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Die Personalisierung in der Darstellung politischer Prozesse

Title: Die Personalisierung in der Darstellung politischer Prozesse

Seminar Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Erika Flegrova (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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Die Personalisierung wird häufig vage als Gegenstück zu „sachbezogen“ angesehen. Ziel dieser Arbeit ist es versuchen folgende Frage zu beantworten: Sind die Befürchtungen in Bezug auf einen Prozess, der zunehmend zu einer Verschiebung von Themen hin zu einer auf Personen zentrierten, inhaltsleeren Politik führe, berechtigt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Dimensionen der Personalisierung

1.1 Präsentationsstrategie

1.1.1 Privates und Persönliches als Kategorie der Kandidatenwahrnehmung

1.1.2 Privates und Persönliches als Einflussfaktor für die Wahlentscheidung

1.2 Vermittlungsstrategie

2. Bedeutung der Personalisierung für das Wählerverhalten

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die zunehmende Personalisierung in der politischen Kommunikation und analysiert, ob diese Entwicklung tatsächlich zu einer inhaltsleeren, auf Personen zentrierten Politik führt oder ob politische Sachthemen weiterhin eine zentrale Rolle bei der Wahlentscheidung spielen.

  • Unterscheidung zwischen Präsentations- und Vermittlungsstrategien der Personalisierung.
  • Analyse der Intimisierung medialer Kommunikation und der Darstellung von Privatsphäre.
  • Bedeutung von rollennahen und rollenfernen Eigenschaften für das Image von Politikern.
  • Einfluss der Personalisierung auf die Wahlentscheidung im Kontext des sozialpsychologischen Modells.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Vorwurf der Entpolitisierung durch Personalisierung.

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Privates und Persönliches als Kategorie der Kandidatenwahrnehmung

Die deutsche Fernsehlandschaft hat sich stark ausgeweitet und wenn wir die Programminhalte betrachten, lässt sich eine zunehmende Intimisierung medialer Kommunikation feststellen. „Die öffentliche Bühne ist zum Ort privater Gespräche geworden, tradierte Grenzen zwischen medialer Inszenierung und realem Alltag haben ihre Gültigkeitsbereiche verloren“ (Fromm 1999:19). Es stellt sich nun die Frage nach den Funktionen, die die Veröffentlichung von Privatem für die Teilnehmer (in unserem Fall für die Politiker) sowie die Rezeption dieser Inhalte für die Zuschauer (Wählerschaft) einnimmt. Warum stößt denn die Intimisierung medialer Kommunikation auf ein großes Interesse bei den Zuschauern?

Die Modernisierung unserer Gesellschaft hat zu einer Pluralisierung der Lebensstile geführt. Das Individuum braucht sich immer wieder der Richtigkeit seiner getroffenen Entscheidung vergewissern. Dazu dient ihm einerseits andere Lebenswege zu beobachten, andererseits sind diese auch zu gewissen Maßstäben für die Beurteilung anderer Personen geworden. Mit der Individualisierung der heutigen Gesellschaft geht auch ihre Psychologisierung einher. So ist die Intimisierung medialer Kommunikation eng mit den Modernisierungs- und Differenzierungsprozessen in unserer Gesellschaft verknüpft (Fromm 1999:381).

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung thematisiert den Anstieg der Personalisierung in der westlichen Politik, differenziert zwischen Präsentations- und Vermittlungsstrategien und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der befürchteten Entpolitisierung.

1. Dimensionen der Personalisierung: Dieses Kapitel beleuchtet die drei Ebenen der Personalisierung (Medien, Parteien, Öffentlichkeit) und untersucht, wie Politiker durch private Attribute versuchen, Vertrauen und Imagebildung zu beeinflussen.

1.1 Präsentationsstrategie: Hier wird analysiert, wie Politiker rollennahe und rollenferne Eigenschaften nutzen, um ihre Persönlichkeit darzustellen, wobei ein besonderer Fokus auf der zunehmenden Intimisierung liegt.

1.1.1 Privates und Persönliches als Kategorie der Kandidatenwahrnehmung: Dieser Unterpunkt untersucht die psychologischen und gesellschaftlichen Gründe für das Interesse der Zuschauer an der Privatsphäre von Politikern.

1.1.2 Privates und Persönliches als Einflussfaktor für die Wahlentscheidung: Dieser Abschnitt erörtert, inwieweit das Privatleben eines Kandidaten tatsächlich als Entscheidungskriterium für Wähler fungiert.

1.2 Vermittlungsstrategie: Dieses Kapitel erläutert, wie Politiker als Synonym für politische Ziele fungieren und wie Personalisierung dazu beitragen kann, komplexe Sachverhalte für den Wähler leichter verständlich zu machen.

2. Bedeutung der Personalisierung für das Wählerverhalten: Abschließend wird anhand eines sozialpsychologischen Modells diskutiert, wie Personalisierung mit Parteiidentifikation und Themenorientierung interagiert, um den Einfluss auf die Wahlentscheidung zu bewerten.

Schlüsselwörter

Personalisierung, Politische Kommunikation, Wahlentscheidung, Präsentationsstrategie, Vermittlungsstrategie, Intimisierung, Kandidatenimage, Parteiidentifikation, Entpolitisierung, Politische Inszenierung, Wahlverhalten, Mediale Darstellung, Politikvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Personalisierung in der modernen politischen Kommunikation und analysiert, welche Rolle die Darstellung der Person des Politikers im Vergleich zu Sachthemen spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Strategien zur Imagebildung von Politikern, die Rolle der Medien bei der Inszenierung des Politischen und der tatsächliche Einfluss dieser Strategien auf das Wählerverhalten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, ob die Sorge berechtigt ist, dass der zunehmende Fokus auf Personen zu einer inhaltsleeren Politik führt und die eigentlichen Sachthemen verdrängt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse politikwissenschaftlicher Konzepte, unter Einbezug zahlreicher Studien und Modelle zur politischen Kommunikation und zum Wählerverhalten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Dimensionen der Personalisierung, unterteilt diese in Präsentations- und Vermittlungsstrategien und prüft kritisch den Einfluss unpolitischer Merkmale auf die Wahlentscheidung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Personalisierung, Präsentations- und Vermittlungsstrategie, Intimisierung, Kandidatenorientierung und das sozialpsychologische Modell des Wählerverhaltens.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen rollennahen und rollenfernen Eigenschaften?

Rollennahe Eigenschaften sind für das politische Amt als wichtig erachtet, wie etwa Integrität oder fachliche Kompetenz, während rollenferne Eigenschaften private Merkmale umfassen, die außerhalb der direkten politischen Funktion liegen.

Warum wird die Personalisierung oft als "Amerikanisierung" bezeichnet?

Der Begriff wird häufig synonym für eine als negativ empfundene Entpolitisierung verwendet, bei der die inhaltliche Auseinandersetzung zugunsten einer stärkeren medialen Inszenierung der Person in den Hintergrund tritt.

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Details

Title
Die Personalisierung in der Darstellung politischer Prozesse
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Sozialwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Erika Flegrova (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V143788
ISBN (eBook)
9783640525614
ISBN (Book)
9783640525003
Language
German
Tags
Personalisierung Darstellung Prozesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erika Flegrova (Author), 2006, Die Personalisierung in der Darstellung politischer Prozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143788
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