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Die Parallelität zwischen den sechs Frauen in Lior Raz's Fernsehserie "Fauda"

Titel: Die Parallelität zwischen den sechs Frauen in Lior Raz's Fernsehserie "Fauda"

Hausarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sherina Beha (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Naher Osten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Serie "Fauda" wirft einen tiefen Blick in die komplexe Realität des Nahostkonflikts zwischen Palästinensern und Israelis. Trotz der zentralen Handlung um die israelische Kommandoeinheit, die auf einen palästinensischen Hamas-Kommandanten zielt, widmet sich die Serie auch den Lebensumständen der Menschen auf beiden Seiten des Konflikts. Besonders interessant ist die Rolle der sechs weiblichen Charaktere in der Serie. Diese Arbeit untersucht die Parallelen zwischen diesen Frauen anhand spezifischer Filmszenen.

Die Wahl, die Rolle der Frau zu fokussieren, erfolgt bewusst, da sie in der muslimischen und jüdischen Filmgeschichte oft im Hintergrund bleibt. In den folgenden Kapiteln werden zwei Frauencharaktere jeweils gegenübergestellt, ihre Beziehungen verglichen und ihre Funktion in der dargestellten Gesellschaft erörtert. Die Analyse zeigt, dass sowohl auf Seiten der Palästinenser als auch der Israelis Leid, Schmerz, Hoffnung und Menschlichkeit existieren. Die Serie "Fauda" wird für ihre Fähigkeit gelobt, Verständnis und Mitgefühl für beide Seiten des Konflikts zu wecken, ohne in eine klare Einteilung von "Gut" und "Böse" zu verfallen. Dieser menschenzentrierte Ansatz hat dazu beigetragen, dass die Serie von Presse und Medien positiv aufgenommen wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Handlung der Serie

2. Die zwei Gestorbenen: Amal und Daria

2.1 Wie du mir, so ich dir

3. Die zwei Eigenständigen: Shirin und Nurit

3.1 Die Tragik der arabisch-jüdischen Liebesbeziehung zwischen Shirin und Doron

3.2 Nurit und die Männer

4. Die zwei Ehefrauen: Nassrin und Gali

4.1 Der Beschützerinstinkt der Frau

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle und Darstellung von sechs weiblichen Charakteren in der israelischen Serie „Fauda“, um die Parallelität ihrer Erfahrungen und Funktionen innerhalb des Nahostkonflikts aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse geschlechtsspezifischer Rollenbilder und der Frage, wie die Serie menschliche Identitäten auf beiden Seiten des Konflikts jenseits von „Gut“ und „Böse“ integriert.

  • Vergleichende Analyse weiblicher Charaktere (Amal/Daria, Shirin/Nurit, Nassrin/Gali)
  • Die Rolle der Frau als Spiegel gesellschaftlicher Machtkämpfe
  • Die Darstellung verbotener arabisch-jüdischer Liebesbeziehungen
  • Transformation traditioneller Geschlechterrollen durch den Beschützerinstinkt
  • Der „menschliche Blickwinkel“ als Mittel zur Konfliktdarstellung

Auszug aus dem Buch

3. Die zwei Eigenständigen: Shirin und Nurit

Dr. Shirin Al Abed wird von der Schauspielerin Laëtitia Eïdo verkörpert. Über sie erfahren wir im Laufe der Handlung, dass sie in Paris studiert hat und nach dem Tod ihres Mannes, zurück nach Palästina kam, um näher bei ihrer Mutter zu sein. Sie tritt als sehr selbstbewusste Frau auf, die sich ganz auf ihre Arbeit in der Notaufnahme des palästinensischen Rafidia Surgery Krankenhaus konzentriert. Auch ihr früherer Einsatz als Ärztin für „Ärzte ohne Grenzen“ entspricht ihrem moralisch reinen Charakter. Doch im Verlauf der Geschichte, wird sie ungewollt immer tiefer in die Machtkämpfe der gegenüberliegenden Parteien hineingezogen. Nicht nur von Seiten ihrer eigenen Familie, sondern auch von Seiten des Feindes. In der dritten Episode wird der Zuschauer erstmals Bobachter einer solchen Manipulation. Walid, der sich selber als Aufpasser des Panthers bezeichnet, trifft zufällig auf seine Cousine Shirin. In dem Krankenhaus, in dem sie arbeitet, liegt nämlich Abu Ahmad, der sich von den Verletzungen der Straßenjagd am Abend der Hochzeit von Amal und Bashir, erholt. Doch er ist in Gefahr und das ahnt Walid. Also bittet er seine Cousine dabei zu helfen, Abu Ahmad unbemerkt aus dem Krankenhaus zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die israelische Serie Fauda ein und erläutert die methodische Herangehensweise, durch den Vergleich von sechs Frauencharakteren die menschliche Komplexität des Nahostkonflikts jenseits klassischer Schubladen darzustellen.

