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„Die Heilung eines Besessenen in der Synagoge von Kafarnaum“

Eine semiotische Proseminararbeit zu Mk 1,21-28

Title: „Die Heilung eines Besessenen in der Synagoge von Kafarnaum“

Seminar Paper , 2008 , 43 Pages , Grade: 14 Punkte

Autor:in: Sarah McCarty (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

In dieser exegetischen Proseminararbeit wird die Bibelstelle Mk 1,21-28 mithilfe der Methode der semiotischen Exegese untersucht. Hierbei werden die Teilbereiche Texkritik & Intratextuelle Analyse(Syntagmatik, Semantik, Pragmatik)erkärt und angewendet.

„Eine semiotische Lektüre beruht auf einer ethischen Entscheidung: sie möchte die Andersheit des Anderen respektieren. Ein Text ist ein Gegenüber, das ich nicht selbst bin. Positiv formuliert beruht eine semiotische Lektüre auf der Erwartung, dass ein Text etwas sagen kann, was ich mir nicht selbst sagen kann. Der Respekt vor dem Anderen weckt das Begehren nach seiner Botschaft.“

Für diese exegetische Proseminararbeit habe ich mich für die Methode der semiotischen Exegese entschieden, da ich diese in einem anderen bibelwissenschaftlichen Seminar bereits kennengelernt hatte. Ich finde es spannend meine eigenen Erfahrungen mit einem Text machen zu dürfen. Die Suche danach, was der Autor eigentlich mit seinem Text sagen wollte, halte ich persönlich für wenig sinnvoll, da ich niemals mit endgültiger Sicherheit sagen könnte, was die Intentionen des Autors waren.
In der semiotischen Exegese zählt auch mein Interpretationsansatz beziehungsweise die Konstruktion, die ich mit den verschiedenen Methodenschritten schaffe. Ich stehe nicht „außerhalb des Textes, sondern gehöre zu den Zeichenprozessen unhintergehbar dazu“ . Hier gibt es nicht nur ein Wirklichkeitsverständnis, das es für mich zu „erraten“ oder exakt zu rekonstruieren gilt. Mir gefällt die Idee, den Text als Konstruktion einer fremden Welt und Wirklichkeit anzusehen, ihn auf seine Besonderheiten hin zu untersuchen und schließlich auch so zu verstehen und zu deuten.
Ich habe mich bewusst für eine Perikope entschieden, in der es um Wunder oder besser gesagt um eine Wundertat Jesu geht. Wunder kennen wir in unserer alltäglichen Welt nicht oder sind sehr selten bereit daran zu glauben. Will man sich nun also auf eine Erzählung aus einer vergangenen Zeit einlassen, eignet sich eine Wundergeschichte meines Erachtens nach am ehesten. Denn hier bin ich von der Handlung her schon darauf angewiesen zu vergessen was ich (über naturwissenschaftliche Gesetze) gelernt habe und damit trete ich der Geschichte einen Schritt entgegen und öffne mich ihr. Dies ist die Grundlage für die semiotische Exegese.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textkritik

2.1 Mk 1, 21

2.1.1 Problembeschreibung

2.1.2 Äußere Textkritik

2.1.3 Innere Textkritik

2.1.4 Gesamturteil

2.1.5 Gegenprobe

2.2 Mk 1, 25

2.2.1 Problembeschreibung

2.2.2 Äußere Textkritik

2.2.3 Innere Textkritik

2.2.4 Gesamturteil

2.2.5 Gegenprobe

2. 3 Mk 1, 26

2.3.1 Problembeschreibung

2.3.2 Äußere Textkritik

2.3.3 Innere Textkritik

2.3.4 Gesamturteil

2.3.5 Gegenprobe

2.4 Mk 1, 27

2.4.1 Problembeschreibung

2.4.2 Äußere Textkritik

2.4.3 Innere Textkritik

2.4.4 Gesamturteil

2.4.5 Gegenprobe

3. Intratextuelle Analyse

3.1 Textpartitur

3.1.1 Auswertung

3.2 Syntagmatische Analyse

3.2.1 Syntagmatik des Mikrotextes

3.2.2 Syntagmatik des Makrotextes

3.2.3 Ergebnis der syntagmatischen Analyse

3.3 Semantik

3.3.1 Semantik des Mikrotextes

3.3.2 Semantik unter Berücksichtigung des Makrotextes

3.3.3 Enzyklopädische Semantik

3.4 Pragmatik

3.4.1 Reflexion zu den bisherigen Arbeitsschritten

3.4.2 Die Ideologie des Textes

3.4.3 Evaluation des Textes

4. Zusammenfassende Interpretation des Textes

5. Übersetzung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope Mk 1,21-28 mittels einer semiotischen Exegese wissenschaftlich zu untersuchen und zu interpretieren, wobei der Fokus auf der Bedeutung von Jesu Handeln und Lehren liegt.

