Der digitale Wandel beeinflusst sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und ganze Märkte nachhaltig. Die fortschreitende Digitalisierung zwingt Unternehmen dazu, sich intensiv mit den Auswirkungen auseinanderzusetzen, da Unternehmensgrenzen durchlässiger werden und die digitale Transformation länderübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger macht. In diesem Kontext werden Technologien und Produkte immer kurzlebiger, was stetige Innovationen erfordert. Unternehmen setzen vermehrt auf Kollaborationen, um Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln und strategische Wettbewerbsvorteile zu schaffen.
Das Ziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, den aktuellen Forschungsstand zu Erfolgsfaktoren von Kollaboration zu überprüfen und zusammenzufassen. Durch ein strukturiertes Literaturreview wurden relevante wissenschaftliche Arbeiten analysiert, um Erfolgsfaktoren für kollaboratives Arbeiten zu identifizieren. Der Literatur Review umfasst Literaturrecherche und -auswertung, basierend auf vordefinierten Kriterien, mit den Ergebnissen in einer Konzeptmatrix.
Insgesamt wurden 13 Erfolgsfaktoren für Kollaboration aus der wissenschaftlichen Literatur extrahiert und katalogisiert. Diese bieten einen Rahmen für erfolgreiche Kollaboration, der jedoch keinen unmittelbaren Praxisleitfaden darstellt. Die Umsetzung in der Praxis erfordert die kombinierte Berücksichtigung und Förderung einzelner Faktoren, die von kulturellen, unternehmensspezifischen und branchenspezifischen Besonderheiten abhängen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Digitaler Wandel
2.1.1 Digitalisierung
2.1.2 Digitale Transformation
2.1.3 Abgrenzung Digitalisierung und digitale Transformation
2.1.4 Treiber der digitalen Transformation
2.1.5 Die Bedeutung der digitalen Transformation für Unternehmen
2.2 Zusammenarbeit
2.2.1 Kollaboration
2.2.2 Abgrenzung Kollaboration und Kooperation
2.2.3 Formen der Zusammenarbeit
2.2.4 Kommunikation in der Zusammenarbeit
2.2.5 Die Bedeutung von Zusammenarbeit für Unternehmen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Literaturrecherche
3.1.1 Phase 1: Definition des Überprüfungsumfangs
3.1.2 Phase 2: Konzeptualisierung des Themas
3.1.3 Phase 3: Literatursuche
3.2 Ergebnisse der Literaturrecherche
3.3 Literaturauswertung
3.3.1 Phase 4: Literaturanalyse
3.3.2 Quellen des Reviews
4 Ergebnisse
4.1 Darstellung der Ergebnisse
4.2 Erläuterung der Ergebnisse
4.2.1 Bewusstseinsbildung
4.2.2 Collaboration Moderator Services
4.2.3 Informations- und Kommunikationstechnologien
4.2.4 Kollaborative Bereitschaft
4.2.5 Kollaborative Prozesse
4.2.6 Kollaborative Strukturen
4.2.7 Kollaborative Umgebung
4.2.8 Kommunikation
4.2.9 Kommunikationstransparenz
4.2.10 Netzwerke
4.2.11 Vertrauen
4.2.12 Visual Management
4.2.13 Wissen
5 Diskussion
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Überprüfung und Zusammenfassung des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstands zu Erfolgsfaktoren der Kollaboration von Unternehmen im Kontext des digitalen Wandels. Die Forschungsarbeit geht der Frage nach, welche Enabler (Erfolgsfaktoren) für kollaboratives Arbeiten in der wissenschaftlichen Literatur identifiziert werden können und wie diese unterstützend auf Unternehmen wirken.
- Grundlagen der Digitalisierung und digitalen Transformation sowie deren Bedeutung für Unternehmen.
- Abgrenzung und Definition von Kollaboration gegenüber kooperativem Arbeiten.
- Systematisches Methodik-Review zur Identifikation von Erfolgsfaktoren in wissenschaftlicher Literatur.
- Katalogisierung von 13 zentralen Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche organisationale Kollaboration.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Kollaboration
„Collaboration is not about agreement. It is about creation.” (Denise, 1999)
Denise beschrieb Kollaboration bereits vor 20 Jahren als einen Prozess der gemeinsamen Entwicklung mit Beteiligten, derer Fähigkeiten sich ergänzen, wodurch ein gemeinsames Verständnis von etwas erschaffen wird. Die kollektive Bedeutung für einen Prozess, ein Produkt oder ein Ereignis ist die Folge daraus. (vgl. ebd.)
