Die vorliegende Arbeit bietet einen Einblick in das Freizeitverhalten Jugendlicher.
Was versteht man unter "Jugend" und unter "Freizeit" und wie bestimmt der Funktionswandel der Freizeit das Freizeitverhalten der Jugendlichen?
Zeitliches Ausmaß jugendlicher Freizeit und die verschiedenen Freizeitaktivitäten unter besonderer Berücksichtigung der Medien für die Freizeitgestaltung werden ebenso thematisiert wie geschlechtsspezifische Unterschiede im Freizeitverhalten.
Die Darstellung der Sozialbeziehungen Jugendlicher in ihrer Freizeit soll die vorher dargestellten Freizeittätigkeiten präzisieren; somit wird nicht nur dargestellt, was die Jugendlichen in ihrer Freizeit tun, sondern auch mit wem.
Da es für die heutige Jugend ein Überfluss an Freizeitangeboten gibt, werden schließlich die Merkmale der verschiedenen Organisationsformen jugendlicher Freizeit dargestellt, um zu verdeutlichen, warum einige Jugendliche beispielsweise die kommerzielle Freizeit der öffentlich organisierten Freizeit vorziehen.
Nicht beachtet sind Freizeitgestaltungen Jugendlicher, die nicht mehrheitlich zu finden sind und so in den Statistiken auch nicht auftauchen wie beispielsweise Extremsportarten, Aktivitäten von Jugendgangs wie Sprayen, S-Bahn-Surfen, Autorennen und Drogenkonsum.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zum Begriff „Jugend“
1.2 Zum Begriff „Freizeit“
2. Funktionswandel der Freizeit
3. Freizeitverhalten Jugendlicher
3.1 Zeitliches Ausmaß jugendlicher Freizeit
3.2 Freizeitaktivitäten Jugendlicher
3.3 Bedeutung der Medien für die Freizeitgestaltung Jugendlicher
3.3.1 Fernsehen
3.3.2 Computer und Internet
3.3.3 Bücher, Zeitungen und Zeitschriften
3.3.4 Hörfunk und Tonträger
3.4. Geschlechtspezifische Unterschiede im Freizeitverhalten
4. Sozialbeziehungen in der Freizeit Jugendlicher
4.1 Geselligkeitsorientierte Freizeit
4.2 Individuelle Freizeit
5. Organisationsformen jugendlicher Freizeit
5.1 Öffentlich organisierte Freizeit
5.2 Kommerzielle Freizeit
5.3 Selbstorganisierte Freizeit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in das komplexe und vielschichtige Freizeitverhalten Jugendlicher zu geben, wobei die theoretischen Grundlagen der Begrifflichkeiten "Jugend" und "Freizeit" sowie der soziologische Funktionswandel der Freizeit als Basis dienen, um die aktuellen Lebenswelten und Aktivitäten Jugendlicher differenziert zu beleuchten.
- Begriffliche Definitionen von Jugend und Freizeit im soziologischen Kontext
- Analyse des Funktionswandels der Freizeit und der Bedeutung von Medienkonsum
- Untersuchung geschlechtsspezifischer Differenzen in der Freizeitgestaltung
- Darstellung von Sozialbeziehungen und Organisationsformen jugendlicher Freizeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Zeitliches Ausmaß jugendlicher Freizeit
Aufschluss über das Zeitbudget, welches Jugendliche für sich beanspruchen können, gibt unter anderen die Untersuchung des Soziologen Elmar Lange aus dem Jahr 1996. Die Befragung von 287 Jugendlichen aus Bielefeld und 261 Jugendlichen aus Halle/Saale ergab, dass die Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren an einem normalen Wochentag über durchschnittlich 5,2 Stunden freie Zeit verfügen können. Dabei sind zwei Tendenzen hervorzuheben: Das Freizeitbudget nimmt mit zunehmendem Alter ab, außerdem haben männliche Jugendliche mit 5,4 Stunden mehr Freizeit als weibliche Jugendliche mit 5,0 Stunden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein und verdeutlicht, dass Freizeitverhalten aufgrund der Pluralisierung der Lebenslagen nicht verallgemeinert werden kann.
2. Funktionswandel der Freizeit: Hier wird aufgezeigt, wie sich Freizeit von der reinen Regeneration der Arbeitskraft hin zur erlebnisorientierten Lebenszeit gewandelt hat.
3. Freizeitverhalten Jugendlicher: Dieses Kapitel untersucht äußere Einflüsse, das zeitliche Budget sowie die Bedeutung von Medien und geschlechtsspezifische Unterschiede bei Aktivitäten.
4. Sozialbeziehungen in der Freizeit Jugendlicher: Der Fokus liegt hier auf der Unterscheidung zwischen geselligkeitsorientierten und individuellen Freizeitbeschäftigungen.
5. Organisationsformen jugendlicher Freizeit: Hier werden die Merkmale von öffentlich organisierter, kommerzieller und selbstorganisierter Freizeit dargestellt.
Schlüsselwörter
Freizeitsoziologie, Jugendphase, Freizeitverhalten, Mediennutzung, Individualisierung, Peer-Group, Zeitbudget, Freizeitgestaltung, Sozialbeziehungen, Organisationsformen, Erlebnisgesellschaft, Geschlechtsunterschiede, Konsumverhalten, Jugendarbeit, Lebensstil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer soziologischen Bestandsaufnahme des Freizeitverhaltens Jugendlicher unter Berücksichtigung aktueller Trends und gesellschaftlicher Einflüsse.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Jugend und Freizeit, den Funktionswandel der Freizeit, die Rolle der Medien, Sozialbeziehungen sowie verschiedene Organisationsformen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, einen fundierten Einblick in die Freizeitwelt Jugendlicher zu gewähren und Tendenzen aufzuzeigen, wie Jugendliche ihre freie Zeit unter den Bedingungen der modernen Gesellschaft gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Auswertung und Zusammenführung zahlreicher empirischer Studien und sozialwissenschaftlicher Untersuchungen zur Freizeit- und Jugendforschung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse zeitlicher Budgets, die Rolle von Medien wie Fernsehen und Internet, Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie die Einteilung in organisierte und selbstgestaltete Freizeitformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe wie Freizeitsoziologie, Individualisierung, Mediennutzung und die Bedeutung der Peer-Group definieren die inhaltliche Ausrichtung.
Warum ist der Begriff "Jugend" so schwer abzugrenzen?
Die Arbeit zeigt, dass eine eindeutige Definition fehlt, da soziale Reife und wirtschaftliche Unabhängigkeit heute aufgrund verlängerter Ausbildungswege sehr unterschiedlich eintreten.
Welchen Einfluss haben Medien auf die Freizeitgestaltung?
Medien wie das Fernsehen oder das Internet nehmen einen bedeutenden Platz ein, wobei sie sowohl zur Unterhaltung dienen als auch teilweise als Rückzugsmöglichkeit vom Alltagsstress genutzt werden.
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- Anne Urbutt (Author), 2001, Das Freizeitverhalten Jugendlicher. Aufwachsen in einem Überfluss an Freizeitangeboten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14374