Im Rahmen dieser Hausarbeit wird eine Präventionsmaßnahme in Form eines Kursprogramms in einem der prioritären Handlungsfelder Bewegungsgewohnheiten, Ernährung oder Stressmanagement gemäß den im „Leitfaden Prävention - Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V, Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI“ (GKV-Spitzenverband,2021) definierten Qualitätskriterien entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMABNAHME
- 1.1 Bezeichnung des Kursangebotes, Handlungsfeld und Präventionsprinzip
- 1.2 Bedarf
- 1.3 Wirksamkeit
- 1.4 Zielgruppe
- 1.5 Ziele der Maßnahmen
- 2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMM
- 3 INHALTLICHER ABLAUF DES KURSPROGRAMMS
- 4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS
- 5 LITERATURVERZEICHNIS
- 6 TABELLENVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Planung einer Präventionsmaßnahme zur Reduzierung von Rücken- und Nackenschmerzen, die maßgeblich durch Bewegungsmangel und langes Sitzen im Alltag verursacht werden. Das primäre Ziel ist es, die physischen und psychosozialen Gesundheitsressourcen zu stärken sowie das Bewegungsverhalten der Teilnehmer nachhaltig zu verändern.
- Prävention von Rücken- und Nackenschmerzen
- Förderung eines aktiven Lebensstils und Bewegungsgewohnheiten
- Stärkung physischer Gesundheitsressourcen durch gezieltes Training
- Entwicklung psychosozialer Gesundheitsressourcen wie Selbstbewusstsein und Motivation
- Konzeption eines achtwöchigen Kursprogramms für Büroangestellte
- Evaluation der Kursmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
Bedarf
Im März 2021 erfolgte die Gesundheitsberichtsertattung des Bundes, getragen vom Robert-Koch-Institut und Destatis, über die Prävalenz von Rücken- und Nackenschmerzen in Deutschland. In der Studie ist erkenntlich, dass Rücken- und Nackenschmerzen ein weitverbreitetes Problem in der Bevölkerung sind. Damit einhergehend wird die Lebensqualität bei den Betroffenen deutlich gemindert. 61,3 % der 5009 Studienteilnehmer berichteten, in den letzten 12 Monaten von Rückenschmerzen geplagt worden zu sein. Ganze 15,5% berichteten sogar von chronischen Rückenschmerzen. Dabei fällt auf, dass Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Etwa 50 % der Befragten stuften die Schmerzen als mäßig stark ein; ältere Teilnehmer klagten über mehr Schmerzattacken je Monat als jüngere. (Möllerke & Krönke, 2021)
Dabei existieren verschiedene Ursachen für Rückenschmerzen. Die häufigsten Auslöser finden sich dabei in Fehlbelastungen, Schädigungen oder Erkrankungen, welche die Muskeln, Knochen, Gelenke, Bindegewebe und Nerven betreffen, wieder. Die Begleiterscheinungen sowie die Ursache der Rückenschmerzen resultieren meist aus allgemeinen Bewegungsmangel, zu wenig Sport bzw. rückenkräftigende Maßnahmen und zu langem sitzen. (Park, et al., 2018) Dem zur Folge gehören Rückenschmerzen zu den bevölkerungsbezogenen Beeinträchtigungen unserer Gesellschaft und damit einhergehend auch zu der häufigsten Ursache für die Inanspruchnahme unseres Gesundheitssystems. „Daten der AOK zeigen, dass 2017 Rückenschmerzen (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision (ICD-10): M54) unter den erwerbstätigen Versicherten mit 6,1% der Arbeitsunfähigkeitsfälle sowie 6,1 % der Arbeitsunfähigkeitstage die zweithäufigste Ursache für Krankmeldungen waren. (Möllerke & Krönke, 2021)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Grundlegende Informationen zur Präventionsmaßnahme: Dieses Kapitel stellt die Präventionsmaßnahme "Sitzen - die neue Trendsportart" vor, erläutert ihren Bedarf basierend auf der Prävalenz von Rücken- und Nackenschmerzen, belegt ihre Wirksamkeit durch Studien und definiert die Zielgruppe sowie die übergeordneten Ziele.
2 Inhaltlich-organisatorische Grobplanung des Kursprogramm: Dieses Kapitel beschreibt die allgemeine Struktur und die organisatorischen Rahmenbedingungen des achtwöchigen Kursprogramms, einschließlich der Kursinhalte und der Qualifikationen der Kursleiter.
