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Reproduktion der Bildungshomogamie durch die Familie

Title: Reproduktion der Bildungshomogamie durch die Familie

Term Paper , 2022 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sarah Böhm (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit widmet sich der eingehenden Untersuchung der Reproduktion der Bildungshomogamie – ein Phänomen, das sich mit der Präferenz von Personen für Partnerinnen oder Partner beschäftigt, die einen ähnlichen Bildungshintergrund aufweisen. Diese grundlegende Annahme beruht auf der Idee, dass Menschen tendenziell Partnerinnen oder Partner bevorzugen, deren Bildungsniveau dem eigenen ähnlich ist. Die Verbreitung dieser Bildungshomogamie wird als weitreichend angenommen, und die vorliegende Studie zielt darauf ab, die Auswirkungen der elterlichen Bildungskonstellation auf die Partnerwahl ihrer Kinder zu untersuchen.

Die Forschungsfrage richtet sich insbesondere darauf, inwiefern Personen, deren Eltern unterschiedliche Bildungshintergründe aufweisen, offener für Partnerinnen oder Partner mit abweichendem Bildungsstand sind. Gleichzeitig wird angenommen, dass Personen, deren Eltern den gleichen Bildungshintergrund besitzen, nicht nur ein ähnliches Bildungsniveau wie ihre Eltern aufweisen, sondern auch dazu neigen, Partnerinnen oder Partner mit vergleichbarem Bildungsstatus zu wählen. Ein zusätzliches Element, das in diese Betrachtung einfließt, ist die Berücksichtigung von Generationsunterschieden, da sich der Anteil bildungsnaher Personen im Laufe der Zeit verändert hat. Dieser Aspekt führt zu häufiger auftretenden Konstellationen, in denen die Eltern eine niedrigere Bildung besitzen als ihre Kinder.

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Hypothesen empirisch zu überprüfen, nachdem eine kurze Übersicht über den aktuellen Forschungsstand und wichtige Theorien zur Entstehung der Bildungshomogamie gegeben wurde. Die Untersuchung stützt sich dabei auf die kumulierten Daten des ALLBUS von 1980 bis 2018, die mithilfe der Statistiksoftware Stata analysiert und durch Regressionsanalysen vertieft werden. Die Entscheidung, kumulierte Daten zu verwenden, ermöglicht eine präzise Kontrolle der zeitlichen Veränderungen im Hinblick auf das untersuchte Phänomen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

2.1 Rational-choice Theorie

2.2 Homophilieprinzip

2.3 Rollentheoretischer Ansatz

3 Datengrundlage und Operationalisierung

4 Deskriptive Analysen

5 Methode

6 Ergebnisse

6.1 Einfluss der elterlichen Bildung auf die Bildung der Kinder

6.2 Einfluss der Bildung auf die Partnerwahl

6.3 Einfluss der elterlichen Bildungskonstellation auf die Partnerwahl

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen der Reproduktion von Bildungshomogamie im Kontext der familiären Prägung. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit die Bildungskonstellation der Eltern die Partnerwahl ihrer Kinder direkt und indirekt beeinflusst und welche Rolle dabei die soziale Herkunft über Generationen hinweg spielt.

  • Analyse der Rolle der elterlichen Bildung für das eigene Bildungsniveau.
  • Untersuchung des Konzepts der Bildungshomogamie bei der Partnerwahl.
  • Einfluss soziologischer Theorien wie Rational-Choice und Rollentheorie.
  • Empirische Auswertung der ALLBUS-Daten von 1980 bis 2018.
  • Betrachtung von Generationseffekten und sozialen Veränderungsprozessen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Rational-choice Theorie

Erklärt werden kann Homogamie bei der Partnerwahl in der heutigen Gesellschaft unter anderem durch die rational-choice-Theorie. Diese besagt, dass Akteure nach rationalen Überlegungen handeln und dabei nutzenmaximierende Absichten haben. Bezogen auf die Partnerwahl möchte somit jeder Akteur eine*n Partner*in, der/die die besten Voraussetzungen mitbringt das eigene soziale und ökonomische Kapital aufzuwerten und somit auch den zukünftigen Nachkommen ein möglichst hohes Startkapital mitzugeben. Da jeder Akteur mit dieser Absicht in die Partnersuche geht und zwar auf beiden Seiten, also Frauen wie Männer, ist es nicht möglich, dass jeder den/die rational gesehen „beste“ Partner*in für eine Beziehung gewinnen kann. Die Möglichkeiten einer Person sind stets durch deren eigene Kapitelausstattung beschränkt. Das angepasste Ziel eines Akteurs ist somit, unter Berücksichtigung des eigenen Kapitals, den/die bestmögliche*n Partner*in, der/die mit den vorhandenen Mitteln erreicht werden kann, für eine Beziehung zu gewinnen. In der heutigen Gesellschaft ist ein nahezu gleich verteilter Bildungsstand zwischen Männern und Frauen vorzufinden, daher resultiert aus den beiderseitig rationalen Handlungen von Männern und Frauen eine Bildungshomogamie. Desto unterschiedlicher der Bildungsstand zwischen Männern und Frauen verteilt ist, desto stärker ist auch die Bildungsheterogenität ausgeprägt (vgl. Appelt/Reiterer 2009: 49).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Reproduktion von Bildungshomogamie ein und erläutert die zentrale Annahme, dass elterliche Bildungskonstellationen die Partnerwahl der Kinder beeinflussen.

