Management in international tätigen Unternehmen, mit Schwerpunkt Strategisches Management


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2008
32 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

Thema: Management in international tätigen Unternehmen, mit Schwerpunkt Strategisches Management

1.Einleitung:
1.1 Thematische Einführung
1.3 Die Globalisierung der Wirtschaft.

2. Theorien der internationalen Unternehmungstätigkeit
2.1 Internationalisierungstheorien
2.1.1 Außenhandelstheorien
2.1.2 Theorien internationale Investitionen am Beispiel des Diamantansatzes von Michael Porter
2.2 Die Multinationale Unternehmung

3. Strategisches Management in international tätigen Unternehmen
3.1 Was ist Strategisches Management
3.1.1 Merkmale des Strategischen Management
3.1.2 Prozess des Strategischen Management
3.1.3 Zielstruktur einer internationalen Unternehmung
3.2.1 Darstellung verschiedener Strategiealternativen
3.2.2 Merkmale transnationaler Strategien
3.3 Internationalisierungsstrategien
3.3.1 Was sind Internationalisierungsstrategien
3.3.2 Darstellung der Internationalisierungsstrategien am Beispiel der fünf Stoßrichtungen

4. Ausgewählte Organisatorische Aspekte
4.1 Organisation in multinationalen Unternehmen
4.2 Koordinations- und Steuerungsinstrumente
4.3 Personalmanagement

5. Fazit

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Projektarbeit:

Thema: Management in international tätigen Unternehmen, mit Schwerpunkt Strategisches Management

1.Einleitung:

1.1 Thematische Einführung

Der Begriff Management stammt ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum und wurde in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen. Das Verb to manage bedeutet übersetzt handhaben, bewerkstelligen, leiten oder führen.

Historisch gesehen, beschäftigten sich bereits Platon und Aristoteles mit dem Thema der Führungsfrage. Auch die neuzeitliche Beschäftigung mit Managementfragen reicht bis weit ins 19. Jahrhundert zurück. Früher galt die Unternehmensführung mehr als eine Art Kunst und weniger als eine Wissenschaft.

Da es keine endgültige und einheitliche Definition des Begriffes Management gibt, soll hier die Definition von Schreyögg und Koch als Beispiel dienen: „Im Allgemeinen ist Management ein Komplex von Steuerungsaufgaben, die bei der Leistungserstellung und – Sicherung in arbeitsteiligen Organisationen erbracht werden müssen. In der Praxis ist dies eine Problemstellung die im Prinzip in jeder Leitungsposition zu bewältigen ist und zwar unabhängig von der Position der Leitungsebene. Sie werden in der Regel von speziell dazu bestellten Personen erfüllt, den Führungskräften. “[1]

Im Weiteren soll der ERGO-Konzern gelegentlich als Beispiel für einen international tätigen Versicherer dienen.

1.2 Wesentliche Begrifflichkeiten

Harold Koontz und Cyril O’Donnell entwickelten 1955 den klassische Fünferkanon. Dieser wurde für die Managementlehre zum Standard.

Er enthält folgende Punkte, die jedoch nicht weiter erläutert werden sollen.

1. Planung (planning)
2. Organisation (organisation)
3. Personaleinsatz (staffing)
4. Führung (directing)
5. Kontrolle (controlling)

1.3 Die Globalisierung der Wirtschaft.

Globalisierung wird im Fachlexikon definiert als „ Form der internationalen Strategie einer grenzüberschreitenden tätigen Unternehmung, bei der Wettbewerbsvorteile weltweit mittels Ausnutzung von Standortvorteilen und Erzielung von economies of scale aufgebaut werden sollen“[2].

Allgemein wird Globalisierung als weltweite Verflechtung von Volkswirtschaften, durch die Entstehung globaler Kapital-, Güter- und Dienstleistungsmärkte, verstanden[3].

