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IFRS for SMEs im Vergleich mit den Regelungen des UGB

Eigenkapital, Schulden, Rückstellungen

Titel: IFRS for SMEs im Vergleich mit den Regelungen des UGB

Seminararbeit , 2009 , 33 Seiten , Note: Sehr Gut

Autor:in: Angela Pernsteiner (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach der im Jahre 2002 verabschiedeten IAS-Verordnung, welche alle kapitalmarktorientierten Unternehmen mit Sitz in der EU verpflichtet, für alle Konzernabschlüsse, deren Geschäftsjahr am oder nach dem 1. 1. 2005 beginnt, die von der EU übernommenen (endorsed) IFRS anzu-wenden, wurde auch die Forderung nach einer rechtskräftigen, renommierten sowie internatio-nal einheitlichen Sprache in der mittelständischen Rechnungslegung, vor dem Hintergrund ei-nes globalen Wettbewerbs um die knappe Ressource Kapital, immer stärker. Der am 9. 7. 2009 publizierte IFRS for SMEs (International Financial Reporting Standard for Small- and Medi-um-sized Entities) stellt ein eigenständiges, auf die charakteristischen Bedürfnisse von Klein- und Mittelbetriebe zugeschnittenes, qualitativ hochwertiges sowie freiwillig anwendbares Re-gelungswerk dar. Der IASB hat bewusst auf quantitative Abgrenzungskriterien verzichtet und definiert SMEs wie folgt: SMEs sind nicht öffentlich rechenschaftspflichtige Unternehmen (non-publicly accountable entities), die allgemeine Abschlüsse (general purpose financial statements) veröffentlichen. Klein- und Mittelbetriebe sind insbesondere Österreichs Rückgrat der Unternehmenslandschaft, zumal 99,5 % der Betriebe dem Mittelstand angehören und davon sogar 82,7 % Mikrounternehmen darstellen. Vor diesem Hintergrund gilt es auf nachfolgenden Seiten das österreichische Unternehmensrecht dem IFRS for SMEs gegenüberzustellen, Kongruenzen hervorzuheben sowie Diskrepanzen kritisch zu hinterfragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung IFRS for SMEs

2. Eigenkapital (Equity)

2.1. Problematik der Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital

2.2. Definition gem. IAS 32 (rev.2008)

2.3. Eigenkapitalgliederung

2.4. Rücklagen

2.5. Kapitalerhöhung und Kapitalherabsetzung

2.6. Negatives Eigenkapital

2.7. KMU-Pflichtangaben zum Eigenkapital

3. Verbindlichkeiten (Liabilities)

3.1. Definition und Ansatz

3.2. Bewertung

3.3. KMU-Pflichtangaben zu Verbindlichkeiten

4. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten (Provisions and Contingencies)

4.1. Definition und Ansatz

4.2. Künftige betriebliche Verluste

4.3. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten

4.4. Drohverlustrückstellungen

4.5. Aufwandsrückstellungen

4.6. Restrukturierungsrückstellungen

4.7. Garantie- / Gewährleistungsrückstellungen

4.8. Leistungen an Arbeitnehmer

4.9. Bewertung

4.10. KMU-Pflichtangaben zu Rückstellungen

5. Kritische Würdigung und Schlussfolgerungen

6. Anhang: die Regelungswerke im Vergleich

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Regelungswerk "IFRS for SMEs" im direkten Vergleich mit den Bestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in den Bereichen Eigenkapital, Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen, um Konkruenzen aufzuzeigen und Diskrepanzen kritisch zu hinterfragen.

  • Abgrenzungsproblematik zwischen Eigen- und Fremdkapital
  • Regelungen zu Verbindlichkeiten und deren Bewertung
  • Ansatz und Bewertung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
  • Vergleich der Anhangangaben nach IFRS for SMEs und UGB
  • Kritische Analyse der Rechtsformneutralität und Praxisrelevanz für den Mittelstand

Auszug aus dem Buch

2.1. Problematik der Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital

Kaum eine Thematik ist so umstritten und führt zu so zahlreich divergierenden Ansätzen wie die Eigen-/Fremdkapitalproblematik der internationalen Rechnungslegung. Die Novellierung des IAS 32 wurde zwar in die Eigenkapitalregelungen des IFRS for SMEs inkludiert, jedoch wurde die Chance einer grundlegenden Überarbeitung der ursprünglichen Eigenkapitaldefinition auch bei dem IFRS for SMEs verabsäumt. Generell definiert Section 22.3 im IFRS for SMEs wie folgt: „Equity is the residual interest in the assets of an entity after deducting all its liabilites.“