2 Forschungsstand: Hier werden theoretische Fundamente wie die Rational-Choice-Theorie, das Homophilieprinzip und rollentheoretische Ansätze zur Erklärung von Partnerwahlmustern dargelegt.

3 Datengrundlage und Operationalisierung: Dieses Kapitel beschreibt die Nutzung der ALLBUS-Daten (1980–2018) sowie die Definition und Kategorisierung der für die Analyse verwendeten Variablen.

4 Deskriptive Analysen: Es erfolgt eine statistische Bestandsaufnahme der Bildungsverteilungen der Befragten, deren Eltern und Partner.

5 Methode: Vorstellung der verwendeten methodischen Vorgehensweise in Form von multiplen linearen Regressionsanalysen und Kreuztabellen zur Hypothesenprüfung.

6 Ergebnisse: Präsentation der statistisch signifikanten Erkenntnisse hinsichtlich des Einflusses elterlicher Bildung auf die Kinder sowie auf das Partnerwahlverhalten.

7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, welche bestätigen, dass die elterliche Bildungskonstellation einen signifikanten Einfluss auf die Partnerwahl hat.

Schlüsselwörter

Bildungshomogamie, Partnerwahl, Soziale Ungleichheit, ALLBUS, Sozialisation, Rational-Choice, Bildung, Bildungskonstellation, Generationenvergleich, Bildungsheterogenität, Soziologie, Familiensoziologie, Bildungsniveau, Regressionsanalyse, Heiratsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung der Bildungshomogamie, also der Tendenz, Partner aus einem ähnlichen Bildungsmilieu zu wählen, und wie dies durch die Familie reproduziert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Partnerwahlmuster in der modernen Gesellschaft, den intergenerationalen Transfer von Bildung sowie die Auswirkungen familiärer Bildungskonstellationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, inwieweit das Bildungsniveau und die soziale Herkunft der Eltern die Bildungschancen und das spätere Heiratsverhalten ihrer Nachkommen strukturieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden quantitative Analysen auf Basis des ALLBUS-Datensatzes durchgeführt, primär unter Einsatz multipler linearer Regressionen und deskriptiver Auswertungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt den theoretischen Rahmen ab, definiert die Datengrundlage, erläutert die statistische Methodik und präsentiert die Ergebnisse der Hypothesenprüfungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bildungshomogamie, Partnerwahl, soziale Herkunft, Bildungskonstellation und intergenerationale Reproduktion stehen im Zentrum.

Warum spielt das Geburtsjahr der Befragten eine solch wichtige Rolle?

Das Geburtsjahr ermöglicht eine Einteilung in vier Generationen, wodurch zeitliche Veränderungen und Trends im Bildungsniveau sowie in der Partnerwahl im Zeitraum von 1980 bis 2018 kontrolliert werden können.

Welchen Einfluss hat das elterliche Bildungsniveau auf die Kinder?

Die Ergebnisse zeigen signifikant, dass die Bildung der Eltern einen starken Prädiktor für den späteren Bildungserfolg der Kinder und deren eigene Partnerwahlentscheidungen darstellt.

Wie unterscheidet sich die Partnerwahl bei Bildungsheterogenität?

Bei Vorliegen einer Bildungsheterogenität im elterlichen Haus beobachten die Autoren eine größere Offenheit der Kinder bei der eigenen Partnerwahl, verglichen mit Kindern aus sehr homogenen Bildungselternhäusern.

Was deutet das Fazit bezüglich der jungen Generation an?

Die Autoren weisen darauf hin, dass bei der jungen Generation aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Bildungswegs und der noch nicht vollzogenen Partnerwahl Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse geboten ist.

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Details

Title
Reproduktion der Bildungshomogamie durch die Familie
College
LMU Munich  (Soziologie)
Course
Die Reproduktion sozialer Ungleichheit durch die Familie
Grade
1,7
Author
Sarah Böhm (Author)
Publication Year
2022
Pages
24
Catalog Number
V1436190
ISBN (PDF)
9783346987495
ISBN (Book)
9783346987501
Language
German
Tags
reproduktion bildungshomogamie familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Böhm (Author), 2022, Reproduktion der Bildungshomogamie durch die Familie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436190
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