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Die Auseinandersetzung der SPD mit dem Nationalsozialismus

Title: Die Auseinandersetzung der SPD mit dem Nationalsozialismus

Seminar Paper , 2000 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Monika Goerke (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Summary Excerpt Details

Das Scheitern der Weimarer Republik und die „Machtübernahme“ durch die
Nationalsozialisten werfen die Frage nach der politischen Hauptschuld für das Versagen
der noch jungen deutschen Demokratie auf. Dabei ist es von Bedeutung, sich damit zu
beschäftigen, wie die NSDAP von einer kleinen „Splitterorganisation“ zur stärksten
Partei der ersten deutschen Republik avancieren konnte. In diesem Zusammenhang steht
die Untersuchung, inwieweit und wodurch die übrigen Parteien der Weimarer Republik
im Vorfeld hierzu beigetragen haben. Es bleibt zu fragen, in welcher Weise die
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus überhaupt stattgefunden hat und ob
die NSDAP von den politischen Kräften unterschätzt wurde.
Die nachfolgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Wahrnehmung der NSDAP
durch die traditionsreichste deutsche Partei auf der politischen Linken, der SPD. In vier
Kapiteln wird analysiert, ob und wie sich die SPD mit der NSDAP beschäftigt hat und
wie ihr politisches Handeln gegenüber dem Nationalsozialismus ausgesehen hat. In
Kapitel B wird die SPD als Partei einleitend vorgestellt. Nachfolgend wird ein
Überblick über das Selbstverständnis und die Programmatik dieser Partei in der
Weimarer Republik gegeben. Kapitel C befasst sich dann mit der sozialdemokratischen
Analyse des Nationalsozialismus/Faschismus. Dabei werden zum einen die
grundlegenden Aussagen und Meinungen der SPD über die NSDAP aufgezeigt. Zum
anderen wird der Leser über die Chancen auf die Übernahme der Staatsführung, die die
Sozialdemokraten der NS-Bewegung im Grundsatz eingeräumt hatten, informiert. In
Kapitel D werden die politischen Handlungsalternativen, mit denen die SPD versuchte,
den Nationalsozialismus aktiv zu bekämpfen, dargelegt. In Kapitel E werden schließlich
die Ergebnisse dieser Seminararbeit kurz zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. EINLEITUNG

B. DIE SPD IN DER WEIMARER REPUBLIK

I. Struktur und Wesen der Weimarer SPD

II. Probleme der Weimarer SPD

C. DIE SPD UND IHRE BEURTEILUNG DES NATIONALSOZIALISMUS

I. Wesen und Funktion des Nationalsozialismus

II. Der Nationalsozialismus und die Machteroberung

D. DIE POLITISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER NSDAP

I. Bekämpfung der NSDAP in den Parlamenten

II. Bekämpfung durch den staatlichen Machtapparat

III. Bekämpfung durch Agitation

E. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die SPD in der Weimarer Republik den Aufstieg des Nationalsozialismus wahrnahm, analysierte und mit welchen politischen Strategien sie versuchte, die NSDAP zu bekämpfen und die demokratische Ordnung zu bewahren.

  • Struktur, Selbstverständnis und tagespolitische Probleme der Weimarer SPD.
  • Sozialdemokratische Analysen zum Wesen und zur Machtstrategie des Nationalsozialismus.
  • Parlamentarische Strategien und Regierungsbeteiligung als Abwehrmechanismen.
  • Einsatz staatlicher Machtmittel gegen nationalsozialistische Agitation.
  • Agitative Ansätze und Versuche zur Gewinnung neuer Wählerschichten.

Auszug aus dem Buch

I. Wesen und Funktion des Nationalsozialismus’

In der SPD gab es, anders als in der KPD, keine einheitliche Theorie über Wesen und Funktion des Faschismus’. Stattdessen existierte eine Vielzahl von Auffassungen über den Nationalsozialismus, die darüber hinaus nicht immer bestimmten Richtungen innerhalb der Partei zugeordnet werden konnten. Die Diskussion über die NSDAP wurde in erster Linie von den Parteisprechern auf Reichs- und Landesebene, den Führungsleuten der SPD-Linken und –Rechten sowie von Intellektuellen und Publizisten in der Partei geführt.

