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Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne. Das Triadische Ballett

Title: Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne. Das Triadische Ballett

Seminar Paper , 1999 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Babette Kraus (Author)

Theater Studies, Dance
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Summary Excerpt Details

Oskar Schlemmer wird am 4. 9. 1888 in Stuttgart geboren. Er ist das jüngste von sechs Kindern. Sein Vater, Carl Leonhard Schlemmer, ist von Beruf Kaufmann. Erfolgreicher ist er aber als Komödienschreiber, Karnevalist und Laienschauspieler.
Oskar Schlemmers Mutter Wilhelmine zeichnet sich hingegen durch Lebensernst und durch ausgeprägten Sinn für Ordnung und Arbeitsdisziplin aus. Oskar Schlemmer absolviert nach Abschluß der Realschule 1903 eine zweijährige Lehre in einer Stuttgarter Intarsienwerkstatt. 1906 erhält Oskar Schlemmer ein Stipendium für die Stuttgarter Akademie der bildenden Künste und studiert dort Freie Malerei. Zu seinen Mitschülern zählen auch Willi Baumeister und der Schweizer Otto Meyer-Amden, der lebenslang Oskar Schlemmers engster Freund bleibt und in späteren Jahren in
lebendigem Briefwechsel mit ihm steht.

1910 unterbricht Oskar Schlemmer sein Studium und verbringt zwei Jahre als freischaffender Maler in Berlin. 1912 kehrt er nach Stuttgart an die Akademie zurück und wird dort Meisterschüler bei Adolf Hölzel. Adolf Hölzel ist einer der ersten Verfechter der gegenstandslosen, abstrakten Malerei. Hölzel läßt seinen Schülern in seinem geistig sehr anspruchsvollen Unterricht stets Raum für eine selbständige künstlerische Entwicklung. 1913 erarbeitet Oskar Schlemmer zusammen mit dem befreundeten Tänzerpaar Elsa
Hötzel und Albert Burger, beides Solotänzer am Königlichen Hoftheater, Pläne für ein modernes Tanzspiel fern von den starren Konventionen des klassischen Balletts. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vereitelt die Ausführung dieser Pläne, da sich
Oskar Schlemmer freiwillig meldet und kurz darauf in den Krieg zieht. 1915 kehrt er verwundet nach Stuttgart zurück. Von 1916 bis Kriegsende dient er als Kartograph im Elsaß. Während dieser Jahre beginnt er, sich in seiner Malerei auf das Thema der menschlichen Figur zu konzentrieren. Dieses Thema inspiriert ihn auch zu neuen
Tanzideen.

Zwischen 1916 und 1920 entwirft er in Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Elsa und Albert Burger-Hötzel das Triadische Ballett als ein handlungsloses Kostümballett. 1919 beendet Oskar Schlemmer sein Studium an der Stuttgarter Akademie. Erste Versuche plastischer Gestaltung, Rundplastiken aus Gips und Reliefs aus Gips und Holz entstehen in dieser Zeit. Thema bleibt die nun räumlich ins Dreidimensionale erweiterte Beschäftigung mit der menschlichen Figur. 1920 heiratet Oskar Schlemmer Anna Helena Tutein, genannt Tut. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne:

1. 1. Biographie

1. 2. Leitung der Bauhausbühne

1. 3. Einflüsse durch Tanz & Theater des frühen 20. Jahrhunderts

1. 4. Bühnentheorie: Beziehung Mensch-Raum

2. Das Triadische Ballett:

2. 1. Entstehungsgeschichte des Triadischen Balletts

2. 2. Gestaltungsprinzipien des Triadischen Balletts

2. 3. Die drei Reihen des Triadischen Balletts:

2. 3. 1. Die Gelbe Reihe

2. 3. 2. Die Rosa Reihe

2. 3. 3. Die Schwarze Reihe

2. 4. Schlußbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert das künstlerische Wirken von Oskar Schlemmer im Kontext der Bauhausbühne mit einem besonderen Fokus auf die Entwicklung und ästhetische Konzeption des "Triadischen Balletts". Dabei wird untersucht, wie Schlemmer durch die Verbindung von bildender Kunst, Körpergeometrie und Raumtheorie eine neue, abstrakte Form der theatralen Inszenierung schuf.