Auch das österreichische Unternehmensrecht kennt keine explizitere Eigenkapitaldefinition. Aus § 198 Abs. 1 UGB lässt sich ableiten, dass das bilanzielle Eigenkapital ebenso wie gem. IFRS eine Residualgröße ist, die sich aus den Aktiva einerseits und den Passiva andererseits ergibt. PAWELZIK, K. U. erläutert, dass im UGB auf die „Rangfolge der Befriedigungen von Zahlungsverpflichtungen bei einer am Bilanzstichtag unterstellten Liquidation“ abgestellt wird und Eigenkapital jener Teil ist, der als eine Art Haftkapital im Liquidationsfall allen anderen Posten nachrangig ist. Schon der Bezeichnung „Risikokapital“ ist eine Pufferfunktion immanent und weiters impliziert das unternehmensrechtliche Eigenkapital eine gewisse Langfristigkeit, was wohl das einzig mit IFRS kongruierende Merkmal ist, denn auch hier wird auf die „Dauerhaftigkeit des Verbleibs“ im Unternehmen verwiesen. Entgegen der Betrachtung gem. UGB ist nach IFRS die Haftungsfunktion der Finanzinstrumente nicht ausschlaggebend für deren Charakterisierung als Eigenkapitalinstrument. Vielmehr wird darauf referenziert, ob aus dem Finanzinstrument eine vertragliche Obligation resultiert, entweder Zahlungsmittel zu leisten oder unter nachteiligen Bedingungen Finanzinstrumente tauschen zu müssen, was eine Klassifizierung als Fremdkapital zur Konsequenz hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung IFRS for SMEs: Stellt das Regelungswerk als Antwort auf die Forderung nach international einheitlicher Rechnungslegung für den Mittelstand vor und skizziert die Ausgangslage.

2. Eigenkapital (Equity): Analysiert die Problematik der Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ansätze von IFRS for SMEs und UGB.

3. Verbindlichkeiten (Liabilities): Untersucht Definitionen, Ansatzkriterien und Bewertungsmethoden für Verbindlichkeiten in beiden Regelungswerken.

4. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten (Provisions and Contingencies): Behandelt die spezifischen Ansatz- und Bewertungsregeln für unterschiedliche Arten von Rückstellungen sowie Eventualverbindlichkeiten.

5. Kritische Würdigung und Schlussfolgerungen: Hinterfragt die praktische Relevanz und Anwendbarkeit der IFRS for SMEs im österreichischen Mittelstand und vergleicht sie mit dem UGB.

6. Anhang: die Regelungswerke im Vergleich: Bietet eine tabellarische Gegenüberstellung der Regelungen unter Einbeziehung des deutschen HGB nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.

Schlüsselwörter

IFRS for SMEs, UGB, Eigenkapital, Fremdkapital, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Bewertung, Bilanzierung, Mittelstand, IAS 32, IAS 37, Bilmog, Rechtsformneutralität, Haftungsfunktion, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Rechnungslegungsvorschriften für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) nach dem internationalen Standard "IFRS for SMEs" mit den nationalen Regelungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Bilanzierung von Eigenkapital, die Behandlung von Verbindlichkeiten sowie der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Konkruenzen und Diskrepanzen zwischen dem IFRS-Regelwerk und dem österreichischen Unternehmensrecht aufzuzeigen, um Entscheidungshilfen für die Anwendung im Mittelstand zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse der einschlägigen Normen, ergänzt durch die Auswertung der relevanten Fachliteratur und unter Einbeziehung von Änderungen durch das deutsche Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (Bilmog).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach den Bilanzpositionen Eigenkapital, Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen und analysiert jeweils die Definitionen, Ansatzkriterien, Bewertungsmethoden und Pflichtangaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie IFRS for SMEs, UGB, Eigenkapitalabgrenzung, Rückstellungsbildung, Bewertungsmethoden und Mittelstand charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Eigenkapitaldefinition von IFRS for SMEs und UGB bei Personengesellschaften?

Während IFRS nach IAS 32 kündbare Anteile oft als Fremdkapital klassifiziert, ermöglicht das UGB eine einheitliche Behandlung als Eigenkapital, was die Rechtsformneutralität wahrt.

Welche Rolle spielt die Abzinsung bei Rückstellungen?

Nach IFRS for SMEs müssen Rückstellungen bei wesentlicher Wirkung des Zinseffekts zwingend abgezinst werden, während diese Thematik im UGB in der Literatur kontrovers diskutiert wird.

Warum wird im Anhang das deutsche HGB einbezogen?

Das deutsche HGB nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (Bilmog) dient im Vergleich als Beispiel für eine zeitnahe nationale Reform, die eine äquivalente Alternative zu den IFRS schaffen sollte.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
IFRS for SMEs im Vergleich mit den Regelungen des UGB
Untertitel
Eigenkapital, Schulden, Rückstellungen
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz  (Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung)
Veranstaltung
Seminar aus Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung I
Note
Sehr Gut
Autor
Angela Pernsteiner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
33
Katalognummer
V143810
ISBN (eBook)
9783640547456
ISBN (Buch)
9783640550999
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IFRS SMEs Vergleich Regelungen Eigenkapital Schulden Rückstellungen Sehr
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angela Pernsteiner (Autor:in), 2009, IFRS for SMEs im Vergleich mit den Regelungen des UGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143810
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Leseprobe aus  33  Seiten
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