Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - Case Scenarios

Gründung von Stadtwerken in Ostdeutschland

Title: Gründung von Stadtwerken in Ostdeutschland

Seminar Paper , 1998 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Stefan Schuster (Author)

Economics - Case Scenarios
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit dieser Arbeit soll ein Erfahrungsbericht über die Gründung von Stadtwerken in Ostdeutschland
erstellt werden. Zuerst werfe ich den Blick zurück in die ehemalige DDR (Kapitel
2.1) und beleuchte im Anschluß die Zeit nach der „Wende“ (Kapitel 2.2). Dabei beschränke
ich mich auf eine Betrachtung der leitungsgebundenen Energien Strom, Erdgas und Fernwärme.
Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Sekundärenergie Strom.
Durch rechtliche Konflikte um die Stromverträge verzögerte sich die Privatisierung der ostdeutschen
Energiewirtschaft bis Ende Juli 1993 (Kapitel 3.1). Danach kam es zu einem Streit
zwischen dem Verbundunternehmen VEAG und den kommunalen Energieversorgern um die
Strompreise. Dieser Streit bremst erneut die Entwicklung hin zu einer flexiblen und wettbewerbsfähigen
Energiestruktur in Ostdeutschland (Kapitel 3.2).
Der Hauptteil (Kapitel 4) ist ein Erfahrungsbericht mit dem Thema „Gründung von Stadtwerken
in Ostdeutschland“. Bis zum Stand Februar 1996 kam es zu 103 Gründungen von
Stadtwerken, deshalb wird im Kapitel 4.1. explizit auf die Gründungsphase der Stadtwerke
nach der Wiedervereinigung eingegangen. Kapitel 4.2. steht ganz unter dem Zeichen der
künftigen Liberalisierung des europäischen und demzufolge auch deutschen Energiemarktes
durch die EU-Stromrichtlinie.
Da es zu dem Thema meiner Seminararbeit keine allzu ergiebige Literaturauswahl gibt, werde
ich Informationsmaterial verwenden, welches ich direkt von den kommunalen Energieversorgungsunternehmen
(EVU) in Ostdeutschland und den Energieverbänden (VKU, IZE) bekommen
habe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ziel und Gegenstand der Arbeit

2. Geschichte der leitungsgebundenen Energiewirtschaft in Ostdeutschland

2.1. Struktur der leitungsgebundenen Energiewirtschaft in der DDR

2.2. Neue Strukturen im Osten nach der Wiedervereinigung

3. Rechtliche Probleme der Privatisierung

3.1. Die Verhandlungen um die Stromverträge

3.2. Der Konflikt zwischen den Stadtwerken und der VEAG

4. Gründung von Stadtwerken - Ein Erfahrungsbericht

4.1. Gründung von Stadtwerken nach der Wiedervereinigung

4.1.1. Überlegungen im Vorfeld der Stadtwerksgründungen

4.1.2. Gründe für eine Stadtwerksbildung

4.1.3. Probleme in der Anfangsphase der Stadtwerksgründungen

4.1.4. Beispiel Stendal

4.2. Situation der Stadtwerke in bezug auf die bevorstehende Liberalisierung des Strommarktes

4.2.1. Die EU-Stromrichtlinie

4.2.2. Aussichten für Stadtwerke auf dem europäischen Markt und auf kommunaler Ebene

4.2.3. Der Weg zu einem wettbewerbsfähigen Unternehmen

5. Abschließender Kommentar

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit liefert einen Erfahrungsbericht über die Gründung von Stadtwerken in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung unter besonderer Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der anstehenden Liberalisierung des Strommarktes.

  • Historische Entwicklung der Energiewirtschaft in der DDR
  • Rechtliche Konflikte bei der Privatisierung der ostdeutschen Stromwirtschaft
  • Herausforderungen und Praxisbeispiele bei Stadtwerksgründungen
  • Einfluss der EU-Stromrichtlinie auf die kommunale Energieversorgung
  • Strategien zur Wettbewerbsfähigkeit von Stadtwerken

Auszug aus dem Buch

4.1.3. Probleme in der Anfangssphase der Stadtwerksgründungen

Nach der Wiedervereinigung war die ostdeutsche Elektrizitätswirtschaft in einem desolaten Zustand. Die Kraftwerke waren technisch und ökologisch weit hinter dem westlichen Standard zurück. Stillgelegt werden mußten alle Kernkraftwerke, da sie die westdeutschen Sicherheitsstandards nicht erfüllten. Hinzu kam eine Veraltung der Übertragungsanlagen und eine Erhöhung der vorher subventionierten Strompreise.

Die Elektrizitätswirtschaft bedurfte aus oben genannten Gründen eine vollständige Sanierung um eine sichere, preisgünstige, wettbewerbsfähige und ökologische Stromversorgung zu bieten.