  • Biographische Grundlagen von Oskar Schlemmer
  • Die Leitung der Bauhausbühne und ihre experimentelle Ausrichtung
  • Einflüsse der Avantgarde auf Tanz und Theater
  • Theoretische Auseinandersetzung mit der Beziehung Mensch-Raum
  • Struktur, Entstehungsgeschichte und Gestaltungsprinzipien des Triadischen Balletts

Auszug aus dem Buch

1. 4. Verhältnis Mensch-Raum:

Das Verhältnis des Menschen zum umgebenden Raum, die Grundkonstellation des Bühnengeschehens also, steht deutlich im Mittelpunkt von Oskar Schlemmers bildnerischen und theatralischem Werk. Auch innerhalb seiner bühnentheoretischen Betrachtungen beschäftigt er sich intensiv mit dieser Thematik. In seinem Essay „Mensch und Kunstfigur“, 1925 in Band vier der „bauhausbücher“ erschienen, formuliert er Grundsätze über das Verhältnis des Menschen zu den formalen Bühnenelementen Raum, Form, Farbe, Licht, Materie und erläutert die Konsequenzen, die sich daraus für die Gestaltung von Bühne, Kostüm, Maske, Requisit, sowie für die dramaturgischen Regeln ergeben.

Dieses Essay „Mensch und Kunstfigur“ enthält bereits den Kern des ganzen Systems von Oskar Schlemmers Bühnentheorie.

(Hinsichtlich des zweiten Teils meiner Arbeit, der Untersuchung des Triadischen Balletts, möchte ich Oskar Schlemmers theoretische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch und Raum kurz anreißen und muß mich leider auf diesen wichtigen Teilaspekt seiner Bühnentheorie beschränken.)

Oskar Schlemmer äußert sich in seinem Essay „Mensch und Kunstfigur“ folgendermaßen:

(...) Der Organismus Mensch steht in dem kubischen, abstrakten Raum der Bühne. Mensch und Raum sind gesetzerfüllt. Wessen Gesetz soll gelten?

Entweder wird der abstrakte Raum in Rücksicht auf den natürlichen Menschen diesem angepaßt und in Natur oder deren Illusion rückverwandelt. Dies geschieht auf der naturillusionistischen Bühne.

Oder der natürliche Mensch wird in Rücksicht auf den abstrakten Raum diesem gemäß umgebildet. Dies geschieht auf der abstrakten Bühne.

Die Gesetze des kubischen Raums sind das unsichtbare Liniennetz der planimetrischen und stereometrischen Beziehungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne: Detaillierte Darstellung der Biografie und der künstlerischen Entwicklung Schlemmers sowie der theoretischen Grundlagen seiner Bühnenarbeit am Bauhaus.

2. Das Triadische Ballett: Umfassende Analyse der Entstehungsgeschichte, der geometrischen Gestaltungsprinzipien und der spezifischen choreographischen Reihen des Balletts.

Schlüsselwörter

Oskar Schlemmer, Bauhausbühne, Triadisches Ballett, Mensch und Raum, Abstraktion, Tanztheater, Kostümdesign, Körpergeometrie, Avantgarde, Bühnentheorie, Moderne Kunst, Mechanisierung, Choreographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung von Oskar Schlemmer mit dem Theater und seinem zentralen Werk, dem Triadischen Ballett.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Beziehung zwischen Mensch und Raum, die Abstraktion des menschlichen Körpers durch Kostüme und die Integration von Form und Bewegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den theoretischen Unterbau von Schlemmers Bühnenkonzept zu beleuchten und dessen praktische Umsetzung im Triadischen Ballett aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die primär auf zeitgenössischen Essays von Schlemmer und fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Bauhausbühne und die detaillierte Beschreibung der drei Reihen des Triadischen Balletts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bauhaus, Triadisches Ballett, Abstraktion und die Interaktion von Mensch und Raum.

Welche Rolle spielt die "Schwarze Reihe" im Triadischen Ballett?

Die Schwarze Reihe gilt als Kernstück des Balletts, in dem die Entmaterialisierung des Körpers durch den Kontrast von schwarzer Bühne und metallischen Kostümen am stärksten zur Geltung kommt.

Wie beeinflusste das Bauhaus die tänzerische Arbeit Schlemmers?

Das Bauhaus bot Schlemmer das notwendige "Theaterlaboratorium", um seine Theatertheorie in Verbindung mit mechanischen und geometrischen Experimenten in die Praxis umzusetzen.

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Details

Title
Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne. Das Triadische Ballett
College
LMU Munich  (Institut für Theaterwissenschaft)
Course
Proseminar Maler als Bühnenbildner im 20. Jhdt.
Grade
1
Author
Babette Kraus (Author)
Publication Year
1999
Pages
24
Catalog Number
V14368
ISBN (eBook)
9783638197885
ISBN (Book)
9783656760092
Language
German
Tags
Oskar Schlemmer Bauhausbühne Triadische Ballett Proseminar Maler Bühnenbildner Jhdt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Babette Kraus (Author), 1999, Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne. Das Triadische Ballett, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14368
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