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Der Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Partnerwahl

Título: Der Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Partnerwahl

Tesis (Bachelor) , 2021 , 41 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sarah Böhm (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss der Migrationshintergrund einer Person auf ihre Partnerwahl besitzt. Häufig kommt es einem im eigenen sozialen Umfeld so vor, als ob zwar jeder aufgeschlossen und vorurteilsfrei gegenüber anderen Nationalitäten ist, aber für eine Beziehung kommt dann doch nur eine Person aus dem selben Kulturkreis in
Frage, unabhängig davon um welche Nationalität es sich handelt. Aber stimmt das auch? Oder ist das nur das eigene persönliche Empfinden? Dieser Frage soll hiermit empirisch auf den Grund gegangen werden.

Daher werden im Rahmen dieser Arbeit Studien vorgestellt, die die Partnerschaftspräferenzen von Migrant(inn)en untersucht haben. Zuerst werden, nach einer kurzen Begriffserläuterung, Theorien vorgestellt, die den Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Partnerwahl erklären. Anschließend wird auf verschiedene Formen von ethnisch gemischten
Partnerschaften eingegangen, hierbei werden in binationale, interethnische und transnationale Partnerschaften unterschieden. Des Weiteren liegt ein besonderer Fokus auf dem familiären Einfluss, der einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an den Partnerwahlentscheidungen junger Migrant(inn)en besitzt und wiederum von zahlreichen weiteren Faktoren beeinflusst
wird. Im Anschluss wird auch auf mögliche Erklärungen zum Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Partnerwahl eingegangen. Allgemein fokussiert sich die Arbeit hauptsächlich auf Migrant(inn)en in Deutschland und ihre Partnerwahl und auf
Partnerschaften, die zwischen Deutschen und Migrant(inn)en existieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserläuterung

3 Theorien zur Erklärung des Migrationseinflusses auf die Partnerwahl

3.1 Familienökonomischer Ansatz

3.2 Austauschtheorie

3.3 Sozialstrukturtheorie

4 Binationale Partnerschaften

5 Interethnische Partnerschaften

6 Transnationale Partnerschaften

6.1 Partnerwahl türkischer Migrant(inn)en

6.2 Transnationale Partnerschaften in Deutschland

6.3 Transnationale Partnerschaften mit unterschiedlichen Ethnien

7 Familiärer Einfluss auf die Partnerwahl bei Migrant(inn)en

7.1 Auswirkungen der Bildung auf den familiären Einfluss

7.2 Auswirkungen der interethnischen Kontakte auf den familiären Einfluss

7.3 Auswirkungen der Religiosität auf den familiären Einfluss

7.4 Auswirkungen der Freizeitgestaltung auf den familiären Einfluss

7.5 Auswirkungen des Geschlechts auf den familiären Einfluss

8 Erklärungen für die Mehrzahl endogamer Partnerschaften

9 Fazit

10 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Bachelorarbeit untersucht empirisch den Einfluss des Migrationshintergrunds auf die Partnerwahl von Migrant(inn)en in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum häufig Partner aus demselben Kulturkreis gewählt werden und welche Rolle dabei soziologische Theorien, der familiäre Einfluss sowie strukturelle Faktoren spielen.

  • Theoretische Grundlagen zur Partnerwahl (Familienökonomischer Ansatz, Austausch- und Sozialstrukturtheorie)
  • Differenzierung zwischen binationalen, interethnischen und transnationalen Partnerschaften
  • Analyse des familiären Einflusses, insbesondere unter Berücksichtigung von Bildung, Religiosität und Geschlecht
  • Untersuchung von Heiratsmigration und den Auswirkungen kultureller sowie räumlicher Konzentration
  • Erklärung für die Präferenz endogamer Partnerschaften in Migrantengruppen

Auszug aus dem Buch

3.1. Familienökonomischer Ansatz

Der familienökonomische Ansatz geht davon aus, dass die Mitglieder einer Familie rational handelnde Akteure sind, die versuchen, die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen so einzusetzen, dass der Gewinn möglichst hoch ist. Der Vorteil einer Partnerschaft besteht darin, Ressourcen zusammen legen zu können und somit deren Produktionskosten möglichst gering zu halten. Somit kommt die Bildung einer Partnerschaft dann zustande, wenn beide Partner(innen) davon ausgehen, ihren persönlichen Nutzen durch die Partnerschaft maximieren zu können. Der aus der Partnerschaft gezogene Nutzen beinhaltet sowohl die Möglichkeit Kinder aufziehen zu können, als auch das Ansehen zu verbessern, Gesellschaft zu haben, Liebe zu erfahren und den Gesundheitszustand zu bewahren oder zu verbessern.

Die Kompromissbereitschaft, also die Bereitschaft, eine Beziehung mit einem/einer Partner(in) einzugehen, die weniger Nutzen einbringt als erhofft, hängt vor allem von der gefühlten Wahrscheinlichkeit ab, eine(n) besser gestellte(n) Partner(in) zu finden. Die Ergebnisse des familienökonomischen Ansatzes führen zu der Annahme, dass sich eine möglichst große Ähnlichkeit bezüglich der ethnischen Herkunft positiv auf eine Partnerschaft auswirkt und eine Person daher eher eine(n) Partner(in) der gleichen Ethnie wählt. Jedoch ist die Ethnie nur ein Faktor unter vielen weiteren wichtigen Faktoren und der persönlichen Priorisierung der Individuen unterlegen. Die Theorie der Familienökonomie erstellt keine Gewichtung der einzelnen Faktoren die für die Partnerwahl ausschlaggebend sind (vgl. Schroedter 2013: 31-34).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, welchen Einfluss der Migrationshintergrund einer Person auf ihre Partnerwahl hat und betont die Relevanz des Themas für die soziale Integration.

