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Gender Pay Gap bei Hochschulabsolventen. Studienanalyse und Handlungsempfehlungen zur Überwindung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede beim Berufseinstieg

Title: Gender Pay Gap bei Hochschulabsolventen. Studienanalyse und Handlungsempfehlungen zur Überwindung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede beim Berufseinstieg

Bachelor Thesis , 2016 , 33 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Vivien Brinkmann (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Gender Pay Gap bei Hochschulabsolvent:innen und untersucht die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede beim Berufseinstieg. Trotz der Gleichberechtigungsgarantie im Grundgesetz besteht eine signifikante Lohnlücke zwischen weiblichen und männlichen Absolvent:innen. Die Arbeit analysiert verschiedene Studien, die die Ursachen dieser Lohnunterschiede beleuchten, wobei Faktoren wie Studienfachwahl und erste Beschäftigung betrachtet werden. Die Forschungsfrage lautet: Welche Erklärungsfaktoren gibt es für geschlechtsspezifische Lohnunterschiede beim Berufseinstieg von Hochschulabsolvent:innen, und wie können diese Unterschiede abgebaut werden?

Nach einer Einführung in ökonomische und soziologische Theorien, die als Grundlage dienen, wird ein Kriterienkatalog zur Analyse der Studien entwickelt. Die Ergebnisse verschiedener Studien werden vorgestellt, diskutiert und auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin untersucht. Auf Basis dieser Analyse werden Handlungsempfehlungen für Hochschulabsolventinnen, Unternehmen und den Staat entwickelt, um den Gender Pay Gap zu überwinden. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Ökonomische und soziologische Theorien

2.1.1 Humankapitaltheorie

2.1.2 Diskriminierungstheorien

2.1.3 Segmentationstheorie

2.2 Kriterienkatalog zur Beurteilung von Studien zum Gender Pay Gap

3. Erklärungsfaktoren für die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede der Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg

3.1 Ergebnisse der Studien

3.2 Diskussion der Studienergebnisse

4. Handlungsempfehlungen zur Schließung der Lohnlücke

4.1 Handlungsempfehlungen für Hochschulabsolventinnen

4.2 Handlungsempfehlungen für Unternehmen

4.3 Handlungsempfehlungen für den Staat

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen zu analysieren, Erklärungsfaktoren zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für betroffene Absolventinnen, Unternehmen und den Staat abzuleiten, um diese Lohnlücke zu verringern.

  • Analyse ökonomischer und soziologischer Theorien zum Gender Pay Gap
  • Untersuchung der Bedeutung von Segregation in Frauen- und Männerberufe
  • Evaluierung der Auswirkungen der Art der Beschäftigung und Befristung auf den Lohn
  • Vergleichende Analyse nationaler und internationaler Studienergebnisse
  • Entwicklung von praktischen Handlungsempfehlungen zur Schließung der Lohnlücke

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Humankapitaltheorie

Die moderne Auslegung der Humankapitaltheorie, die Heterogenität unter Arbeitern unterstellt, geht auf die Arbeiten von Schultz (1961), Mincer (1962), Oi (1962) und Becker (1964) zu Beginn der 1960er Jahre zurück (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 145; Wirtschaftslexikon 2014a, S. 200). Mit Humankapital wird der Bestand an Fertigkeiten und Wissen einer Person bezeichnet (vgl. Franz 2006, S. 75). Dessen Zuwachs, der als positiver Einfluss auf die Produktivität verstanden wird, nennt man Humankapitalinvestition (vgl. Sesselmeier 2010, S. 145). Diese Investitionen werden solange getätigt, wie sie unter den Grenzkosten liegen, die mit dem Gegenwartswert der dadurch entstehenden Grenzerträge gleichzusetzen sind (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 146). Nach dem neoklassischen Basismodell, aus dem die Humankapitaltheorie hervorgeht, entspricht die Grenzproduktivität der Arbeit dem Lohnsatz. Aufgrund der Produktivitätssteigerung eines Individuums kann daher von einer Erhöhung der Entlohnung ausgegangen werden (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 146).

Während der Investitionsphase trägt das Individuum die Kosten. Diese setzen sich aus Opportunitätskosten, welche aufgrund des verminderten bzw. entgangenen Lohns während der Ausbildungszeit und der entgangenen Freizeit bestehen, und den direkten Kosten der Ausbildung zusammen (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 146). Humankapital unterliegt zudem ebenso wie Sachkapital einer Abschreibung, da angeeignete Fertigkeiten und erlerntes Wissen wieder verlernt oder vergessen werden (vgl. Franz 2006, S. 75).

