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Möglichkeiten und Grenzen der Effizienzsteigerung durch Public Private Partnerships

Eine kritische Analyse anhand selbst gewählter Beispiele

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Effizienzsteigerung durch Public Private Partnerships

Diploma Thesis , 2009 , 78 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Schlauch (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In Zeiten politischer und ökonomischer Veränderungen lastet ein starker Druck der Anpassung
auf der öffentlichen Hand. Dabei wachsen die Anforderungen und der Umfang an die
öffentlichen Leistungen stetig. Verschärft wird die Situation durch die Finanznot der öffentlichen
Haushalte.1 Ein Versuch die Herausforderungen durch eine Auslagerung der öffentlichen
Leistungen im Rahmen von Privatisierungsmaßnahmen zu realisieren, hat sich im Laufe der
Zeit zu einem politischen Reizthema entwickelt. Dabei wird eine wesentliche Problematik im
Verlust von Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten der öffentlichen Hand bei der Realisierung
öffentlicher Aufgaben angeführt. Eine Lösung zum Abbau der Widerstände bietet die Kooperationsform
Public Private Partnership (PPP).2
Der Leitgedanke einer PPP wird in einer Win-Win-Situation für die beteiligten Parteien gesehen.
Für die öffentliche Hand besteht der Vorteil in einer Kostensenkung bei gleichbleibender
oder sogar verbesserter Leistung. Für die privaten Partner eröffnen sich neue und rentable
Geschäftsfelder.3 Der PPP-Ansatz wird bereits seit längerer Zeit von vielen Ländern praktiziert.
Eine besondere Rolle nimmt dabei Großbritannien ein. Dort werden mittlerweile 20%
aller öffentlichen Investitionen über PPP-Projekte realisiert. Auch in Deutschland steigt das
Interesse und die Bereitschaft PPPs vermehrt einzusetzen. Dabei wird das ehrgeizige Ziel verfolgt,
mit dem PPP-Ansatz 15% aller öffentlichen Investitionen in naher Zukunft zu realisieren.
4
Trotz aller Euphorie zeigen jüngst gescheiterte PPP-Projekte, dass eine kritische Auseinandersetzung
mit dem Thema unausweichlich ist. Am 18. Juli 2007 meldete das Firmenkonsortium
um Metronet Insolvenz an. Damit war eines der größten PPP-Projekte der britischen Geschichte
gescheitert. Zurück bleibt ein Schaden von ca. 410 Mio. britischen Pfund (GPD) für
den britischen Steuerzahler. Die privaten Partner haben Verluste in einer Größenordnung von
ca. 540 Mio. GBP zu verzeichnen. Die erhoffte Win-Win-Situation hat sich für die beteiligten
Parteien in das Gegenteil gewandelt. Auch in Deutschland sind gescheiterte PPP-Projekte wie
die Warnowquerung bei Rostock und der Travetunnel bei Lübeck zu nennen.5

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen Public Private Partnership