3 Inhaltlicher Ablauf des Kursprogramms: Hier wird der detaillierte Ablauf der acht Kurseinheiten dargelegt, wobei für jede Einheit Hauptthemen, Lernziele und spezifische Lerninhalte aufgeführt werden.
4 Dokumentation und Evaluation des Kursprogramms: Dieses Kapitel legt die Methodik zur Überprüfung der Kurseffektivität fest, indem übergeordnete Kursziele mit messbaren Interventionszielen, Zielindikatoren, Erhebungsmethoden und -instrumenten verknüpft werden.
5 Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet alle wissenschaftlichen Quellen auf, die in der Arbeit zitiert wurden.
6 Tabellenverzeichnis: Dieses Kapitel führt alle im Dokument enthaltenen Tabellen auf.
Schlüsselwörter
Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Präventionsmaßnahme, Bewegungsmangel, Gesundheitsmanagement, körperliche Aktivität, psychosoziale Ressourcen, Krafttraining, Bürotätigkeit, Haltungswechsel, Kurskonzept, Evaluation, Zielgruppe, Gesundheitsförderung, Sitzverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Evaluation einer Präventionsmaßnahme, um Rücken- und Nackenschmerzen entgegenzuwirken, die hauptsächlich durch langes Sitzen und Bewegungsmangel im Alltag entstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind Gesundheitsmanagement, Prävention von muskuloskelettalen Beschwerden (insbesondere Rücken- und Nackenschmerzen), Förderung von Bewegungsgewohnheiten, Stärkung physischer und psychosozialer Ressourcen sowie die methodische Planung und Evaluation von Gesundheitsprogrammen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Stärkung physischer und psychosozialer Gesundheitsressourcen sowie die nachhaltige Veränderung des Bewegungsverhaltens im Alltag, um das Auftreten von Rücken- und Nackenschmerzen zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit beschreibt die Planung einer Präventionsmaßnahme basierend auf aktuellen Gesundheitsberichten und wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit, gefolgt von einer detaillierten Planung des Kursablaufs und der Evaluationsmethoden, die auf empirischer Sozialforschung basieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die grundlegenden Informationen zur Präventionsmaßnahme (Bedarf, Wirksamkeit, Ziele), die inhaltlich-organisatorische Grobplanung des Kursprogramms sowie der detaillierte inhaltliche Ablauf der Kurseinheiten dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Präventionsmaßnahme, Bewegungsmangel, Gesundheitsmanagement, körperliche Aktivität, psychosoziale Ressourcen und Evaluation.
Warum wird das Sitzen als "neue Trendsportart" bezeichnet?
Diese Bezeichnung "Sitzen - die neue Trendsportart" ist der Titel des entwickelten Kursprogramms und spielt ironisch auf die zunehmende sitzende Tätigkeit im Alltag und Beruf an, welche negative gesundheitliche Folgen wie Rücken- und Nackenschmerzen hat, die durch das Programm adressiert werden sollen.
Welche spezifischen Übungen werden im Kurs zur Stärkung der Rückenmuskulatur eingesetzt?
Der Kurs beinhaltet eine Vielzahl von Übungen, die auf eine optimale Beanspruchung der Muskulatur, Sehnen, Gelenke und Bänder abzielen. Dazu gehören Hanteltraining, Übungen mit Terra-Bändern und spezifische Dehnübungen für Rücken und Nacken, sowie ein Balance-Spiel mit dem Gymnastikball.
Wie wird die Wirksamkeit der Präventionsmaßnahme konkret gemessen?
Die Wirksamkeit wird durch verschiedene Erhebungsinstrumente gemessen, darunter der 1-RM-Test zur Kraftleistungsfähigkeit, der Health-49 Fragebogen zur Erfassung psychosozialer Gesundheit und ein Aktivitätstracker in Kombination mit einem Fragebogen zum körperlichen Aktivitätsverhalten.
Welche Rolle spielen psychosoziale Ressourcen bei der Prävention von Rückenproblemen?
Die Stärkung psychosozialer Ressourcen wie soziale Unterstützung, Selbstbewusstsein, Motivation und Stimmung ist ein zentrales Ziel. Sie sind eng mit physischen Ressourcen verknüpft; so führt physische Verbesserung oft zu höherer Motivation und Selbstsicherheit, was wiederum das Durchhaltevermögen fördert.
- Arbeit zitieren
- F. Krosinter (Autor:in), 2023, Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1438204