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Die Bekämpfung von Korruption und Steigerung der Wirtschaftlichkeit von börsennotierten Unternehmen durch das Compliance-Management-System (CMS)

Titel: Die Bekämpfung von Korruption und Steigerung der Wirtschaftlichkeit von börsennotierten Unternehmen durch das Compliance-Management-System (CMS)

Bachelorarbeit , 2023 , 67 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: N. Cvetkovic (Autor:in)

BWL - Recht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Bachelorarbeit gibt einen Überblick über die verschiedenen Gefahren von Korruption, insbesondere sollen die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Korruption für börsennotierten Unternehmen beleuchtet werden. Vor allem kann Korruption durch ein funktionierendes CMS präventiv bekämpft und vorgebeugt werden. Ziel der Bachelorarbeit ist es zu analysieren, wie Unternehmen zukünftig Korruption wirksam verhindern und welche rechtlichen Anforderungen hierfür erfüllt werden müssen. Durch den Anstieg von Korruptionsskandalen in der Praxis hat sich die Relevanz von CMS erhöht. Doch wie ist ein CMS aufgebaut und müssen Unternehmen überhaupt über ein CMS verfügen?

Eine konkrete Verpflichtung zum Aufbau einer Compliance gibt es für die meisten Unternehmensbranchen nicht, jedoch wird die Compliance-Pflicht für börsennotierte Unternehmen aus der Legalitätspflicht abgeleitet gem. § 91 Abs. 2 AktG. Dabei steht der Geschäftsleitung ein gewisses Ermessen bei der Ausgestaltung des CMS zur Verfügung gem. BJR. Demnach muss auch eine konkrete Risikoanalyse durchgeführt werden, um ein wirksames CMS einzurichten. Umstritten ist dabei, ob Muttergesellschaften eine Verpflichtung zur Einführung eines konzernweiten CMS treffen. Grundsätzlich sind die Konzerngesellschaften demnach rechtlich selbstständig. Es gibt noch keine ausdrücklichen Regelungen, ob die Konzernspitze eine konzernweite Legalitätspflicht trifft, jedoch zeigen die momentanen Entwicklungen und neuen Gesetzgebungen das Konzerne als Einheit behandelt werden und somit ein konzernweites CMS rechtlich nur vorteilhaft sein kann. Dahingehend trifft börsennotierte Unternehmen die Gefahr von Korruption besonders stark, aufgrund ihres komplexen Systemaufbaus.

In den letzten Jahren ist eine Zunahme der polizeilich erfassten Korruptionsstraftaten im Wirtschaftsbereich zu verzeichnen. Dabei ändern sich sowohl die Ursachen als auch die Erscheinungsformen der Korruption im Laufe der Zeit. Besonderes Augenmerk liegt auf den Beweggründen der Korruptionstäter. Entgegen der gängigen Meinung in Medien und Unternehmen sind nicht nur individuelle Faktoren, sondern auch die vorherrschende Unternehmenskultur, wirksame Präventivmaßnahmen und äußere Umstände entscheidend für Mitarbeiter, die zu korruptem Verhalten neigen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Das Compliance-Management-System