2.1 Notwendigkeit von Public Private Partnership

2.2 Begriffliche Definition und Abgrenzung

2.2.1 Begriffliche Definition

2.2.2 Abgrenzung

2.3 Das Organisationsgerüst von PPP-Modellen

2.4 Modellvarianten von PPP-Verträgen

2.5 Der Ursprung von PPP

2.5.1 Die Anfänge in den USA und in Großbritannien

2.5.2 Die Entwicklung in Deutschland

2.6 Ziele und Motive öffentlicher und privater Partner

2.6.1 Ziele der öffentlichen Hand

2.6.2 Ziele der privaten Partner

3. Ökonomische Implikationen von PPP

3.1 Wettbewerb und PPP

3.1.1 Ausschreibungswettbewerb

3.1.2 Wettbewerb nach Vertragsschluss

3.2 Sicherstellung öffentlicher Leistungen

3.2.1 Kurzfristige Betrachtung

3.2.2 Langfristige Betrachtung

3.3 Kostenoptimierung durch Lebenszyklusansatz

3.3.1 Produktions- und Bereitstellungskosten

3.3.2 Finanzierungskosten

3.4 Williamson Trade-off und PPP

3.5 Innovationspotenzial einer PPP

3.6 Haushaltsentlastung durch PPP

4. Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von PPP-Projekten

4.1 Phasen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

4.2 Problemfelder der Analyse

4.2.1 Motive der beteiligten Parteien

4.2.2 Methodische Problemfelder

4.2.3 Risikoanalyse

4.2.4 Erweiterung der Datenbasis

5. Wirkungen einer PPP auf Kooperationsebene

5.1 PPP als unvollständiger Vertrag

5.2 Prinzipal-Agenten Konflikte innerhalb einer PPP

5.2.1 Übertragung auf PPP

5.2.2 Adverse Selektion im Rahmen einer PPP

5.2.3 Problem der partnerspezifischen Investitionen

5.2.4 Ausnutzungspotential während der Vertragslaufzeit

5.3 Transaktionskosten und PPP

5.3.1 Übertragung auf PPP

5.3.2 Ex ante Transaktionkosten

5.3.3 Ex post Transaktionskosten

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Möglichkeiten und Grenzen von Public Private Partnerships (PPP) zur Effizienzsteigerung bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse ökonomischer Implikationen, der Wirtschaftlichkeitsbewertung von Projekten sowie der Untersuchung von Kooperationsproblemen zwischen öffentlicher Hand und privaten Partnern anhand ausgewählter Praxisbeispiele.

  • Ökonomische Effizienz und Wettbewerbswirkungen von PPP
  • Herausforderungen bei der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und Risikoanalyse
  • Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie auf PPP-Kooperationen
  • Analyse von Transaktionskosten in langfristigen PPP-Verträgen
  • Bedeutung des Lebenszyklusansatzes für die Kostenoptimierung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Ausschreibungswettbewerb

Als einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Ermittlung der kosteneffizientesten und erfolgreichsten PPP-Projekte wird der Wettbewerb auf der Bieterseite innerhalb eines transparenten Vergabeverfahrens angesehen. Durch die Wettbewerbsbedingungen auf der Bieterseite während der Vergabe kommt es zu einer Förderung der Innovationskraft der beteiligten Bieter bezüglich der angebotenen Leistungen. Dabei stellt eine PPP im Rahmen des europäischen Vergaberechts eine ausschreibungspflichtige Maßnahme dar.

Ausgangspunkt für das Vergabeverfahren ist eine exakte und präzise Beschreibung der zu vergebenden Leistung mit Hilfe eines Leistungsverzeichnisses nach Losen. Durch dieses Vorgehen werden die Grundsätze des Vergaberechts erfüllt. Diese sind Wettbewerb, Transparenz und Gleichbehandlung der Bieter. Jedoch kommt es an dieser Stelle zu einem Spannungsfeld zwischen Vergaberecht und dem Grundgedanken einer PPP. Die inputorientierte Auftragsbeschreibung mit Hilfe eines exakten Leistungsverzeichnisses ist für PPP-Vorhaben in der Regel nicht realisierbar. Beim herkömmlichen Vergabeverfahren geben die Bieter lediglich ein Gebot ab. Dies ist bei einer PPP-Vergabe bedingt durch die offene und funktionale Leistungsbeschreibung nicht ausreichend. Der Bieter wird aktiv an der Problemlösung beteiligt, da der Auftraggeber ein spezielles Interesse an möglichen Lösungsalternativen hat. Außerdem widerspricht die herkömmliche Vergabe in Losen dem Lebenszyklusansatz einer PPP.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Problemstellung durch wachsenden Druck auf öffentliche Haushalte und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen Public Private Partnership: Einführung in PPP-Modelle, deren Ursprung sowie eine detaillierte Begriffsdefinition und Abgrenzung zu anderen Organisationsformen.

