

2.1 Vedische Zeit

2.2 Varna-System

2.3 Dharma und Karma

3. Das Kastensystem

3.1 Begriffsklärung: Kaste

3.2 Was ist eine Kaste?

4. Merkmale des Kastensystems

4.1 Kontakt

4.2 Essen und Trinken

4.3 Ehe

4.4 Beruf

4.5 Dalits

5. Aktuelle Entwicklungen

6. Fazit

7. Literatur

Vergleich von Verehrungsritualen im Hinduismus und Jainismus

1. Einführung

2. Verehrung im Hinduismus

2.1 Objekte der Verehrung: Der hinduistische Götterpantheon

2.2 Das Verehrungsritual puja der hinduistischen Gottheiten

3. Verehrung im Jainismus

3.1 Objekte der Verehrung: Thīrtaṅkaras, die Lehrmeister der Jainas

3.2 Das Verehrungsritual puja der Thīrtaṅkaras

4. Fazit

Übergangsrituale im Hinduismus am Beispiel von Hochzeitsritualen

1. Einleitung

2. Übergangsrituale im Hinduismus

3. Vivâha - das Hochzeitsritual

3.1 Bedeutung und Symbolik der Ehe

3.2 Hochzeitsvorbereitungen

3.2.1 Das Ehe-Arrangement

3.2.2 Mitgift und Geschenke

3.2.3 Polygamie und Kinderehen

3.3 Typen der Ehe

3.4 Zeremonie und verbindende Rituale

3.4.1 Rites de séperation - Die Vorbereitungen

3.4.2 Rites de marge - Die Durchführung der Hochzeit

3.4.3 Rites d’aggrégation – Die Braut wird heimgeführt

4. Hindu-Hochzeit im modernen Indien (und bei Indern im Ausland)

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der vielschichtigen Identitätsbildung junger Hindus in einer multikulturellen Umgebung und beleuchtet zentrale soziale sowie religiöse Strukturen innerhalb des Hinduismus. Untersucht wird, wie gesellschaftliche Einflüsse, soziale Kontakte und die Rezeption hinduistischer Traditionen die Anfälligkeit für nationalistische Ideologien oder reaktive Identitätsbildung beeinflussen.

  • Identitätsfindung junger Hindus unter dem Einfluss der US-amerikanischen Multikulturalität
  • Die Rolle religiöser Institutionen und digitaler Medien bei der politischen Sozialisation
  • Das Spannungsfeld zwischen Tradition, Marginalisierung und moderner Lebenswelt
  • Die Bedeutung von Familienstrukturen und sozialem Umfeld für die religiöse Bindung
  • Anfälligkeit für Hindutva-Ideologien und reaktive Ethnizität unter den Bedingungen der Diaspora

Auszug aus dem Buch

Junge Hindus in den USA: Für den Hindu-Nationalismus besonders anfällig?

Junge Hindus, die in der multikulturellen Gesellschaft der USA aufwachsen und leben, sehen sich in ihrem Alltag ganz anderen Umständen und Herausforderungen gegenüber als noch ihre Eltern. Die nahezu unausweichliche Begegnung mit den unterschiedlichsten Kulturen kann zu einer offenen, toleranten Geisteshaltung gegenüber der Vielfalt, im Gegensatz dazu aber auch zur Entwicklung einer chauvinistischen, intoleranten Weltanschauung beitragen. Welche Richtung schlagen die in der amerikanischen Gesellschaft sozialisierten jungen Hindus ein? Meine Argumentation soll aufzeigen, dass die Beantwortung der Frage nach ihrer Anfälligkeit, sich nationalistischen Ideologien anzuschließen, von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren abhängt. Um einer Antwort nahezukommen, ist es unabdinglich, sich mit den vielfältigen identitätsformenden Einflüssen auseinanderzusetzen, denen junge Hindus in der US-amerikanischen Multikulturalität im Laufe ihres Heranwachsens ausgesetzt sind.

Schon in frühen Jahren prägend ist das Elternhaus. Kinder, die in einer traditionsbewussten oder auf religiöse Kontinuität achtenden Umgebung aufwuchsen, nehmen die in einer solchen Erziehung vermittelte Kultur als grundlegenden Teil ihrer Identität auf (Kurien, S.456). Dadurch bedingt ist die Neugier in Bezug auf die Geschichte und aktuelle Entwicklungen im nunmehr als eigentliche Heimat angesehenen Indien. So erlangen junge Hindus Wissen über die Hindutva-Bewegung, gesellschaftlich wie politisch bedeutsame Ereignisse wie die Zerstörung der Moschee in Ayodhya 1992 und über den Hinduismus im Allgemeinen. Ob durch die Erzieher selbst vermittelt oder aber in eigener Recherche angeeignet trägt das Bild der historischen wie aktuellen "Gefährdung" durch den "fremden" Islam dazu bei, dass Angehörige dieses Glaubens bereits in jungen Jahren als Feinde wahrgenommen werden können. In den USA existiert eine große Anzahl religiöser Schulen und Bal-Vihar-Kurse anbietender Institutionen. Auch der Besuch von Sommerlagern, ebenfalls mitunter von radikal hinduistischen Organisationen veranstaltet, wird zumeist auf das Betreiben der Eltern zurückgehen. Allerdings bleibt anzumerken, dass Jugendliche und junge Erwachsene von Hindu-nationalistischer Gesinnung nicht zwangsläufig eine von ebensolchem Gedankengut bestimmte Erziehung erhielten.