Abhängig davon, wo das Humankapital erworben wurde, unterscheidet Becker (1964) zwischen schulischem („Schooling“) und beruflichem („On-the-Job Training“) Humankapital, wobei er letzteres weiter in allgemeines und spezifisches Humankapital unterteilt: Demnach schulen allgemeine Qualifikationen den Arbeitnehmer in einer Weise, die ihn im Nachhinein verschiedene Tätigkeiten ausüben lässt und seine Produktivität in mehreren Unternehmen erhöht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet die Hartnäckigkeit des Gender Pay Gaps beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen in Deutschland und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert ökonomische und soziologische Ansätze wie die Humankapitaltheorie, Diskriminierungstheorien und die Segmentationstheorie als theoretisches Fundament und leitet daraus einen Kriterienkatalog zur Analyse ab.

3. Erklärungsfaktoren für die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede der Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg: Anhand nationaler und internationaler Studien werden die im Kriterienkatalog definierten Faktoren auf ihre Validität geprüft und die Ergebnisse kritisch diskutiert.

4. Handlungsempfehlungen zur Schließung der Lohnlücke: Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen werden gezielte Empfehlungen für Hochschulabsolventinnen, Unternehmen und den Staat entwickelt, um die Lohnungleichheit zu reduzieren.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung sowie lückenloser Ursachenerkennung zur Überwindung des Gender Pay Gaps.

Schlüsselwörter

Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Diskriminierungstheorie, Segmentationstheorie, Berufseinstieg, Hochschulabsolventen, Lohnunterschied, Arbeitsmarktsegregation, weibliche Absolventen, Lohndiskriminierung, statistische Diskriminierung, Erklärungsfaktoren, Beschäftigungsstruktur, Entlohnung, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen für geschlechtsspezifische Lohnunterschiede (Gender Pay Gap) beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen in Deutschland.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle aus der Ökonomie und Soziologie sowie deren praktische Anwendung auf empirische Studien zum Lohngefälle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifizierung von Erklärungsfaktoren für das Lohngefälle und das Aufzeigen von Wegen, wie Absolventinnen, Unternehmen und der Staat dieses abbauen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt einen Studienüberblick (Literaturanalyse), bei dem bestehende nationale und internationale Studien anhand eines deduktiv aus Theorien abgeleiteten Kriterienkatalogs untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet theoretische Grundlagen, definiert Kriterien zur Studienbewertung, präsentiert Studienergebnisse zu Lohnunterschieden und diskutiert diese im Kontext der gewählten Theorien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Diskriminierung, Berufssegregation und Arbeitsmarkteintritt.

Warum ist die Wahl des Studienfachs ein so relevanter Faktor für den Lohnunterschied?

Studien zeigen, dass von Frauen dominierte Fächer häufiger mit niedrigeren finanziellen Renditen verbunden sind als die von Männern bevorzugten MINT-Fächer.

Welche Rolle spielt die statistische Diskriminierung bei der Befristung von Verträgen?

Unternehmen assoziieren das weibliche Geschlecht häufig mit Unterbrechungen durch Familienplanung, was zu befristeten Einstellungen als Risikoprävention führt.

Inwiefern kann der Staat zur Schließung der Lohnlücke beitragen?

Der Staat kann durch gesetzliche Maßnahmen wie Quoten, Kontrollen von Diskriminierungspraktiken, den Ausbau von Kindertagesstätten und Aufklärungskampagnen intervenieren.

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Details

Title
Gender Pay Gap bei Hochschulabsolventen. Studienanalyse und Handlungsempfehlungen zur Überwindung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede beim Berufseinstieg
College
Ruhr-University of Bochum  (Lehrstuhl Arbeit, Personal und Führung)
Grade
1,5
Author
Vivien Brinkmann (Author)
Publication Year
2016
Pages
33
Catalog Number
V1436943
ISBN (PDF)
9783346990495
ISBN (Book)
9783346990501
Language
German
Tags
gender hochschulabsolventen studienanalyse handlungsempfehlungen überwindung lohnunterschiede berufseinstieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vivien Brinkmann (Author), 2016, Gender Pay Gap bei Hochschulabsolventen. Studienanalyse und Handlungsempfehlungen zur Überwindung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede beim Berufseinstieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436943
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