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde immer mehr der Austausch von Waren und Dienstleistungen gefördert. Handelsbarrieren konnten beseitigt werden. Dies hat zur Folge, dass ausländische Märkte leichter erreichbar sind. Als Beispiel hierfür dient hier die ERGO-Gruppe, die weltweit in derzeit 26 Ländern vertreten ist und mehr als 34 Millionen Kunden betreut.

Der Abbau von Kapitalverkehrsbeschränkungen führte zu einer rasanten Zunahme der Geld- und Kapitalflüsse. Hiervon kann auch die ERGO profitieren. Die drei derzeitigen Schwerpunkte sind Süd- und Osteuropa, Asien und Kernsparte Rechtschutz.[4]

2. Theorien der internationalen Unternehmungstätigkeit

2.1 Internationalisierungstheorien

Die Internationalisierung blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon sehr früh kam es zu einer Form, der grenzüberschreitenden Handelsaktivitäten. Das wohl beste Beispiel hierfür war die Seidenstraße die von Europa durch Mittelasien, China bis nach Japan führte. Ein weiteres sehr gutes Beispiel, stellt die industrielle Revolution dar. Diese führte dazu, dass Kolonialmächte durch die Liberalisierung des Handels immer mehr Güter exportierten.

Das hauptsächliche Ziel von Theorien, die sich mit der Internationalisierung von Unternehmen beschäftigen, ist es zu erforschen, warum manche Unternehmen ihre Geschäftspolitik unter weltweiten Gesichtspunkten konzipieren und dadurch Vorteile gegenüber den Anderen erlangen können.

Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen zwei Bereichen.

Zum einen den Bereich der Außenhandelstheorien/ Inlandshandel, zum anderen den Bereich der Theorien der internationalen Direktinvestitionen.[5]

2.1.1 Außenhandelstheorien

Abbildung 1 Übersicht über Basis und Sonderformen des Außenhandels

(vgl. Kutschker/ Schmid: Internationales Management, 5. Aufl., München 2006, S.16 Abb.1-1 )

Basisformen des Außenhandels

Die zwei Basisformen des Außenhandels sind der Import und Export sowie der Transithandel. Im Folgenden werden diese zwei Möglichkeiten betrachtet.

Im Außenhandel unterscheidet man zwischen zwei Formen, dem Import/ Export und dem Transithandel. Als wichtigstes Einteilungsmerkmal gilt hier:

- die Richtung des Außenhandels
- die Mittelbarkeit des Außenhandels

Import und Export:

Hinsichtlich der Richtung unterscheidet man zwischen Import und Export.

Als Export gilt, der Absatz der im eigenen Wirtschaftsgebiet produzierten Waren und Dienstleistungen, in ein fremdes Wirtschaftsgebiet.

Als Import bezeichnet man wiederum den Bezug von Waren und Dienstleistungen aus einem anderen Wirtschaftsgebiet, in das Eigene.

Man versteht darunter also den Waren- und Dienstleistungsfluss zwischen Inland und Ausland . Import und Export können sowohl unmittelbar als auch mittelbar erfolgen. Deshalb wird auch nach Mittelbarkeit unterschieden. Unmittelbarer Außenhandel wird je nach Richtung der Ströme, in Direktimport und Direktexport aufgeteilt. Wichtiges Merkmal hierfür ist eine unmittelbare bzw. direkte Beziehung zwischen den inländischen, als auch dem ausländischen Geschäftspartner.

Bei mittelbaren bzw. indirekten Außenhandel spricht man je nach Richtung von Importhandel, als auch vom Exporthandel. Hier findet der Austausch über Zwischenhändler, im Inland und im Ausland, statt.

Somit besteht keine direkte vertragliche Geschäftsbeziehung zwischen den Geschäftspartnern im In- und Ausland.[6]

Transithandel:

Unter Transithandel versteht man eine Form des Außenhandels, bei der ein Händler eines Drittstaates, zwischen einem in- und einem ausländischen Wirtschaftssubjekt vermittelt. Je nach Richtung liegt

Transitausfuhr oder Transiteinfuhr vor.[7]

Sonderformen des Außenhandels

Zu den Sonderformen zählen grenzüberschreitende Veredelungs- und Kompensationsgeschäfte. Diese werden im Folgenden kurz beschrieben.