  • Methodische Anwendung der semiotischen Exegese
  • Textkritische Analyse der unterschiedlichen Lesarten von Mk 1,21-28
  • Strukturelle Erfassung durch die Textpartitur und syntagmatische Analyse
  • Semantische Untersuchung zentraler Begriffe wie "Vollmacht", "Lehre" und "unreiner Geist"
  • Reflexion der ideologischen Wirkung und der Bedeutung für den zeitgenössischen Leser

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Syntagmatik des Mikrotextes

Jesus kommt nach Kafarnaum (arrival), betritt die Synagoge (arrival/unrecognized arrival20) und beginnt dort zu lehren. Die Menschen in der Synagoge entsetzen sich über seine Lehren (reaction), da sie sich von den Lehren der Schriftgelehrten deutlich unterscheiden. Dort ist auch ein Mensch anwesend (presence), der von einem unreinen Geist besessen ist (injury/lack). Der unreine Geist erkennt Jesus (identification) und lässt den Menschen ausrufen, dass er weiß, dass Jesus der Heilige Gottes ist. Jesus gebietet dem unreinen Geist, aus dem Menschen herauszufahren und zu schweigen (order). Der Geist gehorcht Jesus (obedience), verstummt und fährt aus dem Besessenen heraus (lack liquidated), er hat den Kampf (main test) gegen Jesus verloren. Dies erschreckt die Anwesenden in der Synagoge und sie unterhalten sich über das Geschehene (reaction). Kurze Zeit später verbreiten sie in ganz Galiläa, was in der Synagoge geschehen war (reaction).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des semiotischen Exegese-Verfahrens und die Entscheidung für die vorliegende Wunderperikope als Lerngegenstand.

2. Textkritik: Detaillierte Analyse der Textvarianten für die Verse 21, 25, 26 und 27 unter Einbeziehung der äußeren und inneren Textkritik.

3. Intratextuelle Analyse: Strukturierung des Textes durch eine Partitur, gefolgt von einer Untersuchung der Syntax, Semantik und der pragmatischen Wirkung auf den Leser.

4. Zusammenfassende Interpretation des Textes: Zusammenführung der Ergebnisse bezüglich des vollmächtigen Wirkens Jesu und der didaktischen Relevanz für den Unterricht.

5. Übersetzung: Eine eigenständige Übersetzung der Perikope Mk 1,21-28 in das Deutsche.

Schlüsselwörter

Semiotische Exegese, Markusevangelium, Wunderheilung, Vollmacht, Unreiner Geist, Schriftgelehrte, Synagoge, Kafarnaum, Textkritik, Textpartitur, Syntagmatik, Semantik, Pragmatik, Exorzismus, Bibeldidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der biblischen Perikope Mk 1,21-28, der Heilung eines Besessenen in der Synagoge von Kafarnaum.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der textkritischen Untersuchung, der strukturellen Textpartitur sowie der semantischen Bedeutung von Kernbegriffen wie Vollmacht und Geist im Kontext des Markusevangeliums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Text mit der Methode der semiotischen Exegese zu erschließen und zu klären, welche Rolle das vollmächtige Wirken Jesu in dieser Perikope und im Makrokontext spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet die Methode der semiotischen Exegese, die sich in Textkritik, intratextuelle Analyse (Partitur, Syntagmatik, Semantik) und Pragmatik untergliedert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die kleinteilige textkritische Untersuchung der Verse, die Erstellung der Textpartitur, die Analyse der syntagmatischen Struktur sowie die detaillierte semantische Betrachtung zentraler Begriffe wie Jesus, unreiner Geist und Schriftgelehrte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Semiotik, Wunderheilung, Vollmacht, Markusevangelium und Bibeldidaktik charakterisiert.

Warum wird die Rolle der Schriftgelehrten thematisiert, obwohl sie nicht präsent sind?

Die Schriftgelehrten fungieren als direkte Gegenspieler Jesu; ihr Fehlen in der Szene wird durch den Vergleich ihrer Lehre mit der "Vollmacht" Jesu hervorgehoben.

Wie bewertet die Autorin die Glaubwürdigkeit der Geisterheilung aus heutiger Sicht?

Die Autorin interpretiert die Besessenheit als ein Bild für Krankheiten (z.B. psychische Störungen) und sieht in der Heilung durch Jesus ein zeitloses Symbol für Befreiung und Beistand.

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Details

Title
„Die Heilung eines Besessenen in der Synagoge von Kafarnaum“
Subtitle
Eine semiotische Proseminararbeit zu Mk 1,21-28
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
14 Punkte
Author
Sarah McCarty (Author)
Publication Year
2008
Pages
43
Catalog Number
V143455
ISBN (eBook)
9783640527373
ISBN (Book)
9783640527298
Language
German
Tags
Intratextuelle Analyse Syntagmatik Jesus Vollmacht Schriftgelehrte Semantik (Mikro- und Makrotext) Enzyklopädische Semantik Pragmatik Textkritik (äußere und innere) Textpartitur Modell narrativer Grammatik von Vladimir Propp Motifem Pneuma / Geist unreiner Geist Altgriechisch Markusevangelium Markus Evangelium Semiotik Markus 1.21-28 Neues Testament Exegese Semiotische Semiotische Exegese von Mk 1.21-28 Bibel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah McCarty (Author), 2008, „Die Heilung eines Besessenen in der Synagoge von Kafarnaum“ , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143455
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