2 Begriffserläuterung: Hier werden zentrale Begriffe wie transnationale, binationale und interethnische Partnerschaften sowie der Begriff der Migrant(inn)en für den weiteren Verlauf der Arbeit definiert.

3 Theorien zur Erklärung des Migrationseinflusses auf die Partnerwahl: Das Kapitel stellt theoretische Modelle wie den familienökonomischen Ansatz, die Austauschtheorie und die Sozialstrukturtheorie vor, um rationale und strukturelle Aspekte der Partnerwahl zu erklären.

4 Binationale Partnerschaften: Dieser Teil betrachtet die Entwicklung binationaler Ehen zwischen Deutschen und Migrant(inn)en über einen längeren Zeitraum unter Berücksichtigung von Geschlechtsunterschieden.

5 Interethnische Partnerschaften: Hierbei wird die Staatsangehörigkeit vernachlässigt, um Paare aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu analysieren und deren Häufigkeit bei verschiedenen ethnischen Gruppen darzustellen.

6 Transnationale Partnerschaften: Dieses Kapitel widmet sich Partnerschaften, die über Landesgrenzen hinweg entstehen, und beleuchtet die Mechanismen der Heiratsmigration unter türkischen Migrant(inn)en sowie in anderen Gruppen.

7 Familiärer Einfluss auf die Partnerwahl bei Migrant(inn)en: Es wird analysiert, wie die Familie durch Faktoren wie Bildung, Sozialkontakte, Religiosität, Freizeitgestaltung und das Geschlecht Einfluss auf die Partnerentscheidungen ihrer Kinder nimmt.

8 Erklärungen für die Mehrzahl endogamer Partnerschaften: Hier werden die Gründe für die Präferenz der eigenen Ethnie zusammengefasst, wobei Konzepte wie ethnische Konzentration und soziale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen.

9 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, die zeigen, dass endogame Partnerschaften überwiegen, stark durch die Familie beeinflusst werden und in einem engen Zusammenhang mit der Integration im Aufnahmeland stehen.

10 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen für die vorliegende Bachelorarbeit.

Schlüsselwörter

Partnerwahl, Migrationshintergrund, endogame Partnerschaften, binationale Ehen, transnationale Partnerschaften, familiärer Einfluss, Heiratsmigration, Sozialstrukturtheorie, Austauschtheorie, Integrationsprozess, ethnische Identität, Heiratsmarkt, Bildungsabschluss, Geschlechterunterschiede, Religionszugehörigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie der Migrationshintergrund einer Person deren Partnerwahl beeinflusst und welchen Stellenwert ethnische Homogenität oder Heterogenität dabei haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören soziologische Theorien der Partnerwahl, die Bedeutung des familiären Umfelds, Unterschiede zwischen verschiedenen Formen internationaler Partnerschaften sowie die Auswirkungen auf die soziale Integration.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Migrant(inn)en in Deutschland überdurchschnittlich häufig Partner aus ihrer eigenen Herkunftsgruppe wählen und welche Mechanismen – persönlich oder familiär – diese Tendenz steuern.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden zur Erklärung herangezogen?

Die Arbeit nutzt hauptsächlich den familienökonomischen Ansatz, die Austauschtheorie sowie die Sozialstrukturtheorie, um das Verhalten der Akteure bei der Partnerwahl zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine differenzierte Analyse verschiedener Partnerschaftsformen (binationale, interethnische, transnationale) und eine detaillierte Untersuchung des familiären Einflusses anhand von Bildung, Religiosität und Geschlecht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Partnerwahl, Migrationshintergrund, endogame Ehen, Heiratsmigration und familiärer Einfluss beschreiben.

Welchen Einfluss spielt das Geschlecht auf die arrangierte Partnerwahl?

Die Arbeit stellt fest, dass Töchter deutlich stärker von elterlichem Einfluss bei der Partnerwahl betroffen sind als Söhne, was oft mit patrilinearen Verwandtschaftssystemen und traditionellen Rollenbildern begründet wird.

Inwiefern beeinflusst der Bildungsgrad die Autonomie bei der Partnerwahl?

Studien zeigen, dass ein höherer Bildungsgrad die Chancen einer Person erhöht, ihre Partnerwahl selbstständig zu treffen, da Bildung oft mit größerer finanzieller Unabhängigkeit und einer Distanz zu traditionellen, streng kontrollierten Ehekonzepten einhergeht.

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Detalles

Título
Der Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Partnerwahl
Universidad
LMU Munich  (Soziologie)
Curso
Bachelorarbeit
Calificación
1,7
Autor
Sarah Böhm (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
41
No. de catálogo
V1436170
ISBN (PDF)
9783346988300
ISBN (Libro)
9783346988317
Idioma
Alemán
Etiqueta
Migrationshintergrund Partnerwahl soziales Umfeld Partnerwahl Migranten Nationalitäten gemischte Partnerschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Böhm (Autor), 2021, Der Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Partnerwahl, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436170
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