Veredelungsgeschäfte:

Bei Veredelungsgeschäften unterscheidet man wiederum nach

- der Richtung der Veredelung (aktiv und passiv)
- dem Eigentum der Veredelung (Eigen- Lohnveredelung)

Aktive Veredelung erfolgt im eigenen Wirtschaftsgebiet, passive Veredelung in einem fremden. Als Gründe hierfür sind Lohnkostenunterschiede sowie Know-how Unterschiede zu nennen.

Bei der Eigenveredelung geht das Eigentum der zu veredelnden Waren auf einen anderen über. Bei der Lohnveredelung behält der Auftraggeber das Eigentum an den zu veredelnden Gütern.

Kompensationsgeschäfte

Hier wird zwischen Voll- und Teilkompensationsgeschäften sowie Eigen- und Fremdkompensationsgeschäften unterschieden. Dies wird jedoch im Folgenden nicht weiter ausgeführt.

2.1.2 Theorien internationale Investitionen am Beispiel des Diamantansatzes von Michael Porter

Laut der Deutschen Bundesbank versteht man unter Ausländischen Direktinvestitionen, dass diese „vom Investor in der Absicht vorgenommen werden, einen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Kapitalnehmenden Unternehmens zu gewinnen oder einem Unternehmen, an dem der Investor bereits maßgeblich beteiligt ist, neue Mittel zuzuführen“[8]. Als Beispiel hierfür soll der Diamant- Ansatz der Internationalisierung von Porter dienen.

Abb.2 Diamant- Ansatz der Internationalisierung von Michael Porter

(vgl. Porter: The Competitive Advantage of Nations, 1991, S.151)

Die Hauptaussage des Porterschen Diamanten besteht darin, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Branchen innerhalb der Nationen eine wesentliche Rolle spielt. Je besser das Zusammenspiel der sechs Faktoren in einer Branche, desto wahrscheinlicher wird es, dass nationale Unternehmungen auch international wettbewerbsfähig sind.

Porter unterscheidet zwischen sechs verschiedenen Kerneinflussfaktoren, welche den Wettbewerbsvorteil einer Branche bestimmen.

- Faktorbedingungen:

Als Faktorbedingung sieht Porter hier die Ausstattung eines Landes mit Produktionsfaktoren. Es ist jedoch besonders die qualitative Ausstattung zu betrachten. Hiermit sind die Fähigkeiten Produktionsfaktoren effektiv zu nutzen und zu kombinieren gemeint. Wie das Beispiel Japan zeigt, können sich auch ohne große Rohstoffvorkommen lang anhaltende Wettbewerbsvorteile gesichert werden.

[...]


[1] Schreyögg/ Koch: Grundlagen des Managements, Wiesbaden 2007, S.8

[2] Gabler Wirtschaftslexikon 13.Auflage. Bd.3.Wiesbaden 2001 S.1383

[3] Fieten/ Friedrich/ Lageman: Globalisierung der Märkte, Stuttgart 1997, S.9

[4] http://www.ergo.com/cms/ergo/de/company/ergoint/default.htm

[5] Kutschker/ Schmid: Internationales Management, 5. Aufl. München 2006, S.7-15

[6] Kutschker/ Schmid: Internationales Management, 5. Aufl., München 2006, S.16-19

[7] Kutschker/ Schmid: Internationales Management, 5. Aufl., München 2006, S.29- 32)

[8] vgl. Welge/ Holtbrügge: Internationales Management 4. Auflage, Ulm 2006, S.57

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Management in international tätigen Unternehmen, mit Schwerpunkt Strategisches Management
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
32
Katalognummer
V143520
ISBN (eBook)
9783640530687
ISBN (Buch)
9783640530953
Dateigröße
570 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Management, Unternehmen, Schwerpunkt, Strategisches
Arbeit zitieren
Tim Ebel (Autor), 2008, Management in international tätigen Unternehmen, mit Schwerpunkt Strategisches Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143520

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