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Sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg. Kindersoldat*innen weltweit

Titel: Sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg. Kindersoldat*innen weltweit

Ausarbeitung , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sherina Beha (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sexualisierte Gewalt beschreibt einen Gewaltakt, der mit sexuellen Mitteln durchgeführt wird und auf den intimsten Bereich des Menschen abzielt. Sexualisierte Gewalt ist kein aggressiver Ausdruck von Sexualität, sondern ein sexueller Ausdruck von Aggression. Sexualisierte Gewalt ist geschlechtsspezifische oder geschlechtsbezogene Gewalt. Das heißt, dass sie auf Grund der gesellschaftlich konstruierten Gegensätze der Geschlechter entsteht. Sexualisierte Gewalt ist Ausdruck dominierender Männlichkeit gegenüber dem Weiblichen und richtet sich in der Regel gegen Frauen. Dennoch werden Ausmaß und Folgen von sexualisierter Gewalt in großen Teilen unserer Gesellschaft ignoriert, negiert und verharmlost, wenn nicht gar den Betroffenen (Frauen) beziehungsweise ihrem Verhalten angelastet und das unabhängig davon, ob sie in Kriegs- oder in Friedenszeiten stattfindet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg

1.1 Täter*innen und Betroffene

1.2 Formen sexualisierter Gewalt im Kontext Krieg

1.3 Zusammenhang von sexualisierter Gewalt und Krieg

2. Exkurs: Kindersoldat*innen weltweit

2.1 Gründe für den Einsatz von Kindersoldat*innen

2.2 Schicksale und Rehabilitation

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Phänomen sexualisierter Gewalt in bewaffneten Konflikten, um deren Funktion als gezieltes Machtinstrument aufzudecken, und ergänzt diese Analyse durch einen Exkurs über die Situation von Kindersoldat*innen weltweit, um deren Verletzlichkeit und spezifische Schutzbedarfe aufzuzeigen.

  • Definition und Erscheinungsformen sexualisierter Kriegsgewalt
  • Geschlechtsspezifische Machtdynamiken und Ideologien in kriegerischen Kontexten
  • Die Rolle von Männlichkeitskonstrukten im Militär bei der Entstehung von Gewalt
  • Ursachen, Rekrutierungsgründe und Schicksale von Kindersoldat*innen
  • Herausforderungen der sozialen Rehabilitation ehemaliger Kindersoldat*innen

Auszug aus dem Buch

1.3 Zusammenhang von sexualisierter Gewalt und Krieg

Die Ursache von Kriegen und das Ausmaß sexualisierter Gewalt an Frauen variieren je nach politischem, sozialem, historischem und kulturellem Kontext. Um den Zusammenhang von sexualisierter Gewalt und Krieg an dieser Stelle zu erörtern, werden verschiedene Blickwinkel von Theoretiker*innen kurz vorgestellt.

Eines haben alle Theorien gemeinsam: Sie sind sich einig, dass sexualisierte Gewalt weder etwas mit einem “natürlichen“ Sexualtrieb des Mannes, noch etwas mit Sexualität zu tun hat und somit nicht der individuellen Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse, sondern der Artikulation von Hass, Wut oder der Demonstration von Macht dient. Es gibt Überlegungen, die die Ursachen in einer männlichen Aggressionsbereitschaft in Verbindung mit einem grundlegenden Frauenhass sehen und somit Vergewaltigungen im Krieg mit einer grundlegende Verachtung für Frauen erklären. Susan Brownmiller beispielweise schreibt: „Der Krieg liefert den Männern den perfekten psychologischen Freibrief, um ihrer Verachtung für Frauen Luft zu machen.“ (Brownmiller 1988, o.S.)

