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Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen. Best Practices und Erfolgsfaktoren

Titel: Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen. Best Practices und Erfolgsfaktoren

Bachelorarbeit , 2023 , 144 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Lena Vogel (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Leitfaden erarbeitet, welcher die Integration der aktuell geltenden Anforderungen der EU-Taxonomie in die bestehende Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen und somit auch die Berichterstattung erleichtern soll und die Herausforderungen und Chancen der EU-Taxonomie beleuchtet. Durch eine empirische Analyse wird dargelegt, wie die Inhalte in unterschiedlichen Unternehmen im Versicherungswesen, Bankwesen und, um eine weitere Perspektive zu gewinnen, im Außenhandel mit Beratungssicht umgesetzt wurden und welche Faktoren für andere Unternehmen übernommen werden können. Ob Unternehmen von diesen Handlungsempfehlungen profitieren können, hängt von ihrer individuellen Situation und Branche ab. Dennoch bieten diese Empfehlungen einen allgemeingültigen Leitfaden, um die Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie effizienter und erfolgreicher zu gestalten und wurden so erarbeitet, dass sie nicht nur Unternehmen im Bank- oder Versicherungswesen unterstützen können. Es ist wichtig, dass Unternehmen flexibel bleiben, sich kontinuierlich mit den sich entwickelnden regulatorischen Anforderungen auseinandersetzen und eng mit Experten zusammenarbeiten, um ihre Nachhaltigkeitspraktiken kontinuierlich zu verbessern und den gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen gerecht zu werden. Insgesamt erfordert die Integration der EU-Taxonomie in die Unternehmensstrategie eine flexible und adaptive Herangehensweise.

Mit dem europäischen Green Deal strebt die Europäische Union an, bis 2050 klimaneutral zu werden. Um dies zu finanzieren und relevante Investitionen in eine nachhaltige Richtung zu lenken, ist laut Europäischer Union ein einheitliches Verständnis des Begriffs "Nachhaltigkeit" und somit ein entsprechendes Klassifizierungssystem nötig. Zu diesem Zweck hat die Europäische Union die sogenannte Taxonomie-Verordnung (im Folgenden auch "EU-Taxonomie") veröffentlicht. Wirtschaftstätigkeiten können so anhand einheitlicher Kriterien als nachhaltig klassifiziert werden. Finanzmarktakteure und Unternehmen, die der Richtlinie Non-Financial Reporting Directive (CSRD) unterliegen, sind verpflichtet, quantitative-, als auch qualitative Angaben zur EU-Taxonomie zu machen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung

1.2. Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit

2. Unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie

2.1. Nachhaltigkeit als Strategie im Unternehmen

2.2. Nachhaltigkeitsberichterstattung

3. Einführung in die EU-Taxonomie

3.1. Hintergrund und Ziele

3.2. Anwendungsbereich

3.3. Aktueller Stand/ Delegierte Rechtsakte

3.4. Anforderungen der EU-Taxonomie an die Unternehmen

4. Chancen und Herausforderungen durch die Integration der EU-Taxonomie

4.1. Chancen durch die Integration der EU-Taxonomie

4.2. Herausforderungen durch die Integration der EU-Taxonomie

5. Forschungsdesign und Methode

5.1. Zielsetzung und Methodik der Expertenbefragung

5.2. Auswahl der Interviewpartner

5.3. Erhebung, Aufbereitung und Auswertung der gewonnenen Daten

5.4. Limitation der Ergebnisse

6. Analyse und Zusammenfassung der Ergebnisse

6.1. Unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie

6.2. Informationsbeschaffung zur EU-Taxonomie

6.3. Integration der EU-Taxonomie

6.4. Messung und Überwachung der Wirtschaftstätigkeiten

6.5. Herausforderungen im Prozess der Integration

6.6. Mehrwert der EU-Taxonomie

6.7. Handlungsempfehlungen und Erfolgsfaktoren

6.8. Offene Punkte

7. Leitfaden zur Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie

8. Fazit

8.1. Zusammenfassung

8.2 Ausblick und Handlungsempfehlungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Thesis hat zum Ziel, die Bedeutung der EU-Taxonomie für Unternehmen zu analysieren und einen strukturierten Leitfaden für deren Integration in die bestehende Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie Unternehmen trotz der regulatorischen Komplexität eine effiziente Implementierung unter Berücksichtigung von Best Practices und Erfolgsfaktoren umsetzen können.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen und des aktuellen regulatorischen Stands der EU-Taxonomie.
  • Untersuchung von Chancen und Herausforderungen für Unternehmen durch die neue Regulatorik.
  • Durchführung einer empirischen Analyse mittels Experteninterviews in verschiedenen Branchen (Versicherung, Bankwesen, Außenhandel).
  • Erarbeitung eines praxisorientierten Leitfadens sowie Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für betroffene Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Hintergrund und Ziele

Nach dem europäischen Green Deal verpflichtete sich die Europäische Union dazu, bis 2050 als erster Kontinent weltweit in allen Sektoren klimaneutral zu werden (d.h. die Treibhausgasemissionen um 80% bis 95% gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren). Als ersten Schritt sollen die Treibhausgasemissionen schon bis 2030 um mindestens 55% gegenüber 1990 gesenkt werden. Aufgrund des erheblichen Finanzbedarfs, der die Möglichkeiten des öffentlichen Sektors übersteigt, ist vorgesehen, die Finanzierung gemäß dem „EU Action Plan for Sustainable Finance“ größtenteils durch private Investitionen aus der Real- und Finanzwirtschaft sicherzustellen. Hierbei ist es zunächst notwendig, ein einheitliches Verständnis für nachhaltige Aktivitäten zu etablieren.

