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Staatliche Regulierung von Computerspielen

Title: Staatliche Regulierung von Computerspielen

Term Paper , 2008 , 29 Pages , Grade: 2

Autor:in: Michael Habermann (Author), Holger Beck (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Staatliche Regulierung bei Computerspielen. Wie werden in Deutschland und weiteren Ländern die Computerspiele kontrolliert. Diese Hausarbeit entstand im Rahmen des Seminars „Soziologie von Onlinespielen“ und hat die
Kontrollmechanismen von Computer- und Konsolenspielen zum Thema.
Uns beschäftigte bei der Ausarbeitung die Fragen: Wie wird in Deutschland geprüft, bewertet und
zensiert? Wer hat das Recht über die Spiele zu entscheiden, deren Einteilung in Altersklassen über
die Bewerbung und somit den kommerziellen Erfolg entscheiden können?
Wir möchten die deutschen Institutionen, die Computerspiele reglementieren, vorstellen, deren
Arbeitsweise darlegen und über den Sinn der Beschränkungen diskutieren. Des weiteren möchten
wir das deutsche System, welches als eines der härtesten weltweit gilt, mit Systemen im Ausland
vergleichen. Welche Unterschiede gibt es in Europa, zu den USA, Japan oder anderen Nationen.
Wie wird im Ausland entschieden und gibt es Unterschiede in der Spielkultur? Ferner gehen wir, da
die „Killerspiel“-Debatte häufige Präsenz in den Medien hat, auf das Thema Gewalt ein. Vor allem
gewalthaltige Computerspiele führen immer wieder zu Forderungen nach Verboten von Computerspielen.
Obwohl diese Spiele nur einen Bruchteil des Gesamtspielmarktes darstellen, sind diese im
Fokus der Aufmerksamkeit. Zuletzt möchten wir bilanzieren, welchen Wert das deutsche Kontrollsystem
hat, wo die Vor- und Nachteile liegen und welche Verbesserungen gemacht werden
könnten, um einerseits ausreichend Jugendschutz zu gewährleisten, andererseits den deutschen
Markt für in- und ausländische Computerspielproduktionen interessant zu halten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugendmedienschutz in Deutschland

2.1 Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

2.2 Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

2.2.1 Das Prüfverfahren

2.2.2 Kritik an der USK

2.3 Internationaler Vergleich

3. Sinn und Unsinn des Jugendschutzes

3.1 „Computerspiele sind voll von Gewalt!“

4. Wie gut sind wir geregelt?

5. Gewalt

5.1 Warum werden gewalthaltige Computerspiele so gerne gespielt?

5.2 Gewalt in Computerspielen – Thesen der Fernsehwirkungsforschung

6. Möglichkeiten einer Verbesserung der Situation

6.1 Medienkompetenz auch für Eltern

6.2 Förderung für alle

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Hausarbeit untersucht die Kontrollmechanismen und die staatliche Regulierung von Computerspielen in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie diese Spiele bewertet werden, wer die Entscheidungsgewalt über Altersfreigaben innehat und inwiefern das deutsche System, im internationalen Vergleich, einen effektiven Jugendschutz bietet, ohne dabei die Freiheit des Mediums zu stark einzuschränken.

  • Staatliche Regulierungsinstanzen wie USK und BPjM in Deutschland.
  • Internationaler Vergleich von Jugendschutzsystemen und Kennzeichnungspraktiken.
  • Psychologische und soziologische Aspekte der Gewaltdebatte in Computerspielen.
  • Rolle der Medienkompetenz und Verantwortung der Eltern.
  • Möglichkeiten zur Förderung qualitativ hochwertiger und innovativer Software.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Das Prüfverfahren

Wie bereits in Punkt 1.1 erläutert liegt die Kennzeichnung im Aufgabenbereich den jeweiligen Jugendministerien. Daher führt die USK gemeinsam mit den Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) das Prüfverfahren zur Alterskennzeichnung von Computerspielen durch. Ein Vertreter der OLJB vergibt die Altersfreigabe auf Grundlage der Empfehlung des Prüfgremiums. Wie die Prüfung detailliert verläuft soll im weiteren Verlauf näher erläutert werden:

Das Gutachtergremium besteht aus vier wechselnden Vertretern von Pädagogen, Journalisten, Sozialwissenschaftlern oder Mitarbeitern aus Jugendämtern, die Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit haben und speziell von der USK geschult wurden. Wer bereits einige Computerspiele gespielt hat, wird sich jetzt sicherlich die Frage stellen, wie mann jede elektronische Unterhaltungssoftware einteilen kann. Denn zum Einen erscheinen ca. 1000 neue Titel jedes Jahr und zum Anderen müssen diese auch nicht nur kurz getestet werden, sondern vollständig durchleuchtet werden, um eine eindeutige Einteilung vornehmen zu können. Die USK hat hierbei nicht nur eine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft, sondern natürlich auch gegenüber den Herstellern. Denn die Kennzeichnung wirkt sich auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Spiels aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit führt in die Thematik der staatlichen Kontrollmechanismen von Computerspielen ein und hinterfragt die Effektivität des deutschen Reguliersystems.

2. Jugendmedienschutz in Deutschland: Es werden die Aufgaben der BPjM und der USK sowie das Prüfverfahren und die daran geübte Kritik im deutschen Kontext erläutert.

3. Sinn und Unsinn des Jugendschutzes: Dieses Kapitel hinterfragt die Notwendigkeit von Regulierungen und diskutiert die gesellschaftliche Wahrnehmung von Gewalt in Computerspielen.

4. Wie gut sind wir geregelt?: Es wird die Frage aufgeworfen, wie weit staatliche Verbote in einer freien demokratischen Gesellschaft gehen dürfen und wo die Grenzen liegen.

5. Gewalt: Hier wird der Gewaltbegriff in Computerspielen untersucht und anhand medienwissenschaftlicher Thesen wie der Katharsis- oder Imitationsthese beleuchtet.

6. Möglichkeiten einer Verbesserung der Situation: Das Kapitel diskutiert Strategien zur Medienkompetenzförderung sowie Möglichkeiten der stärkeren Förderung von hochwertigen Spielen.

7. Fazit: Eine abschließende Betrachtung, die den wachsenden Stellenwert der Computerspielbranche hervorhebt und den Bedarf an verantwortungsbewusster Regulierung zusammenfasst.

Schlüsselwörter

Jugendschutz, Computerspiele, USK, BPjM, Alterskennzeichnung, Medienkompetenz, Gewaltdebatte, staatliche Regulierung, Medienpädagogik, Spielkultur, Jugendschutzgesetz, Selbstkontrolle, Computerspielbranche, Medienkonsum, Zensur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die staatlichen Kontrollmechanismen und Regulierungsansätze für Computerspiele in Deutschland vor dem Hintergrund des Jugendschutzes.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die rechtliche Prüfung von Software, die Debatte über Gewaltinhalte, internationale Vergleiche und die Bedeutung der Medienkompetenz für Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wert des deutschen Kontrollsystems zu bilanzieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um Jugendschutz mit der Innovationskraft der Branche zu vereinbaren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Untersuchung von Forschungsergebnissen aus der Medien- und Wirkungsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Regulierungsinstanzen, die Diskussion der Gewaltproblematik und eine kritische Auseinandersetzung mit Verboten versus Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Jugendschutz, Computerspiele, USK, Medienkompetenz, Gewaltdebatte und staatliche Regulierung.

Wie unterscheidet sich die Rolle der USK im Vergleich zu internationalen Systemen?

Im Gegensatz zu eher freiwilligen Systemen in manchen anderen Ländern ist das deutsche System der Alterskennzeichnung durch die USK gesetzlich in den Jugendschutz integriert und verbindlich.

Warum wird die Förderung der Computerspielbranche als relevant erachtet?

Die Autoren argumentieren, dass eine Förderung zu mehr Markttransparenz führen und die Entwicklung qualitativ hochwertiger sowie kulturell wertvoller Software vorantreiben kann.

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Details

Title
Staatliche Regulierung von Computerspielen
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Online-Games und Computerspieleindustrie aus soziologischer Perspektive
Grade
2
Authors
Michael Habermann (Author), Holger Beck (Author)
Publication Year
2008
Pages
29
Catalog Number
V143583
ISBN (eBook)
9783640547227
ISBN (Book)
9783640550869
Language
German
Tags
Staatliche Regulierung Computerspielen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Habermann (Author), Holger Beck (Author), 2008, Staatliche Regulierung von Computerspielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143583
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