I. Voraussetzungen an das CMS

1. Compliance als Legalitätspflicht der Geschäftsleitung

2. Risikoanalyse als Ausgangspunkt

3. Einrichtung einer Compliance-Organisation

a.) Compliance Verantwortung

b.) Ressourcenverfügung

c.) Erstellung von Compliance Richtlinien

II. Überwachungsaufgaben der Muttergesellschaft über Konzerntöchter

1. Vertragskonzern

2. Faktischer Konzern

C. Korruption

I. Das Verständnis von Korruption

1. Statistische Daten zur Korruption am Standort Deutschland

a.) Polizeilich bekannte Fälle von Korruption in Deutschland

b.) Korruptionswahrnehmung aus Unternehmenssicht

II. Motive für Korruption

III. Formen der Korruption

1. Situative Korruption

2. Strukturelle Korruption

3. Systemische Korruption

IV. Corona als Treiber für Korruption

1. Faktor Mensch

2. Faktor Unternehmen

V. Deutsche Unternehmen und Korruptionsskandale

1. Siemens Skandal

2. MAN Skandal

3. Telekom Skandal

VI. Die Problematiken der CMS

1. Konzernstrukturen

2. Ethische Einstellungen der Mitarbeiter

3. Compliance-Kommunikation

VII. Gesetzliche Haftungsrisiken

1. Verbandsgeldbuße § 30 OWiG

2. Pflichtverletzung § 130 OWiG

3. Internationale Haftungsrisiken (FCPA)

D. Wirtschaftliche Folgen durch Korruption

I. Auswirkung von Korruption auf Unternehmen

1. Reputationsschaden

2. Folgen für Geschäftsbeziehungen und Aufträge

3. Auswirkungen auf das Unternehmenswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit

II. Unternehmen nach einem Korruptionsskandal

1. Der Fall Airbus

2. Der Untergang von Wirecard

3. Die Folgen für Siemens

E. Korruptionsprävention

I. Compliance Kultur

1. Tone from the Top

2. Tone from the Middle

II. Unternehmensmaßnahmen

1. Schulungskonzepte

2. Funktionstrennung

3. Rotationsprinzip

4. Hinweisgebersystem

5. Überwachung von Geschäftspartnern

III. Der Compliance Officer

IV. Der Compliance Ausschluss

F. Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Analyse der Rolle von Compliance-Management-Systemen (CMS) bei der wirksamen Prävention und Bekämpfung von Korruption in börsennotierten Unternehmen. Es wird untersucht, wie Unternehmen zukünftig durch strukturierte Compliance-Maßnahmen Korruption verhindern, rechtliche Anforderungen erfüllen und ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.

  • Rechtliche Grundlagen und Anforderungen an ein wirksames CMS
  • Analyse der Ursachen, Formen und Motive von Korruption
  • Untersuchung von Korruptionsskandalen in deutschen Unternehmen (Siemens, MAN, Telekom, Wirecard, Airbus)
  • Identifikation wirtschaftlicher Folgen durch Korruption (Reputationsverlust, Haftungsrisiken)
  • Evaluation präventiver Maßnahmen (Compliance-Kultur, Hinweisgebersysteme, Funktionstrennung)

Auszug aus dem Buch

1. Compliance als Legalitätspflicht der Geschäftsleitung

Eine konkrete Compliance-Pflicht lässt sich in der deutschen Gesetzgebung dahingehend nicht finden. Die herrschende Literatur ist sich jedoch einig, dass eine gültige Compliance-Pflicht für börsennotierte Unternehmen aus der Legalitätspflicht abzuleiten ist. Die Verantwortung ein CMS aufzustellen, welches den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkennt, ist die Aufgabe des Vorstands gem. § 91 Abs. 2 AktG. Der Vorstand hat demnach auch eine Legalitätspflicht gegenüber dem Unternehmen rechtswidriges Verhalten innerhalb eines Unternehmens auch durch entsprechende organisatorische Vorkehrungen zu unterbinden.10 Die Entscheidung hinsichtlich Qualität und Umfang einer individuell angemessen ausgestalteten CMS obliegt bislang der unternehmerischen Entscheidung der Geschäftsleiter.11 Dies wirft dahingehend viele Fragen auf, da die Compliance-Pflicht für die börsennotierten Unternehmen bejaht wurde, es jedoch keine einheitlichen Vorgaben für die Aufstellung der CMS gibt. Somit muss der Vorstand gem. § 93 Abs. 1 S. 2 AktG im Rahmen von unternehmerischen Entscheidungen gutgläubig, ohne Sonderinteresse oder sachfremde Einflüsse, zum Wohle der Gesellschaft und auf Grundlage angemessener Information handeln.12 Besonders der Tatbestand, dass die Geschäftsleitung auf Grundlage angemessener Informationen gehandelt haben muss, sorgt für viel Freiraum bei der Aufstellung eines CMS. Da je nach Branche und Tätigkeitsbereich die Unternehmen verschiedene Risikofaktoren abgedeckt werden können und die CMS somit zwar als Konstrukt besteht, jedoch nicht in jedem Unternehmen wirksam genug im Kampf gegen Korruption ist.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung von Compliance ein und beleuchtet die erhöhte Korruptionsanfälligkeit bei börsennotierten Unternehmen aufgrund komplexer globaler Strukturen.

B. Das Compliance-Management-System: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen an ein CMS, die Rolle der Geschäftsleitung bei der Implementierung sowie die rechtlichen Besonderheiten im Vertragskonzern und faktischen Konzern.

C. Korruption: Der Abschnitt analysiert das Wesen, die Motive und Formen der Korruption sowie die Rolle der Corona-Pandemie als Krisentreiber, illustriert durch Fallbeispiele wie den Siemens- oder MAN-Skandal.