Zusammenfassung der Kapitel

Junge Hindus in den USA: Für den Hindu-Nationalismus besonders anfällig?: Diese Untersuchung analysiert, wie junge Hindus in der US-amerikanischen Diaspora unter dem Einfluss ihres sozialen Umfelds und der Multikulturalität ihre Identität bilden und ob sie für hindu-nationalistische Ideologien anfällig sind.

Das Kastensystem im Hinduismus – Fluch oder Segen?: Eine kritische Betrachtung des historischen und sozialen Hintergrunds des Kastensystems sowie seiner Merkmale im alltäglichen Leben in Indien.

Vergleich von Verehrungsritualen im Hinduismus und Jainismus: Diese Arbeit vergleicht die praktischen Verehrungsrituale der puja, die Bedeutung der Kultobjekte und die unterschiedlichen spirituellen Hintergründe in Hinduismus und Jainismus.

Übergangsrituale im Hinduismus am Beispiel von Hochzeitsritualen: Eine Analyse von Übergangsriten im Hinduismus mit einem Fokus auf das Hochzeitsritual Vivâha als zentralem Lebenszyklus-Ritus.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Hinduismus, USA, Diaspora, Hindutva-Bewegung, Kastensystem, Verehrungsrituale, Puja, Jainismus, Übergangsrituale, Hochzeitsrituale, Vivâha, Religion, Sozialisation, Säkularismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Dokument?

Dieser GRIN-Sammelband bündelt vier wissenschaftliche Beiträge, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit religiösen und sozialen Aspekten des Hinduismus auseinandersetzen, von der Identitätsbildung in der Diaspora bis hin zu spezifischen Ritualen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Themen zählen die Identität junger Hindus in den USA, die Funktionsweise und Kritik des Kastensystems, ein Vergleich der Verehrungspraktiken zwischen Hinduismus und Jainismus sowie eine detaillierte Betrachtung hinduistischer Übergangs- und Hochzeitsrituale.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel der verschiedenen Beiträge ist es, komplexe religiöse Phänomene und Traditionen kritisch zu hinterfragen, historisch einzuordnen und ihre Relevanz in der modernen Gesellschaft zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeiten stützen sich vorwiegend auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher Forschung zu den jeweiligen Themenbereichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit allgemein behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu soziologischen Prozessen in der Diaspora, einer detaillierten Erläuterung hinduistischer Sozialstrukturen, religionsvergleichenden Studien zur Puja-Praxis sowie Beschreibungen ritueller Abfolgen bei Übergangsphasen wie der Hochzeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Identitätsbildung, Kastensystem, Ritualpraxis, Hindu-Nationalismus, Diaspora und traditionelle Lebenszyklus-Riten geprägt.

Wie unterscheidet sich die Verehrung im Jainismus vom Hinduismus?

Während im Hinduismus die Beziehung zu den Gottheiten auf Austausch und Unterstützung basiert, steht im Jainismus die Imitation der perfekten Eigenschaften der Jinas im Vordergrund, bei denen keine direkte Interaktion stattfindet.

Warum ist das Kastensystem trotz staatlicher Abschaffung noch relevant?

Das System ist tief in den sozialen Traditionen verwurzelt und kommt insbesondere in Bereichen wie Heirat und sozialer Selbstorganisation zum Vorschein, selbst wenn der Staat offiziell Diskriminierung verbietet.

Welche Bedeutung hat das Horoskop bei modernen Hochzeiten?

Es dient bei arrangierten Hochzeiten als essentieller Entscheidungsfaktor, um die Kompatibilität des Paares zu prüfen und einen astrologisch günstigen Zeitpunkt für die Eheschließung festzulegen.

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Identitätsbildung junger Hindus in den USA und die Diversität des Hinduismus. Eine kritische Betrachtung von Kastensystem, Verehrungsritualen und Hochzeitsbräuchen
Untertitel
Ein GRIN-Sammelband
Autoren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Nejla Demirkaya (Autor:in), Rebecca Böttcher (Autor:in), Lidia Tyurina (Autor:in), Dajana Geffken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
67
Katalognummer
V1434259
ISBN (eBook)
9783346985842
ISBN (Buch)
9783346985859
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hindu-Nationalismus USA Identitätsbildung junger Hindus Multikulturalität Religion Hinduismus Kastensystem Sozialstruktur im Hinduismus Kastensystem in Indien Varna-System Jainismus Verehrungsrituale Religionen Indiens Puja Hindu-Hochzeit Samskâras Übergangsrituale van Gennep Identitätsfindung Übergangsrituale im Hinduismus Vivâha Hochzeitsritual Victor Turner Liminalphase Arnold van Gennep
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Herausgeber:in), Nejla Demirkaya (Autor:in), Rebecca Böttcher (Autor:in), Lidia Tyurina (Autor:in), Dajana Geffken (Autor:in), 2023, Identitätsbildung junger Hindus in den USA und die Diversität des Hinduismus. Eine kritische Betrachtung von Kastensystem, Verehrungsritualen und Hochzeitsbräuchen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1434259
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Leseprobe aus  67  Seiten
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