Bei der Auswertung des Informationsmaterials ostdeutscher Stadtwerke (Rostock, Leipzig, Dresden, Jena, Greifswald und Chemnitz) ergaben sich folgende typische Probleme in der Anfangssphase dieser Stadtwerke.

Die Ausgliederung und Zusammenführung der einzelnen Sparten aus den früheren Kombinaten und Strukturen der Bezirke erwies sich als problematisch. Hinzu kam der große Personalabbau, in Rostock lag er z.B. bei ca. 50 % und in Dresden wurden von 2600 Stellen 1000 gestrichen. Außerdem erfolgte noch die Umstellung vom minderwertigen Stadtgas auf Erdgas sowie der Ablösung ehemaliger Heizzentralen auf Kohlebasis. Zusätzlich war eine Erweiterung der Netze notwendig. Neue Geschäftsfelder mußten erschlossen werden und neue interne Führungsinstrumente im kaufmännischen Bereich wie etwa Controlling, Marketing, Vertrieb oder eine EDV-Abteilung mußten installiert werden. Schwachpunkte bei der Erzeugung und Fortleitung von Fernwärme traten in fast allen Bereichen auf. Ein geringer Kraft-Wärme-Kopplungsanteil, ein hohes Alter und ein schlechter Instandhaltungsgrad bei vergleichsweise geringen Wirkungsgraden der Wärmeerzeugung, ein niedriger Umweltschutzstandard und ein hoher Personalbedarf waren die signifikantesten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit als Erfahrungsbericht über die Gründung von Stadtwerken und beschreibt die methodische Vorgehensweise.

2. Geschichte der leitungsgebundenen Energiewirtschaft in Ostdeutschland: Beschreibt die zentralistische Struktur in der DDR und den Übergang zu neuen Strukturen nach der Wiedervereinigung.

3. Rechtliche Probleme der Privatisierung: Analysiert die Konflikte um Stromverträge und das Ringen zwischen Kommunen, Treuhand und Versorgungsunternehmen.

4. Gründung von Stadtwerken - Ein Erfahrungsbericht: Untersucht die Gründungsphase, praktische Probleme, Fallbeispiele sowie die Auswirkungen der EU-Liberalisierung auf Stadtwerke.

5. Abschließender Kommentar: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Entwicklung der ostdeutschen Stromwirtschaft kritisch.

Schlüsselwörter

Stadtwerke, Ostdeutschland, Energiewirtschaft, Privatisierung, Stromverträge, Querverbund, EU-Stromrichtlinie, Liberalisierung, VEAG, Holdingstrukturen, Energieversorgung, Wettbewerb, Strommarkt, Kommunen, Stendal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Aufbau und die Gründung von kommunalen Stadtwerken in den neuen Bundesländern nach der deutschen Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Energiewirtschaft in der DDR, die rechtlichen Hürden der Privatisierung und die strategische Neuausrichtung der Stadtwerke im Hinblick auf den liberalisierten europäischen Strommarkt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen fundierten Erfahrungsbericht über die Gründungsphase der Stadtwerke zu erstellen und die Herausforderungen bei der Etablierung einer wettbewerbsfähigen kommunalen Energieversorgung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Auswertung von Informationsmaterial, das direkt von ostdeutschen kommunalen Energieversorgern sowie Energieverbänden wie dem VKU bezogen wurde, ergänzt durch eine Literaturanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich explizit den Gründen für Stadtwerksgründungen, den typischen Problemen in der Anfangsphase, dem Fallbeispiel Stendal sowie den Auswirkungen der EU-Stromrichtlinie auf die zukünftige Marktsituation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Stadtwerke, Privatisierung, Ostdeutschland, Querverbund, Strommarkt und Wettbewerbsfähigkeit.

Welche Rolle spielt die VEAG in diesem Zusammenhang?

Die VEAG fungierte als ostdeutsches Verbundunternehmen und stand häufig im Konflikt mit den neu gegründeten kommunalen Stadtwerken, insbesondere bezüglich der Strompreise und Abnahmequoten.

Was bedeutet die "Holdingstruktur" für ein Stadtwerk?

Die Holdingstruktur fungiert als Dachgesellschaft, unter der verschiedene Sparten wie Gas, Fernwärme, Strom oder Wasser als Tochterunternehmen organisiert sind, was laut Verband kommunaler Unternehmen (VKU) eine flexiblere Unternehmensführung ermöglichen kann.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Gründung von Stadtwerken in Ostdeutschland
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,3
Author
Stefan Schuster (Author)
Publication Year
1998
Pages
16
Catalog Number
V14358
ISBN (eBook)
9783638197809
Language
German
Tags
Gründung Ostdeutschland Stadtwerk Energiewirtschaft Energie EVU Energieversorgung Strom Erdgas Fernwärme Historie lokal Wasser Querverbund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Schuster (Author), 1998, Gründung von Stadtwerken in Ostdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14358
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint