Im Folgenden wird der Bedarf des vorliegenden Gesundheitsproblems dargestellt. Hierzu werden unter anderem epidemiologische Daten zur Prävalenz von Rückenbeschwerden, mögliche Ursachen und Risikofaktoren, sowie die resultierenden Folgen repräsentiert. Rückenbeschwerden finden zunehmend an Bedeutung, denn diese sind heutzutage keine Seltenheit mehr, wie die Ergebnisse der Deutschen Rückenschmerzstudie von 2003/ 2006 zeigen. Es zeigt sich zudem eine annähernd lineare Zunahme der Häufigkeit mit dem Alter. Ein noch drastischeres Bild zeigt sich in den Zahlen der Lebenszeitprävalenz (mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen), diese liegen zwischen 74% und 85% je nach Region.
Inhaltsverzeichnis
- 1 TEILAUFGABE 1- GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMABNAHME
- 1.1 Bezeichnung des Kursangebotes, Handlungsfeld und Präventionsprinzip
- 1.2 Bedarf
- 1.3 Wirksamkeit
- 1.4 Zielgruppe
- 1.5 Ziele der Maßnahme
- 2 TEILAUFGABE 2- INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMS
- 3 TEILAUFGABE 3- INHALTLICHER ABLAUF DES KURSPROGRAMMS
- 4 TEILAUFGABE 4- DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS
- 5 LITERATURVERZEICHNIS
- 6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
- 6.1 Abbildungsverzeichnis
- 6.2 Tabellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Entwicklung einer präventiven Maßnahme in Form eines Kursprogramms. Das primäre Ziel ist es, ein auf dem individuellen Ansatz basierendes Programm im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten zu erstellen, um Rückenschmerzen vorzubeugen und die Rückengesundheit zu fördern.
- Entwicklung eines präventiven Kursprogramms für Rückengesundheit.
- Fokus auf die Reduzierung von Bewegungsmangel durch sportliche Aktivität.
- Vermittlung von Wissen über Ursachen und den Umgang mit Rückenschmerzen.
- Stärkung der körperlichen Fitness und psycho-physischen Gesundheitsressourcen.
- Förderung der Eigeninitiative und Integration gesundheitsgerechter Verhaltensweisen in den Alltag.
- Definition der Zielgruppe und Evaluation der Maßnahme.
Auszug aus dem Buch
Bedarf
Im Folgenden wird der Bedarf des vorliegenden Gesundheitsproblems dargestellt. Hierzu werden unter anderem epidemiologische Daten zur Prävalenz von Rückenbeschwerden, mögliche Ursachen und Risikofaktoren, sowie die resultierenden Folgen repräsentiert. Rückenbeschwerden finden zunehmend an Bedeutung, denn diese sind heutzutage keine Seltenheit mehr wie die Ergebnisse der Deutschen Rückenschmerzstudie von 2003/ 2006 zeigen. Die Stichtagprävalenz (Schmerzen heute) variierte in verschiedenen Regionen zwischen 32% und 39%. Frauen geben in jeder Altersgruppe häufiger an unter chronischen Rückenschmerzen gelitten zu haben als Männer (siehe Abb. 1) (Robert-Koch-Institut, 2011). Chronische Rückenschmerzen sind definiert als Schmerzen, die fast jeden Tag für mindestens 3 Monate auftreten (Fahland et al.). Es zeigt sich zudem eine annähernd lineare Zunahme der Häufigkeit mit dem Alter. Ein noch drastischeres Bild zeigt sich in den Zahlen der Lebenszeitprävalenz (mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen), diese liegenzwischen 74% und 85% je nach Region. Somit gaben lediglich knapp 20% der Befragten eine Beschwerdefreiheit an (Robert-Koch-Institut, 2012).
Heutzutage weisen Rückenschmerzen und Wirbelsäulenerkrankungen nicht nur eine epidemiologische und medizinische, sondern auch eine gesundheitsökonomische Bedeutung auf (Robert-Koch-Institut, 2012, S. 7), denn zu den Folgen von Rückenschmerzen gehören neben einer eingeschränkten subjektiven Gesundheit auch die verminderte Leistungsfähigkeit in Beruf, Freizeit und Alltag hinzu. Aufgrund des Rückenleidens kommt es bei den Beschäftigten zu einer vermehrten Inanspruchnahme des medizinischen Versorgungssystems, zu einer höheren Arbeitsunfähigkeit bzw. Arbeitsausfall und damit verbunden zu einer geringeren Arbeitsproduktivität und im schlimmsten Fall zu einer früheren Rente, aufgrund teilweiser oder sogar voller Erwerbsminderung (Robert-Koch-Institut, 2012, S. 7). So lag 2010 das Muskel-Skelett-System mit 37% auf Platz 1 der medizinischen Rehabilitation bei Erwachsenen (Techniker Krankenkasse, 2012).
Zusammenfassung der Kapitel
TEILAUFGABE 1- GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMABNAHME: Dieses Kapitel stellt die grundlegenden Informationen zur Präventionsmaßnahme dar, inklusive der Bezeichnung des Kursangebotes, des Handlungsfeldes, des Präventionsprinzips, des Bedarfs, der Wirksamkeit, der Zielgruppe und der spezifischen Ziele der Maßnahme.
TEILAUFGABE 2- INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMS: Hier wird die inhaltliche und organisatorische Grobplanung des Kursprogramms "Aktiv ins Rücken-Glück" detailliert, einschließlich Kursinhalte, Dauer, Anzahl und Zeitumfang der Einheiten, Teilnehmerzahl und benötigte Ressourcen.
TEILAUFGABE 3- INHALTLICHER ABLAUF DES KURSPROGRAMMS: Dieses Kapitel beschreibt den detaillierten Ablauf der einzelnen Kurseinheiten (KE1 bis KE8), deren Hauptthemen, Lernziele und konkrete Lerninhalte von Körperwahrnehmung über Ergonomie bis zu Stressmanagement.
TEILAUFGABE 4- DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS: Das Kapitel legt das Evaluationskonzept für das Kursprogramm dar, indem es übergeordnete Kursziele, messbare Interventionsziele, Zielindikatoren, Erhebungsmethoden, Erhebungsinstrumente und Messzeitpunkte definiert.
Schlüsselwörter
Prävention, Rückenschmerzen, Bewegungsgewohnheiten, Gesundheitsförderung, Kursprogramm, Bewegungsmangel, Muskel-Skelett-System, Ergonomie, Verhaltensänderung, Gesundheitsmanagement, körperliche Aktivität, Evaluation, Zielgruppe, Wirbelsäulenerkrankungen, Lebensqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Entwicklung eines Präventionskursprogramms, das auf dem individuellen Ansatz basiert, um im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten die Rückengesundheit zu fördern und Rückenschmerzen vorzubeugen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen Prävention von Rückenschmerzen, Förderung gesunder Bewegungsgewohnheiten, Bewältigung psychischer Belastungen durch Bewegung, Stärkung der Rumpfmuskulatur und die Vermittlung von Kenntnissen über rückengerechtes Verhalten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Erstellung einer evidenzbasierten Präventionsmaßnahme in Form eines Kursprogramms, das die Teilnehmer dazu befähigt, ihre Rückengesundheit langfristig positiv zu beeinflussen, indem sie Wissen erwerben und ihre Verhaltens- sowie Handlungskompetenzen stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Erstellung und Strukturierung einer Präventionsmaßnahme, die sich an wissenschaftlichen Leitlinien (z.B. GKV-Leitfaden Prävention, Nationale VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz) und epidemiologischen Daten orientiert, sowie ein Evaluationskonzept zur Messung der Wirksamkeit vorschlägt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die grundlegenden Informationen zur Präventionsmaßnahme, die inhaltlich-organisatorische Grobplanung des Kursprogramms, den detaillierten inhaltlichen Ablauf der Kurseinheiten (Lernziele und -inhalte) und das Evaluationskonzept zur Dokumentation und Bewertung der Maßnahme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakterisierende Schlüsselwörter sind Prävention, Rückenschmerzen, Bewegungsgewohnheiten, Gesundheitsförderung, Kursprogramm, Bewegungsmangel und körperliche Aktivität.
Wie lautet der Name des entwickelten Kursprogramms und sein Leitsatz?
Das entwickelte Kursprogramm trägt den Namen "Aktiv ins Rücken-Glück". Sein Leitsatz lautet: "Ein schöner Rücken kann entzücken, aber ein gesunder Rücken kann beglücken."
Welche Altersgruppe und welchen Sozialstatus hat die primäre Zielgruppe der Präventionsmaßnahme?
Die primäre Zielgruppe sind gesunde Versicherte ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren, wobei hauptsächlich Personen mit niedrigerem Sozialstatus (geringes Einkommen, schlechte schulische Bildung) angesprochen werden.
Wie ist der inhaltliche Ablauf des Kursprogramms strukturiert?
Der inhaltliche Ablauf des Kursprogramms ist in acht Kurseinheiten (KE1-KE8) gegliedert, die wöchentlich stattfinden und jeweils eine Informationsphase, Praxisphase sowie Aktiv-Aufgaben für den Alltagstransfer beinhalten.
Welche Ressourcen sind für die Durchführung des Kursprogramms notwendig?
Für die Durchführung des Kursprogramms sind räumliche Ressourcen wie eine Sporthalle oder ein Kursraum, Trainingsgeräte/Kleinequipment (z.B. Gymnastikmatten, Hanteln, Thera-Bänder) und verschiedene Medien (Teilnehmerinformationen, Musikanlage, Flipchart) erforderlich.
- Arbeit zitieren
- Anna-Lena Zeifang (Autor:in), 2022, Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436111