D. Wirtschaftliche Folgen durch Korruption: Hier werden die finanziellen und immateriellen Konsequenzen für Unternehmen, wie Reputationsschäden und Einbußen bei der Wettbewerbsfähigkeit, dargestellt.

E. Korruptionsprävention: Der Hauptteil beschreibt konkrete Präventionsmaßnahmen wie eine gelebte Compliance-Kultur, Hinweisgebersysteme und Funktionstrennung, um Korruptionsrisiken systematisch zu minimieren.

F. Stellungnahme: Die Abschlussbetrachtung unterstreicht, dass ein effektives CMS unerlässlich für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und den Schutz vor existenzbedrohenden Korruptionsfolgen ist.

Schlüsselwörter

Compliance-Management-System, CMS, Korruption, Korruptionsprävention, Legalitätspflicht, Wirtschaftskriminalität, Risk-Management, Hinweisgebersystem, Unternehmensethik, Compliance-Kultur, Vorstandsverantwortung, Haftungsrisiken, Compliance Officer, Integrität, Antikorruptionsmaßnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Compliance-Management-Systemen als zentrales Werkzeug für börsennotierte Unternehmen, um sich wirksam gegen Korruption zu schützen und rechtliche Risiken zu minimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Verständnis von Korruptionsstrukturen, die rechtliche Ausgestaltung von CMS, die wirtschaftlichen Konsequenzen von Korruptionsskandalen sowie der Bereich der Korruptionsprävention in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, Methoden und organisatorische Anforderungen zu analysieren, mit denen Unternehmen komplexe Korruptionsrisiken aktiv bewältigen und Compliance als dauerhaften Wettbewerbsvorteil etablieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Rechtsnormen (AktG, OWiG), regulatorischer Standards (DCGK) und der Auswertung aktueller Korruptionsskandale sowie wirtschaftswissenschaftlicher Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Implementierung von CMS, die Analyse der Korruptionsmotive und -formen, die Untersuchung realer Wirtschaftsskandale sowie eine detaillierte Erläuterung technischer Präventionswerkzeuge wie das Hinweisgebersystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Compliance-Management-System, Korruptionsprävention, Legalitätspflicht, Unternehmensethik und Haftungsvermeidung.

Warum ist das "Tone from the Top"-Konzept für Unternehmen so entscheidend?

Es ist entscheidend, weil das Verhalten der Geschäftsleitung die Unternehmenskultur maßgeblich beeinflusst. Ohne ein glaubwürdiges Vorleben von Compliance durch die Führungsetage laufen alle strukturellen Präventionsmaßnahmen Gefahr, als bloßes Scheinmodell wahrgenommen zu werden.

Welchen Einfluss hatte die COVID-19-Pandemie auf Korruptionsrisiken?

Die Pandemie fungierte als Treiber, da sie wirtschaftliche Unsicherheiten erzeugte, Prozesse aufgrund schnellen Krisenmanagements außer Kraft setzte und die üblichen Kontrollmechanismen der Unternehmen zeitweise schwächte.

Was unterscheidet strukturelle von systemischer Korruption?

Strukturelle Korruption beruht meist auf regionalen und wiederkehrenden Netzwerken ("Kriminalität der Mächtigen"), während systemische Korruption ganze politische oder wirtschaftliche Systeme umfasst, in denen Korruption als integraler Bestandteil der Strategie angesehen wird.

Warum spielt die Funktionstrennung eine zentrale Rolle bei der Korruptionsprävention?

Die Funktionstrennung verhindert Machtmissbrauch, indem sie sicherstellt, dass kritische Geschäftsprozesse (wie Rechnungsstellung und Zahlung) nicht allein von einer Person gesteuert werden, wodurch die Aufdeckungswahrscheinlichkeit bei Pflichtverletzungen deutlich steigt.

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bekämpfung von Korruption und Steigerung der Wirtschaftlichkeit von börsennotierten Unternehmen durch das Compliance-Management-System (CMS)
Hochschule
Hochschule Mainz
Note
1,7
Autor
N. Cvetkovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
67
Katalognummer
V1436833
ISBN (PDF)
9783346989390
ISBN (Buch)
9783346989406
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsrecht Korruption Compliance CMS Börsennotierte Unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
N. Cvetkovic (Autor:in), 2023, Die Bekämpfung von Korruption und Steigerung der Wirtschaftlichkeit von börsennotierten Unternehmen durch das Compliance-Management-System (CMS), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436833
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Leseprobe aus  67  Seiten
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