Die meisten Vorstellungen über die NSDAP waren vom marxistischen Gedankengut geprägt. Dabei wurde der Faschismus als spezielle Form der bürgerlich-kapitalistischen Herrschaft aufgefasst. Über die Aufgabe der NSDAP gab es im wesentlichen zwei Ansichten: Die Parteilinke argumentierte in der Regel, dass der bereits ins Wanken geratene Kapitalismus die Nationalsozialisten zur Verteidigung seiner Herrschaft einsetzte [defensive These]. Dagegen sah besonders der gemäßigte Flügel der SPD die NSDAP als Söldnertruppe des Großkapitals im Kampf gegen eine erstarkende Arbeiterbewegung [offensive These] an. Nur wenige Sozialdemokraten erkannten eine eigenständige, neue politische Kategorie, die sich typischerweise auf dem Boden junger und noch nicht gefestigter Demokratien ohne parlamentarisch-demokratische Traditionen ausbreiten kann. Nur eine Minderheit prophezeite die Zerstörung des demokratischen Systems.

Zur Analyse des Nationalsozialismus gehörte auch die Untersuchung seiner Anhängerschaft. Als wichtigster Träger der NSDAP wurden die Mittelschichten, insbesondere der alte Mittelstand, identifiziert. Aber auch Arbeiter in rückständigen Industrien, vor allem Heim- und Landarbeiter sowie Beamte im unteren und mittleren Dienst (besonders bei Post und Bahn), wurden als für die NS-Propaganda anfällig erkannt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet das Scheitern der Weimarer Republik und stellt die Forschungsfrage nach der Wahrnehmung und der politischen Reaktion der SPD auf den Aufstieg der NSDAP.

B. DIE SPD IN DER WEIMARER REPUBLIK: Dieses Kapitel analysiert die parteiinterne Struktur und die Identitätskrise der SPD, die zwischen marxistischem Anspruch und tagespolitischem Handeln stand.

C. DIE SPD UND IHRE BEURTEILUNG DES NATIONALSOZIALISMUS: Hier wird die sozialdemokratische Analyse des Faschismus dargelegt, wobei insbesondere die Fehleinschätzungen bezüglich der Anziehungskraft und der legalen Machteroberung der NSDAP behandelt werden.

D. DIE POLITISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER NSDAP: Dieses Kapitel beschreibt die verschiedenen Abwehrstrategien der SPD, von parlamentarischen Taktiken über staatliche Repressionsmaßnahmen bis hin zu neuen Agitationsformen.

E. RESÜMEE: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der SPD als klassische Systempartei sowie die Gründe für ihr letztliches Scheitern bei der Bekämpfung der Nationalsozialisten.

Schlüsselwörter

SPD, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, NSDAP, Faschismus, Arbeiterbewegung, politische Strategie, Tolerierungspolitik, Parlamentarismus, Machtübernahme, Republikschutz, Agitation, Arbeiterpartei, Massenpartei, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der SPD in der Endphase der Weimarer Republik und ihrer spezifischen politischen Auseinandersetzung mit dem aufstrebenden Nationalsozialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die interne Struktur und Programmatik der SPD, die sozialdemokratische Interpretation des Faschismus sowie die konkreten parlamentarischen und außerparlamentarischen Abwehrstrategien gegen die NSDAP.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, ob und wie sich die SPD mit der NSDAP auseinandergesetzt hat und wie ihr politisches Handeln zur Wahrung der demokratischen Ordnung aussah.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung zeitgenössischer Parteistrukturen sowie wissenschaftlicher Fachliteratur zum politischen Handeln der Weimarer SPD basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der SPD als Akteur, die theoretische Einordnung des Nationalsozialismus durch die SPD sowie die Darstellung der praktischen Bekämpfungsmethoden auf parlamentarischer und staatlicher Ebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere SPD, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Faschismus, Tolerierungspolitik und Arbeiterbewegung.

Warum schätzte die SPD die Gefahr durch die NSDAP lange Zeit falsch ein?

Die SPD blieb in marxistischen Denkmustern verhaftet und sah im Faschismus primär eine Form der bürgerlich-kapitalistischen Herrschaft, wodurch sie die eigendynamische Anziehungskraft der NSDAP unterschätzte.

Welche Rolle spielte die "Eiserne Front"?

Die Eiserne Front wurde im Dezember 1931 als Reaktion auf die Harzburger Front gegründet, blieb jedoch als Abwehrinstrument weitgehend ineffektiv und versagte spätestens im Sommer 1932.

Warum konnte die SPD die Republik trotz ihrer Anstrengungen nicht retten?

Laut der Arbeit fehlte es der SPD an der nötigen Unterstützung durch andere Parteien, große Interessengruppen und wichtige staatliche Institutionen, während sie gleichzeitig intern zwischen Tradition und Anpassung agierte.

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Details

Title
Die Auseinandersetzung der SPD mit dem Nationalsozialismus
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Grade
1,0
Author
Monika Goerke (Author)
Publication Year
2000
Pages
18
Catalog Number
V14387
ISBN (eBook)
9783638198035
Language
German
Tags
Auseinandersetzung Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Goerke (Author), 2000, Die Auseinandersetzung der SPD mit dem Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14387
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