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Patriarchale Strukturen aus historischer und aktueller Sicht

Titel: Patriarchale Strukturen aus historischer und aktueller Sicht

Facharbeit (Schule) , 2024 , 42 Seiten

Autor:in: Yuko Becker (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschreibt historische und aktuelle patriarchale Strukturen. Sie behandelt die Entstehung des Patriarchats bis zum heutigen Zeitpunkt.

Das Patriarchat ist für manche nur ein abstraktes Konstrukt, von dem man mal gehört hat. Für andere ist es ein natürliches Verhältnis zwischen den Geschlechtern und für wieder andere ein Konstrukt, das es zu bekämpfen gilt.

Eines werde ich schon jetzt erklären, nämlich was eigentlich dieses Wort "Patriarchat" bedeutet.
Es wurde abgeleitet aus dem mittellateinischen und wird wie folgt vom DWDS definiert: "Gesellschaftsordnung, bei der der Mann eine bevorzugte Stellung in Staat und Familie innehat und bei der in Erbfolge und sozialer Stellung die männliche Linie ausschlaggebend ist".

Was mich an diesem Thema fasziniert ist, dass das Patriachat immer in unseren Verhaltensstrukturen verankert ist, obwohl wir es gar nicht bemerken. Es gibt sogar Personen, die vor allem Frauen sind, die so wenig verstehen: Woher diese Strukturen kommen, dass sie gegen ihre eigenen Rechte sind. Dies lässt sich sehr gut in einiger Strömungen der US-Amerikanischen Trump Wählerinnen beobachten.

Ich werde in dieser Arbeit versuchen, einige meiner größten Fragen zum Patriarchat zu beantworten. Diese wären Fragen wie zum Beispiel: Wo kommt das Patriarchat eigentlich her? Wie war die Rollenverteilung in der Gesellschaft im Verlauf der Menschheitsgeschichte? Wie ist die Situation heute? Wie kann es sein, dass Frauen oder queere Personen teilweise gegen ihre eigenen Rechte sind und es für richtig befinden? Und zu am wichtigsten, was eigentlich das Motiv des Patriarchats ist.
Ich beginne mit einer kurzen Geschichte über die Ursprünge und die Entwicklung des Patriarchats und verschiedener Strömungen rund um Frauenrechte. Darauf folgt eine Beschreibung der patriarchalen Motive in den drei größten monotheistischen Religionen (Judentum, Islam und Christentum) anhand der Schöpfungsgeschichte.

Danach folgen kleinere Themen wie LGBTQIA+ und das Patriarchat, Prostitution und Pornografie, Häusliche Gewalt und Missbrauch in Beziehungen und die Täter-Opfer-Umkehr, sowie ein kurzer Blick in die frauenfeindliche Welt der Incels.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine kurze Geschichte des Patriarchats

2.1 Frühgeschichte und Steinzeit

2.2 Antike

2.3 Das Mittelalter

2.4 Frühe Neuzeit

2.5 Die Neuzeit

3. Patriarchale Religionen

4. Die LGBTQIA+ Community und das Patriarchat

4.1 Die Frage nach dem Trans*

4.2 Gendern

4.3 Fetischisierung von homosexuellem Sex

5. Prostitution und Pornografie

5.1 Zahlen zur Prostitution

5.2 Der Begriff der „Zwangsprostitution“

5.3 Sextourismus

5.4 Trans* Personen in der Prostitution

5.5 Pornografie Zahlen

5.6 Pornhub

6. Häusliche Gewalt und Missbrauch in Beziehungen

6.1 Zahlen zu häuslicher Gewalt

6.2 Täter*in Opfer Beziehungen

6.3 Die Täter-Opfer-Umkehr und Verharmlosung

6.3.1 „Aber was hatte sie an?“

6.4 Verherrlichung von sexueller Gewalt auf Social Media

7. Das Patriachat schadet Männern

8. Die Incels

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die gesellschaftlichen Auswirkungen patriarchaler Strukturen, um zu verstehen, wie diese tief in Verhaltensmustern verankert sind und sowohl Frauen als auch Männer negativ beeinflussen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Ursprünge der Rollenverteilung, die Rolle von Religionen, aktuelle Formen der Diskriminierung sowie das Motiv, welches das Patriarchat trotz seiner Schädlichkeit aufrechterhält.

  • Historische Ursprünge und Evolution des Patriarchats
  • Patriarchale Motive in monotheistischen Religionen
  • Strukturelle Diskriminierung innerhalb der LGBTQIA+ Community
  • Prostitution, Pornografie und häusliche Gewalt als Machtinstrumente
  • Die Auswirkungen patriarchaler Erwartungen auf die männliche Psyche
  • Radikalisierungsprozesse und Frauenhass in Incel-Communitys

Auszug aus dem Buch

Antike

Weiter geht die Geschichte der Ungleichheit der Geschlechter im alten Ägypten. Für viele ist dies eine Zeit der Gleichberechtigung, vielleicht sogar der Vorherrschaft der Frau, wenn man nur mal an eine der berühmtesten Frauen dieser Zeit denkt, Kleopatra.

