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Suburbanisierung - Verlauf in Ost- und Westdeutschland (Bsp. Mainz)

Title: Suburbanisierung - Verlauf in Ost- und Westdeutschland (Bsp. Mainz)

Term Paper , 2006 , 11 Pages , Grade: 2

Autor:in: Benedikt Breitenbach (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Inwiefern wird durch die Suburbanisierung, die ökonomische, ökologische und demographische Entwicklung einer Region beeinflusst? Mit welchen Folgenproblemen müssen Kernstadt und Umland rechnen?
Unter Suburbanisierung ist die „Verlagerung von Nutzungen und Bevölkerung aus der Kernstadt, dem ländlichen Raum oder anderen metropolitanen Gebieten in das städtische Umland bei gleichzeitiger Reorganisation der Verteilung von Nutzungen und Bevölkerung in der gesamten Fläche des metropolitanen Gebietes” (FRIEDRICHS 1995: 99) zu verstehen.
Somit handelt es sich bei der Suburbanisierung nicht nur um eine Expansion der Stadt in das Umland, sondern auch um eine Dekonzentration von Bevölkerung, Produktion, Dienstleistung, Verwaltung und Handel. (KNOW LIBRARY 2004)
Die Verstädterung der Randzonen und Vorstädte zu Lasten der Kernstädte, setzt mit zunehmender Massenmotorisierung und dem Drang der Bevölkerung im ländlichen Raum zu leben 1960 ein. (HEINEBERG ²2001: 40)
In der alten Bundesrepublik Deutschland schreitet
die Bevölkerungssuburbanisierung der tertiären Suburbanisierung voran. Im Rahmen einer nachholenden Suburbanisierung ist dies in den neuen Bundesländern nach der Wende umgekehrt der Fall. (FISCHER 2000: 112) Großunternehmer aus den alten Bundesländern
ergreifen in den neuen Ländern die Entwicklungschance. Die städtische Peripherie ist besonders beliebt, mit klaren Eigentumsverhältnissen und riesigen Flächenpotential.
(MATTHIESEN, U. 2002: 82)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition Suburbanisierung

2. Verlauf der Suburbanisierung in Ost- und Westdeutschland

3. Der Prozess der Suburbanisierung

3.1. Suburbanisierung von Produktionsstätten

3.2. Verlagerung des Handels

3.3. Suburbanisierung der Bevölkerung

4. Suburbanisierung in Mainz

4.1. Bevölkerungsentwicklung

4.2. Berufspendler nach Mainz

4.3. Siedlungsentwicklungen

4.4. Gewerbe und Wirtschaft

4.5. Steuerung der Stadt-Umland Entwicklung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess der Suburbanisierung und analysiert dessen ökonomische, ökologische sowie demographische Auswirkungen auf Kernstädte und ihr Umland, mit einem spezifischen Fokus auf die Region Mainz.

  • Definition und theoretische Grundlagen der Suburbanisierung
  • Vergleich des Suburbanisierungsprozesses in Ost- und Westdeutschland
  • Ursachen für die Standortverlagerung von Produktion, Handel und Bevölkerung
  • Empirische Untersuchung der Stadt-Umland-Dynamik am Beispiel von Mainz
  • Herausforderungen der Raumordnung und Steuerung der Siedlungsentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.3. Suburbanisierung der Bevölkerung

Die Wanderung der Bevölkerung in das Umland ist eine Folge der Bedingungen auf dem regionalen Wohnungsmarkt. (UNIVERSITÄT KL 2001/2002) Es handelt sich hierbei um keine Stadtflucht, „sondern vielmehr um ein rationales Kalkül.“ (FRIEDRICHS 1995: 105) Denn die Wanderung ist selektiv. Insbesondere junge Haushalte mit Kindern (überdurchschnittliches Einkommen) ziehen in das Umland. Haushalte mit hohen Einkommen sind hingegen noch in der Lage, „ein Haus noch innerhalb der administrativen Grenze der Stadt zu finanzieren.“ (FRIEDRICHS 1995: 105) Die Grundstückspreise und die Mieten sind in zentralen Gebieten übermäßig hoch, während zur Peripherie hin die Bodenpreise immer günstiger werden. Diese Tatsache ist der Grund, warum viele Familien mit Kindern in das Umfeld einer Stadt, mit besserem Umfeld (Garten, Grün, bessere Luftqualität, geringere Lärmbelästigung) ziehen. Die Familie wägt verschiedene Faktoren für die Wahl eines Wohnstandortes ab. Sie gewichten vor allem die Relation zwischen Wohnfläche und Preis/Miete sowie negative Wohnumfeldeindrücke im Stadtbereich hoch und entscheiden sich bevorzugt für ein steuerbegünstigtes Eigenheim im Umland. (MY GEO 2005) Bei solch einer Standortentscheidung werden oft die Nachteile der Haushalte übersehen, denn „ zum einem sind die Fahrtzeiten zum Arbeitsplatz, der meist in der Kernstadt, (…), liegt, länger. Zum anderen entstehen vielfach Kosten, um die Kinder zur Schule, zu anderen Einrichtungen oder zu Freunden zu fahren.“ (FRIEDRICHS 1995: 105)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition Suburbanisierung: Der Begriff wird als Verlagerung von Nutzungen und Bevölkerung aus der Kernstadt in das städtische Umland unter Reorganisation der gesamten metropolitanen Fläche definiert.