3. Ökonomische Implikationen von PPP: Analyse der Effizienzwirkungen von PPP unter Einbeziehung von Wettbewerb, allokativer Sicherstellung und Kostenoptimierung.

4. Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von PPP-Projekten: Erläuterung der zentralen Verfahren zur Bewertung der Vorteilhaftigkeit von PPP-Projekten sowie kritische Betrachtung der Problemfelder bei der Analyse.

5. Wirkungen einer PPP auf Kooperationsebene: Untersuchung der Problematik unvollständiger Verträge, Prinzipal-Agenten-Konflikte und der Auswirkungen von Transaktionskosten.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Ableitung von Ansatzpunkten zur Bewältigung der identifizierten Problemfelder.

Schlüsselwörter

Public Private Partnership, PPP, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, öffentliche Aufgaben, Effizienzsteigerung, Lebenszyklusansatz, Transaktionskosten, Prinzipal-Agenten-Theorie, Risikoverteilung, Infrastruktur, Vergabeverfahren, Haushaltsentlastung, Wettbewerb, Kostenoptimierung, Vertragstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Möglichkeiten und Grenzen von Public Private Partnerships (PPP) zur Steigerung der Effizienz bei der Realisierung öffentlicher Infrastruktur- und Dienstleistungsprojekte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte umfassen die theoretischen Grundlagen von PPP, deren ökonomische Implikationen, die zentralen Herausforderungen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sowie die Analyse der Kooperationsdynamik zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der Effizienzwirkungen von PPPs und die Identifikation von Problemfeldern, die zu einer Beeinträchtigung der angestrebten Effizienzvorteile führen können, unter Einbeziehung selbst gewählter Beispiele.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen, unter Anwendung institutionenökonomischer Konzepte wie der Prinzipal-Agenten-Theorie und der Transaktionskostentheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden ökonomische Effekte (Wettbewerb, Allokation, Kosten), die Methodik der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sowie die auftretenden Kooperationsprobleme wie unvollständige Verträge und Informationsasymmetrien im Detail erörtert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Public Private Partnership (PPP), Wirtschaftlichkeit, Risikotransfer, Transaktionskosten, Lebenszyklusansatz, Prinzipal-Agent-Problematik und Effizienzsteigerung.

Inwiefern beeinflusst der langfristige Charakter einer PPP die Effizienz?

Der langfristige Charakter führt laut Autor zu Problemen bei der Prognose zukünftiger Anforderungen, was Verträge unvollständig macht und hohe Transaktionskosten durch notwendige Nachverhandlungen verursacht.

Welche Rolle spielt der Lebenszyklusansatz für PPP-Projekte?

Der Lebenszyklusansatz ist ein zentrales Instrument zur Kostenoptimierung, da er Planung, Bau, Finanzierung, Betrieb und Verwertung integriert, um Effizienzvorteile über den gesamten Projektzeitraum zu erzielen.

Was kritisiert der Autor an der Haushaltsentlastung durch PPP?

Der Autor warnt vor "Haushaltskosmetik", bei der öffentliche Aufgaben in Schattenhaushalte verlagert werden, was die tatsächliche Staatsverschuldung verschleiert und finanzielle Belastungen auf zukünftige Generationen überträgt.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Effizienzsteigerung durch Public Private Partnerships
Subtitle
Eine kritische Analyse anhand selbst gewählter Beispiele
College
University of Bayreuth
Grade
2,0
Author
Daniel Schlauch (Author)
Publication Year
2009
Pages
78
Catalog Number
V143769
ISBN (eBook)
9783640541300
ISBN (Book)
9783640541775
Language
German
Tags
Möglichkeiten Grenzen Effizienzsteigerung Public Private Partnerships Eine Analyse Beispiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Schlauch (Author), 2009, Möglichkeiten und Grenzen der Effizienzsteigerung durch Public Private Partnerships, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143769
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