Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der Übergangsphase der U17 Oberliga zur U19 Bundesliga im deutschen Handball.
Wenn man verstehen will, welche Anforderungen eine Sportart an den jeweiligen Athleten stellt, ist es hilfreich, sich zunächst einmal näher mit dem Begriff der sportlichen Leistungsfähigkeit auseinander zu setzen.
Gerade mit dem Begriff Anforderungen, welche an jemanden, in diesem Fall die Athleten, gestellt werden, werde ich mich in diesem Kapitel sehr ausführlich beschäftigen. Die sportliche Leistungsfähigkeit bezeichnet die zu einem bestimmten Zeitpunkt maximal zu realisierende Leistung eines Sportlers in einer bestimmten Sportart.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Anforderungsprofil
2.1 Regelwerk und Spielfeld
2.1.1 Regelwerk (Besonderheiten)
2.1.2 Spielfeld
2.2 Physisches Anforderungsprofil
2.2.1 Game Actions
2.2.2 Activity Profile
2.4 Stressreservoir
2.4.1 Stressoren für Spieler in der U19 Bundesliga Handball
2.5 Risikoprofil und Verletzungsprävention
3 Konzept der TVG Junioren Akademie
3.1 Phasen der Spielausbildung im (Nachwuchs-) Handball
3.2 Aufbautraining II - Spezialisierter Leistungsaufbau (17-18 Jahre)
4 Analyse / Beschreibung der Athleten
4.1 Diagnostik, Planung und Durchführung
4.1.1 Anthropometrische Daten
4.1.2 Shuttle Run und Cooper Test
4.1.3. One-Repetition-Maximum (1 RM)
4.1.4 Sprungkrafttests
4.2. Durchführung - Trainingsplanung
5. Kooperationen
5.1 BHV / DHB
5.2 TV Großwallstadt GmbH / TV Großwallstadt e.V.
5.3 Medizinische Kooperation
5.4 Schulische Kooperation
5.5 Berufsausbildung
6. Auswertung der Praxis
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Konzeption der TVG Junioren Akademie, um den Übergang von Nachwuchsspielern aus der U17 in den Seniorenbereich bzw. die U19 Bundesliga erfolgreich zu gestalten und die Athleten optimal auf die Anforderungen des Leistungshandballs vorzubereiten.
- Anforderungsprofile und physische Belastungssteuerung im Handball
- Verletzungsprävention unter Berücksichtigung sportartspezifischer Bewegungsmuster
- Strukturierung des Athletiktrainings im spezialisierten Leistungsaufbau
- Management von Stressoren (akademisch/physisch) bei jungen Leistungssportlern
- Integration von Kooperationsmodellen zur beruflichen und schulischen Anschlussförderung
Auszug aus dem Buch
2.5 Risikoprofil und Verletzungsprävention
Die Bewegungseffizienz ist eine der zentralen Schwerpunkte von strukturiertem Athletiktraining. Eine optimale oder optimierte Bewegungsökonomie, kann in den meisten Sportarten dem Athleten eine effektivere Leistungsfähigkeit erbringen und ist somit auch für Nachwuchsleistungssportler in der Sportart Handball ein stark ausgeprägtes Merkmal. Das Hauptziel, dass mit einer verbesserten Bewegungseffizienz verfolgt wird, ist es das der Athlet weniger Reibungsverluste hat und es in Folge dessen zu weniger Non-Kontakt-Verletzungen kommt. Die Verletzungsprävention ist einer der Hauptarbeitsgebiete für einen Athletiktrainer im Handball. Um eine strukturierte und gute Verletzungsprävention betreiben zu können, ist es wichtig die Verletzungsmuster (Hotspots) und Verletzungsarten der jeweiligen Sportart zu kennen.
Betrachtet man die Verletzungsanalysen der VBG in der Sportart Handball, so verletzen sich alle Spieler durchschnittlich 2,8 mal im Laufe einer Saison. In der 1. Bundesliga verletzen sich die Spieler mit 3,1 Verletzungen häufiger als in der 2. Bundesliga (2,4). Im Training treten 49,4% und im Wettkampf 50,6 % der Verletzungen auf. Interessant hier ist für diese Hausarbeit die Unterteilung der Verletzungen der <20 Jährigen. Hier treten nur 29,2 % im Wettkampf auf und 70,8 % im Training. An dieser Stelle lässt sich die Sensibilität die bei der Belastungssteuerung im Training in diesem Alter auftritt sehr gut zeigen. Allerdings hängt die geringe Häufigkeit der Wettkampfverletzungen auch damit zusammen, dass jüngere Spieler weniger Spieleinsätze haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt den historischen Kontext des Handballs dar und führt in die Bedeutung der menschlichen Leistungsfähigkeit ein.
2 Anforderungsprofil: Analysiert die konditionellen und physischen Anforderungen im Handball sowie die Bedeutung von Stressoren und Verletzungsprävention.
3 Konzept der TVG Junioren Akademie: Beschreibt das stufenspezifische Trainingskonzept im Einklang mit der Rahmentrainingskonzeption des DHB.
4 Analyse / Beschreibung der Athleten: Erläutert die praktische Leistungsdiagnostik, Testverfahren und die monatliche Trainingsplanung für die Athleten.
5. Kooperationen: Beleuchtet die Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinen, medizinischer Betreuung und Bildungseinrichtungen zur ganzheitlichen Förderung.
6. Auswertung der Praxis: Evaluierung der sportlichen Entwicklung der Athleten und ihrer Situation im Übergangsbereich.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele und kritische Reflexion zur zukünftigen Optimierung der Anschlussförderung.
Schlüsselwörter
Handball, Athletiktraining, Leistungsdiagnostik, U19 Bundesliga, Verletzungsprävention, Stressreservoir, Anschlussförderung, Krafttraining, Spielausbildung, Belastungssteuerung, Leistungsfähigkeit, Bewegungsökonomie, Trainingsplanung, Sportkarriere, Duale Karriere.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Es geht um ein sportliches Konzept für ein Handball-Leistungszentrum, welches junge Athleten gezielt beim Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich unterstützt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf dem physischen Anforderungsprofil, dem Athletiktraining, der Verletzungsprävention und der dualen Laufbahnplanung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Konzeption einer optimalen Trainings- und Förderumgebung für U17/U19-Handballer, um ihre Karrierechancen im professionellen Bereich zu maximieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Leistungsdiagnostik, anthropometrische Datenerhebung, Sprungkrafttests sowie die Analyse von Saison- und Belastungsplänen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Es werden das sportliche Ausbildungskonzept, die Diagnostikmethoden, die spezifische Trainingsplanung und externe Faktoren wie schulische und medizinsche Kooperationen erläutert.
Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?
Handball, Athletiktraining, Anschlussförderung, Belastungssteuerung, Verletzungsprävention und Leistungsdiagnostik.
Wie gehen die Autoren mit dem akademischen Stress der jungen Spieler um?
Das Konzept beinhaltet eine gezielte Trainingsreduktion in Prüfungsphasen und die enge Abstimmung mit schulischen Institutionen zur Entlastung der Athleten.
Welche Rolle spielt die medizinische Kooperation im Konzept?
Sie ist essentiell für die schnelle Versorgung von Verletzungen und das Monitoring der physischen Verfassung durch externe Physiotherapeuten und Mannschaftsärzte.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Wie gelingt der Sprung in den Seniorenbereich? Konzeption der TVG Junioren Akademie in der Übergangsphase U17 Oberliga zur U19 Bundesliga/Senioren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436662