2. Verlauf der Suburbanisierung in Ost- und Westdeutschland: Während in Westdeutschland die Suburbanisierung ab 1960 mit zunehmender Motorisierung einsetzte, zeigt sich in den neuen Bundesländern ein nachholender, durch die Wende geprägter Prozess.

3. Der Prozess der Suburbanisierung: Es werden die gemeinsamen Ursachen für die Verlagerung von Produktionsstätten, Handel und Wohnbevölkerung in das Umland beleuchtet.

3.1. Suburbanisierung von Produktionsstätten: Industriebetriebe wandern aufgrund von Flächenmangel, hohen Grundstückspreisen und Verkehrsbelastung in der Innenstadt in suburbanere Gebiete ab.

3.2. Verlagerung des Handels: Auch der Handel unterliegt Suburbanisierungsprozessen, wobei günstige Flächen und gute Erreichbarkeit die Standortwahl maßgeblich beeinflussen.

3.3. Suburbanisierung der Bevölkerung: Die Abwanderung in das Umland wird durch ein rationales Kalkül hinsichtlich Wohnkosten, Lebensqualität und Raumangebot bei Familien motiviert.

4. Suburbanisierung in Mainz: Die Untersuchung der Stadt-Umland-Region Mainz-Rheinhessen zeigt eine deutliche Dynamik durch Abwanderung aus der Kernstadt in die umliegenden Landkreise.

4.1. Bevölkerungsentwicklung: Mainz verzeichnet eine stagnierende Bevölkerung und eine negative Wanderungsbilanz, während das Umland ein kontinuierliches Wachstum aufweist.

4.2. Berufspendler nach Mainz: Die Pendlerströme korrelieren mit der Wanderungsbewegung, wobei die Erreichbarkeit und Entfernung zum Stadtzentrum zentrale Rollen spielen.

4.3. Siedlungsentwicklungen: Das Umland zeigt seit 1990 eine hohe Bauaktivität, insbesondere bei Einfamilienhäusern, begünstigt durch preiswertes Bauland im Vergleich zur Kernstadt.

4.4. Gewerbe und Wirtschaft: Das rheinhessische Umland gewinnt durch die Zunahme von Gewerbeflächen und Kaufkraft an wirtschaftlicher Attraktivität gegenüber der Kernstadt.

4.5. Steuerung der Stadt-Umland Entwicklung: Trotz planerischer Vorgaben wie dem Regionalen Raumordnungsplan (RROP) führen Suburbanisierungsprozesse zu räumlichen Disparitäten und Infrastrukturproblemen.

Fazit: Der Prozess erzwingt eine engere Abstimmung zwischen Kernstadt und Umland, um negative Folgen wie Infrastrukturprobleme, Steuereinnahmeverluste und Umweltbelastungen zu bewältigen.

Schlüsselwörter

Suburbanisierung, Kernstadt, Umland, Stadtentwicklung, Wanderungsbilanz, Berufspendler, Siedlungsstruktur, Baulandpreise, Raumplanung, Rheinhessen, Demographie, Industrieverlagerung, Wohnungsmarkt, Regionalentwicklung, Verstädterung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Suburbanisierung und den damit verbundenen räumlichen sowie ökonomischen Umstrukturierungen in einer Stadt-Umland-Region.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition des Prozesses, die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, die Beweggründe für die Ansiedlung im Umland sowie die Auswirkungen auf das Stadtgefüge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die ökonomischen, ökologischen und demographischen Einflüsse der Suburbanisierung auf die Region Mainz aufzuzeigen und die daraus resultierenden Planungsprobleme zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung regionaler Daten, Statistiken und Raumordnungsberichte zur Region Mainz-Rheinhessen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Suburbanisierung von Produktionsstätten, des Handels und der Bevölkerung sowie die spezifische räumliche Entwicklung in der Region Mainz inklusive deren steuerungstechnischer Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Suburbanisierung, Stadt-Umland-Wanderung, Siedlungsdispersion, Baulandnachfrage und regionale Disparitäten.

Warum ziehen einkommensstarke Haushalte in das Umland von Mainz?

Dies geschieht primär durch ein rationales Kalkül, bei dem die Haushalte Wohnfläche, Gartenanteile und eine bessere Wohnumwelt gegenüber den hohen Kosten und der Verdichtung in der Kernstadt bevorzugen.

Welchen Einfluss hat die Suburbanisierung auf die Finanzen der Stadt Mainz?

Aufgrund der Abwanderung von einkommensstarken Haushalten und der Verlagerung von Gewerbebetrieben entstehen der Kernstadt Verluste bei den Lohn- und Gewerbesteuereinnahmen.

Wie effektiv ist der Regionale Raumordnungsplan (RROP) bei der Steuerung?

Der Raumordnungsbericht stellt fest, dass die tatsächliche Suburbanisierungsdynamik häufig nicht mit den Zielsetzungen der Raumordnung übereinstimmt und räumliche Disparitäten somit nicht vollständig verhindert werden können.

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Details

Title
Suburbanisierung - Verlauf in Ost- und Westdeutschland (Bsp. Mainz)
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geograhisches Institut)
Course
Einführung in die Siedlungsgeographie (Übung)
Grade
2
Author
Benedikt Breitenbach (Author)
Publication Year
2006
Pages
11
Catalog Number
V143531
ISBN (eBook)
9783640547128
ISBN (Book)
9783640550616
Language
German
Tags
Suburbanisierung Verlauf Ost- Westdeutschland Mainz)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedikt Breitenbach (Author), 2006, Suburbanisierung - Verlauf in Ost- und Westdeutschland (Bsp. Mainz), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143531
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