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Grausamkeit und Obszönität im Filmgenre Horror. Warum Menschen es lieben, sich zu fürchten

Titel: Grausamkeit und Obszönität im Filmgenre Horror. Warum Menschen es lieben, sich zu fürchten

Facharbeit (Schule) , 2023 , 17 Seiten , Note: 0,8

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Seminararbeit wird nach dem Grund für die weitreichende Beliebtheit des Horror-Genres gesucht. Weiterführend wird dementsprechend erläutert, welche Gefahren der Realismus in der heutigen Filmindustrie mit sich bringt. Verschiedene Sichtweisen, Ansätzen und Theorien dienen hierbei als Methodik, um die zuvor aufgeführten Fragestellungen zu klären. Um ein allgemeines Verständnis dafür zu vermitteln, welche Aspekte das Genre des Horror genau beinhaltet, ist es wichtig, darauf einzugehen, welche szenischen Methoden es für sich beansprucht und die Vielseitigkeit der Darstellungsweise aufzuzeigen.

Im Anschluss wird als einleitender Teil auf die Hauptfrage dieser Ausarbeitung versucht, eine Definition für Angst aufzustellen. Darauffolgend werden verschiedene Ansätze zu der Frage, warum Menschen es lieben, sich zu fürchten dargestellt. Zusätzlich werden darüber hinaus die Konsequenzen dargestellt, die mit der Brutalität und dem Realismus der Darstellung einhergehen.

Ob beliebte Filme wie "Conjuring", "Halloween" oder "Scream" - Horrorfilme gewinnen von Jahr zu Jahr immer mehr an Beliebtheit. Der Anfang dieser weitreichenden Beliebtheit begann bereits 1913 mit der Entstehung des ersten bedeutenden Horror typischen Filmes in Deutschland, "Der Student von Prag". Über die Jahrzehnte hinweg kam es zu einer abrupten Entwicklung der Filmindustrie. Horrorfilme waren nicht mehr nur einzig und allein darauf ausgelegt, seine Zuschauer zu schockieren, sondern vielmehr durch den Gebrauch von Effekten in Angst und Schrecken zu versetzen.

Diese Entwicklung hält bis heute an, Szenen und Handlungsverläufe basieren darauf, so realistisch wie möglich zu wirken. Angesichts dieser Tatsache kam es zu einer Herausbildung obszöner und zugleich provozierender Darstellungen ohne jegliche Form von Moral oder Schuldbewusstsein. Somit liegt die alleinige Bestimmung des filmisch verarbeiteten Schreckens darin, das Tabulose aufrechtzuerhalten. Der Grund, warum wir als Menschen eine Lust daran verspüren, uns zu gruseln, zu fürchten oder uns gar der Angst hinzugeben, wird seit geraumer Zeit versucht eindeutig zu klären. Viele, die sich mit dieser Fragestellung befassen, gehen davon aus, dass vor allem die Wirkung, die als Reaktion auf das Gezeigte basiert, als Hauptursache gewertet werden kann. Aber auch die Evolution und unsere damalige Rolle stellt einen wichtigen Punkt dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition von Horror

2.1 Charakteristika des Horror Genres

2.2 Abgrenzung zu anderen Genres

2.3 Subgenres

2.4 Gestaltungsmöglichkeiten

3 Die Psychologie der Angst

3.1 Erklärungsversuche warum Menschen das fürchten lieben

3.1.1 Biologische Sichtweise

3.1.2 Bewunderung von Leid

4 Mögliche Konsequenzen

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht die psychologischen und evolutionären Gründe für die anhaltende Popularität des Horror-Genres, indem sie analysiert, warum Menschen trotz der expliziten Darstellung von Angst und Gewalt eine Faszination für derartige Inhalte empfinden und welche potenziellen Gefahren durch den Konsum dieser Medien entstehen können.

  • Die psychologische Basis der menschlichen Angst und deren biologische Ursprünge.
  • Die Abgrenzung des Horror-Genres zu anderen Gattungen wie Fantasy oder Science-Fiction.
  • Die Rolle der Evolution bei der Faszination für das Bizarre und Gewaltvolle.
  • Gestaltungsmittel moderner Horrorfilme, wie Atmosphäre und Spezialeffekte.
  • Die Auswirkungen exzessiven Medienkonsums, einschließlich Angststörungen und Phobien.

Auszug aus dem Buch

3.1 Erklärungsversuche warum Menschen das fürchten lieben

Das Genre des Horrors hat im letzten Jahrhundert immer mehr Ansehen erlangt. Der Grund dafür liegt darin, dass sich die allgemeine Meinung über Horrorfilme geändert hat, immer mehr Menschen produzieren neue Filme oder schauen sich diese an. Die große Beliebtheit lässt sich damit erklären, dass sich dieses Genre mit umstrittenen und in manchen Kulturen verbotenen Thematiken befasst. Tod, Krankheit oder Missbildung gehören zu diesen Tabuthemen, über die die Menschen nicht sprechen wollen. Aber genau diese Begriffe nimmt der Horror auf und geht sogar über die Grenzen des Skrupellosen hinaus. Warum die Menschen genau dies als sehenswert einordnen, lässt sich dadurch erklären, dass der gezeigte Schrecken, die Hilflosigkeit der Opfer und der gesamte Ekel kontrollierbar und abstellbar sind. In der realen Welt ist dies natürlich nicht möglich, aber gerade durch diese Tatsache ziehen sich viele Menschen in die Fantasie zurück, um dem Horror des täglichen Lebens zu entfliehen. Tabus haben uns schon immer fasziniert, denn wir interessieren uns für verbotene Dinge und sind neugierig darauf, warum sie eigentlich als obszön oder verboten gelten. Die Reaktionen darauf sind individuell unterschiedlich, übliche Reaktionen dabei sind das Schreien aufgrund von Schockmomenten als häufigste Reaktion, aber auch das Lachen, welches dann auftritt, wenn der Zuschauende weiß, dass das gezeigte Geschehen nicht passieren kann. Obwohl Schreien und Lachen schon rein von der Definition her unterschiedlicher nicht sein können, lösen beide Reaktionen das zuvor beständige Unbehagen auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Horrorfilms ein und definiert die grundlegende Fragestellung bezüglich der Beliebtheit des Genres sowie der methodischen Herangehensweise.

