Die funktionale Stadtgeographie untersucht die funktionalen Raumeinheiten innerhalb der Stadt, bezüglich der Veränderung der City, Wohnviertel, Industrie- und Gewerbegebieten (HEINEBERG 2004: 296). Ebenso beinhaltet die funktionale Stadtgeographie die
Analysierung von städtischer Viertelsbildung, der Stadt-Umland Funktion und der funktionalen Beziehungen zwischen Städten (BLOTEVOGEL 2001). Diese Veränderungen
werden im Allgemeinen und in Bezug auf die Millionenstadt Wien im Laufe der Arbeit dargestellt. Diesbezüglich werden Folgen und Ursachen dieses Prozess des Weiteren erläutert. Mit der um 1930 beginnenden Zentralitätsforschung von Walter Christaller, rücken städtische Wirtschaftsfunktionen in das Zentrum stadtgeographischen Interesses. Auf die Zentralitätsforschung aufbauend, folgen Theorien und Untersuchungen von Hans Bobek,
Brian Berry und Elisabeth Lichtenberger. Inwiefern dient die funktionale Stadtgeographie der Wissenschaft zur Untersuchung der Funktionseinheiten in der Stadt. Können diesbezüglich
die vorhandenen Theorien auch weiterhin zu Untersuchungszwecken verwendet werden?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretisch-konzeptioneller Ansatz
2.1 Nach Hans Bobek
2.2 Nach Walter Christaller
2.2.1 Anwendung der Theorie der zentralen Orte in der funktionale Stadtgeographie
2.3 Nach Brian Berry
3 Definition: Funktionale Stadtgeographie
3.1 Funktionale Gliederungen der City
3.2.1 Innerstädtische Zentrensysteme
3.2.2 Die innerstädtische Hierarchie des Geschäftslebens am Bsp. Wien
3.2.3 Zentraler Standort der Stadt
3.3 Die Veränderung der Wirtschaft in der City
3.4.1 Viertelbildungen in der City
3.4.2 Geschäftzentren und Geschäftsstraßen
4. Die funktionale Stadtgeographie am Beispiel Wien
4.1 Gliederungen der Stadt Wien
4.2 Haupt- und Nebengeschäftstraßen in Wien
4.3 Zentralitätsforschungen in Österreich
4.4 Innerstädtische Hierarchien in der Wiener City
4.5 Auswirkungen des Suburbanisierungsprozesses
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die funktionalen Raumeinheiten innerhalb einer Stadt und analysiert insbesondere die Veränderungsprozesse von Stadtzentren, Wohnvierteln sowie Industrie- und Gewerbegebieten. Dabei wird der Fokus auf die theoretischen Grundlagen der funktionalen Stadtgeographie und deren praktische Anwendung am Beispiel der Stadt Wien gelegt, um Folgen und Ursachen der städtischen Wirtschaftsentwicklung und Suburbanisierung zu beleuchten.
- Grundlagen der zentralörtlichen Theorie und ihre innerstädtische Anwendung
- Analyse der Citybildung und Konzentration des Dienstleistungssektors
- Struktur und Wandel von Geschäftszentren und Geschäftsstraßen
- Empirische Fallstudie zur funktionalen Hierarchie in Wien
- Auswirkungen der Suburbanisierung auf das innerstädtische Geschäftsleben
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Innerstädtische Zentrensysteme
Die Zentralitätsforschung untersucht in ihrer klassischen Form nur Städte als Zentrale Orte nach einer hierarchischen Gliederung in zentralörtlichen Systemen. In den 1960er Jahren untersucht H. Carol in Städten die Stufung von Zentren nach unterschiedlichen Ausstattungen, bezüglich des Einzelhandels und der Dienstleistungseinrichtungen. Die Terminologie zur Kennzeichnung unterschiedlicher innerstädtischer Zentren hat sich in unterschiedlicher Weise entwickelt. Es wird unterschieden in City und Nebencities; Primärzentrum und Sekundärzentrum; Stadtzentrum und Nebengeschäftszentrum und Hauptzentrum und Subzentrum. Ebenfalls existieren für den zentralst gelegenen Standtort der Stadt unterschiedlich verwendete Bezeichnungen, wie zum Beispiel Stadtmitte, Central Business District , Innenstadt, Stadtzentrum, City und zentraler Standortraum (HEINEBERG 2000: 160).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsbereiche der funktionalen Stadtgeographie ein und formuliert die leitenden Fragen bezüglich der Anwendbarkeit klassischer Theorien auf moderne Funktionseinheiten.
2 Theoretisch-konzeptioneller Ansatz: In diesem Kapitel werden die Pionierarbeiten von Hans Bobek, Walter Christaller und Brian Berry erläutert, die den Grundstein für das Verständnis von zentralörtlichen Funktionen und städtischen Geschäftsstrukturen legten.
3 Definition: Funktionale Stadtgeographie: Hier erfolgt eine theoretische Abgrenzung und Definition der funktionalen Stadtgeographie mit Fokus auf die Genese städtischer Zentren und die Analyse von Dienstleistungssektoren.
4. Die funktionale Stadtgeographie am Beispiel Wien: Dieses Kapitel veranschaulicht die theoretischen Konzepte anhand einer detaillierten Analyse der Wiener Stadtstruktur und deren funktionaler Hierarchien.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten der Übertragbarkeit zentralörtlicher Modelle auf reale Stadtstrukturen zusammen und reflektiert die Folgen des Suburbanisierungsprozesses.
Schlüsselwörter
Funktionale Stadtgeographie, Zentralitätsforschung, Citybildung, Walter Christaller, Hans Bobek, Brian Berry, Wiener City, Geschäftszentren, Geschäftsstraßen, Suburbanisierung, Dienstleistungssektor, Zentraler Ort, Stadtgeographie, Einzelhandel, Standortentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der funktionalen Stadtgeographie, insbesondere der Untersuchung von Raumeinheiten in Städten sowie deren wirtschaftlichen Funktionen und Hierarchien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Theorien zu zentralen Orten, die Analyse von City-Strukturen, der Wandel von Geschäftsvierteln und die Auswirkungen von Dezentralisierungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der Stadtgeographie zu erläutern und ihre Anwendbarkeit bei der Untersuchung moderner städtischer Funktionseinheiten, illustriert am Beispiel von Wien, zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse stadtgeographischer Theorien sowie der Anwendung dieser Konzepte auf empirische Daten zur räumlichen Struktur von Städten wie Wien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Ansätzen von Bobek, Christaller und Berry sowie der Definition und Analyse der funktionalen Gliederung und Hierarchie innerstädtischer Geschäftszentren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Funktionale Stadtgeographie, Zentralitätsforschung, Geschäftszentren, Citybildung und Suburbanisierung.
Wie unterscheidet sich die Wiener Stadtstruktur nach Lichtenberger?
Die Arbeit führt aus, dass die Wiener Hierarchie primär auf Geschäfts- und Ergänzungsstraßen basiert, wobei der Schaufensterindex und die verkehrliche Erreichbarkeit (U-Bahn) eine zentrale Rolle für die Attraktivität spielen.
Was versteht man in der Arbeit unter dem Begriff "Commercial Blight"?
Es beschreibt den Attraktivitätsverlust zentrumsnaher Geschäftsgebiete durch physikalische Alterung, Umweltfaktoren und wirtschaftliche Konzentrationsprozesse, die zu einem Geschäftssterben in traditionellen Lagen führen können.
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- Benedikt Breitenbach (Autor), 2006, Funktionale Stadtgeographie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143537