Die Europäische Kommission hat durch die Taxonomie-Verordnung 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 ein verbindliches Rahmenwerk geschaffen. Dieses Rahmenwerk stellt einen standardisierten Klassifikationsmaßstab für grüne Wirtschaftsaktivitäten bei Finanzteilnehmern in der EU dar. Die Taxonomie-Verordnung, die im Juli 2020 in Kraft getreten ist, bildet die Grundlage für die EU-Taxonomie, ein europaweit gültiges Klassifizierungssystem. Ihr Ziel ist es, finanzielle Mittel verstärkt in nachhaltige, umweltfreundliche Wirtschaftsaktivitäten zu lenken und die Umweltauswirkungen in Unternehmensberichten deutlicher sichtbar zu machen. Dabei sind spezifische Kriterien festgelegt, um wirtschaftliche Aktivitäten als ökologisch nachhaltig zu klassifizieren und den Umfang der ökologischen Nachhaltigkeit einer Investition zu bewerten. Es handelt sich um ein dynamisches Regelwerk, welches durch seine delegierten Rechtsakte kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Problemstellung durch den Klimawandel und erläutert die methodische Herangehensweise sowie den strukturellen Aufbau der Thesis.

2. Unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie: Untersucht die Relevanz der strategischen Nachhaltigkeitsausrichtung und die Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung für moderne Unternehmen.

3. Einführung in die EU-Taxonomie: Erläutert den regulatorischen Kontext, die Zielsetzungen des Klassifizierungssystems und die spezifischen Anforderungen an die Unternehmen.

4. Chancen und Herausforderungen durch die Integration der EU-Taxonomie: Reflektiert die potenziellen strategischen Vorteile einer frühen Integration gegenüber den administrativen und operativen Hürden im Prozess.

5. Forschungsdesign und Methode: Beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Experteninterviews sowie die Auswahlkriterien und Auswertungsmethoden der Daten.

6. Analyse und Zusammenfassung der Ergebnisse: Fasst die aus der Unternehmenspraxis gewonnenen Erkenntnisse zur Prozessintegration, Wissensbeschaffung und den Herausforderungen zusammen.

7. Leitfaden zur Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie: Bietet einen strukturierten Rahmen mit konkreten Schritten und Lösungsbeispielen für Unternehmen.

8. Fazit: Bündelt die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf die notwendige adaptive Herangehensweise von Unternehmen im regulatorischen Wandel.

Schlüsselwörter

EU-Taxonomie, Nachhaltigkeitsstrategie, Nachhaltigkeitsberichterstattung, CSRD, Green Deal, Compliance, Best Practices, Erfolgsfaktoren, Finanzwirtschaft, Klimaschutz, regulatorische Anforderungen, Greenwashing, Transformationsbedarf, Datenmanagement, Wissensaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Thesis widmet sich der systematischen Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Unternehmen die neuen Berichtspflichten erfolgreich bewältigen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kerninhalte umfassen Nachhaltigkeitsstrategien, die Regulatorik der EU-Taxonomie, die CSRD, Prozessanpassungen in Unternehmen sowie die praktische Identifikation von Erfolgsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Leitfadens, der insbesondere Unternehmen dabei unterstützt, die komplexen Anforderungen der EU-Taxonomie strukturiert, effizient und erfolgreich umzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Sekundärdatenanalyse und einer qualitativen empirischen Erhebung in Form von acht Experteninterviews mit Fachleuten aus dem Finanz-, Versicherungs- und Beratungssektor.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und EU-Taxonomie dargelegt, eine Analyse von Chancen und Risiken durchgeführt sowie die Ergebnisse aus Experteninterviews ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nachhaltigkeit, EU-Taxonomie, CSRD, Unternehmensstrategie, Reporting-Pflichten, Konformität, Green Finance.

Warum wird die EU-Taxonomie trotz Komplexität in die Strategie integriert?

Obwohl sie oft als administrativer Kostenblock wahrgenommen wird, dient sie als wichtiger Katalysator, um die Nachhaltigkeit des eigenen Geschäftsmodells zu erfassen und frühzeitig auf sich wandelnde Kapitalmarktanforderungen zu reagieren.

Welche Rolle spielen externe Beratungsunternehmen bei der Umsetzung?

Experteninterviews zeigen, dass Beratung oft genutzt wird, um Fachwissen über regulatorische Interpretationen zu erlangen und die prüfungssichere Datenqualität sicherzustellen, wenngleich der Aufbau internen Wissens nachrangig ist.

Wie gehen befragte Unternehmen mit Uneindeutigkeiten der Verordnung um?

Unternehmen nutzen eine konservative, dokumentierte Interpretationsweise, stehen in engem Austausch mit Verbänden und Prüfern und priorisieren gut messbare Wirtschaftstätigkeiten, um das Risiko von Greenwashing-Vorwürfen zu minimieren.

Ende der Leseprobe aus 144 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen. Best Practices und Erfolgsfaktoren
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Note
1,5
Autor
Lena Vogel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
144
Katalognummer
V1437890
ISBN (PDF)
9783346994875
ISBN (Buch)
9783346994882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EU-Taxonomie Sustainability Nachhaltigkeit Unternehmensstrategie Nachhaltigkeitsberichterstattung Berichterstattung Klassifizierung Green Deal CSRD
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Vogel (Autor:in), 2023, Integration der EU-Taxonomie in die Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen. Best Practices und Erfolgsfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1437890
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