1.1 Einführung in die Handlung der Serie: Dieses Unterkapitel gibt einen kompakten Überblick über die zentrale Handlung der Serie, den Machtkampf zwischen dem israelischen Agenten Doron und dem Hamas-Terroristen Abu Ahmad.

2. Die zwei Gestorbenen: Amal und Daria: Hier werden die Schicksale von Amal und Daria gegenübergestellt, um zu illustrieren, wie beide Frauen zu unschuldigen Opfern der Gewalteskalation werden.

2.1 Wie du mir, so ich dir: Dieses Kapitel analysiert das Motiv der ausgleichenden Gerechtigkeit und den psychologischen Hintergrund, der aus Schmerz und Rache zu tragischen Handlungen führen kann.

3. Die zwei Eigenständigen: Shirin und Nurit: Der Fokus liegt hier auf zwei unabhängigen Frauenfiguren, ihrer beruflichen Professionalität und dem Druck, dem sie durch ihre jeweiligen sozialen Bezugsgruppen ausgesetzt sind.

3.1 Die Tragik der arabisch-jüdischen Liebesbeziehung zwischen Shirin und Doron: Das Kapitel beleuchtet das Motiv der verbotenen Liebe und wie dieses als erzählerisches Mittel dient, um den Zuschauer für den „großen“ politischen Konflikt zu öffnen.

3.2 Nurit und die Männer: Diese Untersuchung thematisiert Nurits Rolle als einzige Frau in der israelischen Spezialeinheit und wie sie versucht, ihre Team-Loyalität mit ihrer einfühlsamen Seite in Einklang zu bringen.

4. Die zwei Ehefrauen: Nassrin und Gali: Die Analyse zeigt Parallelen zwischen den beiden Ehekrisen der Protagonisten auf, wobei Nassrin und Gali zunehmend ihre eigene Loyalität in Frage stellen.

4.1 Der Beschützerinstinkt der Frau: Abschließend wird erörtert, wie der Beschützerinstinkt gegenüber den eigenen Kindern die traditionellen Rollenbilder der Ehefrauen durchbricht und ihnen neue Handlungsmacht verleiht.

Schlüsselwörter

Fauda, Lior Raz, Nahostkonflikt, Frauenbild, Darstellung der Frau, Amal, Shirin, Nurit, Nassrin, Gali, Identität, arabisch-jüdische Beziehung, Beschützerinstinkt, Serie, Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der sechs zentralen Frauenfiguren aus der israelischen Erfolgsserie „Fauda“ und untersucht deren Bedeutung im Kontext des Nahostkonflikts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Dekonstruktion von Gender-Rollen, der Darstellung von Leid und Menschlichkeit auf beiden Seiten des Konflikts sowie dem Vergleich von Schicksalswegen der Charaktere.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie „Fauda“ durch die Gegenüberstellung weiblicher Charaktere ein differenziertes Bild der israelisch-palästinensischen Realität zeichnet, das ohne einfache Gut-Böse-Schablonen auskommt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse spezifischer Filmszenen und stützt sich dabei auf filmwissenschaftliche Literatur über den Nahostkonflikt im israelischen Film.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist in drei Kapitel untergliedert, in denen jeweils zwei Frauencharaktere (Amal/Daria, Shirin/Nurit, Nassrin/Gali) gegenübergestellt und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Funktion analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?

Zentrale Begriffe sind Identitätsdarstellung, israelisch-palästinensische Beziehung, Geschlechterrollen, filmische Narratologie und das Konzept des menschlichen Blickwinkels.

Warum spielt der „Beschützerinstinkt“ eine so zentrale Rolle für die Figurenwandlung?

Die Arbeit argumentiert, dass der Instinkt, die Kinder vor den Konsequenzen des anhaltenden Machtkampfes zu schützen, die Frauenfiguren dazu befähigt, sich von traditionellen Unterordnungsmustern zu befreien.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen den verschiedenen Frauencharakteren?

Die Autorin unterteilt die Figuren in drei Kategorien: die „Gestorbenen“ (Opfer), die „Eigenständigen“ (beruflich definierte Frauen) und die „Ehefrauen“ (mutterschaftszentrierte Rollen).

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Details

Titel
Die Parallelität zwischen den sechs Frauen in Lior Raz's Fernsehserie "Fauda"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für den Nahen und Mittleren Osten - LMU München)
Note
1,7
Autor
Sherina Beha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V1437604
ISBN (PDF)
9783346994318
ISBN (Buch)
9783346994325
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen in Fauda Menschliche Perspektiven TV-Serienanalyse Fauda
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sherina Beha (Autor:in), 2017, Die Parallelität zwischen den sechs Frauen in Lior Raz's Fernsehserie "Fauda", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1437604
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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