Dieser Prozess könne als synchronisierter „Prozess der konstruktiven Wissensgenerierung von zwei oder mehreren Personen“ (Bornemann, 2012, S. 77) verstanden werden, in dem die Kollaborationspartner Informationen, Ressourcen und Verantwortlichkeiten austauschen, um ein Vorhaben zu planen und durchzuführen um schlussendlich ein gemeinsames Ziel zu erreichen. (vgl. Romero, Galeano, & Molina, 2009, S. 4693)
Kollaboration bietet ein höheres Potenzial, es findet keine reine Addition einzelner Ergebnisse statt, die Beteiligten arbeiten gemeinsam, parallel an einem Bestandteil des Ergebnisses. (vgl. Robra-Bissantz & Siemon, 2019, S. 10) Arbeitsteilung finde nur in geringem Maße statt. (vgl. Bornemann, 2012, S. 78) Während der Bearbeitung des gemeinsamen Ergebnisses sind alle beteiligt, die Bearbeitung läuft also kontinuierlich. (vgl. Robra-Bissantz & Siemon, 2019, S. 10)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der Zusammenarbeit im Zeitalter des digitalen Wandels ein und legitimiert die Notwendigkeit, Erfolgsfaktoren für Kollaboration wissenschaftlich zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten rund um Digitalisierung, digitale Transformation und die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit definiert und gegeneinander abgegrenzt.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert den strukturierten Prozess des Literatur Reviews, basierend auf international anerkannten Methoden der Literaturanalyse, um valide Quellen für die Untersuchung zu selektieren.
4 Ergebnisse: Hier werden die 13 identifizierten Erfolgsfaktoren (Enabler) für Kollaboration anhand einer Konzeptmatrix dargestellt und einzeln differenziert erläutert.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die methodische Herangehensweise, die Qualität der Ergebnisse und die Verknüpfungen der identifizierten Faktoren kritisch reflektiert und in den Kontext der Praxis gesetzt.
6 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass Kollaboration im digitalen Wandel für den Unternehmenserfolg entscheidend ist, jedoch keinen standardisierten Leitfaden erlaubt, da die individuelle Kombination der Faktoren branchen- und unternehmensabhängig erfolgen muss.
Schlüsselwörter
Kollaboration, Digitaler Wandel, Digitale Transformation, Erfolgsfaktoren, Zusammenarbeit, Literatur Review, Wissensmanagement, IKT, Cloud Computing, Kommunikations-Transparenz, Netzwerke, Vertrauen, Visual Management, Unternehmenserfolg, Organisationale Dynamik
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundsätzliche Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Analyse von Erfolgsfaktoren für die Kollaboration von Unternehmen unter den Bedingungen der digitalen Transformation.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des digitalen Wandels, die Differenzierung zwischen Kooperation und Kollaboration sowie die praktische Analyse von Enablern mittels einer Literaturrecherche.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Ziel ist es, aus einer strukturierten Analyse wissenschaftlicher Fachliteratur einen Katalog von Erfolgsfaktoren zu erstellen, die Kollaborationen in Unternehmen erfolgreicher machen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein strukturierter Literatur Review in Anlehnung an vom Brocke et al. sowie Webster und Watson durchgeführt, ergänzt durch die SQ3R-Methode für die Analyse der 11 qualifizierten Artikel.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Literatursuche sowie die ausführliche Ergebnisdarstellung und Erläuterung der 13 identifizierten Erfolgsfaktoren.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Kollaboration, Digitaler Wandel, Erfolgsfaktoren, Zusammenarbeit und Organisationale Dynamik.
Warum unterscheidet die Arbeit zwischen Kooperation und Kollaboration?
Die Differenzierung ist notwendig, da Kollaboration – im Gegensatz zur Kooperation – auf Synergieeffekten und einer kontinuierlichen gemeinsamen Wissensgenerierung basiert, was im digitalen Kontext eine höhere strategische Bedeutung hat.
Spielt die Unternehmenskultur bei den Ergebnissen eine Rolle?
Ja, die Arbeit identifiziert kulturelle Aspekte und ein notwendiges "Umdenken" der Beteiligten als wesentliche Faktoren für eine erfolgreiche Kollaboration im Wandel.
Können die Ergebnisse direkt als Umsetzungsanleitung genutzt werden?
Nein, der Autor betont, dass die Ergebnisse keinen universellen Leitfaden darstellen, da spezifische Maßnahmen immer an die jeweilige Unternehmenskultur und Branche angepasst werden müssen.
Was ist "Ambient Awareness" im Kontext der Arbeit?
Ambient Awareness beschreibt das Bewusstsein der Kollaborationspartner füreinander, welches durch transparente Kommunikation und Wissensaustausch maßgeblich zu einer besseren Zusammenarbeit beiträgt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Erfolgsfaktoren der Kollaboration von Unternehmen im digitalen Wandel. Ein strukturierter Literaturreview, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1437161