Pharaonin Kleopatra VII. Die letzte Herrscherin Ägyptens, bevor dieses ein Teil des römischen Reichs wurde. (Mark, 2018) Sie war aus der Familie der Ptolemäer einer Familie, die jegliche Angelegenheit so gedreht hat, dass sie möglichst lange an der Macht blieben. Hierzu kam es auch zu Morden innerhalb der Familie und oft wurden Geschwister verheiratet. (Worrall, 2018)

Aus Beschreibungen geht hervor, dass Kleopatra deshalb so erfolgreich wurde, weil sie sich in einer gewissen Weise daranhielt, was Männer erwarteten. Sie hielt sich aber nicht an den Grundsatz des Patriarchats, sondern sie setzte sich über Männer hinweg. Um diesen Punkt zu verstehen, müssen wir uns aber erst kurz ihrer Lebensgeschichte widmen.

Sie wurde im Jahr 96 v. Chr. In Alexandria geboren. Als ihr Vater stirbt, tritt sie zusammen mit ihrem Bruder dessen Nachfolge an. Wie es die Regeln verlangen, um im alten Ägypten zu regieren, heiratet Kleopatra ihren Bruder, um einen Anspruch auf die Herrschaft zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Definition des Patriarchats ein, erläutert die Relevanz des Themas in modernen Gesellschaften und skizziert den weiteren Verlauf der Untersuchung.

Eine kurze Geschichte des Patriarchats: Das Kapitel betrachtet die Entwicklung der Geschlechterungleichheit von der Sesshaftwerdung in der Steinzeit bis in die Neuzeit und hinterfragt historische Narrativen.

Patriarchale Religionen: Hier werden die monotheistischen Religionen (Judentum, Islam, Christentum) anhand ihrer Schöpfungsgeschichten und hierarchischen Strukturen hinsichtlich patriarchaler Motive analysiert.

Die LGBTQIA+ Community und das Patriarchat: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen queer-feministischer Bewegungen und die gesellschaftliche Abwehr gegen eine Aufweichung binärer Geschlechternormen.

Prostitution und Pornografie: Eine Untersuchung über Machtgefälle, Zwangslagen und die Ökonomisierung von Sexualität in der Pornoindustrie und im klassischen Prostitutionsmilieu.

Häusliche Gewalt und Missbrauch in Beziehungen: Das Kapitel analysiert die systemische Natur von Gewalt in Partnerschaften, inklusive der Dynamik von Täter-Opfer-Umkehr und Femiziden.

Das Patriachat schadet Männern: Diese Sektion verdeutlicht, dass patriarchale Erwartungshaltungen auch Männer in starren Rollenbildern gefangen halten und deren mentale Gesundheit gefährden.

Die Incels: Ein Einblick in die extrem frauenfeindliche Incel-Community, deren Ideologien und die Gefahr der weiteren Normalisierung von Sexismus im Netz.

Schlüsselwörter

Patriarchat, Feminismus, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Transgender, Prostitution, Gewalt, Femizid, LGBTQIA+, Religion, soziale Struktur, Historie, Incel, Macht, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, der historischen Entwicklung und den aktuellen Ausprägungen des Patriarchats und dessen Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Geschlechterrollen, religiösen patriarchalen Motiven, Diskriminierung von LGBTQIA+ Personen, Prostitution, häuslicher Gewalt sowie den Auswirkungen patriarchaler Systeme auf Männer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern einen Überblick über die Mechanismen zu geben, durch die patriarchale Strukturen Disparitäten zwischen biologischen Geschlechtern und Geschlechtsidentitäten aufrechterhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine historische Analyse sowie eine Literatur- und Faktenrecherche zu gesellschaftlichen Statistiken und aktuellen Diskursen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden thematische Abschnitte von historischen Entwicklungen über religiöse Grundlagen bis hin zu konkreten Problematiken in der Gegenwart (wie Incel-Communitys oder häusliche Gewalt) detailliert besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Patriarchat, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Gewalt, Machtstrukturen, Feminismus und Incel-Ideologie.

Warum wird auch die Rolle der katholischen Kirche in diesem Zusammenhang analysiert?

Die Analyse der Kirche dient als Beispiel für ein hochgradig hierarchisches System, in dem patriarchale Strukturen durch dogmatische Legitimationen explizit institutionalisiert sind.

Wie argumentiert die Arbeit hinsichtlich der Incels?

Die Incels werden als radikalisierte Community dargestellt, die Frauenhass als Kernidentität nutzt und durch Online-Foren zur Normalisierung von Sexismus und Gewalt gegen Frauen beiträgt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zu männlichen Opfern unter dem Patriarchat?

Die Autorin betont, dass das Patriarchat Männer in toxische Rollenbilder presst, die es ihnen erschweren, Hilfe bei Missbrauch zu suchen oder Schwäche zuzugeben, was zu einer Zunahme mentaler Probleme führen kann.

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Details

Titel
Patriarchale Strukturen aus historischer und aktueller Sicht
Veranstaltung
Jahresarbeit
Autor
Yuko Becker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
42
Katalognummer
V1438004
ISBN (PDF)
9783346993991
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Historisch Frauenbewegung Gender Pornografie LGBTQIA+ Patriarchat Frauenrechte Kleopratra
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yuko Becker (Autor:in), 2024, Patriarchale Strukturen aus historischer und aktueller Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1438004
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Leseprobe aus  42  Seiten
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