Dies findet man ähnlich wieder, wenn man sich Männlichkeitskonstrukte im Militär, die stark von einem polarisierten, hierarchisch angeordneten Geschlechterverhältnis geprägt sind, anschaut. Der gängige Militärjargon ist durchzogen von Sexismen, sexistischen Witzen und Anekdoten, in denen die „pure Männlichkeit“ immerzu glorifiziert wird, was dazu führen kann, einen tatsächlichen Frauenhass zu entwickeln. Die Ausbildung beim Militär, ist meist davon gekennzeichnet, dass Soldaten zu „richtigen“ Männern erzogen werden. Ein Soldat, der nicht mithalten kann, wird als Mädchen diffamiert. Der Zusammenhang von Gewalt, Männlichkeit und Sexualität findet also immer wieder statt und das gegenseitige Beweisen der eigenen Männlichkeit scheint hier als Beweggrund für sexualisierte Gewalt an Frauen im Krieg zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg: Es wird erörtert, dass diese Form der Gewalt ein gezieltes Machtinstrument ist, das weit über individuelle Triebe hinausgeht und darauf abzielt, die Identität und soziale Ordnung der Betroffenen zu zerstören.

2. Exkurs: Kindersoldat*innen weltweit: Dieses Kapitel beleuchtet die Definition, Hintergründe der Rekrutierung von Minderjährigen in bewaffnete Konflikte sowie die schwerwiegenden physischen und psychischen Folgen für die Betroffenen.

Schlüsselwörter

Sexualisierte Gewalt, Krieg, Kindersoldat*innen, Menschenrechte, Machtdemonstration, Geschlechtsspezifische Gewalt, Patriarchat, Männlichkeitskonstrukte, Kriegführung, Rehabilitation, Trauma, bewaffnete Konflikte, Völkerrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert sexualisierte Gewalt als strategisches Mittel in Kriegen und beleuchtet ergänzend die prekäre Situation von Kindersoldat*innen weltweit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen sexualisierter Gewalt, der Rolle des Militärs bei der Formung patriarchaler Gewaltstrukturen sowie der Rekrutierung und Rehabilitation von Kindersoldat*innen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verständnis für sexualisierte Gewalt als Machtwerkzeug zu schärfen und die spezifischen menschenrechtlichen Verletzungen und Schutzbedarfe von Kindern in bewaffneten Konflikten darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin verwendet eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Fachliteratur und Berichte von Organisationen, um die Forschungslage und Zusammenhänge zu strukturieren.

Was beinhaltet der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung zum Zusammenhang von Krieg und Gewalt sowie einen detaillierten Exkurs, der Ursachen und Folgen des Einsatzes von Kindersoldat*innen betrachtet.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Machtdemonstration, Geschlechterverhältnisse, Menschenrechtsverletzungen, Rehabilitation und kriegerische Konfliktstrukturen gekennzeichnet.

Warum wird im Kontext von sexualisierter Kriegsgewalt explizit von Macht und nicht von Sexualität gesprochen?

Basierend auf den behandelten Theorien wird verdeutlicht, dass die Gewaltakte keine individuelle sexuelle Befriedigung anstreben, sondern als Instrument zur Erniedrigung, Demoralisierung des Gegners und zur Bestätigung männlicher Dominanz dienen.

Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich bei der sozialen Wiedereingliederung von Kindersoldat*innen?

Die Rückkehr wird durch Traumatisierungen, das Fehlen von sozialen Kulturtechniken, soziale Ächtung durch die Gemeinschaft und bei Mädchen zudem durch patriarchale Stigmatisierung nach Missbrauch oder ungewollter Schwangerschaft erschwert.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg. Kindersoldat*innen weltweit
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften München  (FK11)
Veranstaltung
Sexualisierte Gewalt in Organisationen
Note
1,7
Autor
Sherina Beha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1437597
ISBN (PDF)
9783963559907
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krieg Kindersoldaten Gewalt Sexualität Missbrauch sexualisierte Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sherina Beha (Autor:in), 2021, Sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg. Kindersoldat*innen weltweit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1437597
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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