2 Definition von Horror: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Horrors, dessen historische Quellen in Schauermärchen und Aberglauben sowie die Schwierigkeit einer eindeutigen Genre-Abgrenzung.

2.1 Charakteristika des Horror Genres: Hier werden die Merkmale des Genres analysiert, insbesondere die Vielfalt der Subgenres, gesellschaftliche Einflüsse und die stetige technologische Entwicklung der filmischen Darstellungsweise.

2.2 Abgrenzung zu anderen Genres: Dieses Kapitel arbeitet die Abgrenzung zu phantastischen Genres und zum Psycho-Thriller heraus, wobei vor allem die Naturgesetze der Realität als Unterscheidungsmerkmal dienen.

2.3 Subgenres: Hier erfolgt eine Einordnung verschiedenster Untergruppen des Horror, wie Slasher, Splatter und psychologischer Horror, anhand ihrer spezifischen Inszenierungsmerkmale.

2.4 Gestaltungsmöglichkeiten: Der Fokus liegt hier auf den filmischen Mitteln zur Erzeugung von Spannung, wie der ästhetischen Inszenierung, Effekt-Techniken und der gezielten akustischen sowie farblichen Gestaltung.

3 Die Psychologie der Angst: Dieses Kapitel differenziert zwischen Angst und Furcht und legt die evolutionären Grundlagen von Abwehrmechanismen sowie das menschliche Verhalten im Angesicht von Gefahr dar.

3.1 Erklärungsversuche warum Menschen das fürchten lieben: Hier wird dargelegt, warum Tabuthemen und Kontrollierbarkeit des Schreckens einen Reiz auf das Publikum ausüben.

3.1.1 Biologische Sichtweise: Dieser Abschnitt beschreibt die Rolle des limbischen Systems und die Ausschüttung von Endorphinen als biologische Belohnung bei der Auseinandersetzung mit fiktiver Angst.

3.1.2 Bewunderung von Leid: Das Kapitel analysiert die faszinierte Auseinandersetzung mit Gewalt als evolutionäres Erbe und das menschliche Bedürfnis nach Gerechtigkeit.

4 Mögliche Konsequenzen: Hier werden die gesundheitlichen Risiken durch intensiven Horror-Konsum, wie die Entstehung von Angststörungen und verschiedenen Phobien, erörtert.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die darlegt, dass Horror als kontrollierbarer Kontrast zum Alltag fungiert und als Medium für ein besseres Verständnis menschlicher Abgründe dienen kann.

Schlüsselwörter

Horrorfilm, Angst, Furcht, Evolution, Tabuthemen, Psychologie, Gewalt, Phobien, Endorphine, Filmgeschichte, Subgenres, Realismus, Medieneinfluss, Gesellschaft, Traumata.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen und psychologischen Hintergründe der Faszination für das Horror-Genre und analysiert, warum Menschen Unterhaltungsmedien konsumieren, die Angst und Schrecken verbreiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Definition von Angst, den evolutionären Ursprüngen des Interesses an Gewalt sowie dem Einfluss filmischer Inszenierung auf die Zuschauer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, Gründe für die weitreichende Beliebtheit des Horror-Genres zu identifizieren und die damit einhergehenden psychischen Risiken und Gefahren analytisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herangehensweise, bei der filmwissenschaftliche Ansätze mit psychologischen Theorien zur Angstverarbeitung und evolutionären Verhaltensmustern verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische und psychologische Fundierung des Genres, differenziert verschiedene Horror-Unterkategorien und untersucht die Wirkung der Filme auf den menschlichen Körper und die Psyche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Horrorfilm, Angst, Evolution, Tabuthemen, Endorphine, Gefahren und Faszination.

Warum empfinden Menschen das Erleben von Angst beim Filmschauen als positiv?

Der Autor argumentiert, dass das Gehirn zwischen realer Gefahr und fiktivem Horror nicht immer eindeutig unterscheidet, wodurch Stresshormone und schmerzstillende Endorphine freigesetzt werden, die beim Zuschauer eine berauschende Wirkung erzeugen können.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Horrorfilmen und der Entstehung von Phobien?

Ja, laut der Ausarbeitung kann die stetige Konfrontation mit extremen, realistischen Darstellungen zu Angststörungen oder spezifischen Phobien führen, da das Leid der Protagonisten auf das eigene Empfinden des Zuschauers projiziert wird.

Welche Rolle spielt die "Gerechtigkeit" bei der Faszination für grausame Szenen?

Das Töten von fiktiven Bösewichten wird oft als Akt der Gerechtigkeit wahrgenommen. Die Zuschauer verspüren Sättigung und Erleichterung, wenn das Böse bestraft wird, was als evolutionäres Bedürfnis nach Ordnung interpretiert werden kann.

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Details

Titel
Grausamkeit und Obszönität im Filmgenre Horror. Warum Menschen es lieben, sich zu fürchten
Note
0,8
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
17
Katalognummer
V1436693
ISBN (PDF)
9783346989604
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grausamkeit obszönität menschen horror angst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Grausamkeit und Obszönität im Filmgenre Horror. Warum Menschen es lieben, sich zu fürchten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436693
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Leseprobe aus  17  Seiten
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